San Sebastian (Film)

Film
Titel San Sebastian
Originaltitel La Bataille de San Sebastian
Produktionsland Frankreich, Italien, Mexiko
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Henri Verneuil
Drehbuch Serge Ganze
Miguel Morayta
Ennio de Concini
James R. Webb
Musik Ennio Morricone
Kamera Armand Thirard
Schnitt Françoise Bonnot
Besetzung

San Sebastian ist ein Italowestern von Henri Verneuil aus dem Jahr 1967, basierend auf dem 1962 geschriebenen Roman A Wall for San Sebastian von William Barby Faherty. In Deutschland erschien der Film auch unter dem Titel Die Hölle von San Sebastian.

Handlung

1746 am äußersten Rande des Vizekönigreich Neuspanien. Dem Rebellen Leon Alastray wird auf der Flucht vor Regierungstruppen vom gutmütigen Priester Joseph Kirchenasyl gewährt. Als er sich weigert, den Gesuchten auszuliefern, wird ihm vom Bischof eine Strafversetzung zum unwirtlichen Ort San Sebastian angedroht. Er bleibt bei seiner Entscheidung und nimmt die Versetzung an. Zusammen kämpfen sie sich durch die Wüste, bis sie San Sebastian erreichen, das aber augenscheinlich von Indianern verwüstet wurde, denn Alastray findet einen Pfeil, den er zerbricht. Als der Priester die Kirchenglocke leutet, kommt ein Bandit, der das Feuer eröffnet und den Priester trifft, der kurz danach stirbt. Vorher entlässt er den Banditen, der aber mit Verstärkung wiederkommt. Er bindet den überlebenden Alastray an ein Seil, zieht ihn auf einem Pferd reitend hinter sich her und hängt ihn dann an beiden Armen in einen Baum, angezogen mit des Priesters Kutte. Er wird von Einheimischen, sesshaften Indigenen, gerettet, die sich verbittert vom christlichen Glauben abgewandt haben und Amerikanern misstrauisch gegenüber stehen. Die Bürger halten Alastray für einen Priester und bitten ihn, in ihrer Gemeinde tätig zu werden. Widerwillig und um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen spielt Alastray mit. Es stellt sich heraus, dass die ansässige Gemeinde von einer Gruppe von Yaqui, unter Führung des Halbbluts Teclo terrorisiert wird, die gegen das Christentum kämpfen. Alastray hilft den Bewohnern, sich gegen die Banditen zu verteidigen. Es kommt zu einer Entscheidungsschlacht.

Kritik

Joe Hembus schrieb in seinem Western-Lexikon: „Der einzige Western von Henry Verneuil und neben Robert Hosseins Friedhof ohne Kreuze Frankreichs einziger Beitrag zum europäischen Western. Anthony Quinn legt soviel Monumentalität in sein Spiel, als wolle er den ganzen übrigen Aufwand überflüssig machen.“[1] Das Lexikon des internationalen Films fand den Film unterhaltsam[2]; Vincent Canby beklagte, die sequentielle Abfolge der Szenen sei so schematisch, dass ihre Gesamtheit sogar weniger sei als die durchaus teilweise spannenden Einzelteile.[3]

Literatur

  • Maurice Bessy, Raymond Chirat, André Bernard: Histoire du cinéma français. Encyclopédie des films 1966–1970. (mit Fotos zu jedem Film) Éditions Pygmalion, Paris 1992, ISBN 2-85704-379-1, S. 180.

Einzelnachweise

  1. Hembus, Joe: Western-Lexikon. 1324 Filme von 1894 bis 1978 (Heyne-Bücher, Nr. 7048). Überarbeitete Taschenbuchausgabe. Heyne, München 1978, ISBN 3-453-00767-0
  2. San Sebastian. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Kritik in der New York Times