Diepolz (Gemeinde Großharras)
| Diepolz (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Diepolz | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Großharras | |
| Koordinaten | 48° 39′ 35″ N, 16° 13′ 33″ O | |
| Höhe | 201 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 141 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 6,62 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05042 | |
| Katastralgemeindenummer | 13007 | |
| Die ehemalige Schule | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Diepolz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großharras im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 141 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geografie
Das Dorf liegt westlich von Großharras und wird vom Diepolzgraben entwässert, der in den Mottschüttelbach fließt. Die Landesstraße L20 erschließt den Ort. Die Ortschaft umfasst 104 Adressen.[2]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 69 Häusern genannt, das nach Großharras eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Mailberg besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Kadolz ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mailberg, Kadolz, Enzersdorf im Thale und Großwetzdorf.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Diepolz zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin und zwei Tischler ansässig. Weiters gab es beim Ort ein Kalkwerk.[4]
Aufgrund der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung erfolgte zum 1. Jänner 1970 die Zusammenlegung mit Großharras.[5]
Artesischer Brunnen
Rund einen Kilometer südwestlich von Diepolz wurde nach Unterlagen aus den 1980er Jahren ein frei auslaufender, artesischer Brunnen errichtet, um eine Wildtränke und danach einen Teich zu versorgen. Bei diesem Brunnen betrug die Schüttung einen Liter pro Sekunde. Nach Unterlagen aus den 1950er Jahren wurde in Stronsdorf ein artesischer Brunnen mit einer Endteufe von 60 m errichtet, um damit das Schloss und den Schlossgarten zu versorgen.[6]
Sehenswertes
- Katholische Ortskapelle Diepolz hl. Maria (Denkmallisteneintrag)
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 110 (Ausgabe 1769; Diebholz in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 1. Band: Absdorf bis Falkenstein. Mechitaristen, Wien 1833, S. 137 (Diepolz – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 228.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 92 (Diepolz in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 223
- ↑ LGBL. NÖ. Nr. 047/1970
- ↑ Gerhard Schubert: Hydrogeologie der trinkbaren Tiefengrundwässer in Österreich aus: Abhandlungen der Geologischen Bundesanstalt, Band 64, Wien Dezember 2015, p 11–69 PDF