Derek Anthony Redmond (* 3. September 1965 in Bletchley, Milton Keynes, England) ist ein ehemaliger britischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer.
1985 verbesserte Redmond den britischen Rekord im 400-Meter-Lauf von David Jenkins, als er 44,82 Sekunden lief. Bei den Europameisterschaften 1986 erreichte er mit 45,25 Sekunden den vierten Platz, Roger Black gewann mit neuem britischen Rekord von 44,59 Sekunden Gold.
Mit der britischen 4-mal-400-Meter-Staffel gewann Redmond Gold in 2:59,84 Minuten (Derek Redmond, Kriss Akabusi, Brian Whittle, Roger Black).
Bei den Weltmeisterschaften 1987 stellte Redmond im Halbfinale einen neuen britischen Rekord mit 44,50 Sekunden auf. Im Finale wurde er in 45,06 Sekunden Fünfter; seine Halbfinalzeit hätte für Silber hinter Thomas Schönlebe ausgereicht. Silber gewann er dann tatsächlich im Staffelwettbewerb, als sich Derek Redmond, Kriss Akabusi, Roger Black und Philip Brown in 2:58,86 nur der Staffel aus den USA geschlagen geben mussten.
Es folgten Jahre von Verletzungen und erst 1991 bei den Weltmeisterschaften war Redmond wieder in der britischen Staffel, nachdem er über 400 Meter im Halbfinale gescheitert war. Die Briten lieferten sich einen dramatischen Kampf mit der Staffel aus den Vereinigten Staaten. Roger Black als Startläufer der Briten holte einen kleinen Vorsprung gegenüber Andrew Valmon heraus. Derek Redmond lief als Zweiter zwar die schnellste Runde aller Briten, lag aber deutlich hinter dem wie entfesselt laufenden Quincy Watts zurück. John Regis brachte die Briten gegen Danny Everett ein wenig heran und auf der Schlussrunde überholte Kriss Akabusi den amtierenden Weltmeister über 400 Meter Antonio Pettigrew. Black, Redmond, Regis und Akabusi liefen 2:57,53 Minuten und gewannen mit vier Hundertstelsekunden vor der Staffel aus den USA.
Nachdem Redmond die Olympischen Spiele 1988 wegen Verletzung verpasst hatte, sollten die Spiele 1992 der Höhepunkt seiner Karriere werden. Über 400 Meter hatte er Vorlauf und Zweite Runde gewonnen; im Halbfinale zog er sich einen Muskelfaserriss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu. Abgeschlagen beendete er dennoch das Rennen mit der Hilfe seines Vaters, der ihm von der Tribüne zur Hilfe eilte. Im zweiten Halbfinale nahm ihm David Grindley mit 44,47 Sekunden dann den britischen Rekord im 400-Meter-Lauf ab.
Mit dieser Verletzung endete Redmonds Karriere als Leichtathlet, später spielte er Basketball und Rugby Seven. Von 1994 bis 2000 war er mit der Schwimmerin Sharron Davies verheiratet.
Weblinks
1983: Sowjetunion SUN Lowatschow, Traschtschyla, Tschernezki, Markin
1987: Vereinigte Staaten USA Everett, Haley, McKay, Reynolds, Franks*, Pierre*
1991: Vereinigtes Konigreich GBR Black, Redmond, Regis, Akabusi, Mafe*, Richardson*
1993: Vereinigte Staaten USA Valmon, Watts, Reynolds, Johnson, Pettigrew*, Mills*
1995: Vereinigte Staaten USA Ramsey, Mills, Reynolds, Johnson, Lyles*, Hall*
1997: Vereinigtes Konigreich GBR Thomas, Black, Baulch, Richardson, Hylton*
1999: Polen POL Czubak, Maćkowiak, Bocian, Haczek, Długosielski*
2001: Bahamas BAH Moncur, Brown, McIntosh, Munnings, Oliver*
2003: Frankreich FRA Djhone, Keïta, Diagana, Raquil, Douhou*
2005: Vereinigte Staaten USA Rock, Brew, Williamson, Wariner, Smith*, Merritt*
2007: Vereinigte Staaten USA Merritt, Taylor, Williamson, Wariner, Jackson*, Clement*
2009: Vereinigte Staaten USA Taylor, Wariner, Clement, Merritt, Larry*, Jackson*
2011: Vereinigte Staaten USA Nixon, Jackson, Taylor, Merritt, Torrance*, Berry*
2013: Vereinigte Staaten USA Verburg, McQuay, Hall, Merritt, Harris*, Mance*
2015: Vereinigte Staaten USA Verburg, McQuay, Nellum, Merritt, Clemons*, Norwood*
2017: Trinidad und Tobago TTO Solomon, Richards, Cedenio, Gordon, Quow*
2019: Vereinigte Staaten USA Kerley, Cherry, London, Benjamin, Richard*, Norwood*, Strother*
2022: Vereinigte Staaten USA Godwin, Norman, Deadmon, Allison, Bassitt*, Norwood*
2023: Vereinigte Staaten USA Hall, Norwood, Robinson, Benjamin, Bassitt*, Boling*, Bailey*
2025: Botswana BOT Eppie, Tebogo, Ndori, Kebinatshipi, Scotch*
* Einsatz im Vorlauf
1934: NS-Staat DEU Hamann, Scheele, Voigt, Metzner
1938: Deutsches Reich NS DEU Blazejezak, Bues, Linnhoff, Harbig
1946: Frankreich FRA Santona, Cros, Chef d’Hôtel, Lunis
1950: Vereinigtes Konigreich GBR Pike, Lewis, Scott, Pugh
1954: Frankreich FRA Haarhoff, Degats, Martin du Gard, Goudeau
1958: Vereinigtes Konigreich GBR Sampson, MacIsaac, Wrighton, Salisbury
1962: Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch BRD Schmitt, Kindermann, Reske, Kinder
1966: Polen 1928 POL Werner, Borowski, Grędziński, Badeński
1969: Frankreich FRA Bertould, Nicolau, Carette, Nallet
1971: Deutschland BR FRG Schlöske, Jordan, Jellinghaus, Köhler
1974: Vereinigtes Konigreich GBR Cohen, Hartley, Pascoe, Jenkins
1978: Deutschland BR FRG Weppler, Hofmeister, Herrmann, Schmid
1982: Deutschland BR FRG Skamrahl, Schmid, Giessing, Weber, Nakladal*
1986: Vereinigtes Konigreich GBR Redmond, Akabusi, Whittle, Black, Brown*
1990: Vereinigtes Konigreich GBR Sanders, Akabusi, Regis, Black, Whittle*, Brown*
1994: Vereinigtes Konigreich GBR McKenzie, Black, Whittle, Ladejo
1998: Vereinigtes Konigreich GBR Hylton, Baulch, Thomas, Richardson, Baldock*, Wariso*
2002: Vereinigtes Konigreich GBR Deacon, Elias, Baulch, Caines, Baldock*
2006: Frankreich FRA Djhone, M’Barke, Keïta, Raquil, Panel*, El Haouzy*
2010: Russland RUS Dyldin, Aksjonow, Trenichin, Krasnow, Petuchow*
2012: Belgien BEL Gillet, J. Borlée, Bouckaert, K. Borlée, Duerinck*
2014: Vereinigtes Konigreich GBR Williams, Hudson-Smith, Bingham, Rooney, Levine*, Yousif*
2016: Belgien BEL Watrin, J. Borlée, D. Borlée, K. Borlée, Vanderbemden*
2018: Belgien BEL D. Borlée, J. Borlée, Sacoor, K. Borlée, Watrin*, Vanderbemden*
2022: Vereinigtes Konigreich GBR Hudson-Smith, Dobson, Davey, Haydock-Wilson, Brier*, Mitcham*
2024: Belgien BEL Sacoor, Vanderbemden, D. Borlée, Doom, Mabille*, Iguacel*
* Einsatz im Vorlauf