Diendorf am Walde
| Diendorf am Walde (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Diendorf am Walde | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Straß im Straßertale | |
| Koordinaten | 48° 31′ 8″ N, 15° 44′ 42″ O | |
| Höhe | 395 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 20 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 3,72 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04354 | |
| Katastralgemeindenummer | 12204 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Diendorf am Walde ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Straß im Straßertale im Bezirk Krems in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 20 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 war Diendorf am Walde eine eigenständige Gemeinde.[2]
Geografie
Das Dorf liegt in einer Lichtung am Manhartsberg und wird vom Dienbach entwässert, einem rechten Zufluss des Gscheinzbaches. Beim Ort führt die Landesstraße L1246 vorbei, von der eine Stichstraße in den Ort abzweigt. Die Ortschaft umfasst 18 Adressen.[3]
Bekannt ist der Ort als Namensgeber der Diendorfer Störung, einer geologischen Störungslinie, die mit beinahe sechs Kilometer hier die größte Breite erreicht.
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit elf Häusern genannt, das nach Elsarn im Straßertal eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Grafenegg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Grafenegg und Rosenburg.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Diendorf am Walde zwei Landwirte mit Direktvertrieb ansässig.[5]
Bis zur Eingemeindung nach Straß bildete der Ort eine eigene Ortsgemeinde, der auch Obernholz angehörte. Mit 1. Jänner 1971 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Diendorf am Walde, Elsarn im Straßerthal und Wiedendorf nach Straß im Straßertale eingemeindet.[2]
Siehe auch
- Diendorfer Störung, eine markante geologische Störung im östlichsten Teil der Böhmischen Masse
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 111 (Ausgabe 1769; Diendorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 1. Band: Absdorf bis Falkenstein. Mechitaristen, Wien 1833, S. 135 (Diendorf am Wald – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 38, Sektion Langenlois, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,7 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 178.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 32. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 25. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 92 (Diendorf am Wald in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 222