Dreifaltigkeitskirche (Pilníkov)

Die römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche in Pilníkov (deutsch Pilnikau) im Okres Trutnov in Tschechien ist eine Filialkirche im Dekanat Trutnov I. des Bistums Königgrätz.[1]

Geschichte

Im Ort, der zunächst Billungsdorf hieß, bestand seit der Gründung eine Kirche auf dem Kirchberg. Pfarrer sind hier für die Zeit von 1357 bis 1406 belegt. Nach 1493 und 1565 wird die Kirche erwähnt. Aus der Baugeschichte ist nur bekannt, dass Beatrix von Lobkowitz, geborene Silber von Pilnikau auf Wildschütz, 1604 den mächtigen Barockturm erbauen ließ. Die heutige Kirche ließ Josef Adam von Schwarzenberg 1769 erbauen und im Inneren reich im Stil des italienischen Barock ausstatten. 1821 brannten die Kirche und fast die ganze Stadt ab. Die Gottesdienste mussten vorübergehend in der Friedhofskapelle abgehalten werden. Nach einem Bericht wurde die wiederhergestellte Kirche von einem künstlerisch begabten Laien namens Josef Wende mit Schnitzarbeiten versehen, insbesondere die Kirchenstühle, der Chor mit der Kanzel und der Hochaltar mit den Vier Kirchenlehrern und die Seitenaltäre. Die Kirche wurde 1760 Lokalkaplanei und 1855 wieder selbstständige Pfarrei.

Bauwerk

Die Kirche ist ein geosteter Steinbau, bei dem der mächtige Viereckturm zum Teil ins Langhaus hineinragt. Der Turm steht gegen Süden in der Mitte des Langhauses, ist dreigeschossig und trägt als Abschluss Zwiebel und Laterne. Das Langhaus schließt gegen Osten halbkreisrund ab.

Literatur

  • Franz Schöbel, Beda Menzel: Gotteshäuser der Heimat: ein Heimatbuch des Riesengebirges und Braunauer Ländchens. Riesengebirgs-Heimatverlag Renner, Kempten 1970.
Commons: Dreifaltigkeitskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. filiální kostel (bývalý farní) Nejsvětější Trojicehrsg=Bistum Königgrätz. In: bihk.cz. Abgerufen am 11. November 2025.

Koordinaten: 50° 31′ 57,3″ N, 15° 49′ 11,2″ O