Dienstgrade der Sanitätsoffiziere der deutschen Marinen
Die Dienstgrade der Sanitätsoffiziere in den deutschen Marinen änderten sich nur unwesentlich.
Preußische Marine
Bis 1898
- Assistenzarzt 2. Klasse
- Assistenzarzt 1. Klasse
- Marinestabsarzt
- Oberstabsarzt 2. Klasse
- Oberstabsarzt 1. Klasse
- Generalarzt 2. Klasse
- Generalarzt 1. Klasse
Kaiserliche Marine
Seit 1873 gab es Sanitätsoffiziere des Beurlaubtenstandes, Reserveoffiziere bis Marineoberstabsarzt.[1]
Ab 1898
- Marineassistenzarzt
- Marineoberassistenzarzt
- Marinestabsarzt
- Marineoberstabsarzt
- Marineoberstabsarzt II. Klasse (bis 1901)
- Marineoberstabsarzt I. Klasse (bis 1901)
- Marineoberstabsarzt (ab 1901) Korvettenkapitän
- Marinegeneraloberarzt Fregattenkapitän
- Marinegeneralarzt Kapitän zur See
- Marinegeneralstabsarzt Konteradmiral
Der Titel „Generalstabsarzt“ war dem Chef des Marinesanitätskorps vorbehalten und bezeichnete keinen Dienstgrad.
Reichsmarine
Bis 30. März 1934
- Marineassistenzarzt
- Marineoberassistenzarzt
- Marinestabsarzt
- Marineoberstabsarzt
- Marinegeneraloberarzt Fregattenkapitän
- Marinegeneralarzt Kapitän zur See
- Marinegeneralstabsarzt Konteradmiral
Kriegsmarine
Ab 1. April 1934
- Marineassistenzarzt Leutnant zur See
- Marineoberassistenzarzt Oberleutnant zur See
- Marinestabsarzt Kapitänleutnant
- Marineoberstabsarzt Korvettenkapitän
- Geschwaderarzt Fregattenkapitän
- Flottenarzt Kapitän zur See
- Admiralarzt Konteradmiral
- Admiralstabsarzt Vizeadmiral
- Admiraloberstabsarzt Admiral
Zahnärzte
Für die Kriegszahnärzte, Beamte des höheren Dienstes, wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1945 für die Dauer des Krieges die Laufbahn der Marinesanitätsoffiziere (Z) geschaffen:[1]
- Marineassistenzzahnarzt d.R.
- Marineoberassistenzzahnarzt d.R.
- Marinestabszahnarzt d.R.
- Marineoberstabszahnarzt d.R.
- Geschwaderzahnarzt d.R. Fregattenkapitän
Lazarette
Volksmarine
In der Volksmarine gab es keine besonderen Dienstgrade für Sanitätsoffiziere. Sie führten die regulären Offiziersdienstgrade. Nach dem Abschluss des Medizinstudiums, in der Regel an der Militärmedizinischen Sektion, wurden die Absolventen zu Oberleutnanten ernannt.
Marine der Bundeswehr
- Stabsarzt
- Oberstabsarzt
- Flottillenarzt
- Flottenarzt
- Admiralarzt
- Admiralstabsarzt
- Admiraloberstabsarzt
Siehe auch
- Liste der Admirale der Bundeswehr
- Liste der Sanitätschefs der deutschen Marinen
- Liste deutscher Admirale
- Marineoffizier (Deutschland)
- Militärärzte der Preußischen Armee
- Reichsbesoldungsordnung
- Sanitätsoffizier
Literatur
- Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur- , Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 1: A–G. Biblio Verlag, Osnabrück 1988, ISBN 3-7648-1499-3, S. XIV–XVI.
- Rudolf Absolon: Die Wehrmacht im Dritten Reich. Band VI: 19. Dezember 1941 bis 9. Mai 1945. Boppard/Rhein 1995 (Schriften des Bundesarchivs. 16/VI), S. 408.
- Werner Bauer: Geschichte des Marinesanitätswesens bis 1945. Berlin, Frankfurt 1958 (= Beiheft 4 der Marine Rundschau. Zeitschrift für Seewesen)
- Adolf Schlicht, John R. Angolia: Die deutsche Wehrmacht. Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945. Band 2: Die Kriegsmarine. Stuttgart 1995, S. 83.