Dinah Radtke

Dinah Christine Radtke (* 10. September 1947 in Bamberg) ist Aktivistin der Behindertenrechtsbewegung. Sie ist Mitbegründerin des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. (ZSL) in Erlangen.

Leben und Wirken

Dinah Radtke ist staatlich anerkannte Übersetzerin für Englisch und Französisch. Aufgrund einer Spinalen Muskelatrophie nutzt sie einen Rollstuhl. Seit den 1970er Jahren setzt sie sich für die Rechte und Bedürfnisse behinderter Menschen ein. Als eine Verfechterin der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung war sie 1987 Mitbegründerin des Zentrums für Selbstbestimmtes Leben e.V. in Erlangen und leitete von 1997 bis 2014 den Bereich Beratung.

1990 war sie Mitbegründerin der bundesweiten Dachorganisation Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. (ISL).[1] Der Verband wurde im Herbst 1991 Mitglied der internationalen Behindertenrechteorganisation Disabled Peoples International (DPI), deren Vizepräsidentin Radtke einige Jahre war. Als Zuständige für den Bereich Menschenrechte nahm sie 2003 bis 2006 aktiv an den Verhandlungen über die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen teil.[2]

1998 war sie Mitgründerin des Vereins Weibernetz, eines bundesweiten Dachverbands behinderter Frauen, und 1999 Mitgründerin des Netzwerks von und für Frauen mit Behinderung in Bayern.[3]

Ehrungen

Literatur

  • Georg Pöhlein: Dinah Radtke. In: Stadt Erlangen, Sozialreferat (Hrsg.): Menschen in Erlangen. Erlangen 2019, S. 38–49.

Einzelnachweise

  1. 30 Jahre ISL: Überzeugt, die Welt verändern zu können. Abgerufen am 12. Januar 2026.
  2. Platz für WegbereiterInnen. Abgerufen am 12. Januar 2026 (deutsch).
  3. Gründungsfrau Dinah Christine Radtke. In: Netzwerkfrauen Bayern. Abgerufen am 12. Januar 2026.
  4. Dinah Radtke ist Ehrenbürgerin (Memento vom 7. Juli 2016 im Internet Archive)
  5. Werner Falk: Bezirksmedaille für vier. In: Falk Report. 19. November 2019, abgerufen am 20. Januar 2020 (deutsch).
  6. Terminhinweis: Bayerischer Landtag ehrt 43 Persönlichkeiten mit der Verfassungsmedaille 2019 | Bayerischer Landtag. Abgerufen am 7. Februar 2020.