Dorothea Roethe-Hofmeister
Dorothea Roethe-Hofmeister (geb. Hofmeister; * 23. Oktober 1929 in Halle/Saale; † 1989) war eine deutsche Goldschmiedin und Schmuckgestalterin.
Leben und Werk
Dorothea Hofmeister kam aus einer alteingesessenen halleschen Kaufmannsfamilie. Ihr Vater war Miteigentümer des Großhandelsunternehmens für „Kolonialwaren“ C. Hofmeister & Co.
Sie absolvierte von 1948 bis 1951 eine Lehre als Goldschmiedin. Von 1951 bis 1956 studierte sie bei Karl Müller in der Metallabteilung des Instituts für künstlerische Werkgestaltung Burg Giebichenstein. Sie erwarb dort den Meistertitel als Goldschmiedin. Ihr Meisterstück war eine „raffinierte[…] Halskette, die durch die Verwendung unterschiedlichster handwerklicher Techniken besticht und sich mit wenigen Handgriffen zu einem zweiteiligen Schmuck aus Brosche und Armband umbauen lässt.“[1]
Seitdem arbeitete sie in Halle freischaffend als Schmuckgestalterin. Ihre Arbeiten sind zumeist aus Gold getrieben und geschmiedet und mit einer Masse gefüllt, „die durch nachträgliches Freilegen einzelner Partien der Goldummantelung – gleich eingelegten Steinen – sichtbar gemacht wird.“ Die Ringe und Armbänder haben eine „plastisch-kompakte Form …ein Element echter plastischer Gesinnung, wie sie vielen frühen Kunstepochen eigen ist.“[2]
Dorothea Roethe-Hofmeister war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1983 wurde sie auf der Internationalen Schmuckausstellung Jablonec mit einer Medaille geehrt.
Dorothea Roethe-Hofmeister war mit dem Mathematiker Dieter Roethe verheiratet. Beide schenkten dem Stadtmuseum Halle ihre umfangreiche Sammlung Lettiner Porzellan.[3]
Ausstellungen (Auswahl)
Postume Einzelausstellung
- 2016: Halle, Stadtmuseum im Christian-Wolff-Haus[1]
Gruppenausstellungen
- 1981/1982: Halle/Saale, Staatliche Galerie Moritzburg („Metallgestaltung in der DDR. 1. Zentrale Ausstellung“)
- 1984: Erfurt, Galerie am Fischmarkt („Schmuck und Glas“)
- postum 1995: Halle, Kunsthalle Talstraße („SPURENSUCHE. Zum Gedenken an hallesche Künstler“)
Literatur
- Fritz Kämpfer: Hallesche Goldschmiedekunst. Die Goldschmiedinnen Renate Heintze-Bürg, Dorothea Hofmeister-Roethe und Irmtraud Ohme. In: Bildende Kunst, Berlin, 3/1967, S. 139–142
- Walter Funkat: Kunsthandwerk in der Deutschen Demokratischen Republik. Verlag der Nation, Berlin, 1970, S. 314
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 783
Einzelnachweise
- ↑ a b Claudia Crodel: Ausstellung im Stadtmuseum: Eine schmucke Geschichte. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ Fritz Kämpfer: Hallesche Goldschmiedekunst. Die Goldschmiedinnen Renate Heintze-Bürg, Dorothea Hofmeister-Roethe und Irmtraud Ohme. In: Bildende Kunst, Berlin, 3/1967, S. 142
- ↑ Detlef färber: Stadtmuseum Halle: Riesige Sammlung mit Lettiner Porzellan wird ausgestellt. Abgerufen am 9. Dezember 2025.