Der Bulle und das Landei – Tödliches Heimweh

Folge 1 der Reihe Der Bulle und das Landei
Titel Tödliches Heimweh
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft
im Auftrag für Das Erste
Regie Hajo Gies
Drehbuch Uwe Kossmann
Produktion Beatrice Kramm
Musik Klaus Doldinger
Kamera Daniel Koppelkamm
Schnitt Florian Drechsler
Premiere 10. Mai 2010 auf SWR Fernsehen
Besetzung
Episodenliste

Tödliches Heimweh ist ein deutscher Kriminalfilm von Hajo Gies aus dem Jahr 2010. Es handelt sich um den Pilotfilm zur ARD-Kriminalfilmreihe Der Bulle und das Landei. Die Erstausstrahlung erfolgte am 10. Mai 2010 als Montagskrimi im SWR Fernsehen; die restlichen fünf Folgen der Fernsehreihe hatte ihre Erstausstrahlung zur Hauptsendezeit im Ersten.

Handlung

Kriminalhauptkommissar Robert Killmer aus Frankfurt wurde mit der Frau seines Chefs beim Schäferstündchen erwischt. Aus dienstlichen Gründen wird er deshalb in die Eifel ins ländliche Monreal versetzt, zumal er sich bei einem verdeckten Einsatz verdient gemacht hat. Vor Ort trifft er auf Kati Biever, die wiederum vor hat in die Großstadt zu wechseln, weil er in Monreal zu wenig passiert. Killmer zieht in den ländlichen Gasthof ein, wo sich auch sein erster Fall abspielt. In seiner ersten Nacht bricht dort ein Brand aus, der eindeutig Brandstiftung war, um zu vertuschen, dass die Leiche, die in einem der Gästezimmer lag, vor dem Brand erschossen wurde. Killmer und seine junge Kollegin Kati Biever nehmen die Mordermittlungen auf, wobei sich Killmer mehr im Hintergrund hält, weil er so schnell wie möglich wieder weg will.

Produktionsnotizen

Die Dreharbeiten für Tödliches Heimweh erstreckten sich unter dem Arbeitstitel Kati und Killmer vom 8. September 2009 bis zum 9. Oktober 2009 und fanden in Monreal und Umgebung statt.[1]

Kritiken

Die Resonanz auf den Pilotfilm Der Bulle und das Landei – Tödliches Heimweh fiel gemischt aus. TV Spielfilm monierte den ausgereizten Klamauk und sprach von "zwei gute[n] Gags in 90 Minuten", insgesamt sei das Krimi-Korsett sehr dünn, wenn auch das pittoreske Monreal als Schauplatz punkte.[2]

Demgegenüber lobte Tilmann P. Gangloff die Besetzung und das Zusammenspiel der Hauptdarsteller. Uwe Ochsenknecht sei als arroganter Städter "großartige Besetzung", die Figur gewinne jedoch erst "durch die zweite Titelfigur", Diana Amft sei "die perfekte Partnerin". Zudem hebe die Kritik die pointierten Dialoge ("mitunter durchaus Screwball-Niveau") hervor.[3]

Branchenmedien verorteten die Reihe seit dem Start 2010 zudem im Spannungsfeld zwischen Vertrautem und Harmlosigkeit. Quotenmeter konstatierte, Der Bulle und das Landei habe "von Anfang an viel Kritik einstecken müssen: [alles] schon mal da, zu betulich, zu harmlos", stellte aber zugleich Stärken jenseits klassischer Krimispannung heraus.[4]

Einordnend hielten Portale wie TV Today und Moviepilot den Pilot als leichtgewichtige Krimikomödie mit ländlichem Flair fest. Die redaktionellen Kurztexte betonen das ungleiche Ermittlerduo und den Lokalkolorit, ohne eine starke Spannungslinie zu sehen.[5]

Einzelnachweise

  1. Der Bulle und das Landei – Tödliches Heimweh (Drehdaten) bei crew united, abgerufen am 8. März 2024.
  2. TV Spielfilm Online: Der Bulle und das Landei: Tödliches Heimweh - Filmkritik - Film - TV SPIELFILM. Abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  3. TV-Tipp: "Der Bulle und das Landei" (ARD). Abgerufen am 15. November 2025.
  4. Die Kritiker: «Der Bulle und das Landei: Goldrausch». 19. April 2016, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
  5. Der Bulle und das Landei: Tödliches Heimweh: Trailer & Kritik zum Film. Abgerufen am 15. November 2025.