Dog – Das Glück hat vier Pfoten
| Film | |
| Titel | Dog – Das Glück hat vier Pfoten |
|---|---|
| Originaltitel | Dog |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2022 |
| Länge | 102 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Channing Tatum, Reid Carolin |
| Drehbuch | Reid Carolin |
| Produktion | Gregory Jacobs, Peter Kiernan, Brett Rodriguez |
| Musik | Thomas Newman |
| Kamera | Newton Thomas Sigel |
| Schnitt | Leslie Jones |
| Besetzung | |
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Dog – Das Glück hat vier Pfoten (Originaltitel: Dog) ist ein US-amerikanisches Roadmovie von Channing Tatum und Reid Carolin aus dem Jahr 2022.
Handlung
Jackson Briggs ist ein Ranger der US-Armee, der sich für einen Rotationsposten in Pakistan bewerben möchte. Doch aufgrund einer Gehirnverletzung wurde er als dienstuntauglich eingestuft. Nachdem sein Freund und ehemaliger Partner, Riley Rodriguez, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, erhält er einen Sonderauftrag. Die Familie Rodriguez wünscht, dass zur Beerdigung Rileys Diensthündin Lulu anwesend ist. Briggs soll das Tier, eine Malinoishündin, deshalb an der Pazifikküste entlang vom Lewis-McChord-Stützpunkt in Washington nach Nogales in Arizona bringen. Danach soll er sie nach White Sands schaffen, wo sie eingeschläfert werden soll, da sie als zu aggressiv eingestuft wurde und keinem neuen Ranger anvertraut werden könne. Briggs zögert zunächst, willigt aber ein, als sein ehemaliger Kompaniechef Captain Jones verspricht, ihn für den Rotationsposten zu empfehlen.
Als Briggs unterwegs an einem Schießstand anhält, wird Lulu aufgrund ihrer Militärerfahrungen durch Schüsse verstört. Sie bricht aus ihrem Käfig im Auto aus und zerstört den Beifahrersitz des 1984er Ford Bronco. Frustriert gibt Briggs ihr Benadryl in einem Hotdog, woraufhin Lulu einschläft. Da er sich vorerst nicht um den Hund kümmern muss, möchte Briggs seinem Vergnügen nachgehen. In Portland, Oregon, versucht er deshalb in einer Bar mit verschiedenen Frauen in Kontakt zu kommen, aber die meisten werden von seiner forschen Art abgestoßen. Draußen jedoch erregt Lulu die Aufmerksamkeit zweier Freundinnen, Bella und Zoe, die Briggs zu sich nach Hause einladen. Während er sich mit den beiden amüsieren will, alarmiert Lulus Bellen einen Nachbarn. Dieser glaubt, sie sei misshandelt worden und zertrümmert die Heckscheibe des Autos, woraufhin er sofort von Lulu angegriffen wird. Briggs greift ein und zieht die beiden auseinander. Seine geplante Liebesnacht ist damit jäh beendet.
Am nächsten Morgen, auf dem Pacific Coast Highway, nimmt Lulu plötzlich eine Witterung auf und springt ohne Vorwarnung durch die zerbrochene Heckscheibe, woraufhin Briggs anhalten und sie durch einen nahe gelegenen Wald verfolgen muss. Sie stoßen auf eine Canabis-Plantage, wo Briggs vom Farmbesitzer Gus betäubt wird. Lulu wird derweil von Gus’ Frau Tamara behandelt, da sich das Tier an der Pfote verletzt hat. Briggs ist verwundert, dass Lulu so friedlich ist und sich sogar anfassen und streicheln lässt. Nachdem er Gus davon überzeugen kann, nur zufällig hier gelandet zu sein und ihn die Plantage gar nicht interessiere, wird er nun als Gast und nicht mehr als Eindringling behandelt und setzt seine Reise unbehelligt fort. Um mal wieder in einem vernünftigen Bett schlafen zu können, erschleicht sich Briggs in San Francisco ein kostenloses Zimmer in einem Luxushotel, indem er sich als blinder Veteran ausgibt und Lulu als seinen Blindenhund mitnimmt. Am Abend will er allein ausgehen, aber Lulu bellt solange, bis Briggs nachgibt und sie mit darf. In der Lobby greift Lulu aufgrund ihrer militärischen Ausbildung einen Mann aus dem Nahen Osten an, der einen Thawb trägt, was Lulu als Zeichen für einen Feind gelernt hatte. Briggs wird festgenommen, da man ihm diese Aktion als fremdenfeindliches Verbrechens ausgelegt. Während einer Gegenüberstellung auf der Wache entschuldigt sich Briggs bei dem Mann, der unter der Bedingung, dass Briggs professionelle Hilfe sucht, keine Anzeige erstattet. Briggs holt Lulu vom Tierheim ab und setzt seine Reise fort.
In Los Angeles versucht Briggs, seine dreijährige Tochter Sam zu besuchen, aber seine Frau Niki erlaubt es ihm nicht. So besucht er kurzerhand einen ehemaligen Army Ranger, der auch in der Stadt wohnt. Er hatte Lulus Bruder Nuke aufgenommen und so mit ihm trainiert, dass er mittlerweile zu einem freundlichen Familienhund geworden ist. Noah bringt Briggs bei, eine Bindung zu Lulu aufzubauen, und zwar auf eine Art und Weise, die ein Hund verstehen kann. Für Briggs ist das schwierig, weil er sich eigentlich gegen emotionale Bindungen sträubt.
Kurz vor ihrem Ziel hat Briggs Auto eine Panne. Da gerade ein Unwetter niedergeht sucht er mit Lulu Schutz in einer verlassenen Scheune und sie trampen am nächsten Morgen bis nach Nogales, wo sie gerade noch rechtzeitig zur Beerdigung kommen. Als Lulu beim traditionellen Salutschießen, durch Briggs beruhigendes Einwirken, nicht panisch wird, will er sich für den Hund einsetzen. Er ruft deshalb seinen ehemaligen Kompaniechef Captain Jones an und sagt ihm, dass sich Lulus Verhalten während der Reise so gebessert hat, dass sie nicht eingeschläfert werden muss. Jones erklärt ihm aber, dass die Entscheidung nicht bei ihnen liege. Daraufhin fährt Briggs mit Lulu in die Wüste und animiert sie wegzulaufen, aber sie will nicht. So verbringt er mit dem Hund noch eine Nacht in einem Motel. Hier erleidet Briggs eine Panikattacke und einen Krampfanfall, den er nur mit Lulu Hilfe überlebt.
Am nächsten Morgen gibt Briggs Lulu in White Sands ab, bringt es aber dann doch nicht übers Herz wegzufahren, als er sieht, wie verzweifelt Lulu ihm hinterher sieht. Er kehrt um und nimmt Lulu einfach mit. Schließlich hatte sie ihm das Leben gerettet und ihn auch sonst zu einem besseren Menschen gemacht.
Produktion
Regisseur Channing Tatum ist nicht nur Co-Regisseur des Films, sondern spielt auch die Hauptrolle. Seine Arbeit wurde von seinen eigenen Erlebnissen mit seinem Hund inspiriert. Mit seinem 2018 an Krebs erkrankter Pitbull-Mischling namens Lulu, unternahm Tatum einen Roadtrip, um die Zeit mit dem Tier so gut wie möglich zu nutzen. Tatums Hund starb am 19. Dezember 2018 und der Film ist ihrem Andenken gewidmet.[2]
Gedreht wurde in Valencia und Lancaster, Kalifornien, während der COVID-19-Pandemie.[3]
Rezeption
Kritiken
Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meinte, der Film „ist ein im Grunde klassischer Roadmovie um zwei Figuren, die sich zusammenraufen müssen – mit dem Unterschied, dass es hier ein Ex-Soldat und ein Hund sind, die vom Krieg traumatisiert sind. Das ist oft komisch, teilweise auch ernst und natürlich auch rührend. Von einigen absurden Szenen einmal abgesehen sind Überraschungen dafür rar gesät.“ „Aber wer das so charmant und unterhaltsam macht, dem kann man nicht ernsthaft böse sein. Außerdem tut es dem Herzen doch irgendwie gut, wenn zwei, die von allen abgeschrieben wurden, nun doch einen Weg zurück finden – gemeinsam.“[4]
Bei Abendzeitung-Nuernberg.com hieß es: „Dog – Das Glück hat vier Pfoten“ „verbindet Roadmovie-Elemente mit einem emotionalen Drama über Verlust und Heilung.“ „Das Drehbuch folgt dabei klassischen Genre-Mustern, vermeidet jedoch übertriebene Sentimentalität. Statt auf vermenschlichte Tierdarstellungen zu setzen, zeigt der Film Lulus Verhalten als natürliche Reaktion auf erlebte Traumata. Diese realistische Herangehensweise macht den Film glaubwürdig. Tatums Spielfreude und sein Gespür für humorvolle Zwischentöne verleihen der Geschichte Leichtigkeit, ohne die ernsten Themen zu verharmlosen.“[5]
Erfolg
Der Film spielte 2022 in den USA und Kanada 61,8 Millionen Dollar ein, in anderen Ländern 23,2 Millionen Dollar, was somit einem weltweiten Gesamtumsatz von 85 Millionen Dollar entspricht.[6] Dem gegenüber steht ein Produktionsbudget von 15 Millionen Dollar.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Dog – Das Glück hat vier Pfoten. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 212122/K).
- ↑ Tatum offen über die Inspiration für sein Roadtrip-Drama. In: screenrant.com. Abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
- ↑ FilmLA: Dreharbeiten in Los Angeles erreichen 47 % des Niveaus vor COVID. In: thewrap.com. Abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
- ↑ Filmkritik. In: film-rezensionen.de. Abgerufen am 27. November 2025.
- ↑ Kritik zum Film. In: thewrap.com. Abgerufen am 27. November 2025.
- ↑ Einspielergebnis 2022. Abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
- ↑ Produktionsakosten. Abgerufen am 27. November 2025 (englisch).