Diethelm Brüggemann

Diethelm Brüggemann (* 1. Februar 1934; † 16. Juni 2015)[1] war ein deutscher Germanist.

Leben

Nach dem Studium der Germanistik in Freiburg promovierte er 1967 bei Ludwig Erich Schmitt in Marburg, im selben Jahr wurde er auf die germanistische Professur an der National University of Ireland in Dublin berufen, später (1984–1988) in gleicher Funktion an die Witwatersrand-Universität Johannesburg. Brüggemann hat sich in seinen Publikationen zunehmend mit Fragen der hermetischen und der alchemistischen Tradition bei Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich von Kleist befasst.[2]

Brüggemann hatte vier Kinder, darunter die Schauspielerin Anna Brüggemann und den Filmemacher Dietrich Brüggemann.

Brüggemann war katholischer Traditionalist und etwa von Ende der 1980er bis Ende der 1990er Jahre publizistisch tätig.[3] Er war Herausgeber entsprechender Periodika und betrieb einen kleinen Verlag. Die Liturgiereform lehnte er ab.[4]

Schriften (Auswahl)

  • Drei Mystifikationen Heinrich von Kleists. Lang, New York / Bern / Frankfurt am Main 1985 (= Germanic Studies in America. Band 51).
  • Makarie und Mercurius. Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahre als hermetischer Roman, Berlin 1999, ISBN 3-906763-44-7
  • Alchemie ohne Labor. Aufschlüsselung des Kryptogramms in Rembrandts Radierung "Sogenannter Faust", In: Jahrbuch der Berliner Museen 43 (2001).
  • Kleist. Die Magie. Königshausen & Neumann 2004, ISBN 3-8260-2810-4
  • Vom Herzen direkt in die Feder. Die Deutschen in ihren Briefstellern, DTV 1982, ISBN 3-423-00503-3
  • Die sächsische Komödie. Studien zum Sprachstil, Böhlau-Verlag 1997, ISBN 3-412-58070-8
  • Die Scherbenkrone. Roman. Alpheus-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-945385-06-7

Einzelnachweise

  1. Diethelm Brüggemann: Traueranzeige
  2. Website von Diethelm Brüggemann (Memento vom 5. September 2007 im Internet Archive)
  3. Vgl. Gunnar Anger, in: Müsteraner Forum für Theologie und Kirche, Artikel: |Fraktur
  4. Vgl. sein Nachwort zu Klaus Ritter: Die sogenannte Liturgiereform. Edition Frakur, Magstadt 1994.