Dorothea von Heudorf
Dorothea von Heudorf (* vor 1440; † März 1504 in Tänikon) war eine Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Tänikon in der Landgrafschaft Thurgau.
Leben und Wirken
Dorothea von Heudorf war Tochter der Dorothea von Griessen und des Wilhelm von Heudorf, Herr zu Schenkenberg und Bürger von Schaffhausen. Mit ihrer Vorgängerin im Amt, Ursula von Eppenberg, war sie über ihre Mutter verwandt.[1]
Heudorf wurde 1466 erstmals als Äbtissin des Klosters Tänikon erwähnt und übte das Amt bis zu ihrem Tod im März 1504 aus. Als solche hatte sie die Gerichtsherrschaften von Tänikon und Ettenhausen inne. Im Jahr 1469 setzte sie ihr Siegel unter die Offnung von Aadorf. Heudorf wird zudem in vielen Lehens- und Kaufurkunden erwähnt. Im Kloster nahm sie den Neubau des Konventsaals in Angriff.[1]
Literatur
- Albert Knoepfli: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band I. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1950. S. 354.
- Helvetia Sacra. Band III/3. S. 940–941.
- Herbert Zehnder: Tänikon. Tänikon 1992. S. 22–23.
Belege
- ↑ a b Magdalen Bless-Grabher: Dorothea von Heudorf. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 30. August 2006.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Ursula von Eppenberg | Äbtissin von Tänikon um 1460–1504 | Anna Wälter I. von Blidegg |