Der gelbe Paß
| Film | |
| Titel | Der gelbe Paß Der gelbe Pass |
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| Originaltitel | Земля в плену |
| Transkription | Semlja w plenu |
| Produktionsland | Sowjetunion |
| Originalsprache | Russisch |
| Erscheinungsjahr | 1928 |
| Länge | 80 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Meschrabpom-Film, Moskau |
| Stab | |
| Regie | Fedor Ozep |
| Drehbuch | Fedor Ozep |
| Kamera | Louis Forestier |
| Besetzung | |
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Der gelbe Paß, auch unter Der gelbe Pass geführt, ist ein 1927 entstandenes, sowjetisches Stummfilmdrama von Fedor Ozep mit Anna Sten in der Hauptrolle.
Handlung
Russland, in der Zarenzeit. Jakow hat einen siebenjährigen Militärdienst hinter sich. Daheim wartet seine Frau Maria. Sich als Pächter zu ernähren, ist kaum möglich, denn die Parzelle, die ihnen der Gutsbesitzer verpachtet hat, ist steinig und wenig fruchtbar. Schließlich muss Maria der Gutsbesitzertochter Anja als Amme in die Stadt folgen. Eines Tages erfährt Jakow, dass der Gutsherr Maria vergewaltigt hat. Doch Jakows Wut richtet sich nicht gegen den Baron, sondern er verstößt Maria.
Maria bricht zusammen und wird daraufhin vom Gutsherrn entlassen. Als Maria in eine Polizeirazzia gerät, wird sie für eine Prostituierte gehalten und erhält den sogenannten „gelben Pass“. Tatsächlich rutscht die Frau in die Prostitution ab. In einem Bordell erfährt sie, dass Jakow durch einen Arbeitsunfall verkrüppelt ist und nicht mehr arbeiten kann. Sie besucht den von ihr getrennt lebenden Ehemann. Beide schöpfen aus diesem Wiedersehen Kraft für einen Neubeginn.
Produktionsnotizen
Der gelbe Paß wurde 1927 abgedreht und lief am 7. Februar 1928 in der UdSSR an. In Deutschland lief der Film mit großer Wahrscheinlichkeit noch im selben Jahr an. Angesichts des Publikumserfolges übersiedelte Regisseur Fedor Ozep noch im selben Jahr 1928 nach Deutschland und drehte dort als erstes die gefeierte Tolstoi-Adaption Der lebende Leichnam.
Kritiken
„Eine melodramatische Geschichte, die routiniert in Szene gesetzt wurde und die gute darstellerische Leistungen und einige gelungene Milieuschilderungen aufweist.“
Georges Sadoul nannte Der gelbe Paß einen „vielversprechenden Streifen“.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Georges Sadoul: Geschichte der Filmkunst, Wien 1957, S. 189
Weblinks
- Der gelbe Paß bei IMDb