Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise
| Folge 12 der Reihe Die Toten von Salzburg | |
| Titel | Die letzte Reise |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 89 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Satel Film |
| Regie | Erhard Riedlsperger |
| Drehbuch | Stefan Brunner |
| Produktion | Gunnar Leitgeb |
| Musik | Dominik Giesriegl |
| Kamera | Kai Longolius |
| Schnitt | Frank Soiron |
| Premiere | 6. Jan. 2026 auf ORF 2 |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise ist ein österreichischer Fernsehfilm der Krimireihe Die Toten von Salzburg aus dem Jahr 2026 von Erhard Riedlsperger nach einem Drehbuch von Stefan Brunner.
Handlung
Im Salzbergwerk Hallein wird die Leiche des Influencers, Abenteurers und Reiseleiters Ben Lackner an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich gefunden. Allerdings wollen weder die Salzburger noch die Traunsteiner die Ermittlungen übernehmen. Hubert Mur steht kurz vor einer gewonnenen Kreuzfahrt, Irene Russmeyer probt für eine Audition für ein Gershwin-Musical und Hofrat Alfons Seywald ist mit seinem Ehemann René Kleist auf dem Seminar Less stress in two weeks im Kurhotel Dürrnberg.
Das Bergwerk wird wegen des neu erschienen Bollywood-Films Salz auf den Lippen von indischen Touristen überrannt. Saira Sharma aus Berlin hat in Salzburg Eventmanagement studiert und mit einer Reisegruppe den Toten entdeckt. Ihr Onkel Kiran Pande besitzt in Mumbai eine Filmproduktionsfirma. Das Opfer wurde mit einem Gänseschnabel, einem Pickel aus der Eisenzeit, erschlagen, der im Stollenmuseum fehlt. Sharma leitete gemeinsam mit Lackner das Organisationskomitee für den Themenpark zum Film. Eigentlich wollte er nach Costa Rica auf eine Survivaltour fliegen.
Die neue Salzburger Kollegin und ehemalige Zielfahnderin Majorin Ludovika „Lu“ Frey, die wegen ihrer dementen Mutter Klara nach Salzburg zurückgekehrt ist, tritt vorzeitig ihren Dienst an. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitung wird ihr vor Dienstantritt für drei Monate der Führerschein entzogen. Laut der Ärztin Eva Lackner sei ihr Mann nach Costa Rica abgeflogen, zumindest hatte er ihr eine Nachricht nach der angeblichen Landung gesendet. Tatsächlich hatte er nicht einmal einen Flug gebucht.
Im Dienstfahrzeug von Ben findet die Polizei als letztes Ziel die Geburtshilfeklinik in Traunstein. Selma Schwab soll in zwei Monaten Mutter eines gemeinsamen Kindes werden. In der Pathologie treffen die österreichische Ehefrau Eva Lackner und die schwangere deutsche Selma Schwab, die seit drei Jahren die Lebensgefährtin des Opfers war, aufeinander, die nichts voneinander wussten. Mur vermutet, dass eine von beiden Ben umgebracht hat. Selma hatte Ben erzählt, dass er nach dem Treffen in der Geburtshilfeklinik zu einem Sponsorentreffen nach London muss. Sie hat aus einer früheren Beziehung mit Ivo Spindler einen Sohn namens Miro. Spindler, der in Traunstein eine Fahrradwerkstatt betreibt, hatte sich noch vor der Geburt von ihr getrennt, ist aber vor ein paar Monaten wieder aufgetaucht und wollte für Miro ein Vater sein. Zwischen Ivo und Ben gab es deswegen einen Streit. Obwohl Spindler, der auf Bewährung ist, vor der Polizei geflüchtet ist, lässt ihn der Staatsanwalt wieder frei.
Zwischenzeitlich erhält Saira Sharma ein Drohschreiben, wonach sie nach Indien zurückkehren soll. Ben hatte ebenfalls Droh-Mails erwähnt, diese aber heruntergespielt. Dietrich Hamisch, der Obmann der örtlichen Ornithologen, war ein Gegner des Themenparks, weil dieser die Lebensgrundlage gefährdeter Brutvögel wie dem Braunkehlchen zerstöre. Hamisch behauptet allerdings, bereits eine Woche in einem Baumhaus protestiert und dieses auch zur Tatzeit nicht verlassen zu haben. Allerdings gibt es dafür keine Zeugen. Von Hamisch erfahren die Ermittler von einer Fotofalle beim Mundloch, die ihnen vom Bergknappen Rudolf Pichler vorenthalten wurde. Auch er war ein Gegner des Projektes.
Auf den Aufnahmen der Fotofalle ist zur Tatzeit Eva Lackner zu sehen. Sie wird regungslos in ihrer Wohnung aufgefunden, vermutlich nach Einnahme von Alkohol und Medikamenten, und kann von Ludovika reanimiert werden. Bald darauf wird Ivo Spindler tot aufgefunden, laut Spurensicherung wurde er auf der Straße vorsätzlich totgefahren, es finden sich keine Bremsspuren. Mur nimmt an, dass Spindler etwas über den Mord wusste und deshalb sterben musste. Eva gesteht, herausgefunden zu haben, dass Ben ein Doppelleben mit einer anderen glücklichen Familie führte, während sie kein Kind bekommen konnte. Sie war am Tatabend Ben ins Bergwerk gefolgt, hatte allerdings eine hohe Medikamentendosis intus und kann sich daher nicht mehr erinnern, was danach passiert ist. Wieder zuhause war sie voll mit Blut, das allerdings auch von ihr selbst hätte stammen können.
Nachdem René Kleist seinen Mann Hofrat Seywald verlässt, weil er auf dem Seminar ständig mit seiner Arbeit beschäftigt war, wird Seywald von Russmeyer ermuntert, ihr wieder zurückzugewinnen. Seywald seinerseits ermuntert Russmeyer, die an Lampenfieber leidet, trotzdem zur Audition zu gehen. Am Fahrrad von Spindler finden sich Lackspuren eines Fahrzeugs, der Lack passt zu den Dienstwagen des Bergwerks. Die Spurensicherung findet die Tatwaffe im See im Bergwerk, die Fingerabdrücke darauf stammen von Saira Sharma. Sie hatte mit Ben eine Beziehung, als sie herausgefunden hatte, dass er verheiratet war und eine Lebensgefährtin hatte, hat sie ihn umgebracht. Spindler hatte ihren Mord beobachtet, sie erpresst und musste deshalb sterben. Mur verabschiedet sich mit seiner Frau auf die Kreuzfahrt, Russmeyer bringt Kleist ins Bergwerk zu einem romantischen Versöhnungsessen mit Seywald. Kurz darauf erhält sie die Nachricht, dass sie die Rolle erhalten hat.
Produktion
Die Dreharbeiten fanden vom 23. April bis zum 22. Mai 2025 in Salzburg und Umgebung statt.[1] Gedreht wurde unter anderem in Hallein und in den Salzwelten in Bad Dürrnberg, im Salzburger Mozarteum, am Kapuzinerberg und am Domplatz sowie im Café Bazar.[2][3][4]
Produziert wurde der Film von der Satel Film, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das ZDF, unterstützt wurde die Produktion von FISA+, dem Fernsehfonds Austria, dem Land Salzburg und der Stadt Salzburg.[2]
Die Kamera führte Kai Longolius Das Szenenbild gestaltete Michael Wiese und den Ton Martin Rohrmoser.[1] Neu zum Ermittlerteam kam Patricia Aulitzky als Zielfahnderin Ludovika „Lu“ Frey.[2]
Veröffentlichung
Der Film wurde am 5. Jänner 2025 auf ORF ON veröffentlicht, auf ORF 2 wurde dieser am 6. Jänner 2026 erstmals ausgestrahlt.[5][6]
Der Veröffentlichung in der ZDF Mediathek ist für den 21. Jänner 2026 vorgesehen und die Erstausstrahlung im ZDF für den 28. Jänner 2026.[1]
Rezeption
TV Spielfilm urteilte: „Ein skurriler Fall: kantig und verschroben wie eh und je“. Der Fall begeistere mit humorvollen Einfällen und einem gut aufgelegten Ensemble. Das beeindruckende Setting des Salzbergwerks überzeuge ebenso.[7]
Die Erstausstrahlung auf ORF 2 am 6. Jänner 2026 wurde von bis zu 898.000 und durchschnittlich 881.000 Personen verfolgt, der Marktanteil betrug 33 Prozent.[8]
Weblinks
- Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise bei IMDb
- Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise bei crew united
- Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise auf tv.ORF.at
- Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ a b c Die Toten von Salzburg – Die letzte Reise bei crew united, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ a b c „Die Toten von Salzburg“: Fitz, Krausz und Steinhauer gehen gemeinsam mit Neo-Kollegin Patricia Aulitzky auf „Die letzte Reise“. In: ots.at. 5. Mai 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Patricia Aulitzky ermittelt künftig in "Die Toten von Salzburg". In: Salzburger Nachrichten. 5. Mai 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ „Die Toten von Salzburg“: Fitz, Krausz und Steinhauer gehen gemeinsam mit Neo-Kollegin Patricia Aulitzky auf „Die letzte Reise“. In: ORF.at. 5. Mai 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Die letzte Reise. In: wunschliste.de. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ (12) Die letzte Reise – Die Toten von Salzburg. In: Fernsehserien.de. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Die Toten von Salzburg: Die letzte Reise. In: tvspielfilm.de. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
- ↑ Bis zu 898.000 bei Patricia Aulitzkys „Die Toten von Salzburg“-Ermittlungspremiere in ORF 2. In: ORF.at. 7. Januar 2026, abgerufen am 7. Januar 2026.