Der Schrecken aus der Meerestiefe
| Film | |
| Titel | Der Schrecken aus der Meerestiefe |
|---|---|
| Originaltitel | Destination Inner Space |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1966 |
| Länge | 83 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Francis D. Lyon |
| Drehbuch | Arthur C. Pierce |
| Produktion | Earle Lyon |
| Musik | Paul Dunlap |
| Kamera | Brick Marquard |
| Schnitt | Robert S. Eisen |
| Besetzung | |
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Der Schrecken aus der Meerestiefe (Originaltitel Destination Inner Space) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1966 von Francis D. Lyon nach einem Drehbuch von Arthur C. Pierce.
Handlung
US-Marinekommandant Wayne wurde beauftragt, ein unbekanntes Objekt aufzuspüren, was seit einiger Zeit über dem Sealab beobachtet wurde. Er trifft daher auf der Topside ein, dem Versorgungsschiff des zivilen Instituts für Meereswissenschaften (Institute of Marine Sciences). Wenig später taucht er mit einer Taucherglocke zum Sealab hinab und trifft dort auf den dortigen Direktor Dr. LaSatier und der Meeresbiologin Dr. René Perón. In einem Mini-U-Boot verfolgen der Taucher Hugh Maddox und die Fotografin Sandra Welles eigene Ziele. Sie wollen Fotos von der Station und dem bekannten Objekt machen und diese vermarkten. Gerüchten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine fliegende Untertasse mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern. Im Inneren der Untertasse öffnet sich eine kleine dreieckige Tür, aus der ein mechanischer Arm herausfährt. Dieser schiebt einen in Eis eingeschlossenen Zylinder unter eine Wärmelampe. Das Eis beginnt zu schmelzen.
Hugh und Sandra bringen Kommandant Wayne zum Objekt. Der Kommandant vermutet, dass es sich um ein vollautomatisches Raumschiff handelt, das zur Erforschung der irdischen Ozeane geschickt wurde. Er schätzt, dass das Objekt etwa zwei Dutzend zusätzliche dreieckige Türen besitzt. Sie bringen den mysteriösen Zylinder zurück zum Sealab. Die dortigen Wissenschaftler können nicht feststellen, worum es sich bei den Zylindern handelt. Als der Zylinder rapide wächst, deutet Dr. René Perón dies als schlechtes Zeichen. Plötzlich sendet der Zylinder einen Ultraschallton aus, an dessen Folgen der Labortechniker Tex stirbt. Kommandant Wayne und Hugh treffen ein und finden das Labor zerstört vor. Auch müssen sie feststellen, dass der Zylinder gesprengt wurde und ein Monster im Labor Amok läuft. Das Monster entkommt ins Meer, schwimmt zur Oberfläche und tötet zwei Besatzungsmitglieder. Danach zerstört es das Schiffsfunkgerät, die Steuerung der Taucherglocke und die Luftversorgung des Sealab, sodass alle Menschen im Sealab nur noch 12 Stunden Sauerstoff haben.
Das Monster taucht erneut ins Meer hinab und dringt ins Sealab ein. Kommandant Wayne versucht, das Monster zum Zweikampf zu stellen, allerdings flieht das Monster zurück ins Meer. Dr. James stellt fest, dass das Monster mit einer unbekannten Krankheit infiziert ist, und er vermutet, dass viele Menschen dadurch sterben könnten. Er ordnet an, dass Monster zu töten und das komplette Objekt zu zerstören. Kommandant Wayne lockt das Monster in eine Falle, die durch Stolperdrähte ausgelöst wird. Allerdings überlebt das Monster diesen Anschlag. Schließlich schaffen es Kommandant Wayne, Hugh und Ellis, das Monster zu betäuben. Zur Untersuchung soll es ins Meeresinstitut gebracht werden. Nun soll als Nächstes das Objekt mit Dynamit zerstört werden. Mit Dynamit bewaffnet kehren die drei zum Objekt zurück. Im weiteren Verlauf opfert sich Hugh, um das Objekt samt den übrigen Zylindern zu zerstören.
Als alle Geräte wieder voll einsatzbereit sind, macht sich Kommander Wayne bereit, wieder aufzubrechen. Er soll laut LaSaltier dem US-amerikanischen Präsidenten ein mündliches Protokoll liefern. Im Gespräch klären die beiden, dass der Präsident erfahren sollte, was sich zugetragen hat und dass es außerirdisches Leben gäbe.
Hintergrund
Produktion
Der Film wurde gemeinsam mit dem Film Castle of Evil innerhalb von zwei Wochen gedreht. Später äußerte sich Francis D. Lyon dazu, dass er dies nicht empfehle, „da die Qualität darunter leiden muss“.[1] Die Dreharbeiten begannen am 17. November 1965 in den Producers Studios in Los Angeles. Die Produktion wurde teilweise durch die Vorablizenzierung an 44 Fernsehsender durch die Television Enterprises Corporation (TEC) finanziert. Der Film war Teil eines Filmpakets, das TEC Lizenzgebühren in Höhe von 5 bis 5,5 Millionen US-Dollar einbrachte. Dasselbe Filmpaket wurde später zu einem nicht genannten Preis an CBS verkauft.[2]
Veröffentlichung
Der Film erschien am 24. Mai 1966 in den USA. In Deutschland erschien der Film am 13. Juli 2023 als Blu-ray Disc und DVD.[3]
Rezeption
„Ein billiger Science-Fiction-Film der 1960er-Jahre mit begrenzten Sets und langer Exposition vor dem ersten Auftritt des eher lachhaften als gruseligen Monsters. Im Vergleich zu vergleichbaren Werken aus den 1950er-Jahren wie „Der Schrecken vom Amazonas“ mangelt es zudem auch sehr an B-Movie-Charme.“
Auf Badmovies wurde der Film als mittelmäßig bezeichnet. Man habe „ein cooles Monster, ein paar nette Szenen, aber dem gegenüber steht leider eine behäbige Inszenierung und einige Längen“. Allerdings wird auch geschrieben, dass es aus den 1960er Jahren aber „auch deutlich, deutlich schlechteres in dem Bereich“ gäbe.[5]
Im Popcornmeter, der Zuschauerwertung auf Rotten Tomatoes, hat der Film bei mehr als 50 Abstimmungen eine Wertung von 14 %.[6] In der Internet Movie Database hat der Film bei knapp 800 Stimmabgaben eine Wertung von 4,5 von 10,0 möglichen Sternen (Stand: November 2025).[7]
Am 12. Dezember 2025 wurde auf Nitro eine von Oliver Kalkofe und Peter Rütten kommentierte Fassung des Films innerhalb der Sendereihe Die schlechtesten Filme aller Zeiten (SchleFaZ) ausgestrahlt.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ P 38 Lyon, Francis D. Two Camera Shooting Can Cut Costs Action Volumes 5-6 Directors Guild of America, 1970
- ↑ Destination Inner Space (1966) (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2024. Suche in Webarchiven). In American Film Institute (englisch)
- ↑ Der Schrecken aus der Meerestiefe auf Schnittberichte, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Der Schrecken aus der Meerestiefe. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Der Schrecken aus der Meerestiefe auf Badmovies, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Der Schrecken aus der Meerestiefe. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 19. November 2025 (englisch).
- ↑ IMDb: Ratings Der Schrecken aus der Meerestiefe, abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ SchleFaZ S14E10: Der Schrecken aus der Meerestiefe. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 12. Dezember 2025.