Die verzauberte Schneekugel
| Film | |
| Titel | Die verzauberte Schneekugel |
|---|---|
| Originaltitel | A Snow Globe Christmas |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2013 |
| Länge | 89 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Jodi Binstock |
| Drehbuch | Naomi L. Selfman |
| Produktion | David L. Garber |
| Musik | Chris Ridenhour |
| Kamera | Warren Yeager |
| Schnitt | Bobby K. Richardson |
| Besetzung | |
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Die verzauberte Schneekugel (Originaltitel: A Snow Globe Christmas) ist eine US-amerikanische romantische Weihnachtskomödie mit Fantasyelementen von Jodi Binstock aus dem Jahr 2013. Die Hauptrollen sind mit Alicia Witt als Megan, Donald Faison als Ted und Christina Milian als Sal besetzt.
Handlung
Megan ist eine junge, karrierebewusste Filmproduzentin mit Hang zum Perfektionismus. Wegen ihrer strengen Arbeitsmoral pflegt sie keinen engeren Kontakt mit ihren Mitmenschen und verlangt von ihren Kollegen auch an den Weihnachtsfeiertagen vollen Arbeitseinsatz. Als Megan und ihre Filmcrew an Heiligabend zusammen einen Weihnachtsfilm produzieren, trifft sie während der Drehpause einen Engel namens Sal in ihrem Filmstudio, den sie zunächst für eine fremde Frau hält. Beim Betrachten einer Schneekugel, die eine idyllische Kleinstadt zur Weihnachtszeit zeigt, spricht Sal sie auf die kleine perfekte Welt im Inneren der Glaskugel an. Megan werde nie in solch einer kleinen, aber harmonischen Welt leben können, wenn sie ihr persönliches Glück nicht zulassen wolle. Um zu demonstrieren, dass sie eine derartige Welt nicht braucht, wirft Megan die Schneekugel entschlossen zu Boden. Der Aufprall schleudert die Kugel jedoch wider Erwarten Megan entgegen, sodass sie von der kaputten Schneekugel am Kopf getroffen wird und bewusstlos umfällt.
Als Megan wieder erwacht, befindet sie sich in einer idyllischen Winterwelt, die dem Innenleben ihrer Schneekugel ähnelt und in der ihr Leben scheinbar anders verlaufen ist. In dieser Welt ist sie mit ihrem Collegefreund Ted, einem Holzfäller, verheiratet und hat mit diesem zwei gemeinsame Kinder, die Geschwister Teddy und Mia. Zusammen leben sie in einem gemütlichen Holzhaus im Wald etwas außerhalb der Stadt. Megan ist verwirrt und glaubt, sich in einem perfekt inszenierten Filmset zu befinden, während ihr Ehemann Ted darum bemüht ist, ihr bei der Rückkehr ihrer Erinnerungen zu helfen, die sie seiner Überzeugung nach bei einer Schneeballschlacht mit ihren Kindern durch einen Treffer am Kopf verloren hat. Im Ort trifft sie auf eine harmonische Nachbarschaft, zu der auch einige Personen gehören, die sie aus ihrem bisherigen Leben kennt. So geht etwa ihr Chef Frank in dieser Welt seiner Leidenschaft als Lokführer nach, ihre Kollegen Winnie und Carl haben ihre Liebe füreinander gefunden, der Hausmeister Mr. Barns ist Besitzer und Liebhaber des örtlichen Waldes und ihr Freund Eric ist Bürgermeister der Stadt und mit ihrer Assistentin Penny verheiratet.
In den folgenden Tagen kurz vor Weihnachten, die Megan mangels Ausweg weiterhin in der ihr rätselhaften Winterwelt verbringt, greift sie entscheidend in das Leben der Kleinstadt ein, ohne sich der Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst zu sein. Durch die von ihr angestoßene Professionalisierung des alljährlichen Weihnachtsmusicals, nach der ein Casting über die Rollenvergabe entscheidet und ein Überbietungswettbewerb zwischen lokalen Sponsoren entsteht, säht Megan ungewollt Streit zwischen den Kindern, ihren Eltern und in der Nachbarschaft. Damit die Stadt das Musical finanziell unterstützen kann, gibt sie Bürgermeister Eric in mehreren Gesprächen Tipps zur Steigerung der städtischen Einnahmen, wie etwa die konsequente Verteilung von Strafzetteln an Falschparker und die Umwandlung des örtlichen Waldes in ein Feriengebiet. Als Megan jedoch erkennt, dass die Umsetzung ihrer Vorschläge die harmonische Nachbarschaft und den Zusammenhalt in der Stadt zerstört hat und ihr Waldhaus wegen des geplanten Feriengebiets geräumt werden soll, entschließt sich Megan, ihre Fehler wiedergutzumachen. Ihr gelingt es, Eric dazu zu überreden, den Wald für alle Bürger zu erhalten, falls durch die Einnahmen des Weihnachtsmusicals die schlechte Finanzlage der Stadt behoben werden kann. Zudem macht sie alle Professionalisierungsmaßnahmen rückgängig, sodass alle Kinder beim Musical die von ihnen gewünschte Rolle spielen dürfen. Sie hat erkannt, dass es beim Weihnachtsmusical vor allem um Spaß geht, nicht um Professionalität. Die Aufführung des Musicals am Weihnachtsabend wird ein voller Erfolg. Dank einer großzügigen Spende von Mr. Barns kommt genug Geld zusammen, um den örtlichen Wald zu retten. Die Harmonie in der Nachbarschaft ist nun zurückgekehrt. Auf der Bühne bekommt Megan zum Dank für die Organisation von Teddy und Mia eine Schneekugel geschenkt. Sal steht am Rand der Bühne und betrachtet Megan zufrieden. Sie löst die Halterung eines Kulissenschildes, das von oben herab auf Megan stürzt, sodass sie bewusstlos wird.
Der erneute Schlag auf den Kopf lässt Megan wieder im Filmstudio erwachen. In ihrem gewohnten Leben sind in der Zwischenzeit nur wenige Minuten vergangen. Durch ihre Erlebnisse in der Winterwelt hat Megan einen Sinneswandel erfahren. Sie hat ihren Perfektionismus endgültig aufgegeben, gibt allen Angestellten des Filmstudios über die Weihnachtsfeiertage frei und übergibt ihnen persönlich die Weihnachtspost. Für ihren Chef Frank, den Leiter des Filmstudios, organisiert sie Fahrkarten für eine Dampflokomotivfahrt als persönliches Weihnachtsgeschenk, da sie nun seine zweite Leidenschaft kennt. Abschließend macht sie sich auf den Weg zu einem Schneekugel-Geschäft, um dort ihre zerbrochene Kugel reparieren zu lassen. Nur wenige Meter vom Geschäft entfernt erblickt sie bei ihrer Ankunft das Holzhaus aus der Winterwelt, in dem sie zusammen mit Ted und ihren Kindern lebte. Megan nähert sich dem Haus und wird hineingebeten, wo sie Ted nach vielen Jahren wieder trifft. Die beiden verstehen sich nach wie vor hervorragend und kommen ins Gespräch. Am Weihnachtsbaum entdeckt Megan einen Anhänger mit einem Foto von Sal, der verstorbenen Mutter von Ted, wie dieser ihr erklärt. Megan zeigt ihm die zerbrochene Schneekugel, die aus Teds eigener Werkstatt stammt. Er verspricht ihr, die Kugel zu reparieren. Zehn Jahre später feiern Megan, Ted und ihre inzwischen geborenen Kinder Teddy und Mia in ihrem Holzhaus zusammen Weihnachten. Sal blickt, zufrieden mit ihrer Arbeit, durch das Fenster und verschwindet mit einem Fingerschnipsen.
Drehorte
Die Dreharbeiten fanden auf der Indian Springs Ranch in Los Angeles-Sylmar, im Newhall School District von Valencia (Kalifornien), im kanadischen Calgary (Alberta) sowie in den Independent Studio Services in Sunland (Kalifornien) statt.[2]
Rezeption
Der Film erhielt überwiegend ausgeglichene Kritiken. Er erzielte bei IMDb in über 1400 Benutzerkritiken 5,4 von 10 Punkten,[2] auf OFDb in 11 Kritiken 4,3 von 10 Punkten[3] und auf Moviepilot in 24 Kritiken 4,4 von 10 Punkten.[4] Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Das bemühte Weihnachtsmärchen trägt seine überschaubare Botschaft mit dicker Kelle auf und konterkariert damit den Lernprozess der Protagonistin.“[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Die verzauberte Schneekugel. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, November 2015 (PDF; Prüfnummer: 155 777 V).
- ↑ a b Die verzauberte Schneekugel. In: IMDb. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ A Snow Globe Christmas. In: OFDb. OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Die verzauberte Schneekugel. In: moviepilot.de. Webedia GmbH, abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Die verzauberte Schneekugel. In: filmdienst.de. PubliKath GmbH, abgerufen am 23. Dezember 2025.