Dorfkirche Jeebel
Die evangelische Dorfkirche Jeebel ist eine spätromanische Saalkirche im Ortsteil Jeebel von Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich St. Georg (Salzwedel) im Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur
Die kleine rechteckige Saalkirche mit östlich anschließender Apsis wurde aus regellos versetzten, unregelmäßig bearbeiteten Feldsteinen erbaut und war einst offenbar komplett verputzt. Der vermutlich bauzeitliche Dachstuhl stammt nach dendrochronologischer Datierung aus der Zeit um 1250. Da das erste Sparrenpaar im Westen fehlt, gab es dort möglicherweise einst einen Dachreiter. In der Apsis ist mittig ein breites Fenster eingelassen; an Nord- und Südseite des Saals sind je zwei Fenster und im Westen je eins im Erd- und im Glockengeschoss vorhanden. Die einzige bauzeitliche Öffnung ist ein spitzbogiges, gestuftes Portal mit Backsteingewände, dessen Bogen aus abwechselnd rot und schwarz gesinterten Steinen gemauert ist. Die Apsis trägt ein Halbkuppelgewölbe, der Saal ist durch eine Balkendecke geschlossen.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 05921 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[1]
Ausstattung
Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar, der auf das Jahr 1783 datiert ist. Ein barocker Taufengel mit erneuerter Fassung gehört ebenfalls dazu.[2]
Die Kirche verfügte immer nur über eine einzige Glocke; die heutige ist ein Guss von Engelke aus Halberstadt aus dem Jahr 1831 mit 72 cm Durchmesser.
Literatur
- Matthias Friske: Die mittelalterlichen Kirchen in der nordwestlichen Altmark (= Bernd Janowski, Dirk Schumann [Hrsg.]: Kirchen im ländlichen Raum. Band 9). Lukas, Berlin 2021, ISBN 978-3-86732-379-6, S. 238–240.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung. (PDF) 19. März 2015, abgerufen am 12. Dezember 2025 (9,9 MB; Anfrage der Abgeordneten Olaf Meister und Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) – Kleine Anfrage 6/8670; Drucksache 6/3905 – Antwort durch das Kultusministerium – betrifft: Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt – siehe PDF-Seite 3975–3976).
- ↑ Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I. Regierungsbezirk Magdeburg. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 446 (dehio.org).
Koordinaten: 52° 51′ 53,5″ N, 11° 15′ 52,5″ O