Dorfkirche Niemerlang
Die denkmalgeschützte Dorfkirche im Wittstocker Ortsteil Niemerlang ist ein neogotischer Feldsteinbau mit Backsteinelementen aus dem Jahr 1884. Die Kirche gehört zur Gesamtkirchengemeinde Heilig-Geist-Nordprignitz des Kirchenkreises Prignitz, Sprengel Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Auf der Nordseite befindet sich das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Orte Niemerlang und Tetschendorf.
Kirche
Lage
Das Gotteshaus steht in der Hauptstraße des Dorfes Niemerlang,[1] zentral im Ort. Niemerlang selbst liegt im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin und gehört als Ortsteil zu Wittstock/Dosse.
Geschichte
Die Kirche wurde 1884 erbaut.[1] Zuvor stand an dieser Stelle ein Vorgängerbau aus Fachwerk. Im Jahr 1986 wurde das Turmdach instandgesetzt und ein paar Jahre später, 1992/1993, auch das Kirchenschiff. 1996 erfolgte die Restaurierung der Orgel durch die Orgelbaufirma W. Sauer Orgelbau aus Müllrose.[2]
Beschreibung
Es handelt sich um einen einschiffigen massiven Kirchenbau im Stil der Neugotik,[1] wobei als Baumaterial flächig Feldstein genutzt wurde und verschiedene architektonische Elemente[2] – getreppte Strebepfeiler,[3] Glockengeschoss, Apsis, Dachfries sowie Einfassungen von Fenstern und Portal – durch Mauerziegel hervorgehoben wurden. Auf der Westseite besitzt das Bauwerk einen quadratischen Turm, der mit einem verschieferten achteckigen Spitzhelm abschließt.[2] Über der nordöstlichen Ecke des Daches, noch vor der Apsis, erhebt sich ein Schornstein.[3]
Im Inneren befindet sich eine Orgel von 1889/1890 aus der Hand des Wittstockers Friedrich Hermann Lütkemüller.[2] Die weitere Ausstattung stammt aus der Bauzeit.[3]
Nutzung
Die Kirche gehört zur Gesamtkirchengemeinde Heilig-Geist-Nordprignitz des Kirchenkreises Prignitz, Sprengel Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie wird von Pfarrer Helmut Kautz seelsorgerisch betreut.[2] Dieser ist darüber hinaus neben seiner Frau ehrenamtlicher Prior des Evangelischen Klosterstifts Marienfließ,[4] wo er ansässig ist.[5]
Gefallenendenkmal
Das Kriegerdenkmal nördlich der Kirche[3] würdigt die Gefallenen des Ersten Weltkriegs der Orte Niemerlang und Tetschendorf.[6] Der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg zufolge wurde es zwischen 1884 und 1909 massiv aus Feldstein errichtet.[1] Es besitzt eine pyramidenartige Form. Obenauf thront ein Kreuz.[6]
Inschrifttafel:[6]
Ihren lieben für das teure Vaterland
Gefallenen zum Gedächtnis
<<Namen>>
Gewidmet von Niemerlang und Tetschendorf.
Weblinks
- Eintrag zur Denkmalobjektnummer 09170826 in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg; Kriegerdenkmal Teilobjektnummer: 09172267
- Kirche auf der Website des Kirchenkreises Prignitz
- Kirche auf der Website der Stadt Wittstock/Dosse
- Kirche auf der Website dorfkirchen-in-mv.de
- Gefallenendenkmal im Onlineprojekt Gefallenendenkmäler
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Dorfkirche mit Kriegerdenkmal. In: Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ a b c d e Lukas Verlag: Die Kirche in Niemerlang. In: Kirchenkreis Prignitz. Abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ a b c d Dorfkirche Niemerlang (Stadt Wittstock / Dosse). In: dorfkirchen-in-mv.de. Abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ Gemeinschaft – Evangelisches Stift Marienfließ. Abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ Stellungnahme des Ev. Stift Marienfließ zum Konflikt in der geistlichen Gemeinschaft Quellort Marienfließ – Evangelisches Stift Marienfließ. 4. Juni 2024, abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ a b c Niemerlang, Stadt Wittstock/Dosse, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg. Abgerufen am 21. Oktober 2025.
Koordinaten: 53° 14′ 49,1″ N, 12° 20′ 58,7″ O