Die drei Wünsche (101 Nacht)

Die drei Wünsche ist eine Geschichte aus Hundertundeine Nacht (→ Hundertundeine Nacht – Liste der Geschichten, HEN 33), dem kleinen Schwesterwerk von Tausendundeine Nacht (→ Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten). Sie ist eine Binnengeschichte von Die List und Tücke der Frauen (HEN 14).

Die Anekdote ist eine pornografische Satire über das männliche Geschlechtsteil und schlechte Ratschläge von Frauen.

Handlung

Einst hatte ein Mann einen Dschinn zum Gesellen, der ihm jeden Wunsch erfüllte. Eines Tages sagte der Dschinn jedoch, dass er nun von ihm gehen müsse. Doch brachte er dem Mann drei Gebete bei, die Gott dann erfülle werde. Bekümmert ging der Mann zu seiner Frau. Er wusste nicht, was er sich wünschen sollte. Da schlug seine Frau vor, dass er sich am ganzen Körper Penisse wünschen sollte. Das tat er und der Wunsch ging in Erfüllung, doch der Mann war darüber unglücklich. Daraufhin wies seine Frau ihn an, sie wieder verschwinden zu lassen. Das tat der Mann und der Wunsch ging in Erfüllung, doch hatte er nun gar keinen Penis mehr. Der Mann bereute erneut. Daraufhin sagte die Frau, er solle sich seinen ersten Penis zurückwünschen, selbst wenn dieser ganz schief und krumm gebogen sei. Dies tat der Mann und er bekam seinen Penis wieder zurück – schief und krumm gebogen. So etwas komme davon, wenn man auf eine Frau höre, erzählten die Leute.

Hintergrund

Die Geschichte spielt in der 71. und 72. Nacht von Hundertundeine Nacht.[1]

Für ihre Übersetzung griff die deutsche Arabistin Claudia Ott auf das Aga-Khan-Manuskript aus dem Jahr 1234 zurück, es ist die älteste erhaltene Handschrift der Geschichten aus Hundertundeine Nacht.[2]

Literatur

  • Claudia Ott: 101 Nacht, Manesse Verlag, Zürich 2012, S. 175 f.

Einzelnachweise

  1. Claudia Ott: 101 Nacht, Manesse Verlag, Zürich 2012, S. 175 f.
  2. Claudia Ott: 101 Nacht, Manesse Verlag, Zürich 2012, S. 241.