Dieter Steinwarz
Dieter Steinwarz (* 2. September 1948) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Sportlicher Werdegang
Steinwarz begann mit dem Fußballspielen beim Freiburger FC. Als Jugendspieler wechselte er 1966 zum Blau-Weiß Wiehre Freiburg, kehrte aber zwei Jahre später zum FFC zurück. Dort spielte der Abwehrspieler zunächst für die Amateurmannschaft, ehe er 1969 gemeinsam mit Klaus Steimle in den Kader der in der zweitklassigen Regionalliga Süd antretenden Wettkampfmannschaft aufrückte. Am 6. Spieltag der Spielzeit 1969/70 debütierte er beim 1:1-Remis gegen den VfR Heilbronn an der Seite von unter anderem dem Torschützen Karl-Heinz Bente, Tormann Harald Hess, Werner Anzill, Hans-Günter von de Fenn, Karl-Heinz Mießmer und Helmut Siebert unter Trainer Bernd Oles. Bis zum Abschied von Oles in Richtung SSVg Velbert zur Winterpause war er in der Folge Stammspieler, nach der Übernahme des Trainerpostens durch Interimstrainer Fritz Langner kehrte er erst im letzten Saisondrittel wieder in die Mannschaft zurück, mit insgesamt 17 Saisoneinsätze trug er zum Erreichen des sechsten Tabellenplatzes in der Endabrechnung bei. Unter den neuen Trainer Hans Pilz, der nach zeitweisen Abstiegskampf in der folgenden Saison trotz eines neunten Tabellenplatzes nur ein Jahr im Amt blieb, Hans Wendlandt, der in der Spielzeit 1972/73 vorzeitig entlassen wurde, und den anschließenden Interimstrainern Werner Bickelhaupt und Wolf-Dieter Siebert gehörte er in den folgenden Jahren weitgehend zur Stammelf, als der Klub sich in der Zweitklassigkeit hielt. Die Spielzeit 1973/74 verlief jedoch erfolglos. Nach Stürmer Walter Westermann war Steinwarz mit 28 Saisonspielen gleichauf mit Tormann Karl Armbrust der zweitmeist eingesetzte Spieler, aber weder Neutrainer Hans Hipp noch dessen Nachfolger Rudolf Reitmayer konnten die Mannschaft von einem Abstiegsplatz weglotsen und als Tabellenvorletzter mit − bei Zwei-Punkte-Regelung − neun Punkten Rückstand auf den viertletzten 1. FC Schweinfurt 05 half auch die Mittelfeldposition in der Fünfjahreswertung nicht zur Qualifikation für die neu eingeführte 2. Bundesliga.
Steinwarz ging mit den Breisgauern in die drittklassige 1. Amateurliga Südbaden. Nach einem sechsten Platz in der ersten Spielzeit nach dem Abstieg stand er mit dem Klub in der Spielzeit 1975/76 in einem Dreikampf mit dem FC Villingen und dem SC Baden-Baden im Aufstiegsrennen. Letztlich beendeten die drei Mannschaften die Saison punktgleich, die Freiburger landeten aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf dem dritten Tabellenrang − am letzten Spieltag gewann der FFC dabei auswärts mit 2:1 beim SC Baden-Baden, der damit die Tabellenführung an den FC Villingen verlor. Nach dem Verzicht der Baden-Badener nahm der FFC an der Deutschen Amateurmeisterschaft 1976 teil. Hatte Steinwarz in der Spielzeit 28 mal mitgewirkt, kam er in der ersten Runde gegen Wacker München nicht zum Einsatz und spielte erst bei den beiden Viertelfinalniederlagen gegen den späteren Finalisten VfR Bürstadt beide Spiele. In der Spielzeit 1976/77 dominierte der FFC die Meisterschaft und nach 33 Saisonspielen kam Steinwarz in fünf der sechs Spielen in der Aufstiegsrunde zum Einsatz, als der Klub gegen den SSV Reutlingen 05, den SSV Ulm 1846 und den SV Neckargerach ohne Punktverlust blieb.
Steinwarz gehörte am ersten Spieltag der Zweitligasaison 19777/78 zur Startformation von Georg Gawliczek, als die Mannschaft mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den VfR Bürstadt in der 2. Bundesliga Süd debütierte. In den folgenden Wochen war er Stammspieler, ehe er beim 2:2-Unentschieden gegen den Karlsruher SC eine Rote Karte sah und nach dem Platzverweis gesperrt war. Im Laufe der Rückrunde kehrte er in die Mannschaft zurück und war als Stammspieler einer der Garanten für den Klassenerhalt auf dem 13. Tabellenplatz. In der folgenden Spielzeit war er weitgehend Stammspieler, kam aber im Herbst mehrere Wochen nicht zum Einsatz. Kurz vor Saisonende sah er bei der 1:3-Auswärtsniederlage bei der SpVgg Fürth erneut eine Rote Karte und verpasste die letzten fünf Saisonspiele. In der Zweitligasaison 1979/80 war er unter Trainer Anton Rudinski weiterhin Stammspieler, bis er sich beim 4:3-Auswärtssieg bei Wormatia Worms verletzte und Mitte der ersten Halbzeit durch Bernd Vogtmann ersetzt werden musste. Später kehrte er zurück und nach der Trennung von Rudinski nach einer Spielerrevolte schwankte er unter Nachfolger Bernd Hoss zwischen Startelf und Ersatzbank.
Im Sommer 1980 wechselte Steinwarz zum SV Kirchzarten, um seine Karriere in der viertklassigen Verbandsliga Südbaden ausklingen zu lassen. Ab 1990 war er Trainer beim SV Endingen, später trainierte er zwischen 1996 und 1999 den SC Gundelfingen und anschließend bis 2003 den VfR Hausen.
Weblinks
- Dieter Steinwarz in der Datenbank von transfermarkt.de
- Dieter Steinwarz auf ffc-history.de