Dracula – Die Auferstehung
| Film | |
| Titel | Dracula – Die Auferstehung |
|---|---|
| Originaltitel | Dracula: A Love Tale |
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich, Frankreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 129 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Luc Besson |
| Drehbuch | Luc Besson |
| Produktion | Virginie Besson-Silla |
| Musik | Danny Elfman |
| Kamera | Colin Wandersman |
| Schnitt | Lucas Fabiani |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Dracula – Die Auferstehung (Originaltitel Dracula: A Love Tale) ist ein romantisches Horror-Drama aus dem Jahr 2025 von Regisseur Luc Besson mit Caleb Landry Jones in der Titelrolle. Der Film basiert auf dem Roman Dracula von Bram Stoker.
Handlung
Nach dem Tod seiner über alles geliebten Frau wendet sich Prinz Vlad im 15. Jahrhundert von Gott und der Kirche ab und wird zum unsterblichen, bluttrinkenden Vampir. 400 Jahre später sieht er im Paris des 19. Jahrhunderts eine Frau, die seiner verstorbenen Liebe ähnelt, und beginnt ihr nachzustellen.[3][4]
Produktion
Insgesamt wurden 953 Personen für den Film engagiert.
Regie und Drehbuch
Regie führte Luc Besson, der auch das auf Stokers Geschichte basierende Drehbuch schrieb. Während sich die ursprüngliche Geschichte von Stoker auf die Handlung in England und auf das Treffen von Dracula und Mina fokussierte, konzentriert sich der Film auf das menschliche Leben des Grafen Dracula und seine Beziehung zu seiner Frau.[5]
Drehorte
Die Dreharbeiten fanden von Ende März bis Juli 2024 in den finnischen Städten Kajaani und Kuhmo und dem zur Gemeinde Sotkamo gehörenden Ort Vuokatti in der Region Kainuu statt, von dem angenommen wird, dass er eine alte Opferstätte der Samen war.[6][7]
Kamera und Bildgestaltung
Mit Kameramann Colin Wandersman arbeitete Besson bereits für Dogman zusammen. In Bezug auf die Ästhetik des Bildes beschlossen Besson und Wandersman bereits in der Vorproduktion, sich von der flämischen Malerei und der Chiaroscuro inspirieren zu lassen.[8]
Besetzung und Synchronisation
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Dracula | Caleb Landry Jones | Martin Kautz |
| Priester | Christoph Waltz | Christoph Waltz (spricht sich selbst)[9] |
| Elisabeta / Mina | Zoë Bleu Sidel | |
| Maria | Matilda De Angelis | |
| Jonathan Harker | Ewens Abid | |
| Henry Spencer | David Shields | |
| Dumont | Guillaume de Tonquédec | |
| Kardinal | Haymon Maria Buttinger | |
| Sultan Mehmed II. | Jassem Mougari | |
| Elisabetas Hauptmann | Ivan Franek |
Caleb Landry Jones spielt in der Titelrolle den Prinzen Vlad, später „Dracula“ genannt.[10] Er war bereits in Bessons letztem Film Dogman in der Hauptrolle zu sehen.[11] In Vorbereitung auf seine Rolle des Grafen Dracula legte sich Landry Jones einen rumänischen Akzent zu.[6] Zoë Bleu Sidel spielt seine Ehefrau Prinzessin Elisabeta.[10] Der zweifache Oscar-Gewinner Christoph Waltz ist in der Rolle eines Priesters und Varmpirjägers zu sehen.[3] Weiter auf der Besetzungsliste findet sich die Italienerin Matilda De Angelis.[12]
-
Caleb Landry Jones spielt Dracula
-
Christoph Waltz spielt den Priester
-
Matilda De Angelis spielt Maria
Filmmusik
Die Filmmusik komponiert der US-Amerikaner Danny Elfman. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 27 Musikstücken wurde zum Kinostart in Frankreich von Because Music & EuropaCorp als Download veröffentlicht.[13]
Danny Elfman komponierte zunächst drei Hauptthemen: Das erste, sehr romantisch, symbolisiert Draculas Liebe zu seiner verlorenen Frau und wird oft von einer Spieluhr gespielt, hat aber auch andere Instrumental- und Rhythmusvarianten je nach Szene. Das zweite Thema ist für die große Tanzsequenz bestimmt, das dritte soll Draculas kriegerische und vampirische Seite vermitteln. Nach der Festlegung dieser drei Hauptthemen arbeiteten Danny Elfman und Luc Besson an verschiedenen musikalischen Motiven, die Fremdartigkeit, Geheimnis und Spannung ausdrücken und die einzelnen Szenen der Handlung begleiten.[8]
Kostüme
Die Kostüme wurden von Corine Bruand entworfen, basierend auf den Konzeptzeichnungen von Patrice Garcia und Luc Besson. Insgesamt wurden 550 Kostüme für den Film hergestellt. Draculas Rüstung, die Landry Jones im Film trägt, wurde von Handwerker Terry English gestaltet, mit dem Besson bereits für Johanna von Orleans zusammenarbeitete. Er hatte bereits die Rüstungen für Excalibur von John Boorman gefertigt[14][10] und war bekannt für die Herstellung der Kreaturenkostüme in Ridley Scotts Aliens.
Elisabeths Kleid wurde von der Manufacture Royale Bonvallet nahe Amiens gefertigt, in Frankreich. Der Schleier des Kopfschmucks, der fast acht Meter lang ist, besteht aus Seidenorganza, dem leichtesten der Welt, und stammt aus Japan.
Die Rüstungen von Draculas Soldaten in der ersten Filmhälfte wurden in London von dem Team hergestellt, das auch an Game of Thrones gearbeitet hat.
Die Mehrheit der Stoffe wurde in der französischen Werkstatt BBC Jacquard nach historischen Zeichnungen hergestellt[8].
Kulissen und Requisiten
Die Kulissen wurden von Szenenbildner Hugues Tissandier entworfen, der bereits zuvor an vielen Filmen von Luc Besson gearbeitet hat. Viele Kulissen wurden vollständig im Studio gebaut, darunter die Innenräume des Schlosses (im Gegensatz zum Außenbereich, der hauptsächlich mit visuellen Effekten erstellt wurde). Die Spieluhr, die die Eröffnungsszene des Films bildet und ein sehr wichtiges Element der Handlung ist, besteht aus Messing. Der Basar von Bagdad besteht aus 1.500.000 Blütenblättern, die vom Filmteam verteilt wurden. Draculas Gemälde im großen Speisesaal sind eine dezente Hommage an die Hauptdarsteller, die Dracula in früheren Adaptionen verkörperten.[8]
Make-up
Das Make-up des Films wurde von Julia Floch, Jean-Christophe Spadaccini und Denis Gastou geleitet, die an den meisten Filmen von Luc Besson arbeiten. Insgesamt waren 28 Personen für das Make-up zuständig. Draculas Aussehen im Alter von 400 Jahren in bestimmten Szenen darzustellen, wie von Luc Besson gewünscht, war besonders komplex. Das Team verwendete unter anderem Make-up-Prothesen, die nicht wiederverwendet werden konnten. Insgesamt wurden fast 200 Prothesen für den Film hergestellt, insbesondere für Kopf, Torso und Hände des gealterten Dracula. Das Make-up für Szenen, in denen Caleb Landry Jones einen 400 Jahre alten Dracula spielt, dauerte sechs bis sieben Stunden[15], während das Make-up für Guillaume de Tonquédec, der den Wissenschaftler spielt, bis zu drei Stunden in Anspruch nahm. Das Make-up-Team fertigte zudem 35 abgetrennte falsche Köpfe osmanischer Soldaten an.[8]
Postproduktion
Die visuellen Effekte wurden von MPC Paris unter der Aufsicht von Laurent Creusot erstellt. Das Studio lieferte 656 bearbeitete Shots von mehr als 1.500 Shots des Films, wobei 162 Künstler und Techniker beteiligt waren.
Für das Color Grading arbeitete Luc Besson mit Yvans Lucas, der vor allem für das Grading kultiger französischer Filme wie Die fabelhafte Welt der Amélie, Der Bär und natürlich Im Rausch der Tiefe von Luc Besson bekannt ist, aber auch an zahlreichen amerikanischen Filmen von Steven Spielberg, Martin Scorsese und Quentin Tarantino[8].
Marketing und Veröffentlichung
Der erste Trailer wurde Anfang Juni 2025 vorgestellt, der erste deutschsprachige Ende Juli 2025.[16][17] Am 30. Juli 2025 kam der Film in die französischen Kinos. Am 30. Oktober 2025 erschien er in den deutschen und Deutschschweizer Kinos.[16][18]
Rezeption
Kommerzieller Erfolg
In Deutschland verzeichnet der Film 149.942 Kinobesucher.[19]
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 75 %[20] |
Laut epd Film folge Besson zwar konsequent einer romantischen Linie und stelle tiefgründige Überlegungen über Erlösung, Seelenheil und Gnade an, doch würden diese Ansätze immer wieder durch Tumulte und Effekte unterbrochen, was den neuen Dracula zu einem unverkennbaren Luc-Besson-Film mache.[21]
Bert Rebhandl schrieb für Den Standard, dass der Film Genie und Schund zugleich sei. Mit atemberaubenden Details und hemmungsloser Effekthascherei sei er ganz im Geiste von Bessons „Kaugummi-Mythologie“, die mit Das fünfte Element begann.[22]
Knut Elstermann nennt bei Radio Eins den Film ein unterhaltsames, wenn auch oberflächliches Spektakel. Regisseur Besson lasse es wie üblich krachen und scheue tiefe Gedanken wie der Vampir den Knoblauch. Dafür biete er schaurige Schauwerte und einen herrlichen Priester und Vampirjäger, der von Christoph Waltz sehr kompetent und augenzwinkernd gespielt werde.[23]
Der Kurier kritisiert, dass der Dracula-Darsteller Caleb Landry Jones den liebenden Romantiker nicht überzeugend spiele. Zugleich lobt er die Darstellung von Christoph Waltz als Vampir-Exorzist, der mit seiner üblichen Mischung aus Eleganz und Ironie alle Register ziehe. Die romantische Geschichte um einen Vampir liege zwar nicht im Spitzenfeld der bisherigen Dracula-Filme, sei aber prächtig anzuschauen.[24]
Szene Hamburg bezeichnet den Film als Luc Bessons „feuchten Altherrentraum“, der keine Bereicherung seiner beeindruckenden Filmografie sei. Das Magazin bemängelt quälende Dialoge, holprige Dramaturgie und sexualisiertes Overacting. Das romantisch pompöse Schauermärchen gerate dadurch zu einer schrägen, orientierungslosen Adaption.[25]
Filmstarts vergibt 3,5 von 5 Punkten und stellt fest, dass Luc Besson sich für seinen Film offensichtlich von Francis Ford Coppolas opulenter 90er-Jahre-Version hat inspirieren lassen. Zwar sei er erzählerisch nicht immer schlüssig, könne dies aber mit energievoller Inszenierung und Wahnwitz ausgleichen.[26]
TV Today vergibt 1 von 3 Punkten und schreibt: „Bunte Dracula-Neuverfilmung, die sich nicht um die Historie schert. [...] Ein Film eher für Vampir-Frischlinge als für Menschen, die schon alles über Dracula wissen.“[27]
Weblinks
- Dracula – Die Auferstehung bei IMDb
- Dracula – Die Auferstehung bei crew united
- Dracula – Die Auferstehung bei WerStreamt.es
- Dracula – Die Auferstehung bei CineMaterial (Postermotive)
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Dracula – Die Auferstehung. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 272815/K).
- ↑ Alterskennzeichnung für Dracula – Die Auferstehung. Jugendmedienkommission.
- ↑ a b Dracula: A Love Tale - Luc Bessons Neuverfilmung von Bram Stokers Klassiker (Trailer). In: schnittberichte.com, 18. Juni 2025.
- ↑ Christophe Carrière: Pourquoi le «Dracula» de Luc Besson est le meilleur film d’horreur de l’été. In: parismatch.com, 29. Juli 2025. (Französisch)
- ↑ Luc Besson dreht Neuverfilmung von "Dracula". In: sky.de, 19. Februar 2024.
- ↑ a b Chris McPherson: Luc Besson's 'Dracula' Movie Has Already Begun Production. In: collider.com, 27. März 2024.
- ↑ Kansainvälistä Dracula-elokuvaa kuvattiin Kainuussa, auf yle.fi
- ↑ a b c d e f Luc Besson: Dracula - Aventure et découverte d'un film : L'histoire de Dracula mise en scène de Luc Besson. Frankreich 2025, ISBN 1-04-157547-5, S. 288 (französisch).
- ↑ Dracula - Die Auferstehung. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ a b c Steven Weintraub und Tamera Jones: Caleb Landry Jones Reveals New Details of Luc Besson’s 'Dracula' Movie and His Character's Accent. In: collider.com, 2. September 2024.
- ↑ Luc Besson dreht "Dracula" mit seinem "DogMan"-Star Caleb Landry Jones und Christoph Waltz. In: moviebreak.de, 17. Februar 2024.
- ↑ Andreas Wiseman: Zoë Bleu & Matilda De Angelis To Star With Caleb Landry Jones & Christoph Waltz In Luc Besson’s 'Dracula – A Love Tale'. In: deadline.com, 5. April 2024.
- ↑ ‘Dracula: A Love Tale’ Soundtrack Album Details, auf filmmusicreporter.com
- ↑ Steven Weintraub und Tamera Jones: Here's How Billie Eilish Inspired Luc Besson's Upcoming 'Dracula' Movie. In: collider.com, 3. September 2025.
- ↑ Entretien Interview Rencontre DRACULA. In: Abus de Ciné. Abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
- ↑ a b Jordan Ruimy: Luc Besson’s 'Dracula' Has A Trailer — Caleb Landry Jones as The Count is Certainly A Choice. In: worldofreel.com, 5. Juni 2025.
- ↑ Damian Sprenger: Erster Trailer zu Luc Bessons „Dracula – Die Auferstehung“ erschienen. In: Blickpunkt:Film, 28. Juli 2025.
- ↑ Dracula - Die Auferstehung, auf cineman.ch
- ↑ https://www.insidekino.com/DJahr/D2025.htm
- ↑ Dracula – Die Auferstehung. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 5. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 20 Kritiken).
- ↑ Alexandra Seitz: Kritik zu Dracula – Die Auferstehung. In: epd Film. 24. Oktober 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Bert Rebhandl: Schund und Genie treffen sich in Luc Bessons "Dracula" mit Christoph Waltz. In: Der Standard. 31. Oktober 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Knut Elstermann: Dracula - Die Auferstehung. In: Radio Eins. 30. Oktober 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Gabriele Flossmann: Filmkritik zu "Dracula - Die Auferstehung": Christoph Waltz als Vampir-Exorzist. In: Kurier. 30. Oktober 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Filmkritik: Dracula – Die Auferstehung. In: Szene Hamburg. 2. November 2025 (szene-hamburg.com [abgerufen am 1. Januar 2026]).
- ↑ Pavao Vlajcic: Die Filmstarts-Kritik zu Dracula - Die Auferstehung. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Dracula – Die Auferstehung: Trailer & Kritik zum Film. In: TV Today. Abgerufen am 1. Januar 2026.