Direct Blue 106
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | C.I. Direct Blue 106 | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| ||||||||||||||||||
| Summenformel | C30H16Cl2N4Na2O8S2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
blaues Pulver[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 741,49 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
C.I. Direct Blue 106 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxazine und gehört zu den Triphendioxazin- und Direktfarbstoffen.
Darstellung
C.I. Direct Blue 106 kann ausgehend von 5-Amino-2-anilinobenzolsulfonsäure[S 2] und Chloranil in Wasser synthetisiert werden, wobei Magnesiumoxid zum Abfangen des entstehenden Chlorwasserstoffs dient. Die Cyclisierung zu den Dioxazinringen gelingt mit Oleum. Das Produkt kann als Natriumsalz isoliert werden.[3]
Geschichte
C.I. Direct Blue 106 wurde 1934 bei den I.G. Farben erfunden und patentiert. Die Vermarktung erfolgte unter der Bezeichnung Siriuslichtblau FF2GL.[3][4]
Verwendung
Der Farbstoff wird hauptsächlich zum Färben und Bedrucken von Baumwoll-, Viskose-, Seiden- und Polyamidfasergeweben verwendet. Es kann auch zum Färben von Leder eingesetzt werden.[5]
Einzelnachweise
- ↑ a b MATERIAL SAFETY DATA SHEET. In: cncolorchem.com. QINGDAO SANHUAN COLORCHEM CO., LTD., abgerufen am 26. September 2025 (englisch).
- ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ a b 51300 C.I. Direct Blue 106. In: Society of dyers & colourists (Hrsg.): Colour Index. 3. Auflage. Band 4. Lund Humphries, Bradford & London 1971, ISBN 0-901956-06-6, S. 4466 (archive.org [abgerufen am 25. September 2025]).
- ↑ Patent US2134505: Dyestuff-sulphonic acids of the dioxazine series and process of preparing them. Angemeldet am 4. Oktober 1935, veröffentlicht am 25. Oktober 1938, Anmelder: General Aniline Works Inc., Erfinder: Arnold Brunner, Heinrich Greune, Max Thiele, Karl Thiess.
- ↑ Klaus Hunger (Hrsg.): Industrial Dyes: Chemistry, Properties, Applications. WILEY-VCH Verlag, Weinheim 2003, ISBN 3-527-30426-6, S. 439 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Externe Links zu erwähnten Verbindungen
- ↑ Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu 3,10-Dianilino-6,13-dichlor[1,4]benzoxazino[2,3-b]phenoxazin-2,9-disulfonsäure: CAS-Nr.: 93982-53-7, PubChem: 81015, ChemSpider: 4788805, Wikidata: Q83122842.
- ↑ Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu 5-Amino-2-anilinobenzolsulfonsäure: CAS-Nr.: 91-30-5, EG-Nr.: 202-058-4, ECHA-InfoCard: 100.001.872, PubChem: 66671, Wikidata: Q72436431.