Docke (Geländersäule)
Die Docke ist ein Fachbegriff aus dem Treppen- und Geländerbau im deutschen Sprachraum. Er bezeichnet eine kurze, meist gedrechselte Geländersäule innerhalb eines Geländers oder einer Balustrade, die in der Regel aus Holz gefertigt ist. In der Architektur- und Treppenfachsprache bezeichnet der Begriff „Docke“ vor allem in Norddeutschland eine vergleichsweise kräftig ausgeformte Geländersäule.[1] In der Treppenforschung (Scalalogie) verwendet man sie, um bestimmte historische Sonderformen von Stabgeländern genauer zu benennen.
Im Unterschied zu Balustern, die ebenfalls polygonale Querschnitte besitzen können, sind Docken in der Fachliteratur überwiegend als Elemente mit rundem Querschnitt und gedrechselter Oberfläche beschrieben.[2] In der Denkmalpflege sind Holzbaluster auch als Docken bekannt.[3]
Verwendung
Docken sind vertikale Stäbe, die den Füllungsbereich eines Geländers oder einer Balustrade bilden. Sie sind beispielsweise an Treppen, Balkonen oder Emporen zu finden. In der historischen Architektur, insbesondere in der Renaissance und im Barock, kommen sie häufig als dekorativ profilierte Geländersäulen vor. In einer Reihe mit Sockel und Handlauf bilden sie dann ein sogenanntes Dockengeländer.
Einzelnachweise
- ↑ Treppenlexikon TREPPENMEISTER. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ BauNetz: Docken | Treppen | Glossar. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Baluster, Balustrade – Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Abgerufen am 6. Januar 2026.