Divsha Amirà

Divsha Amirà (hebräisch דיבשה אמירה; * 1899 in Brańsk, Russisches Kaiserreich; † 6. April 1966 in Jerusalem, Israel) war eine israelische Mathematikerin und Pädagogin.

Leben

Divsha Amirà (geb. Itin) wurde 1899 in Brańsk (heute Polen) im Russischen Kaiserreich als Tochter von Rivka (geb. Garbuz) und Aharon Itin geboren[1]. 1906 wanderte sie mit ihrer Familie ins damals osmanische Palästina aus. Ihr Vater war einer der Gründer von Ahuzat Bayit (heute Tel Aviv), und zudem der Großen Synagoge der Stadt, außerdem war ihr Vater Besitzer des ersten Verlagshauses in Jaffa. 1914 machte sie ihr Abitur in der zweiten Klasse des Herzliya-Gymnasiums in Tel Aviv.[1]

Amirà absolvierte ein Studium an der Universität Göttingen und promovierte 1924 an der Universität Genf unter der Betreuung von Hermann Müntz. Ihre Dissertation, die 1925 veröffentlicht wurde, präsentierte eine projektive Synthese der euklidischen Geometrie. Sie lehrte darauf noch mehrere Jahre an der Universität Genf als Dozentin.

Sie war verheiratet mit dem israelischen Mathematiker Benjamin Amirà,[2] der gemeinsam mit ihr das Herzliya-Gymnasium besucht hatte. Sie starb am 6. April 1966 im Alter von 67 Jahren und wurde auf dem Har HaMenuchot begraben.

Tätigkeit als Pädagogin

Nachdem Amirà Genf verlassen hatte, unterrichtete sie am Gymnasium Rechavia in Jerusalem und gab mehrere Kurse in Geometrie am Einstein-Institut für Mathematik. Später war sie am Levinsky College of Education sowie am Beit-Hakerem-Gymnasium tätig, an dem auch zukünftige Mathematiker wie Ernst Gabor Straus zu ihren Schülern zählten.[1]

Publikationen

Amirà veröffentlichte im Jahr 1938 ein einführendes Schulbuch zur Geometrie auf Hebräisch, das dem axiomatischen Ansatz von Hilberts Grundlagen der Geometrie entsprach. 1963 erschien ein vertiefendes Lehrbuch zum selben Thema.[1]

Commons: Divsha Amirà – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Women's Activism NYC: Divsha Amirà (englisch). Abgerufen am 18. September 2025
  2. BnF: Divsha Amirà (1899–1966) (französisch). Abgerufen am 18. September 2025