Der sündebock

Film
Titel Der sündebock
Originaltitel Au bonheur des ogres
Produktionsland Frankreich, Belgien, Luxemburg
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 92 Minuten
Produktions­unternehmen Chapter 2
Pathé Films
France 2 Cinéma
Nexus Factory
Bidibul Productions
Stab
Regie Nicolas Bary
Drehbuch
  • Jérôme Fansten
  • Serge Frydman
  • Nicolas Bary
Produktion
Musik Rolfe Kent
Kamera Patrick Duroux
Schnitt Véronique Lange
Besetzung

Der sündebock (französisch Au bonheur des ogres) ist eine französisch-belgisch-luxemburgische Drama-Komödie von Nicolas Bary. Der auf dem Roman Au bonheur des ogres von Daniel Pennac basiert.

Handlung

Benjamin Malaussène ist der älteste Sohn einer chaotischen, aber glücklichen Großfamilie im Pariser Stadtviertel Belleville. Während seine Mutter rastlos von einer Liebschaft zur nächsten zieht und die Vaterschaften ihrer zahlreichen Kinder stets im Unklaren bleiben, trägt Benjamin die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister. Das Zuhause der Malaussènes ist ein ehemaliges Geschäft, das längst mehr an ein buntes Clubhaus als an eine Wohnung erinnert – voller Stimmen, Streitigkeiten und kindlicher Klugheit.

Tagsüber arbeitet Benjamin in einem großen Pariser Kaufhaus. Sein Beruf ist ebenso ungewöhnlich wie er selbst: Er wird dafür bezahlt, der „Sündenbock“ seines Chefs zu sein. Wann immer Kunden reklamieren, muss er die Schuld auf sich nehmen. Doch mit Beginn der hektischen Weihnachtseinkaufssaison nehmen die Dinge eine bedrohliche Wendung. Eine Bombe explodiert in einem Schaufenster und tötet einen Angestellten. Bald folgen weitere Anschläge. Weil Benjamin stets in der Nähe der Tatorte war, gerät er ins Visier der Polizei und wird von Kommissar Carrega und dessen Team überwacht.

Unterstützung erhält er unerwartet von Julia, einer furchtlosen und schlagfertigen Journalistin, die von allen nur „Tante Julia“ genannt wird. Gemeinsam versuchen sie, Benjamins Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu entlarven. Während die Ermittlungen voranschreiten, überschneiden sich berufliches Chaos und private Turbulenzen. Die Geschwister treiben ihn in den Wahnsinn, die Mutter bleibt unberechenbar, und obendrein wächst zwischen Benjamin und Julia eine skurrile, komische Liebesgeschichte, die ebenso chaotisch ist wie sein Alltag.

Parallel tauchen Spuren zu einem alten Kriminalfall auf. Der Nachtwächter Stojil ist in ein Netz aus Entführungen verwickelt, die dreißig Jahre zurückliegen und die plötzlich wieder Bedeutung für die Gegenwart erlangen.

Produktion

Die Dreharbeiten begannen am 16. Februar 2012 und endeten am 4. Mai 2012, es wurde in Luxemburg und Paris (La Samaritaine) gedreht.[1][2] Zu den genannten Schauspielern wurden rund fünfzig weite Schauspieler und über 100 Statisten Teil des Films.[3] Der Film erhielt Förderung von der Filmförderung Luxemburg und Creative Europe MEDIA.[4]

Veröffentlichung

Am 16. Oktober 2013 kam der Film in Belgien, der Schweiz und Frankreich in die Kinos.[5][6] In Frankreich wurde er in mehr als 300 Kinos gezeigt.[3]

Einzelnachweise

  1. Au Bonheur des Ogres, Kinospielfilm, 2012-2013, Drehdaten. In: Crew United. Abgerufen am 28. September 2025.
  2. Francesca Casella: Il paradiso degli orchi - Recensione. Archiviert vom Original am 11. März 2014; abgerufen am 28. September 2025.
  3. a b movieworlds.com: Walk This Way Filmkollektion: Französische Komödien | movieworlds.com. Archiviert vom Original am 21. September 2023; abgerufen am 28. September 2025.
  4. Au Bonheur des Ogres, Kinospielfilm, 2012-2013, Projektdaten. In: Crew United. Abgerufen am 28. September 2025.
  5. The Scapegoat (Au bonheur des ogres). Abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
  6. Au bonheur des ogres - Alle Informationen zum Film. In: CineImage. Abgerufen am 28. September 2025.