Die Hand an der Wiege (2025)

Film
Titel Die Hand an der Wiege
Originaltitel The Hand That Rocks the Cradle
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 105 Minuten
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Michelle Garza Cervera
Drehbuch Micah Bloomberg
Produktion
Musik Ariel Marx
Kamera Jo Willems
Schnitt Julie Monroe
Besetzung
Synchronisation

Die Hand an der Wiege (Originaltitel The Hand That Rocks the Cradle) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseurin Michelle Garza Cervera nach einem Drehbuch von Micah Bloomberg. In den Hauptrollen spielen Mary Elizabeth Winstead, Maika Monroe und Raúl Castillo. Die Produktion ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Filmes aus dem Jahr 1992.[1]

Handlung

Die schwangere Anwältin Caitlin Morales soll pro bono Polly Murphy vertreten, die behauptet, zuerst ihren Job als Kindermädchen verloren zu haben, weil die Eltern weggezogen sind und danach von ihrem Vermieter die Miete erhöht wurde. Kurz nach ihrem ersten Treffen mit Polly bringt Caitlin ihre zweite Tochter Josie zur Welt. Einige Zeit später treffen sich Caitlin und Polly beim Einkaufen wieder, wo Polly sie nach einem Job als Kindermädchen fragt. Nach Prüfung der Referenzen stellt Caitlin Polly als Kindermädchen ein.

Polly baut eine positive Bindung zu Emma und Josie auf, indem sie diese mit Süßigkeiten besticht, während ihnen ihre Mutter Zucker verbietet und Caitlin Schwierigkeiten mit Emma hat. Eines Abends kocht Caitlin Cioppino für die Familie. Während Caitlin abgelenkt ist mischt Polly unbemerkt etwas in den Kochtopf, was zu einer Vergiftung bei Caitlin und den Kindern führt. Weil Polly weit weg wohnt und sich in der Gegend keine Wohnung leisten kann, lädt Claire Polly ein, in ihr Gästehaus zu ziehen. Eines Nachts erwischt Caitlin dort Polly beim Sex mit ihrer Freundin Amelia. Bald darauf eröffnet die zehnjährige Emma ihren Eltern, das sie später eine Frau heiraten möchte. Caitlin vermutet, dass Polly dahintersteckt und ist eifersüchtig auf sie, weil sie im Gegensatz zu ihr eine gute Beziehung zu Emma hat.

Als Polly herausfindet, dass Caitlin Medikamente gegen ein psychisches Problem einnimmt, ersetzt sie diese heimlich durch Methamphetamin-Pillen. Durch diese wird Caitlin zunehmen paranoid und aggressiv und ihre Eifersucht auf Polly, zu der Emma wie zu einer Mutterfigur aufschaut, wird verstärkt. Als Emma in der Wohnung Feuerwerkskörper zündet, die Polly ihr geschenkt hatte, rastet Caitlin aus und entlässt Polly. Nach einem Einwand ihres Ehemannes Miguel, dass es möglicherweise nur ein Versehen war, sucht Caitlin Polly in ihrem Motel auf und stellt sie wieder ein. Caitlin bittet ihren Nachbarn Stewart, Pollys Hintergrund zu überprüfen. Außerdem findet sie heraus, dass Rosanna, jene Frau, die Polly zu Beginn als Referenz für ihre Kindermädchendienste angegeben hatte, gelogen hatte. Polly hatte nie für Rosanna gearbeitet, die beiden hatten sich bei einem Treffen der Anonymen Alkoholiker kennengelernt, wo Polly ihr eine Geschichte über ihre Flucht vor einem Missbrauchstäter erzählt hatte.

Stewart trifft sich mit Polly und offenbart ihr die Ergebnisse seiner Recherche, die ergeben hat, dass sie in Wirklichkeit Rebecca heißt und dass sie und Caitlin, die ursprünglich Jennifer hieß, in der Schule in San Bernardino Klassenkameradinnen waren, bis Caitlin ein Feuer legte, das Pollys Haus niederbrannte und bei dem Pollys Eltern und ihre kleine Schwester um Leben kamen. Caitlin erhielt eine neue Identität und die Chance auf einen Neuanfang, während die damals siebenjährige Polly in sieben verschiedene Pflegeheime geschickt wurde. Als Polly erfährt, dass Stewart Caitlin noch nichts von seinen Ergebnissen verraten hat, schlägt sie Stewart mit einem Baseballschläger zu Tode und nimmt seine Rechercheergebnisse mit.

Stewarts Frau findet ihn und ruft Caitlin an, die erkennt, dass Polly dafür verantwortlich ist und darauf nach Hause fährt und Polly auffordert, das Haus sofort zu verlassen. Als diese sich weigert geht Caitlin auf Polly los und würgt sie, unabsichtlich schlägt sie dabei Emma ins Gesicht. Caitlin zieht aus, während Polly bei Miguel und den Kindern bleibt. Außerdem findet sie heraus, dass Polly ihre Medikamente durch Methamphetamin ersetzt hat. Bei einem Basketballspiel zeigt Emma ihrer Mutter einen Zeitungsausschnitt, den sie in Pollys Sachen gefunden hatte und der über das Feuer in deren Kindheit berichtet. Caitlin wird klar, dass es sich bei Polly um ihre Klassenkameradin Rebecca handelt.

Wieder zuhause entschuldigt sich Caitlin bei Polly, das Feuer habe sie gelegt, um Pollys Vater zu entkommen, der sie und seine eigene Tochter sexuell missbraucht hat. Als Caitlin versucht, Polly zu umarmen, sticht diese ihr in den Bauch. Ihr Plan sei es, Caitlins Leben zu übernehmen und deren Kinder wie ihre eigenen großzuziehen. Ein Kampf zwischen Caitlin und Polly endet damit, dass Caitlin versucht, mit ihrem Auto zu fliehen. Polly springt ihr auf die Motorhaube und wird bei einem Aufprall des Fahrzeuges weggeschleudert, wobei sie tödliche Verletzungen erleidet.

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation übernahm die Arena Synchron. Das Dialogbuch schrieb Marina Rehm, Dialogregie führte Berenice Weichert.[2]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[2]
Polly Murphy Maika Monroe Victoria Frenz
Caitlin Morales Mary Elizabeth Winstead Maria Koschny
Miguel Morales Raúl Castillo Nico Mamone
Amelia Yvette Lu Meryem Basar
Ärztin Roxy Rivera Franziska Endres
Bethany Riki Lindhome Schaukje Könning
Emma Morales Mileiah Vega Asya Tolaz
Fahrerin Lisa Dempsey Irina Wrona
Frau De De Troit Corinna Mühle
gehetzte Frau Leland Heflin Daniela Thuar
Javi Morales Rafael Sigler Cristián Lehmann Carrasco
Marta Morales Elena Campbell-Martinez Carolin Mylord
Officer DaJuan Johnson Alexander Gier
Rosanna Shannon Cochran Anke Reitzenstein
Stewart Martin Starr Rainer Fritzsche
Allison Jennifer Bischof
Dr. Hayes Meike Finck
Michelle Eva Thärichen

Produktion und Hintergrund

Der Film wurde von 20th Century Studios, Radar Pictures und Department M produziert, als Produzenten fungierten Ted Field, Mike Larocca und Michael Schaefer, Executive Producer waren Michael Napoliello, Maria Frisk und Seth William Meier.[3][4][5]

Die Dreharbeiten fanden von Dezember 2024 bis März 2025 in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien statt[6][7] und wurden durch die Waldbrände in Südkalifornien im Januar 2025 unterbrochen.[8][9]

Die Kamera führte Jo Willems, die Musik schrieb Ariel Marx und die Montage verantwortete Julie Monroe. Das Szenenbild gestaltete Kay Lee, das Kostümbild Isis Mussenden und die Maske Megan V. Brown.[3] In den USA erhielt der Film ein R-Rating.[10]

Die Produktion ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Filmes aus dem Jahr 1992 mit Annabella Sciorra, Rebecca De Mornay und Matt McCoy. Gegenüber dem Original wurden die Namen der Figuren geändert.[1]

Veröffentlichung

Ein erster Trailer erschien im September 2025.[1][11] In den USA wurde der Film am 22. Oktober 2025 auf Hulu veröffentlicht, in Deutschland erschien der Film am 19. November 2025 auf Disney+.[1][3]

Rezeption

Am 24. Oktober 2025 waren 19 der 42 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv.[4] Bei Metacritic erhielt der Film am 24. Oktober 2025 einen Metascore von 52 von 100 möglichen Punkten, der auf 14 Rezensionen basierte.[12]

derwatchdog.de vergab drei von fünf Sternen. Die Produktion erweise sich als solider psychologischer Thriller, der Atmosphäre über Schockeffekte stelle, zugleich aber etwas zu lange brauche, um seine Spannung vollständig zu entfalten.[13]

Peter Osteried bezeichnete die Produktion auf kinofans.com als extrem müden Abklatsch des 90er-Thrillers, der zum Einschlafen sei und bewertete diese mit einem von fünf Sternen. Der Film plätschere über fast zwei Stunden hinweg. So etwas wie Spannung komme hier nie auf.[14]

Matthias Halbig nannte die Filmmusik auf rnd.de ein Meisterwerk, ganz unabhängig von den Bildern. Die Neuverfilmung wirke zunächst, als solle etwas anderes erzählt werden: wie in den USA die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufklafft. Aber stattdessen liege wie 1992 ein düsteres privates Geheimnis über allem.[15]

Einzelnachweise

  1. a b c d Pascal Reis: 33 Jahre nach dem Original: Trailer zu "Die Hand an der Wiege", dem starbesetzten Remake eines Psycho-Thriller-Hits. In: filmstarts.de. 24. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
  2. a b Die Hand an der Wiege (2025). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 19. November 2025.
  3. a b c Die Hand an der Wiege. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 30. September 2025.
  4. a b Die Hand an der Wiege. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
  5. Die Hand an der Wiege. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 25. Oktober 2025.
  6. Borys Kit: Martin Starr Joins Maika Monroe in ‘The Hand That Rocks the Cradle’ Remake. In: hollywoodreporter.com. 3. Dezember 2025, abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
  7. Jarrod Saunders: Disney+ Sets Surprising Release Date for Maika Monroe The Hand That Rocks the Cradle Remake. In: fortressofsolitude.co.za. 8. August 2025, abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
  8. Hollywood’s Filmmaking Continues Despite L.A. Wildfires (Memento vom 14. Januar 2025 im Webarchiv archive.today)
  9. Sofia Delpueche: Hollywood Movie Production Will Continue Despite The LA Wildfires. In: secretlosangeles.com. 16. Januar 2025, abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
  10. Die Hand an der Wiege - Remake hat ein R-Rating erhalten. In: schnittberichte.com. 16. Oktober 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025.
  11. Ralf Döbele: „Die Hand an der Wiege“: Erster Trailer zum Remake von Disney+. In: fernsehserien.de. 24. September 2025, abgerufen am 30. September 2025.
  12. Die Hand an der Wiege. In: Metacritic. Abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  13. Die Hand an der Wiege (2025): Kritik zum Film auf Disney+. In: derwatchdog.de. 19. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
  14. Peter Osteried: „Die Hand an der Wiege“ Filmkritik: Zum Einschlafen – Ein extrem müder Abklatsch des 90er-Thrillers. In: kinofans.com. Abgerufen am 22. November 2025.
  15. Matthias Halbig: Neues Meisterwerk der Filmmusik: Es ist, als musizierte das Böse höchstselbst. In: rnd.de. 26. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.