Deutsch-Emiratische IHK
| Deutsch-Emiratische Industrie und Handelskammer (AHK Golfregion) | |
|---|---|
| Rechtsform | Non-Profit-Organisation |
| Gründung | Mai 2009 |
| Sitz | Dubai |
| Geschäftsstelle | U-Bora Office Tower, Al Abraj Street (Al Marasi Drive), Business Bay, Dubai |
| Vorläufer | Delegation der Deutschen Wirtschaft in Dubai (ab 1999) und Abu Dhabi (ab 2004) |
| Zweck | Pflege und Erweiterung der deutsch-arabischen Wirtschaftsbeziehungen |
| Aktionsraum | Golfstaaten mit Zweigstellen in Abu Dhabi, Dubai, Doha, Muscat sowie Irak mit Repräsentanz in Erbil und Pakistan |
| Vorsitz | Saeed A. J. Al Fahim (Präsident) |
| Geschäftsführung | Martin Henkelmann |
| Personen | Vorstand der AHK Golfregion |
| Mitglieder | 743 (2025) |
| Website | vae.ahk.de |
Die Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK Golfregion) ist als Teil des weltweiten Netzwerks der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) seit 2009 eine rein privat organisierte, nicht-staatliche, nicht-diplomatische Institution für Markteintrittsberatung. Sie ist die Nachfolgerin einer Delegation der Deutschen Wirtschaft, die am gleichen Standort bereits seit 1998 bestand.
Als Mitgliederorganisation vertritt sie die Interessen ihrer Mitglieder, berät Neueinsteiger beim Markteintritt und tritt für eine Weiterentwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ein. Durch Repräsentanzen in Kuwait, Katar und Oman ist sie im Laufe der Jahre in die Region hineingewachsen. Seit 2022 besteht zudem eine regionale Zuständigkeit für Pakistan. Mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft im Irak ist die Deutsch-Emiratische IHK organisatorisch verbunden.
Die Deutsch-Emiratische IHK wird geleitet von einem bilateralen, ehrenamtlich tätigen Vorstand. Dieser setzt sich satzungsgemäß zu gleichen Teilen aus emiratischen und deutschen Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern zusammen.
Die Kammer vertritt u. a. die Deutsche Zentrale für Tourismus in der Golfregion, das Bundesland Bayern sowie die Hansestadt Hamburg. Wie alle AHKs wird die Deutsch-Emiratische IHK aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, BMWK, gefördert.[1]
Die AHK Golfregion steht seit mehreren Jahren zunehmend in der Kritik. Zahlreiche parlamentarische Anfragen und journalistische Recherchen haben Missstände wie Nepotismus, Amtsanmaßung und Datenschutzverstöße im Zusammenhang mit der organisatorisch verbundenen Delegation der Deutschen Wirtschaft im Irak aufgedeckt. Zudem wurde Kritik laut, aufgrund möglicher Wettbewerbsverzerrungen gegenüber nicht staatlich geförderten privaten Akteuren sowie der Behauptung der AHK, die offizielle deutsche Wirtschaftsvertretung zu sein. Die AHK hat weder das Mandat, die deutsche Privatwirtschaft zu vertreten, noch bestehen gesetzliche Grundlagen, die dies legitimieren.[2][3][4][5][6]
Weblinks
- vae.ahk.de – offizielle Website (deutsch, englisch)
- Eintrag im Lobbyregister des Deutschen Bundestages
Einzelnachweise
- ↑ AHK Golfregion. Abgerufen am 19. April 2022.
- ↑ Transparenz der Auslandshandelskammern in Dubai und Abu Dhabi. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Malte Kaufmann, Leif-Erik Holm, Raimond Scheirich und der Fraktion der AfD – Drucksache 21/759 – . In: dserver.bundestag.de
- ↑ Ordnungsgemäße Verwendung von staatlichen Mitteln im Netzwerk der Auslandshandelskammern. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Christian Leye, Dr. Gesine Lötzsch, Klaus Ernst, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 20/6656 – . In: dserver.bundestag.de
- ↑ Förmliche Rüge gegen DIHK wegen Datenschutzverstößen / Bundesverband für freie Kammern e.V. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Die AfD stellte Amtsanmaßung bei der AHK VAE fest und entdeckte einen privaten Eigentümer. Zudem existiert bei der AHK Irak keine Registrierung. Welche Maßnahmen ergreifen Sie als Haushaltsausschuss? | Frage an Lorenz Gösta Beutin (Die Linke). Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Anfrage gemäß IFG – Rechtliche Grundlage/amtliche Dokumente zu der Darstellung der AHKs als „offizielle deutsche Wirtschaftsvertretung“. Abgerufen am 23. September 2025.