Deutz MTZ 320
| Deutz | |
|---|---|
| MTZ 320 | |
| Hersteller | Humboldt-Deutz |
| Produktionszeitraum | 1932–1936 |
| Motoren | 2-Zylinder-Dieselmotor 5722 cm³ 36 PS (Dauerleistung) |
| Länge | 2950 mm |
| Breite | 1840 mm |
| Höhe | 1900 mm |
| Radstand | 1780 mm |
| Höchstgeschwindigkeit | 18,2 km/h |
| Leergewicht | 4020 kg |
| Vorgängermodell | MTZ 120 MTZ 220 |
| Nachfolgemodell | keines |
Der Deutz MTZ 320 ist ein Schlepper, den Humboldt-Deutz von 1932 bis 1936 als Nachfolger für den MTZ 120 (27 PS) und den MTZ 220 (30 PS) baute.[1]
Aufgrund rationellerer Fertigungsmethoden und höherer Stückzahlen konnte der Preis gesenkt werden: 1936 kostete der MTZ 320 7300 Reichsmark (RM), was ihn um 1700 RM günstiger machte als den Vorgänger MTZ 120. Insgesamt wurden 1427 Stück von diesem Typ gebaut.[2]
Technik
Der Schlepper ist in Stahl-Rahmenbauweise ausgeführt. Über der Vorderachse befindet sich eine Blattfeder, gelenkt wird über eine mechanische Schneckenlenkung. Die Hinterräder werden mittels Bandbremse verzögert und die Handbremse wirkt auf das Getriebe.[2]
Der liegend eingebaute und mit Wasser gekühlte Zweizylinder-Dieselmotor verfügt über einen Hubraum von 5722 cm³, resultierend aus einer Bohrung von 125 mm und einem Hub von 200 mm. Er erreicht eine Dauerleistung von 36 PS bei 1100 Umdrehungen pro Minute; als Kurzleistung stehen für eine Stunde 40 PS zur Verfügung. Das Getriebe hat drei Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang, wobei die Höchstgeschwindigkeit bei 18,2 km/h liegt. Auf Wunsch konnte der MTZ 320 mit einem Schwungradanlasser bestellt werden. Dies erleichterte das Anlassen beträchtlich und machte den Einsatz eines Helfers verzichtbar.[3]
Der Schlepper war wahlweise entweder mit Stahlrädern für den Einsatz auf dem Acker oder mit Gummibereifung für den Straßeneinsatz bestellbar. Darüber hinaus verfügt der MTZ 320 serienmäßig über eine Riemenscheibe, mit der Dreschmaschinen, Häcksler und ähnliche Maschinen angetrieben werden können.
Literatur
- Jürgen Hummel, Alexander Oertle: Typenkompass Deutz. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-613-31030-8, S. 24 f.