Die Perle der Borgia
| Film | |
| Titel | Die Perle der Borgia |
|---|---|
| Originaltitel | The Pearl of Death |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1944 |
| Länge | 69 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Roy William Neill |
| Drehbuch | Bertram Millhauser |
| Produktion | Roy William Neill |
| Musik | Paul Sawtell |
| Kamera | Virgil Miller |
| Schnitt | Ray Snyder |
| Besetzung | |
sowie im Abspann ungenannt
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| → Synchronisation | |
| Chronologie | |
Die Perle der Borgia (Originaltitel: The Pearl of Death) ist eine US-amerikanische Verfilmung eines der Abenteuer von Sherlock Holmes, basierend auf einer Kriminalgeschichte von Arthur Conan Doyle. Hier diente dessen Erzählung The Six Napoleons als Vorlage.
Handlung
Die berühmte Perle der Borgia, für die im Laufe der Geschichte zwanzig Menschen ihr Leben lassen mussten, soll in ein Londoner Museum gebracht werden. Auf einem Schiff nach Dover reist die Perle im Gepäck des Beauftragten James Goodran und wird trotz massivster Sicherheitsvorkehrungen gestohlen. Sherlock Holmes ist jedoch clever genug und kann der Diebin Naomi Drake die Perle wieder entwenden, ohne dass sie sich dessen bewusst wird.
Den neuen Diebstahlversuch des kostbaren Stücks durch den Meisterdieb Giles Conover im Museum kann Sherlock Holmes mit Dr. Watson nicht verhindern. Er geschieht als Holmes im Museum die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen demonstrieren will. Conover reagiert geistesgegenwärtig und kann mit der Perle aus dem Museum fliehen. Aber als er festgenommen wird, ist die Perle unauffindbar und Inspektor Lestrade muss Conover wieder laufen lassen.
Kurz danach passieren in London drei mysteriöse Morde, bei denen jedes Mal Scherben von Porzellan und Gips um die Opfer herumliegen. Todesursache bei allen Opfern war ein gebrochenes Rückgrat durch Druck und nicht durch Schlag. Holmes’ Kombinationsgabe führt ihn zu einer Gipsmanufaktur, die in der Zeit des Diebstahls der Perle sechs identische Napoleonbüsten angefertigt hatte. In einer der Büsten muss Conover sein Diebesgut versteckt haben und ist nun auf der Suche nach den verkauften Büsten. Um an die Perle zu kommen, schreckt Conover vor Mord nicht zurück, wobei er sich des Furchtbaren als Mordwerkzeug bedient. Zwei der Büsten sind zerbrochen, drei nach Mord zerstört, und noch immer gibt es keine Spur von der Perle. Nun beginnt die Jagd nach der letzten Büste und so auch der Perle.
Im Haus des Besitzers der letzten Büste wartet Holmes auf Conover, der mit dem Furchtbaren erscheint. Holmes gelingt es, den Furchtbaren Glauben zu machen, dass Conover ihn mit der geliebten Naomi Drake hereingelegt hat. Dieser tötet daraufhin Conover, Holmes erschießt den Furchtbaren und die Perle wird aus der Napoleon-Büste geborgen.
Synchronisation
Die erste Synchronfassung wurde 1958 unter dem Titel Sherlock Holmes jagt den Teufel von Soho veröffentlicht, wobei der Film hier mit Gespenster im Schloß zusammengeschnitten wurde. Die zweite Synchronfassung entstand im DEFA Studio für Synchronisation in Weimar. Eberhard Richter schrieb das Dialogbuch und Wolfgang Thal führte Regie.[1] 1980 wurde der Film in den Ost-Berliner Synchronateliers der DEFA neu synchronisiert. Die Dialogregie übernahm Horst Schappo, die deutschen Texte stammten von Heinz Nitzsche.[2]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher (1958)[3] | Synchronsprecher (1969) | Synchronsprecher (1980) |
|---|---|---|---|---|
| Sherlock Holmes | Basil Rathbone | Christian Marschall | Walter Niklaus | |
| Dr. Watson | Nigel Bruce | N. N. | Alfred Bohl | Hinrich Köhn |
| Inspektor Lestrade | Dennis Hoey | N. N. | Hans Gora | Klaus Glowalla |
| Naomi Drake | Evelyn Ankers | N. N. | Astrid Bless | Evelyn Heidenreich |
| Giles Conover | Miles Mander | Ernst Fritz Fürbringer | Horst Kempe | Karl-Maria Steffens |
| Amos Hodder | Ian Wolfe | N. N. | Albert John | Herbert Köfer |
| Museumsdirektor Digby | Charles Francis | N. N. | Paul Jaster | Fritz Decho |
Kritiken
„Kriminalfilm aus der Serie der Universal-Produktionen, die spannend-skurrile Unterhaltung bietet.“
Siehe auch
DVD
Der Film ist 2007 zusammen mit den Filmen Die Kralle und Das Haus des Schreckens bei Koch Media Home Entertainment in einem 3er-DVD-Set erschienen. Enthalten sind beide Synchronfassungen des Films sowie ein Audiokommentar eines Sherlock-Holmes-Experten.
Weblinks
- Die Perle der Borgia bei IMDb
- Die Perle der Borgia bei Fernsehserien.de
- Vergleich der Schnittfassungen Alte TV-Fassung – restaurierte Fassung von Die Perle der Borgia bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise
- ↑ Sherlock Holmes: Die Perle der Borgia (2. Synchro). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. November 2025.
- ↑ Sherlock Holmes: Die Perle der Borgia (3. Synchro). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. November 2025.
- ↑ Sherlock Holmes: Die Perle der Borgia (1. Synchro). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. November 2025.
- ↑ Die Perle der Borgia. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.