Dimitri de Perrot

Dimitri de Perrot (* 1976 in Neuenburg NE)[1] ist ein Schweizer Künstler, Musiker, Regisseur und seit 2014 regelmäßiger Mentor und Gastdozent an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste). Im Zentrum seiner Arbeiten und Produktionen steht die Erzählung durch und mit dem Klang und das Erforschen von Darstellungsmöglichkeiten zwischen Theater, Musik und Bildender Kunst.[2]

Leben und Werk

Dimitri de Perrot besuchte das Liceo Artistico in Zürich.[3] Nach der Matura sammelte er Erfahrungen als Party-DJ und bildete sich zum Musiker und Komponisten weiter.[4] Er erlangte einen Executive Master in Arts Administrations (EMAA) der Universität Zürich.

Ab 1998 wandte sich de Perrot dem Theater zu und startete eine Karriere als Regisseur, Musiker, Bühnenbildner und Kulturunternehmer. Er arbeitete über viele Jahre mit TänzerInnen und Zirkusartisten, inszenierte Theater- und Musikprojekte und komponierte für Film und Theater.

De Perrot war Mitbegründer des Künstlerkollektivs MZdP und des Schweizer Regie-Duos Zimmermann & de Perrot.[5] Aus diesen Kollaborationen entstanden die Stücke GOPF (1999), HOI (2001) und JANEI (2004) sowie GAFF AFF (2006), ÖPER ÖPIS (2008), CHOUF OUCHOUF (2009) und HANS WAS HEIRI (2012). In seinen neuen Arbeiten erweitert Dimitri de Perrot seinen Fokus auf Bereiche der Bildenden Kunst und des öffentlichen Raumes.

Mit MYOUSIC (2016) kreierte und tourte er eine szenische Skulptur für Theaterräume, die Klang, Raum, Licht und Bühnenbild als gleichwertige, narrative Strukturen nutzte. Es folgten verschiedene, Raum füllende Installation und Klangskulpturen. Seine Arbeiten und Kollaborationen tourten weltweit und wurden in renommierten Häusern und Festivals programmiert: BAM (Brooklyn Academy of Music - New York), Festival d'Avignon, Théâtre Vidy-Lausanne, Le Centquatre Paris, Barbican London, Hong Kong Arts Centre, Romaeuropa Festival – Rom, Tokyo Metropolitan Theatre, Théâtre de la Ville - Paris, Museum Tinguely Basel, Schauspielhaus Zürich, Sydney Opera House u. v. m.

Ehrungen und Preise

  • 2004: Ehrenpreis der Stadt Zürich im Bereich Tanz
  • 2005: Werkjahr Musik der Stadt Zürich im Bereich Pop / Rock / Jazz
  • 2009: Schweizer Tanz- und Choreografiepreis[6]
  • 2010: Kulturförderpreis des Kantons Zürich[7]
  • 2013: Foundation Heinz Spoerher Preis für Design in der Sparte Bühnenbild
  • 2011: Argus Angel Award, Brighton Festival

Einzelnachweise

  1. Klirr. In: Klang Moor Schopfe. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  2. Förderpreis, Kanton Zürich, Regierungsrat des Kantons Zürich, 2010.
  3. Oper Opis. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (französisch).
  4. Dimitri de Perrot. Strandgut und Blumen. Eine interaktive Klanginstallation. In: Museum Tinguely, Basel. 19. März 2017, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  5. Mathias Balzer: Dimitri de Perrot: «Trainiere Dein Wissen über das Nichtwissen». In: FRIDA. Edition Frida GmbH, 26. November 2024, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  6. Awarded: Zimmermann & de Perrot: Martin Zimmermann / Dimitri de Perrot 'Chouf Ouchouf', Bühnenbild. In: Schweizer Kulturpreise. Bundesamt für Kultur, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  7. Kulturförderpreis des Kantons Zürich für Zimmermann & de Perrot. In: guidle. 27. August 2010, abgerufen am 15. Dezember 2025.