Deutschritterhaus (Weimar)
Am Herderplatz 16/Ecke Vorwerksgasse in der Altstadt von Weimar befindet sich ein stattliches Giebelhaus von 1566 im Renaissancestil, das umgangssprachlich Deutschritterhaus genannt wird.
Eigentlich ist die Bezeichnung Deutschritterhaus nicht zutreffend, weil es nicht zu den Grundstücken gehört, die der Deutsche Orden einst besessen hatte.[1] Einer der Besitzer war die Familie Deinhardt.
Eine Gedenktafel erinnert an die Hofschauspielerin Caroline Jagemann, der das Haus von 1806 bis 1848 gehörte.[2] Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befindet sich darin ein Restaurant. Der Innenraum des Restaurants mit seinen Kreuzgratgewölben ist bemerkenswert, weil er in einem Abschnitt mit einem Pflanzenornament verziert ist. Von 1966 bis 2013 befand sich hier ein Restaurant der Kette Gastmahl des Meeres. Seit 2014 wird das Restaurant unter dem Namen Jagemanns betrieben, benannt nach der ehemaligen Hausbesitzerin Caroline Jagemann.
Die Fassade besitzt Akanthusornamente am Giebel. Auf der Bekrönung wurde eine Statue eines Ritters mit Lanze aufgestellt. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde das Gebäude ab 1949 und zuletzt 1987/89 restauriert. Nebenan an der Ecke zur Mostgasse befindet sich eine Kaffeerösterei mit Café. Dieses ist bereits die Mostgasse 1.
Das Gebäude steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Einzeldenkmale). In diesen Denkmalschutz sind Hof und Nebengebäude inbegriffen.
Literatur
- Art. Deutschritterhaus. In: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 90.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Art. Deutschritterhaus. In: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 90.
- ↑ Nikolaus Griebel: Ein Tag in Weimar: Wanderungen zu Weimarer Stadtarchitekturen, 3. verb. Aufl., Weimar 2008, S. 23.
Koordinaten: 50° 58′ 51,9″ N, 11° 19′ 48,7″ O