Dietrich von Man
Dietrich von Man OPraem († 12. August 1385 in Havelberg) war von 1370 bis 1385 Bischof von Havelberg.
Leben
Dietrich war 1360 Domherr in Havelberg, 1368 Offizial des Bistums Havelberg und 1369 Propst von Wittstock.
Am 30. Januar 1370 wurde Dietrich von Papst Urban V. mit dem Bistum Havelberg providiert.
Dietrich unterstützte den Brandenburger Markgrafen Otto V. gegen Mecklenburg. 1373 wechselte er nach dem Vertrag von Fürstenwalde auf die luxemburgische Seite. 1375 war er am kaiserlichen Hoflager in Berlin anwesend.
Als 1383 Wilsnack niedergebrannt wurde, fanden sich in den Trümmern der Kirche 3 blutende Hostien. In Folge wurde die wiederaufgebaute Kirche zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, bis im Rahmen der Reformation 1552 die Hostien zerstört wurden.[1]
Dietrich starb am 12. August 1385 in Havelberg und wurde im Havelberger Dom beigesetzt, der Grabstein ist erhalten.
Literatur
- Gottfried Wentz: Das Bistum Havelberg. (= Germania sacra. I. Abteilung: Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg. 2. Band). Berlin und Leipzig 1933. S. 58 f. (Digitalisat)
- Felix Escher: Dietrich von Man. In: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10303-3, S. 236.
Weblinks
- Dietrich II. von Man im Personenregister des Forschungsprojekts Germania Sacra.
Einzelnachweise
- ↑ Ernst Breest: Das Wunderblut von Wilsnack (1383–1552). Quellenmäßige Darstellung seiner Geschichte. In: Märkische Forschungen. Band 16. Ernst & Korn, 1881, ISSN 0934-120X, S. 131–302 (digitale-sammlungen.de).
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Burchard II. zu Lindow | Bischof von Havelberg 1370–1385 | Johann III. Woepelitz |