Denise Voïta
Denise Voïta (* 14. März 1928 in Marsens; † 11. April 2008 in Lausanne) war eine Schweizer Malerin und Grafikerin.
Leben
Denise Voïta, deren Mutter aus Genf und deren Vater aus der Ukraine stammte, wuchs in Marsens auf und wandte sich zunächst dem Beruf der Lehrerin zu. Sie machte dafür eine Ausbildung an der École Normale des Sainte-Crois in Bulle FR. Danach absolvierte sie die École cantonale de dessin et d'arts appliqués (Kunstgewerbeschule) in Lausanne und war als Künstlerin tätig. Ihr Vater war von einer Karriere als Künstlerin nicht überzeugt, doch sie verfeinerte ihre Studien mit Werkstattausbildungen bei dem Schweizer Maler Pietro Sarto (* 1930). So gewann sie Kenntnisse in vielen verschiedenen Techniken wie Malen, Zeichnen und Tapisserie, wobei das Zeichnen ihre bevorzugte Beschäftigung wurde.[1]
Zunächst arbeitete sie mit Tapete, Mosaik, Siebdruck oder Wandmalerei. Sie wurde vor allem bekannt mit ihren Teppich-Arbeiten und nach mehreren Stipendien ab 1966 auch als Lithographin. Sie war Mitglied des Collège vaudois des artistes concrets. Die Gründungsmitglieder waren 1955 Jean-Claude Hesselbarth, André Gigon, Charles Oscar Chollet und Arthur Jobin.
Zentrales Motiv ihrer abstrakten und symbolischen Werke waren Engel ebenso wie Wolken, Wellen und Flammen. Voïta wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter erhielt sie 2002 den mit 100.000 Schweizer Franken dotierten Grand Prix des Beaux-Arts 2002 des Kantons Waadt.[2]
Rezeption
Neben ihren Einzelausstellungen fühlt sich Voïta auch für mehrere Kunstvereine verantwortlich und sie ist 1967 Mitbegründerin der Cartonniers-lissiers romands. Die Kunstkritik anerkennt ihre Leistungen und ihr Talent. Dies wird durch zahlreiche Auszeichnungen bestätigt. So gewann sie im Laufe ihrer Karriere drei Bundesstipendien sowie drei von privaten Stiftungen und zwei zu ihren Lebzeiten veranstaltete Retrospektiven.[1]
Werke
- Le premier labyrinthe, 1992
- Le creuset, 1992/93
- Le cœur libéré II, 1993/94
- La terre bleue, 1994
- Elan retrouvé, 2004
Ausstellungen
- Schweizerische Tapisserien, Museum Bellerive, Zürich, 1977
- Musée Jenisch, Vevey, 1996
- Galerie du Château, Avenches, 2008
Literatur
- Denise Voïta, in: Schriftenreihe Freiburger Künstler, Musée d'art et d'histoire de Fribourg 1982, ISBN 2881060013
- Denise Voïta, ou, Le dialogue de l'ombre et de la lumière, Musee Jenisch 1996, ISBN 288428012X
Weblinks
- Edith Carey: Voïta, Denise. In: Sikart
- Edith Carey: Denise Voïta. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
- ↑ a b Redécouvertes. La Fondation ateliers d’artiste. 2021, ISBN 978-2-88968-028-3, S. 168.
- ↑ „Lausanne en la Salle du Grand Conseil, aula du Palais de Rumine“, Fondation Vaudoise pour la culture: Palmarès 2002, Grand prix