Der Rosenkönig

Film
Titel Der Rosenkönig
Produktionsland BR Deutschland / Portugal
Originalsprache Arabisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch
Genre Melodram
Erscheinungsjahr 1986
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Werner Schroeter
Drehbuch Werner Schroeter, Magdalena Montezuma
Produktion Udo Heiland, Paulo Branco
Musik Archivaufnahmen; Musik von Giuseppe Verdi und Gaetano Donizetti
Kamera Elfi Mikesch
Schnitt Juliane Lorenz
Besetzung

Der Rosenkönig ist ein deutsch-portugiesischer Spielfilm von Werner Schroeter aus dem Jahr 1986. Die Kamera führte Elfi Mikesch, die für ihre Bildgestaltung mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet wurde.[1]

Handlung

Anna betreibt in Portugal eine Rosenfarm und lebt dort mit ihrem Sohn Albert. Albert verfällt einer obsessiven Idee von Liebe und Schönheit, die sich zugleich auf seine Rosen und auf einen jungen Mann, Fernando richtet. In der Eskalation seiner Begierde entführt er Fernando und hält ihn gefangen, während sich das Verhältnis zwischen Anna, Albert und dem Gefangenen zunehmend in ein tödliches Dreieck entwickelt.[2]

Produktion

Der Film entstand 1984 bis 1986 als Produktion der Werner Schroeter Filmproduktion, der Futura Film sowie der Juliane Lorenz Filmproduktion. Als portugiesischer Partner ist Paulo Branco, Metro Filme (Lissabon) genannt.[3]

Veröffentlichung

Die Uraufführung fand am 1. Februar 1986 beim International Film Festival Rotterdam statt.[4] Der Film lief im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin 1986 im Internationalen Forum des Jungen Filmes und auf der Viennale 1986.[5][6]

Rezeption

Karsten Witte beschrieb den Film als symbolüberfrachtete, in einem opernhaften Stil inszenierte Parabel um Liebe, Schmerz und Tod und bewertete insbesondere den pathetischen Gestus kritisch.[7]

Andreas Wilink bezeichnet Der Rosenkönig als „schwules Drama“: „Die Kamera erfasst ein Stillleben mit Messer sowie verblichene Familienfotos. Wohin man schaut: Nature Morte, Vergänglichkeitsattribute, Flammen, Spiegel, Todesmetaphern, verschlüsselte Botschaft, Initiationsriten und katholische Requisiten. Annas Tagebuchnotizen erlauben etwas Einblick in eine konkrete Situation, aber Fantasie hat den Vorrang. Innenwelten überwuchern das reale Außen. Kerzenschein beleuchtet die zumeist herrschende Nacht.“[2]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. a b Deutscher Ehrenkamerapreis für Elfi Mikesch. In: filmportal.de. 4. April 2006, abgerufen am 25. Dezember 2025.
  2. a b Andreas Wilink: Der Rosenkönig (1986). In: Sissymag.de. 4. Dezember 2025, abgerufen am 25. Dezember 2025.
  3. Der Rosenkönig. In: filmportal.de. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  4. Der Rosenkönig – Filmdaten. In: filmdienst.de. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  5. Der Rosenkönig. In: Berlinale 1986. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  6. DER ROSENKÖNIG. In: viennale.at. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  7. Karsten Witte: So viele Lieder. Der Rosenkönig. In: filmportal.de. 23. Januar 1987, abgerufen am 25. Dezember 2025.