Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis
Der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis wurde 2015 anlässlich des 50. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 als gemeinsame Initiative ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Sprach- und Interpretationskunst literarischer Übersetzerinnen und Übersetzer in beiden Ländern sichtbar zu machen und zu würdigen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden jeweils von einer deutschen und einer israelischen Jury ausgewählt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Projektträger auf deutscher Seite ist das Literarische Colloquium Berlin.[1]
Preisträger
- 2015
- Ruth Achlama für die Übersetzungen „Eine Wiener Romanze“ von Dan Vogel und „Taschach“ von Yoram Kaniuk.
- Nitza Ben-Ari für die Übersetzung von „Hermann und Dorothea“ von Johann Wolfgang von Goethe.
- Yirmiyahu Yuval für die hebräische Übersetzung der „Kritik der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant[1]
- 2018
- Anne Birkenhauer für die Übersetzung des Romans „Kommt ein Pferd in die Bar“ von David Grossman.
- Nili Mirsky für ihre Übersetzungen der Werke Thomas Manns[1]
- 2019
- Markus Lemke für den Roman „Über uns“ von Eshkol Nevo.
- Liora Heideker für die Übersetzung des Werks „Der Prinz von Theben“ von Else Lasker-Schüler.
- Yahin Onah für die Übersetzung der Goebbels-Biografie von Peter Longerich.[1]
- 2022
- Gundula Schiffer für ihre Übersetzung des Romans „Sommernächte“ von Aharon Appelfeld[1]
- 2025
- Helene Seidler für ihre deutsche Übersetzung des Romans „Unter Freunden stirbt man nicht“ von Noa Yedlin.
- Ido Abravaya für seine Übertragung des Romans „Der Abenteuerliche Simplicissimus“ von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen.[2]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis. 2. September 2025, abgerufen am 14. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Pressestelle des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien: Preisträger des Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreises 2025 stehen fest – Staatsminister Weimer: „Übersetzerinnen und Übersetzer bauen Brücken der Verständigung“. In: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. https://kulturstaatsminister.de, 11. Dezember 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025.