Donal O’Callaghan

Donal O’Callaghan (* 23. Juni 1891 in Cork; † 12. September 1962) war ein irischer Politiker der Sinn Féin und der Fianna Fáil. Er war von Mai 1921 bis Juni 1922 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem Unterhaus des irischen Parlaments (Oireachtas). Von 1920 bis 1924 war er Lord Mayor of Cork.

O’Callaghan war von republikanischer Prägung und Mitglied der Irish Volunteers und der Irish Republican Brotherhood sowie der Sinn Féin. Im Januar 1920 wurde er in die Cork Corporation, dem Stadtrat Corks, gewählt und im Juni 1920 in den Cork County Council. Nach dem Tod von Tomás Mac Curtain und Terence MacSwiney wurde er im November 1920 zum Lord Mayor of Cork gewählt. Im Zuge des irischen Unabhängigkeitskrieges brannten die britischen Truppen Cork im Dezember 1920 ab (Brand von Cork). O’Callaghan, der massive Morddrohungen erhielt, floh nach Amerika und wurde direkt bei der Ankunft in den USA festgenommen. Die Festnahme war nur von kurzer Zeit und O’Callaghan engagierte sich für Kredite an den Revolutionary Dáil. Michael Collins bestimmte ihn daher als Emissär. Noch in den USA wurde er bei den Wahlen 1921 erstmals für die Sinn Féin im Wahlkreis Cork Borough in den Dáil gewählt. Im August 1921 kehrte er dann nach Irland zurück. Er lehnte den anglo-irischen Vertrag ab und verfehlte bei den Wahlen 1922 die notwendigen Stimmen, sodass er seinen Sitz wieder verlor.[1] Éamon de Valera entsandte ihn 1923 erneut in die USA. Am 25. Januar 1924 trat er als Lord Mayor von Cork zurück und heiratete später im Jahr Eibhlín Ní Shuilleabháin in London. 1929 kehrte er wieder nach Irland zurück und arbeitete für das Electricity Supply Board.

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Einzelnachweise

  1. Electionsireland.org: Daniel (Donal) O'Callaghan