Dioctophymatoidea
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Nierenwurm (Dioctophyme renale) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Ordnung | ||||||||||||
| Dioctophymatida | ||||||||||||
| Ryzhikov & Sonin, 1981 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Unterordnung | ||||||||||||
| Dioctophymatina | ||||||||||||
| Chitwood, 1933 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Überfamilie | ||||||||||||
| Dioctophymatoidea | ||||||||||||
| Railliet, 1910 (Sobolev, 1949) |
Die Dioctophymatoidea sind eine Überfamilie der Fadenwürmer mit 37 Arten.[1] Sie sind Parasiten der Niere bei Raubtieren (Dioctophyme) und des Verdauungstrakts bei fleischfressenden Vögeln und Säugetieren. Die wenigen Arten haben dennoch eine weite geografische Verbreitung.[2.1]
Merkmale
Dioctophymatoidea sind sehr große Fadenwürmer und besiedeln zystenartige Hohlräume im Wirt.[2.1] Der Ösophagus ist zylindrisch und gut entwickelt. Ein Stichosom oder Trophosom sind nicht ausgebildet. Der Schwanz ist bei Männchen zu einem Bauchsaugnapf modifiziert. Weibchen haben nur einen Eierstock und Uterus, sind also monodelphisch.[2.2]
Entwicklung
Die Weibchen geben nicht-embryonierte, sehr widerstandsfähige Eier ab, aus denen sich im Wasser kleine Erststadiumlarven entwickeln, die einen Stachel besitzen. Als Zwischenwirt dienen wasserbewohnende Wenigborster. Bei der Verbreitung spielen Stapelwirte, Frösche und Fische, eine Rolle, die die Zwischenwirte aufnehmen und die ansteckungsfähigen Larven ansammeln.[2.1]
Systematik
Die Dioctophymatoidea werden in zwei Familien mit je einer Unterfamilie und insgesamt fünf Gattungen untergliedert:[1]
- Dioctophymatidae Railliet, 1915
- Dioctophymatinae Railliet, 1915
- Dioctophyme Collet-Meygret, 1802
- Eustrongylides Jaegerskiold, 1909
- Hystrichis Dujardin, 1845
- Neostrongyloides Rathore & Nama, 1988
- Dioctophymatinae Railliet, 1915
- Soboliphymatidae Petrov, 1930
- Soboliphymatinae Petrov, 1930
- Soboliphyme Petrov, 1930
- Soboliphymatinae Petrov, 1930
Einzelnachweise
- ↑ a b Mike Hodda: Phylum Nematoda: a classification, catalogue and index of valid genera, with a census of valid species. In: Zootaxa. 2022, Band 5114, Nummer 1, S. 49, doi:10.11646/zootaxa.5114.1.1.
- ↑ Roy Clayton Anderson, Alain Gabriel Chabaud, Sheila Willmott: Keys to the Nematode Parasites of Vertebrates: Archival volume. CABI, 2009, ISBN 978-1-84593-572-6.