Demografie Schwedens

Der Artikel Demografie Schwedens beschäftigt sich mit der Bevölkerungsentwicklung und anderen demografischen Indikatoren von Schweden. Schweden hat rund 10,6 Millionen Einwohner (Stand Ende 2024)[1] und ist damit der bevölkerungsreichste der nordischen Staaten. Aufgrund seiner großen Landesfläche (450.000 km²) ist die Bevölkerungsdichte jedoch sehr gering und liegt bei nur etwa 25 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung ist stark urbanisiert: Etwa 89 % der Einwohner leben in städtischen Siedlungen[2], vor allem im Süden des Landes und in den Metropolregionen Stockholm, Göteborg und Malmö. Schweden weist eine hohe Lebenserwartung (ca. 83 Jahre im Durchschnitt) auf und rangiert damit weltweit in der Spitzengruppe. Gleichzeitig zeichnet sich die Altersstruktur durch eine zunehmende Alterung aus: Der Anteil älterer Menschen (65 Jahre und älter) liegt bei rund einem Fünftel und wächst beständig.[3] Die Geburtenrate ist seit Jahren rückläufig und unterschreitet das Bestanderhaltungsniveau deutlich (ca. 1,4 Kinder pro Frau 2024). Das natürliche Bevölkerungswachstum ist dementsprechend gering und die Zuwanderung ist heute der wichtigste Treiber des Bevölkerungsanstiegs. Dadurch hat sich die einst ethnisch homogene Bevölkerung Schwedens in den letzten Jahrzehnten spürbar diversifiziert. Der Migrantenanteil in Schweden von 20,3 % (2023) liegt international inzwischen im oberen Bereich.[4]

Demografische Geschichte

Frühgeschichte und Mittelalter

Konkrete Bevölkerungszahlen für die Frühgeschichte Schwedens sind mangels Aufzeichnungen nur näherungsweise zu ermitteln. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass das Gebiet des heutigen Schweden nach der letzten Eiszeit vor 10.000 bis 8000 Jahren allmählich besiedelt wurde.[5] Bis zum Hochmittelalter entwickelte sich eine relativ dünn besiedelte Agrargesellschaft. Schätzungen zufolge lebten um das Jahr 1000 n. Chr. im Königreich Schweden etwa 400.000 Menschen.[6] Größere Städte entstanden erst spät; der überwiegende Teil der Bevölkerung lebte auf dem Land in kleinen Siedlungen. Um 1300, vor dem Ausbruch der Pest, wurde die Bevölkerung auf ca. eine halbe Million Menschen geschätzt. Einen tiefen Einschnitt brachte der Schwarze Tod (Digerdöden), der 1350 auch Schweden erreichte. In Schweden starb im Gefolge der Pest Mitte des 14. Jahrhunderts vermutlich ein Drittel bis die Hälfte der Einwohner (ca. 200.000 Menschen), wonach es Jahrhunderte dauerte, bis das Vorpest-Niveau wieder erreicht wurde.[7] Die spätmittelalterliche Bevölkerungserholung wurde durch weitere Rückschläge gebremst, etwa lokale Hungersnöte und Seuchen sowie kriegerische Konflikte. So stagnierte die Bevölkerungszahl während des 15. Jahrhunderts auf relativ niedrigem Niveau.

Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit war Schweden Teil der Kalmarer Union (1397–1523) und erlebte interne Unruhen wie das Stockholmer Blutbad 1520. Demografisch führten die politischen Wirren zwar zu regionalen Bevölkerungsverlusten (etwa durch Kriegsopfer), doch insgesamt blieb die Einwohnerzahl im 15. und 16. Jahrhundert relativ stabil. Gegen 1500 wird die Einwohnerzahl des heutigen Schweden (ohne Finnland) auf einige hunderttausend Menschen geschätzt. Mit der Lösung aus der Kalmarer Union und der Etablierung des souveränen schwedischen Reiches unter Gustav Vasa (1523) begann eine Phase allmählichen demografischen Wachstums. Zu dieser Zeit setzte auch eine systematischere Erfassung der Bevölkerung ein, zunächst durch Kirchenbücher. Ab 1686 führten die Pfarrgemeinden detaillierte Aufzeichnungen (Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen), was die Grundlage der schwedischen Bevölkerungstatistik bildete.[8] Die langfristige Bevölkerungsentwicklung Schwedens gehört damit zu den am besten dokumentierten weltweit.

Frühe Neuzeit

Im 17. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl Schwedens trotz mehrerer verheerender Kriege tendenziell an. Schweden wurde zu einer europäischen Großmacht (Sturmaktzeit) und beherrschte zeitweise weite Gebiete im Ostseeraum, einschließlich Finnland, Estland und Livland. Diese Expansion ging einher mit militärischen Verlusten: Insbesondere der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und andere Konflikte forderten von dem relativ kleinen Land enorme personelle Ressourcen. Viele junge Männer dienten in der Armee und kehrten nicht zurück, was regional spürbare demografische Lücken hinterließ. Dennoch wuchs die Gesamtbevölkerung über das Jahrhundert langsam, auch begünstigt durch Phasen relativen Friedens und Fortschritte in der Landwirtschaft. Während des Großen Nordischen Krieges (1700–1721) erlebte das Land zwischen 1710 und 1713 einen schweren Ausbruch der Beulenpest, an der allein in Stockholm ein Drittel der Bevölkerung starb.[9] Zusammen mit den hohen Verlusten des Großen Nordischen Krieges (Schweden verlor gegen Russland und seine Verbündeten) führte dies zu einem Bevölkerungsrückgang im frühen 18. Jahrhundert. Nach 1721, dem Friedensschluss, umfasste das verkleinerte Schweden im Wesentlichen die heutigen Grenzen (Finnland ging 1809 verloren).

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stabilisierte sich die demografische Lage wieder. Diese Epoche war relativ friedlich (Schweden vermied größere Konflikte) und wurde im Innern von agrarischer Reformpolitik geprägt. Verbesserte Ernährungslage und Seuchenbekämpfung förderten das demografische Wachstum. 1749 führte Schweden als erstes Land weltweit eine zentrale Bevölkerungsstatistik (Tabellverket) ein, die auf den Kirchenbüchern beruhte. Dadurch liegen für die folgende Zeit genaue Zahlen vor. Um 1750 zählte Schweden (ohne Finnland) etwa 1,8 Millionen Einwohner.[1] Bis 1800 wuchs die Bevölkerung des Gesamtreichs auf circa 3 Millionen an (Finnland hatte zu diesem Zeitpunkt eine Bevölkerung von ca. 800.000).[10] Dabei kam es auch zu Rückschlägen: In den frühen 1770er Jahren etwa führten Missernten zu Hungersnöten, und 1773 lässt sich ein deutlicher Bevölkerungsrückgang erkennen, insgesamt war der Trend jedoch positiv und das 18. Jahrhundert eine Phase merklichen Wachstums.[1] Nachdem Schweden 1809 im Krieg gegen Russland Finnland verloren hatte, verblieb dem Königreich eine Bevölkerung von knapp 2,5 Millionen (Stand 1815).[11][1]

19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert durchlief Schweden den Übergang von der vorindustriellen zur industriellen Bevölkerungsentwicklung. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu Beginn (nach den Napoleonischen Kriegen) stieg die Einwohnerzahl rasch an. Um 1815 lebten im heutigen Schweden rund 2,5 Millionen Menschen; bis 1850 erhöhte sich die Bevölkerung auf etwa 3,5 Millionen und erreichte trotz erheblicher Emigration 1900 bereits die Marke von fünf Millionen. Verbesserungen in Landwirtschaft und Ernährung (z. B. durch Einführung der Kartoffel und den Strukturwandel der Landwirtschaft) sowie Fortschritte im Gesundheitswesen (wie die Pockenimpfung ab 1801) reduzierten die Sterblichkeit deutlich. Gleichzeitig blieb die Fertilität bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hoch. Schweden war damals noch ein agrarisch geprägtes Land: 1850 lebten rund 90 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft und auf dem Land und 1900 waren es weiterhin 75 Prozent. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte dann allmählich ein demografischer Übergang ein: Mit steigender Bildung, Urbanisierung und beginnender Industrialisierung sank die Geburtenrate. Schon um 1880 zeichnete sich ein Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau ab, der sich bis 1900 fortsetzte.[11]

Parallel hierzu führte die Landflucht und die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Kleinbauern zu einer Massenemigration. Zwischen Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1920er Jahren wanderten etwa 1,5 Millionen Schweden ins Ausland aus, hauptsächlich in die Vereinigten Staaten.[5] Dieser „Auswanderungsstrom“ kulminierte in den 1880er Jahren, als jährlich Zehntausende Schweden ihre Heimat verließen. Zwar bremste die Abwanderung das Bevölkerungswachstum (im Jahr 1887 z. B. schrumpfte die Bevölkerung Schwedens leicht), dennoch wurde dieser Effekt durch die hohe natürliche Vermehrung mehr als ausgeglichen. Ein Teil der Landbevölkerung zog es auch in die wachsenden Städte (Stockholm, Göteborg, Malmö).

20. Jahrhundert

Der demografische Verlauf im 20. Jahrhundert war geprägt von weiteren Phasen des Übergangs und deutlichen Schwankungen der Geburtenrate. Schweden nahm an keinem der beiden Weltkriege aktiv teil, blieb jedoch von indirekten Folgen nicht ganz verschont (etwa Grippepandemie 1918). Insgesamt setzte sich das Bevölkerungswachstum fort: Die Einwohnerzahl stieg von 5,1 Millionen (1900) auf ca. 6 Millionen um 1930. In den ersten Jahrzehnten kam das Wachstum hauptsächlich durch sinkende Sterblichkeit zustande – die Lebenserwartung stieg kontinuierlich an – während die Geburtenrate stark zurückging. In den 1930er Jahren erreichte die Fertilität in Schweden einen historischen Tiefstand: 1935 lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei nur etwa 1,7 Kindern pro Frau, womit Schweden als eines der ersten Gesellschaften unter das Erhaltungsniveau fiel. Dieses Absinken der Geburtenraten löste damals große Debatten und eine „Krise in der Bevölkerungsfrage“ nach dem gleichnamigen Werk von Alva und Gunnar Myrdal von 1934 aus. Politische Gegenmaßnahmen, etwa familienpolitische Reformen und der Ausbau der Sozialleistungen, folgten im Rahmen einer Politik, die generell die Geschlechtergleichstellung förderte.[12] Schweden verabschiedete in dieser Zeit auch eines der ersten staatlichen Eugenikprogramme zur Reduzierung „minderwertiger Bevölkerungselemente“.[13]

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es, ähnlich wie in vielen westlichen Ländern, zu einem Babyboom. In Schweden stieg die Geburtenrate ab Ende der 1940er Jahre deutlich an und erreichte in den 1960er Jahren kurzzeitig Werte um 2,5 Kinder pro Frau. Dieser Nachkriegs-Babyboom zeigte sich insbesondere in hohen Geburtenjahrgängen der 1940er (den sogenannten fyrtiotalisterna) und nochmals Mitte der 1960er Jahre. Entsprechend beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum: Zwischen 1945 und 1970 wuchs die Einwohnerzahl von knapp 7 Millionen auf über 8 Millionen. Schweden entwickelte sich in dieser Zeit auch zum modernen Wohlfahrtsstaat mit umfangreichem Gesundheitssystem, was die Sterblichkeit weiter senkte (die Lebenserwartung erreichte Ende der 1960er Jahre über 74 Jahre bei Männern und 75 Jahre bei Frauen, weltweit führende Werte). Ab den 1970er Jahren erlebte die Geburtenrate in Schweden den charakteristischen Pillenknick und sank bis in die 1980er Jahre unter das Bestandsniveau.

Eine Besonderheit der demografischen Entwicklung Schwedens sind die ausgeprägten Fertilitätsschwankungen im späten 20. Jahrhundert. Nach einem Tiefststand von ca. 1,6 Kindern pro Frau Anfang der 1980er kam es bis 1990 zu einem starken Anstieg der Geburtenrate – 1990 erreichte Schweden mit rund 2,1 wieder annähernd das Ersatzniveau. In den 1990er Jahren sank die Fertilität jedoch erneut abrupt auf etwa 1,5 im Jahr 1999. Zum Jahrhundertende lag sie somit deutlich unter dem Wert von 2,1, der für eine konstante Bevölkerungsgröße erforderlich wäre. Trotz dieser Schwankungen stieg die Bevölkerungszahl weiter an, allerdings zunehmend dank Wanderungsgewinnen und der Transformation in ein Einwanderungsland: So wuchs die Gesamtbevölkerung weiter auf ca. 8,9 Millionen Menschen im Jahr 2000.

Jüngere Entwicklung

In den 2000er Jahren erholte sie sich nochmals: Um 2010 erreichte die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau rund 2,0 und gehörte damit zu den höchsten in ganz Europa. Seither ist jedoch ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. In den 2010er Jahren sank die Fertilität zunächst moderat (2015: 1,9 Kinder/Frau) um dann ab 2016 deutlich zu fallen. Daten für 2023/24 deuten mit ca. 1,4 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen hin. Diese Entwicklung – ähnlich in vielen industrialisierten Ländern – hat dazu geführt, dass der natürliche Bevölkerungszuwachs (Geburtenüberschuss) in Schweden sehr gering ist und zeitweise nahezu zum Stillstand kommt. 2022 wurden z. B. 104.734 Geburten registriert, standen aber bereits 94.737 Sterbefälle gegenüber.[1] Der Geburtenrückgang der letzten Jahre wird in Schweden intensiv diskutiert, als Ursachen gelten u. a. veränderte Familienmodelle, wirtschaftliche Unsicherheiten und ein höheres Durchschnittsalter der Mütter.[14]

Trotz niedriger Geburtenzahlen verzeichnet Schweden weiterhin ein Bevölkerungswachstum, hauptsächlich dank Zuwanderung. Mitte der 2010er Jahre erreichte die Nettozuwanderung Rekordwerte: 2016 wanderten z. B. über 160.000 Personen zu.[15] Im Vorjahr hatte Schweden einen historischen Höchststand an Asylanträgen.[16] Die Bevölkerung wuchs infolge dieser Dynamik beschleunigt und überschritt um das Jahr 2017 die Marke von 10 Millionen Einwohnern und lag 2022 bei 10,5 Millionen. Dem Statistischen Zentralamt zufolge entfielen 2020 fast 99 % des Bevölkerungsanstiegs auf Personen mit Migrationshintergrund, während die Bevölkerung schwedischer Herkunft kaum zunahm.[17] Dieser Trend hat die Altersstruktur etwas „verjüngt“, kann aber die generelle Alterung nicht aufhalten: Der Anteil der über 65-Jährigen stieg von 17,8 % (1990) auf 20,8 % (2024).[3] Die Lebenserwartung erhöhte sich weiter und erreichte nach einem Rückgang um ein Jahr während der COVID-19-Pandemie 2023 einen neuen Rekordwert von 83,3 Jahren.[18]

Bevölkerungsverteilung

Schweden zeichnet sich durch eine sehr ungleiche Bevölkerungsverteilung aus. Große Teile des Landes, vor allem die gebirgigen und waldreichen Regionen im Norden (Norrland), sind dünn besiedelt, während der Süden und die Küstengebiete deutlich dichter bevölkert sind. Der Nordteil Landes macht knapp zwei Drittel der Fläche aus, jedoch nur etwas über ein Zehntel der Bevölkerung lebt hier. Demgegenüber lebt der Großteil der Schweden in den historischen Landesteilen Götaland (Südschweden) und Svealand (Zentral-Schweden inklusive Stockholm), die klimatisch milder sind und die Hauptwirtschaftszentren beherbergen. Die Provinz Skåne (Schonen) im äußersten Süden und das Mälartal um Stockholm gehören zu den am dichtesten besiedelten Landstrichen. Das Lappland im hohen Norden, Heimat der indigenen Sami, gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Hier finden sich auf weiten Strecken nur kleine Dörfer mit wenigen hundert Einwohnern; die einzigen Städte Nordschwedens mit über 50.000 Einwohnern sind Luleå und Umeå an der Ostseeküste.[19]

Trotz der niedrigen Bevölkerungsdichte ist die Bevölkerung Schwedens stark auf wenige Orte konzentriert und nach internationaler Definition liegt die Urbanisierung bei nahezu 90 Prozent. So konzentriert sich die Bevölkerung vor allem auf den sogenannten „Städerbält“, einen breiten Siedlungsgürtel vom Öresund (Malmö/Lund-Region) über die Westküste (Göteborg) und den Mälarsee-Raum (Stockholm–Uppsala) bis nach Mittelschweden. Die größten Städte Schwedens sind zugleich die wirtschaftlichen, kulturellen und administrativen Zentren des Landes. Stockholm, die Hauptstadt, ist mit knapp 1 Million Einwohnern in der Kernstadt die mit Abstand größte Stadt. Im Großraum Stockholm (Ballungsgebiet inklusive Umlandgemeinden) leben rund 2,4 Millionen Menschen. Die zweitgrößte Stadt ist Göteborg an der Westküste mit etwa 0,6 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und einem Einzugsgebiet von knapp einer Million Menschen. Malmö im äußersten Süden (Schonen) ist die drittgrößte Stadt mit rund 365.000 Einwohnern. Zusammen mit Lund und anderen Orten der Provinz Skåne bildet Malmö einen Ballungsraum von etwa 700.000 Menschen und ist außerdem eng mit Kopenhagen verbunden (Öresundregion).[19]

Außerhalb der großen drei Städte in Schweden gab es 2024 mit Uppsala, Linköping, Västerås, Örebro und Helsingborg nur fünf weitere Gemeinden mit mehr als 150.000 Einwohnern. Viele Schweden leben heute in suburbanen Gebieten im Umland der Großstädte. Dies hat dazu geführt, dass einige Vorortkommunen (z. B. Huddinge, Nacka bei Stockholm) inzwischen weit über 100.000 Einwohner zählen.[19] Dem gegenüber stehen periphere ländliche Gemeinden im Norden, die teils von Entvölkerung betroffen sind. Viele junge Menschen ziehen aus dünn besiedelten Regionen Süd- und Nordschwedens in die städtischen Zentren, was regionale Disparitäten verstärkt. Viele Gemeinden in Nordschweden kooperieren eng, um Gesundheitsversorgung und Schulen trotz geringer Einwohnerzahlen sichern zu können.

Bevölkerungsgruppen

Im Jahr 2024 sind etwa 64,6 % der schwedischen Bevölkerung ethnische Schweden, während die restlichen 35,4 % Ausländer sind oder mindestens ein ausländisches Elternteil haben. Die überwiegende Mehrheit dieser Einwanderer und deren Nachkommen stammt aus Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Asien.[20] Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund ist im steigen begriffen. Schweden hat umfangreiche Antidiskriminierungsgesetze erlassen und fördert Integration sowie Minderheitenschutz. 2024 hatten gut 65 % der im Ausland geborenen Einwohner inzwischen die schwedische Staatsbürgerschaft angenommen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Schweden im Vergleich zu anderen Ländern als „kulturell homogene“ Nation, was sich jedoch mit verstärkter Zuwanderung ab den 1970er Jahren gewandelt hat. Dennoch gab es immer auch nationale Minderheiten mit eigener Kultur und Sprache. Schweden offiziell fünf historische Minderheitengruppen an (und deren Sprachen): die Samen (Sami, Sprache: Samisch), die Finnen (Sprache: Finnisch), die Tornedfinnen (Sprache: Meänkieli, eine finnische Varietät in der Tornedalen-Region), die Roma (Romani) und die Juden (Sprache: Jiddisch). Von allen genannten Gruppen sind die Finnen die mit Abstand größte mit mehreren hunderttausenden Angehörigen. Alle fünf genannten Gruppen genießen besonderen gesetzlichen Schutz; ihre Sprachen dürfen in Verwaltungsangelegenheiten und Schulen regional verwendet werden, und die Regierung fördert die kulturelle Autonomie dieser Minderheiten.[21] Beispielsweise gibt es einen samischen Parlamentsrat (Sameting) und öffentliche Medien senden Programme in den Minderheitensprachen. International gilt Schweden als Vorreiter und Vorbild beim Minderheitenschutz.

Während Finnen auch lange die größte Einwandergruppe waren, hat sich dies inzwischen gewandelt. Durch die Fluchtmigration der 2000er und 2010er Jahre wurden sie von Zuwanderern aus dem Nahen Osten überholt. 2017 waren erstmals Personen aus Syrien die größte im Ausland geborene Gruppe in Schweden. Laut Schätzungen von 2022 entfallen etwa 1,9 % der Gesamtbevölkerung auf in Syrien geborene Menschen, gefolgt von ca. 1,4 % in Irak geborenen und ca. 1,3 % in Finnland geborenen.[22] Ebenfalls zahlreich vertreten sind Herkunftsländer wie das ehemalige Jugoslawien (Serbien, Bosnien, Kosovo), Iran, Polen, Türkei, Somalia und Afghanistan. Bis zu eine Million Einwohner Schwedens stammt aus außereuropäischen Gebieten (häufig aus dem Nahen Osten).

Bevölkerung Schwedens nach Herkunft (2024)[23]
Herkunft Anzahl Anteil
Schweden
(zwei schwedische Eltern)
6.841.416 64,6 %
Schweden
(mit einem ausländischen Elternteil)
835.417 7,9 %
Schweden 7.676.833 72,5 %
In Schweden geboren
(zwei ausländische Eltern)
710.639 6,7 %
im Ausland geboren 2.200.238 20,8 %
Einwohner mit Migrationshintergrund 2.910.877 27,5 %
Gesamtbevölkerung 10.587.710 100 %

Im Jahr 2022 wurden 73.294 (70,0 %) Babys von in Schweden geborenen Müttern geboren, während 31.440 (30,0 %) von im Ausland geborenen Müttern geboren wurden. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate für in Schweden geborene Frauen betrug 1,47, für im Ausland geborene 1,69.[23]

Sprachen

Die ethnische Vielfalt spiegelt sich auch in der Sprachenlandschaft: Neben Schwedisch und den erwähnten Minderheitensprachen sind durch die Migration viele neue Sprachen in Schweden heimisch geworden. In Stadtteilen großer Metropolen werden dutzende Muttersprachen gesprochen – etwa Arabisch, Serbokroatisch, Persisch, Somali, Türkisch, Kurdisch, Thailändisch, Chinesisch und weitere. Die größten Immigrantensprachen sind heute Arabisch und Finnisch (jeweils mehrere hunderttausend Sprecher). Die Schweden zeichnen sich überdies durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus, so wird Englisch von knapp 90 Prozent der Bevölkerung verstanden.[24]

Einwanderung

Nachdem Schweden jahrhunderteland ein Auswanderungsland war, begann sich dies bereits im frühen 20. Jahrhundert zu wandeln. Schweden wurde zunehmend attraktiv für Einwanderer, zunächst aus den nordischen Nachbarstaaten. Während des Zweiten Weltkriegs nahm Schweden rund 70.000 finnische Kriegsflüchtlinge (viele Kinder) und Zehntausende norwegische sowie dänische Flüchtlinge auf. Nach Kriegsende erlebte die schwedische Industrie einen Boom und benötigte Arbeitskräfte. In den 1950er und 1960er Jahren kamen hunderttausende Gastarbeiter ins Land, angelockt von hohen Löhnen und aktiv angeworben von schwedischen Firmen. Die größte Gruppe stellten dabei Finnen. Daneben kamen Arbeitsmigranten aus Südeuropa (Italien, Griechenland, Jugoslawien) und Westeuropa (Deutschland, Niederlande) sowie aus der Türkei. Bis Ende der 1960er Jahre war die Zuwanderung vorwiegend ökonomisch motiviert und relativ liberal gehandhabt. Mit einer Wirtschaftskrise 1973/74 wurden diese frühen Anwerbeprogramme für Gastarbeiter allerdings gestoppt.

Ein weiteres Kennzeichnen der schwedischen Migrationspoliitk war eine auf humanitärer Tradition basierende Asylpoliitk. Schon ab den späten 1960ern hatten sich vermehrt politische Flüchtlinge ins Land gerettet – etwa Chilenen nach dem Pinochet-Putsch 1973, Tschechoslowaken nach 1968 oder US-Amerikaner (Kriegsdienstverweigerer) während des Vietnamkriegs. In den 1980er Jahren kamen viele Asylsuchende aus dem Nahen Osten, insbesondere aus dem Iran (nach der Revolution 1979) und dem Libanon. In den 1990ern prägten die Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien die Flüchtlingszuwanderung: Schweden nahm rund 100.000 Menschen aus Bosnien, Kroatien, Kosovo und Serbien auf.[25] Gleichzeitig zogen auch viele Somalier und Iraker in den 90ern nach Schweden, die vor Bürgerkrieg bzw. Diktatur flohen. Die Migrationspolitik war relativ großzügig; es gab ein ausgebautes Asylsystem und Möglichkeiten des Familiennachzugs. Während einige wieder in ihre Heimat zurückkehrten, ließen sich viele Flüchtlinge dauerhaft in Schweden nieder.

Seit den 2000er Jahren bleiben die Nettozuwanderungszahlen auf hohem Niveau. Nach dem EU-Beitritt 2004 kamen zahlreiche Arbeitskräfte aus Polen und dem Baltikum ins Land, ab 2007 auch aus Rumänien und Bulgarien. Die größte einzelne Gruppe unter den Zugewanderten stellten jedoch in den 2010er Jahren die Syrer dar: durch den Bürgerkrieg in Syrien stieg die Zahl der in Schweden lebenden syrischstämmigen Menschen bis 2020 auf über 190.000.[22] Im Verhältnis zur Bevölkerung gehörte Schweden während der Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016 zu den europäischen Ländern mit den meisten aufgenommenen Asylsuchenden. Allen 2015, dem Höhepunkt der Krise, wurden in Schweden rund 163.000 Asylanträge gestellt, was knapp 1,2 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach. Danach wurden allerdings politische Maßnahmen ergriffen, um den Zustrom zu begrenzen.[26] In den folgenden Jahren wurde die Asylpoliitk weiter verschärft und die Anzahl der jährlichen Anträge sank bis 2023 auf ca. 10.000 ab und liegt damit im Verhältnis zur Bevölkerung unter dem EU-Durchschnitt.[27] In den 2020er Jahren lag die jährliche Nettozuwanderung bei bis zu 50.000 pro Jahr.[1] 2022 waren Indien, Polen und Deutschland die drei häufigsten Herkunftsländer von neuen Zuwanderern.[4]

Top-25-Herkunfsländern von Ausländern (2000–2024)[28]
Land 2000 2010 2020 2021 2022 2023 2024
Syrien Syrien 14,162 20.758 193.594 196.077 197.799 197.201 196.152
Irak Irak 49.372 121.761 146.440 146.769 146.831 145.586 143.160
Finnland Finnland 195.447 169.522 140.337 136.607 133.083 129.406 125.904
Polen Polen 40.123 70.253 93.762 95.076 98.387 100.706 100.062
Iran Iran 51.101 62.120 81.301 83.122 85.488 86.838 87.115
Somalia Somalia 13.082 37.846 70.184 70.087 69.477 68.290 66.846
Afghanistan Afghanistan 4.287 14.420 60.858 62.803 65.662 67.738 68.164
ehemaliges Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (ohne BIH) 71.972 70.819 63.419 62.444 61.554 60.636 59.692
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 51.526 56.183 60.161 60.194 60.265 60.003 59.333
Indien Indien 11.110 17.863 42.790 47.369 53.973 58.094 59.290
Deutschland Deutschland 38.155 48.158 51.434 52.960 55.642 56.969 57.871
Turkei Türkei 31.894 42.527 52.628 54.004 55.954 56.871 57.389
Eritrea Eritrea 30.54 10.301 47.156 48.278 49.213 49.639 49.704
Thailand Thailand 10.353 31.378 44.339 45.109 45.631 45.940 45.882
Ukraine Ukraine 1.459 4.741 11.899 12.891 12.891 14.297 41.767
Norwegen Norwegen 42.464 43.480 41.062 40.625 40.277 39.951 39.370
China Volksrepublik Volksrepublik China 8.150 23.998 36.023 37.172 38.461 38.253 38.976
Danemark Dänemark 38.190 45.548 38.929 38.474 38.070 37.655 37.203
Rumänien Rumänien 11.776 19.741 32.741 33.695 35.565 36.738 36.870
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 14.602 20.839 31.035 31.993 32.575 32.916 33.143
Libanon Libanon 20.038 24.116 28.885 29.313 29.770 29.876 29.774
Pakistan Pakistan 3.100 10.265 21.172 24.183 27.292 28.614 29.760
Chile Chile 26.842 28.387 27.918 27.894 27.869 27.756 27.427
Russland Russland 6.523 15.511 22.774 23.455 24.775 25.568 26.529
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 14.413 17.179 23.290 24.173 24.970 25.739 25.437

Integration von Einwanderern

Die Integration dieser Gruppen ist ein zentrales Thema in Gesellschaft und Politik. Schweden verfolgt offiziell einen egalitären, auf Teilhabe gerichteten Ansatz: Es gibt umfangreiche Sprachkursprogramme (SFI – Svenska för invandrare), Zugang zu Arbeitsmarkt und Bildung sowie Anti-Diskriminierungsmaßnahmen. Dennoch bestehen Herausforderungen, z. B. bei der Arbeitslosenquote, die bei im Ausland Geborenen höher liegt als bei Einheimischen (2012 lag die Quote bei Drittstaatsangehörigen im Land bei über 30 Prozent).[29] Auch die Zustände in sogenannten gefährdeten Gebieten, von denen einige von den Medien als No-go-Areas bezeichnet wurden, heizten die öffentliche Debatte im Land an.[30] Diese Gebiete sind teilweise durch Parallelgesellschaften, Kriminalität sowie Islamismus geprägt.[31]

In der Einwanderungs- und Integrationspolitik hat die Politik nach 2016 neben der Verschärfung des Asylrechts eine weitere Reihe von Änderungen eingeführt. So wurde das Qualifikationsniveau für Einwanderer heraufgesetzt, die Regeln für Familiennachzug verschärft und der Zugang zum schwedischen Sozialstaat erschwert.[29] 2024 wurde zudem unter dem Einfluss der rechtspopulistischen Schwedendemokraten ein Gesetz verabschiedet, welches schlecht integrierten Einwanderern ein Prämie in Höhe von 30.000 Euro im Gegenzug für die Ausreise bietet.[32]

Religion

Die religiöse Landschaft Schwedens wird durch eine historisch tief verwurzelte lutherische Tradition einerseits und eine weitreichende Säkularisierung andererseits geprägt. Über viele Jahrhunderte war Schweden ein nahezu rein christlich (protestantisch) geprägtes Land. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert war die Lutherische Kirche (später Schwedische Kirche, Svenska kyrkan) Staatskirche und praktisch die gesamte einheimische Bevölkerung war formell Mitglied. Erst im Jahr 2000 wurde die Trennung von Kirche und Staat vollzogen. Bis dahin wurden alle Kinder lutherischer Eltern automatisch Kirchenmitglieder. Trotz dieser formalen Verbundenheit mit dem Christentum gilt Schweden heute als eines der säkularsten Länder der Welt. Religiöse Überzeugungen spielen für viele Menschen nur noch eine geringe Rolle im Alltag. Nur eine Minderheit besucht regelmäßig Gottesdienste (Umfragen zufolge weniger als 10 % mindestens einmal im Monat).[33]

Christentum

Trotz der Säkularisierung der Gesellschaft sind noch knapp die Hälfte der Einwohner Mitglieder der ehemaligen Staatskirche: Ende 2024 gehörten ca. 5,43 Millionen Personen der Schwedischen Kirche an, was etwa 51,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Dieser Anteil nimmt allerdings jährlich ab (zum Vergleich: 2000 waren es noch ca. 83 %).[34] Viele treten aus der Kirche aus oder lassen Neugeborene nicht mehr taufen. Neben der lutherischen Volkskirche existieren in Schweden auch andere christliche Konfessionen. Die sogenannten Freikirchen (evangelikale, pfingstlerische, baptistische Gemeinden) haben zusammen einige hunderttausend Anhänger, was etwa 3–4 % der Bevölkerung entspricht. Die römisch-katholische Kirche erlebte durch Zuwanderer (v. a. aus Polen, Kroatien, Lateinamerika) Zuwachs und zählt heute schätzungsweise 120.000–150.000 Mitglieder. Ebenfalls durch Einwanderung bedingt sind mehrere orthodoxe Kirchen entstanden: Besonders die Syrisch-Orthodoxe Kirche (durch die assyrisch/syrischen Christen) und die Serbisch-Orthodoxe Kirche haben in Schweden jeweils zehntausende Anhänger. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), Zeugen Jehovas und andere kleinere Gemeinschaften sind ebenfalls vertreten, aber nur in kleinen Zahlen.

Islam

Die größte nichtchristliche Religionsgemeinschaft in Schweden ist der Islam. Durch Einwanderung seit den 1970er Jahren (aus dem Nahen Osten, dem ehemaligen Jugoslawien, Nordafrika und Südasien) wuchs die muslimische Gemeinschaft deutlich an. Exakte Zahlen liegen nicht vor, da die Registrierung nach Religion gesetzlich untersagt ist. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 8 bis 10 % der Bevölkerung muslimischer Herkunft sind. Das Pew Research Center bezifferte den Anteil 2016 auf rund 8,1 %, die zweitgrößte Religion des Landes.[35] Dies entspricht etwa 800.000 Menschen, wobei hierbei alle mit muslimischem Kulturhintergrund gezählt sind. Moscheebauten bestehen in Schweden bislang hauptsächlich in großen Städten. Die muslimische Bevölkerung Schwedens ist heterogen und umfasst Bosniaken, Iraner, Araber, Somalier, Kurden, Türken und viele weitere Gruppen. Aufgrund dieser Heterogenität und Vielfalt wird der Islam in Schweden unterschiedliche gelebt und der Grad der Religiosität ist individuell verschieden.

Sonstige Religionen

Die jüdische Gemeinschaft in Schweden hat historische Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert (als Juden sich in Stockholm ansiedeln durften). Heute gibt es schätzungsweise 15.000–20.000 Juden im Land.[36] Daneben bestehen kleinere religiöse Gemeinschaften: Zum Beispiel leben einige Zehntausende Buddhisten (hauptsächlich vietnamesischer und thailändischer Herkunft) und Hindus (ursprünglich aus Indien, Sri Lanka) in Schweden. Auch die Bahá’í-Religion und verschiedene neue religiöse Bewegungen haben Anhänger, aber insgesamt verbleibt ihr Anteil unter 1 %. So gibt es einige Anhänger von altskandinavischer Religionen (Neuheiden) und einen gewissen Einfluss von Wicca oder New-Age-Esoterik in bestimmten Subkulturen.

Gesundheit

Schweden verfügt über ein hochentwickeltes Gesundheits- und Sozialsystem, was sich in sehr guten Gesundheitsindikatoren der Bevölkerung widerspiegelt. Die Lebenserwartung bei Geburt gehört zu den höchsten weltweit: Im Jahr 2021 lag sie für Frauen bei rund 84,8 Jahren und für Männer bei 81,2 Jahren.[37] Bis 2024 stieg sie weiter auf etwa 85,4 Jahre (Frauen) bzw. 82,3 Jahre (Männer).[3] Damit lebt ein durchschnittlicher Schwede fast doppelt so lange wie um 1900 (damals rund 50 Jahre). Dieser enorme Anstieg ist Ergebnis des demografisch-epidemiologischen Übergangs: Infektionskrankheiten wurden weitgehend zurückgedrängt, und chronische Zivilisationsleiden traten in den Vordergrund. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind inzwischen, wie in den meisten Industrieländern, die häufigsten Todesursachen. Verbesserungen in Medizin und Prävention führen aber auch hier zu stetig sinkenden Sterberaten. Ein weiterer Indikator für die gute Gesundheitslage ist die sehr niedrige Säuglings- und Kindersterblichkeit. Die Kindersterblichkeit (Sterbefälle in den ersten Lebensjahren) konstant unter 3 pro 1.000 Lebendgeborenen, einer der besten Werte weltweit.[38]

Das allgemeine Gesundheitssystem ist steuerfinanziert und bietet allen Einwohnern weitgehend kostenlosen Zugang zur medizinischen Versorgung. Es herrscht ein hoher Versorgungsstandard: Die Arztdichte liegt bei etwa 4,4 Ärzten pro 1.000 Einwohner (Stand 2023), und es gibt ca. 2,2 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner. Der größte Teil der Krankenhäuser ist in öffentlicher Hand (Landsting/Landkreise), und die Gesundheitsausgaben betragen rund 9 % des Bruttoinlandsprodukts. Präventionsmaßnahmen und öffentliche Gesundheitsdienste (Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen) sind etabliert. So beträgt die Durchimpfungsrate bei Kindern gegen Standardkrankheiten über 90 %.[38] Auch wurden Sport und gesunde Ernährung traditionell gefördert; Schweden weist z. B. mit etwa 16 % einen der niedrigeren Raten an Fettleibigkeit (BMI > 30) in Europa auf. Probleme im Gesundheitswesen treten vor allem durch die Bevölkerungsalterung und den steigenden Bedarf an Pflege und den damit verbundenen Kosten auf. Eine weitere Herausforderung in Schweden ist die psychische Gesundheit, so sind 41 Prozent der jungen Schweden von Depressionen betroffen oder in der Risikogruppe, der europaweit höchste Wert.[39] Auch die Suizidrate ist relativ hoch, mit über 1000 Fällen pro Jahr.[40]

Bildung

Das schwedische Bildungssystem genießt international einen guten Ruf und trägt zu den hohen Bildungsstandards der Bevölkerung bei. Bildung hat in Schweden traditionell einen hohen Stellenwert. Mit der Industrialisierung ging dann eine weitere Bildungsreform einher: 1842 führte Schweden als eines der ersten Länder Europas eine landesweite allgemeine Schulpflicht ein.[41] Dieses Schulgesetz von 1842 (Folkskola) begründete ein System von Volksschulen in jeder Gemeinde, in denen Kinder grundlegende Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen erhielten. Infolgedessen war um 1900 die Lesefähigkeit praktisch universell verbreitet; man schätzt die Analphabetenquote zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf unter 1 %. Heute liegt die formale Alphabetisierungsrate bei nahezu 100 % der erwachsenen Bevölkerung.[42]

Das gegenwärtige Bildungssystem ist dreistufig: Auf die vorschulische Erziehung (freiwilliger Kindergarten, förskola) folgt die neunjährige Grundschule (grundskola, für alle Kinder im Alter von 6 bzw. 7 bis 15 Jahren). Der Besuch der Grundschule ist Pflicht und unentgeltlich. Damit schließt die obligatorische Schulzeit ab – allerdings durchlaufen fast alle Jugendlichen anschließend eine weiterführende Gymnasial- bzw. Sekundarstufe II (gymnasieskola) von 3 Jahren (im Alter 16–18). Diese ist zwar formal freiwillig, doch die großer Mehrheit der Schulkinder wechseln nach der 9. Klasse ins Gymnasium. Beim Anteil der Gesamtbevölkerung (Alter 25–64) mit Hochschulabschluss liegt Schweden mit einem Wert von 48 % international weit vorne.[43] Frauen sind dabei etwas häufiger hochqualifiziert als Männer, was dem internationalen Trend entspricht. Die häufigsten Studienabschlüsse sind Bachelor- und Mastergrade in Fächern wie Wirtschaft, Technik, Medizin und Sozialwissenschaften.[44]

Allerdings stand das schwedische Schulwesen in den letzten Jahren auch in der Kritik. Ab den 1990er Jahren wurde das System stark dezentralisiert und liberalisiert (Einführung von Privatschulen/Freischulen mit staatlicher Finanzierung, Wettbewerb zwischen Schulen). In den PISA-Schulleistungsstudien um 2012 schnitten schwedische 15-Jährige deutlich schlechter ab als ein Jahrzehnt zuvor, besonders in Mathematik und Naturwissenschaften. Dies löste innenpolitisch eine Debatte über Bildungsstandards und Reformbedarf aus. Inzwischen zeigen die PISA-Resultate wieder leichte Verbesserungen (2018 lag Schweden in Lesen, Mathe und Naturwissenschaften wieder im OECD-Durchschnitt bzw. knapp darüber).[44] 2022 war Schweden erneut leicht über dem Durchschnitt, jedoch war ein Leistungsabfall gegenüber 2018 zu verzeichnen.[45]

Statistik

Jährliche Entwicklung der Geburten und Todesfälle und weiterer Vitalstatistiken laut Schätzungen des schwedischen Statistikistituts.

Einwohnerzahl Geburten Todesfälle Natürliche
Änderung
Geburtenrate
(je 1000 Einw.)
Sterberate
(je 1000 Einw.)
Nat. Änderung
(je 1000 Einw.)
Nettemigration
(je 1000 Einw.)
Fertilitätsrate
1800 2.347.303 67.555 73.928 −6.373 28,8 31,5 −2,7 4,07
1801 2.354.952 70.629 61.317 9.312 30,0 26,0 4,0 −0,7 4,26
1802 2.372.216 74.963 56.035 18.928 31,6 23,6 8,0 −0,7 4,50
1803 2.388.619 74.644 56.577 18.067 31,3 23,7 7,6 −0,7 4,45
1804 2.403.814 76.443 59.584 16.859 31,8 24,8 7,0 −0,6 4,52
1805 2.422.039 76.552 56.663 19.889 31,6 23,4 8,2 0,7 4,50
1806 2.428.734 74.581 66.728 7.853 30,7 27,5 3,2 −5,3 4,36
1807 2.439.599 75.842 63.818 12.024 31,1 26,2 4,9 0,5 4,42
1808 2.427.592 73.963 84.811 −10.848 30,5 34,9 −4,5 −9,5 4.31
1809 2.394.101 64.300 96.532 −32.232 26,9 40,3 −13,5 −19,3 3,78
1810 2.396.351 78.916 75.607 3.309 32,9 31,5 1,4 1,6 4,67
1811 2.411.382 84.862 69.246 15.616 35,2 28,7 6,5 0,9 5,01
1812 2.418.780 81.079 73.095 7.984 33,5 30,2 3,3 −3,0 4,76
1813 2.423.949 72.021 66.266 5.755 29,7 27,3 2,4 −0,8 4,22
1814 2.438.241 75.837 60.959 14.878 31,1 25,0 6,1 4,4 4,42
1815 2.465.066 85.239 57.829 27.410 34,6 23,5 11,1 8,2 4.93
1816 2,497,484 87,644 56,225 31,419 35.1 22.5 12.6 8.7 5.01
1816 2.497.484 87.644 56.225 31.419 35,1 22,5 12,6 8,7 5,01
1817 2.521.442 83.821 60.863 22.958 33,2 24,1 9,1 1,8 4,74
1818 2.546.411 85.714 61.745 23.969 33,7 24,2 9,4 4,7 4,80
1819 2.561.780 84.250 69.881 14.369 32,9 27,3 5,6 −3,2 4,68
1820 2.584.690 84.841 62.930 21.911 32,8 24,3 8,5 6,4 4,68
1821 2.610.870 92.072 66.416 25.656 35,3 25,4 9,8 6,1 5,03
1822 2.646.314 94.309 59.390 34.919 35,6 22,4 13,2 7,4 5,09
1823 2.689.031 98.259 56.067 42.192 36,5 20,9 15,7 10,0 5,22
1824 2.726.877 93.577 56.256 37.321 34,3 20,6 13,7 3,6 4,90
1825 2.771.252 100.315 56.465 43.850 36,2 20,4 15,8 9,2 5,18
1826 2.804.926 97.125 63.027 34.098 34,6 22,5 12,2 2,6 4,94
1827 2.827.719 88.138 64.920 23.218 31,2 23,0 8,2 −1,6 4,44
1828 2.846.788 95.354 75.860 19.494 33,5 26,6 6,9 −0,2 4,74
1829 2.863.132 99.488 82.719 16.769 34,7 28,9 5,9 −0,6 4,94
1830 2.888.082 94.626 69.251 25.375 32,8 24,0 8,8 4,6 4,67
1831 2.901.039 88.253 75.274 12.979 30,4 26,0 4,5 −4,0 4,32
1832 2.922.801 89.862 68.078 21.784 30,7 23,3 7,4 3,6 4,38
1833 2.959.141 100.309 63.947 36.362 33,9 21,6 12,3 9,5 4,84
1834 2.983.055 100.231 76.294 23.937 33,6 25,6 8,0 0,3 4,78
1835 3.025.439 98.144 55.738 42.406 32,4 18,4 14,0 0,0 4,63
1836 3.059.356 96.857 60.763 36.094 31,7 19,9 11,8 −0,7 4,52
1837 3.076.184 94.616 75.611 19.005 30,8 24,6 6,2 −0,7 4,17
1838 3.090.262 90.565 74.309 16.256 29,3 24,0 5,3 −0,3 4,37
1839 3.106.459 91.363 72.988 18.375 29,4 23,5 5,9 0,4 4,18
1840 3.138.887 98.160 63.555 34.605 31,3 20,2 11,0 2,1 4,46
1841 3.173.160 95.734 61.279 34.455 30,2 19,3 10,9 −0,2 4,30
1842 3.206.776 100.976 67.177 33.799 31,5 21,0 10,5 −0,2 4,49
1843 3.236.632 99.154 69.115 30.039 30,6 21,4 9,3 −1,5 4,36
1844 3.275.133 104.693 66.009 38.684 32,0 20,2 11,8 4,6 4,56
1845 3.316.536 103.660 62.074 41.586 31,3 18,7 12,5 2,2 4,46
1846 3.342.927 99.703 72.683 27.020 29,8 21,7 8,1 −4,4 4,25
1847 3.362.072 99.179 79.405 19.774 29,5 23,6 5,9 −2,8 4,20
1848 3.397.454 102.524 66.513 36.011 30,2 19,6 10,6 7,4 4,30
1849 3.441.286 112.304 67.842 44.462 32,6 19,7 12,9 3,9 4,66
1850 3.482.541 110.399 68.514 41.885 31,7 19,7 12,0 −0,2 4,45
1851 3.516.647 111.065 72.506 38.559 31,6 20,6 11,0 −1,4 4,36
1852 3.540.409 108.305 80.090 28.215 30,6 22,6 8,0 −5,3 4,20
1853 3.563.316 111.407 84.047 27.360 31,3 23,6 7,7 −0,5 4,26
1854 3.608.124 120.107 70.846 49.261 33,3 19,6 13,7 8,0 4,53
1855 3.641.011 115.072 77.734 37.338 31,6 21,3 10,3 −1,9 4,30
1856 3.672.988 115.082 79.618 35.464 31,3 21,7 9,6 −0,5 4,23
1857 3.687.601 119.349 101.491 17.858 32,4 27,5 4,8 −6,2 4,36
1858 3.734.240 129.039 80.498 48.541 34,6 21,6 13,0 11,7 4,66
1859 3.787.735 131.605 75.720 55.885 34,8 20,0 14,8 4,5 4,71
1860 3.859.728 133.162 67.502 65.660 34,5 17,5 17,0 9,2 4,71
1861 3.917.339 126.634 71.829 54.805 32,3 18,3 14,0 −3,4 4,44
1862 3.965.899 131.584 84.350 47.234 33,2 21,3 11,9 −2,0 4,59
1863 4.022.564 134.279 77.227 57.052 33,4 19,2 14,2 6,7 4,65
1864 4.070.061 136.004 81.937 54.067 33,4 20,1 13,3 −0,8 4,65
1865 4.114.141 134.281 79.216 55.065 32,6 19,3 13,4 −1,9 4,58
1866 4.160.677 136.989 82.666 54.323 32,9 19,9 13,0 2,0 4,68
1867 4.195.681 128.832 82.072 46.760 30,7 19,6 11,1 −3,8 4,40
1868 4.173.080 114.955 87.807 27.148 27,5 21,0 6,5 −21,2 3,93
1869 4.158.757 117.677 92.775 24.902 28,3 22,3 6,0 −4,1 4,03
1870 4.168.525 119.838 82.449 37.389 28,7 19,8 9,0 −6,6 4,11
1871 4.204.177 127.333 72.046 55.287 30,3 17,1 13,1 −4,7 4,47
1872 4.250.412 126.983 68.802 58.181 29,9 16,2 13,7 −2,8 4,34
1873 4.297.972 131.643 73.525 58.118 30,6 17,1 13,5 −0,2 4,49
1874 4.341.559 133.249 87.760 45.489 30,7 20,2 10,5 −5,3 4,54
1875 4.383.291 135.958 88.439 47.519 31,0 20,2 10,8 0,7 4,60
1876 4.429.713 135.890 86.334 49.556 30,7 19,5 11,2 2,2 4,57
1877 4.484.542 138.476 83.175 55.301 30,9 18,5 12,3 3,4 4,62
1878 4.531.863 134.464 81.418 53.046 29,7 18,0 11,7 −1,2 4,44
1879 4.578.901 139.043 77.152 61.891 30,4 16,8 13,5 2,4 4,56
1880 4.565.668 134.262 82.753 51.509 29,4 18,1 11,3 −14,2 4,36
1881 4.572.245 132.804 80.800 52.004 29,0 17,7 11,4 −9,9 4,29
1882 4.579.115 134.300 79.406 54.894 29,3 17,3 12,0 −10,5 4,32
1883 4.603.595 132.875 79.487 53.388 28,9 17,3 11,6 0,2 4,24
1884 4.644.448 138.745 81.077 57.668 29,9 17,5 12,4 5,9 4,40
1885 4.682.769 137.308 82.781 54.527 29,3 17,7 11,6 5,2 4,34
1886 4.717.189 139.882 78.045 61.837 29,6 16,5 13,1 5,6 4,39
1887 4.734.901 140.169 76.227 63.942 29,6 16,1 13,5 −0,8 4,36
1888 4.748.257 136.451 75.831 60.620 28,7 16,0 12,8 −3,1 4,24
1889 4.774.409 132.069 76.124 55.945 27,7 15,9 11,7 4,3 4,10
1890 4.784.981 133.597 81.824 51.773 27,9 17,1 10,8 −3,9 4,15
1891 4.802.751 135.516 80.603 54.913 28,2 16,8 11,4 2,6 4,14
1892 4.806.865 129.622 85.894 43.728 27,0 17,9 9,1 −4,4 3,93
1893 4.824.150 131.729 81.027 50.702 27,3 16,8 10,5 4,0 3,97
1894 4.873.183 131.409 79.444 51.965 27,0 16,3 10,7 8,9 3,94
1895 4.919.260 134.599 74.368 60.231 27,4 15,1 12,2 8,0 4,01
1896 4.962.568 134.308 77.259 57.049 27,1 15,6 11,5 5,1 3,98
1897 5.009.632 132.999 76.558 56.441 26,6 15,3 11,3 5,7 3,92
1898 5.062.918 136.523 75.949 60.574 27,0 15,0 12,0 6,8 3,99
1899 5.097.402 133.882 89.678 44.204 26,3 17,6 8,7 −5,5 3,09
1900 5.136.441 138.139 86.146 51.993 27,0 16,8 10,2 −2,5 4,02
1901 5.175.228 139.370 82.772 56.598 27,0 16,1 10,9 −3,3 4,04
1902 5.198.752 137.364 79.722 57.642 26,5 15,4 11,1 −6,6 3,95
1903 5.221.291 133.896 78.610 55.286 25,7 15,1 10,6 −6,3 3,82
1904 5.260.811 134.952 80.152 54.800 25,7 15,3 10,4 −2,8 3,83
1905 5.294.885 135.409 82.443 52.966 25,7 15,6 10,1 −3,6 3,83
1906 5.337.055 136.620 76.366 60.254 25,7 14,4 11,3 −3,3 3,81
1907 5.377.713 136.793 78.149 58.644 25,5 14,6 10,9 −3,3 3,77
1908 5.429.600 138.874 80.568 58.306 25,7 14,9 10,8 −1,2 3,79
1909 5.476.441 139.505 74.538 64.967 25,6 13,7 11,9 −3,3 3,71
1910 5.522.403 135.625 77.212 58.413 24,7 14,0 10,7 −2,3 3,60
1911 5.561.799 132.977 76.462 56.515 24,0 13,8 10,2 −3,1 3,49
1912 5.604.192 132.868 79.241 53.627 23,8 14,2 9,6 −2,0 3,44
1913 5.638.583 130.200 76.724 53.476 23,2 13,6 9,6 −3,5 3,32
1914 5.679.607 129.458 78.311 51.147 22,9 13,8 9,1 −1,8 3,29
1915 5.712.740 122.997 83.587 39.410 21,6 14,7 6,9 −1,1 3,06
1916 5.757.566 121.679 77.771 43.908 21,2 13,6 7,6 0,2 2,99
1917 5.800.847 120.855 77.385 43.470 20,9 13,4 7,5 0,0 2,93
1918 5.813.850 117.955 104.594 13.361 20,3 18,0 2,3 −0,1 2,83
1919 5.847.037 115.193 84.289 30.904 19,8 14,5 5,3 0,4 2,72
1920 5.904.489 138.753 78.128 60.625 23,6 13,3 10,3 −0,5 3,22
1921 5.954.316 127.723 73.536 54.187 21,5 12,4 9,1 −0,7 2,93
1922 5.987.520 116.946 76.343 40.603 19,6 12,8 6,8 −1,2 2,66
1923 6.005.759 113.435 68.424 45.011 18,9 11,4 7,5 −4,5 2,55
1924 6.036.118 109.055 72.001 37.054 18,1 12,0 6,1 −1,0 2,43
1925 6.053.562 106.292 70.918 35.374 17,6 11,7 5,9 −3,0 2,34
1926 6.074.368 102.007 71.344 30.663 16,8 11,8 5,0 −1,6 2,22
1927 6.087.923 97.994 77.219 20.775 16,1 12,7 3,4 −1,2 2,11
1928 6.105.190 97.868 73.267 24.601 16,1 12,0 4,1 −1,3 2,08
1929 6.120.080 92.861 74.538 18.323 15,2 12,2 3,0 −0,6 1,95
1930 6.142.191 94.220 71.790 22.430 15,4 11,7 3,7 −0,1 1,96
1931 6.162.446 91.074 77.121 13.953 14,8 12,5 2,3 1,0 1,88
1932 6.190.364 89.779 71.459 18.320 14,5 11,6 2,9 1,6 1,83
1933 6.211.566 85.020 69.607 15.413 13,7 11,2 2,5 0,9 1,72
1934 6.233.090 85.092 69.921 15.171 13,7 11,2 2,5 1,0 1,67
1935 6.250.506 85.906 72.813 13.093 13,8 11,7 2,1 0,7 1,70
1936 6.266.888 88.938 74.836 14.102 14,2 12,0 2,2 0,4 1,75
1937 6.284.722 90.373 75.392 14.981 14,4 12,0 2,4 0,4 1,77
1938 6.310.214 93.946 72.693 21.253 14,9 11,5 3,4 0,7 1,84
1939 6.341.303 97.380 72.876 24.504 15,4 11,5 3,9 1,0 1,90
1940 6.371.432 95.778 72.748 23.030 15,1 11,4 3,7 1,1 1,86
1941 6.406.474 99.727 71.910 27.817 15,6 11,3 4,3 1,2 1,92
1942 6.458.200 113.961 63.741 50.220 17,7 9,9 7,8 0,3 2,19
1943 6.522.827 125.392 66.105 59.287 19,3 10,2 9,1 0,9 2,41
1944 6.597.348 134.991 72.284 62.707 20,6 11,0 10,6 0,8 2,61
1945 6.673.749 135.373 71.901 63.472 20,4 10,8 10,4 1,2 2,63
1946 6.763.685 132.597 70.635 61.962 19,7 10,5 9,2 4,3 2,57
1947 6.842.046 128.779 73.579 55.200 18,9 10,8 8,1 3,5 2,50
1948 6.924.888 126.683 67.693 58.990 18,4 9,8 8,6 3,5 2,47
1949 6.986.181 121.272 69.537 51.735 17,4 10,0 7,4 1,5 2,39
1950 7.041.829 115.414 70.296 45.118 16,5 10,0 6,5 1,5 2,28
1951 7.098.740 110.168 69.799 40.369 15,6 9,9 5,7 2,4 2,20
1952 7.150.606 110.192 68.270 41.922 15,5 9,6 5,9 1,4 2,22
1953 7.192.316 110.144 69.553 40.591 15,4 9,7 5,7 0,1 2,25
1954 7.234.667 105.096 69.030 36.066 14,6 9,6 5,0 0,9 2,18
1955 7.290.112 107.305 68.634 38.671 14,8 9,5 5,3 2,4 2,25
1956 7.338.991 107.960 70.205 37.755 14,8 9,6 5,2 1,5 2,29
1957 7.388.611 107.168 73.132 34.036 14,6 9,9 4,7 2,1 2,29
1958 7.429.675 105.502 71.065 34.437 14,2 9,6 4,6 1,0 2,26
1959 7.462.823 104.743 70.889 33.854 14,1 9,5 4,5 0,0 2,29
1960 7.497.967 102.219 75.093 27.126 13,7 10,0 3,7 1,0 2,17
1961 7.542.028 104.501 73.555 30.946 13,9 9,8 4,1 1,8 2,21
1962 7.581.148 107.284 76.791 30.493 14,2 10,2 5,6 −0,4 2,25
1963 7.627.507 112.903 76.460 36.443 14,8 10,1 4,7 1,4 2,33
1964 7.695.200 122.664 76.661 46.003 16,0 10,0 6,0 2,9 2,47
1965 7.772.506 122.806 78.194 44.612 15,9 10,1 5,8 4,2 2,39
1966 7.843.088 123.354 78.440 44.914 15,8 10,0 5,8 3,3 2,37
1967 7.892.774 121.360 79.783 41.577 15,4 10,1 5,3 1,0 2,28
1968 7.931.193 113.087 82.476 30.611 14,3 10,4 3,9 1,0 2,07
1969 8.004.270 107.622 83.352 24.270 13,5 10,5 3,0 6,2 1,94
1970 8.081.142 110.150 80.026 30.124 13,7 9,9 3,8 5,8 1,94
1971 8.115.165 114.484 82.717 31.767 14,1 10,2 3,9 0,3 1,98
1972 8.129.129 112.273 84.051 28.222 13,8 10,3 3,5 −1,8 1,93
1973 8.144.428 109.663 85.640 24.023 13,5 10,5 3,0 −1,1 1,88
1974 8.176.691 109.874 86.316 23.558 13,5 10,6 2,9 1,1 1,91
1975 8.208.442 103.632 88.208 15.424 12,6 10,8 1,8 2,1 1,78
1976 8.236.179 98.345 90.677 7.668 12,0 11,0 1,0 2,4 1,70
1977 8.267.116 96.057 88.202 7.855 11,6 10,7 0,9 2,9 1,64
1978 8.284.437 93.248 89.681 3.567 11,3 10,8 0,5 1,6 1,61
1979 8.303.010 96.255 91.074 5.181 11,6 11,0 0,6 1,6 1,66
1980 8.317.937 97.064 91.800 5.264 11,7 11,0 0,7 1,1 1,69
1981 8.323.033 94.065 92.034 2.031 11,3 11,1 0,2 0,4 1,63
1982 8.327.484 92.748 90.671 2.077 11,1 10,9 0,2 0,3 1,60
1983 8.330.573 91.780 90.791 989 11,0 10,9 0,1 0,3 1,61
1984 8.342.621 93.889 90.483 3.406 11,3 10,9 0,4 1,0 1,66
1985 8.358.139 98.463 94.032 4.431 11,8 11,3 0,5 1,4 1,74
1986 8.381.515 101.950 93.295 8.655 12,2 11,1 1,1 1,7 1,79
1987 8.414.083 104.699 93.307 11.392 12,5 11,1 1,4 2,5 1,84
1988 8.458.888 112.080 96.743 15.337 13,3 11,5 1,8 3,5 1,96
1989 8.527.036 116.023 92.110 23.913 13,7 10,8 2,9 5,2 2,02
1990 8.590.630 123.938 95.161 28.777 14,5 11,1 3,4 4,1 2,14
1991 8.644.119 123.737 95.202 28.535 14,4 11,0 3,4 2,8 2,12
1992 8.692.013 122.848 94.710 28.138 14,2 10,9 3,3 2,2 2,09
1993 8.745.109 117.998 97.008 20.990 13,5 11,1 2,4 3,7 2,00
1994 8.816.381 112.257 91.844 20.413 12,8 10,5 2,3 5,8 1,90
1995 8.837.496 103.326 96.910 6.416 11,7 11,0 0,7 1,7 1,74
1996 8.844.499 95.297 94.133 1.164 10,8 10,6 0,2 0,6 1,61
1997 8.847.625 89.171 92.674 −3.503 10,1 10,5 −0,4 0,8 1,52
1998 8.854.322 88.384 92.891 −4.507 10,0 10,5 −0,5 1,3 1,51
1999 8.861.426 88.173 94.726 −6.553 10,0 10,7 −0,7 1,5 1,50
2000 8.882.792 90.441 93.285 −2.844 10,2 10,5 −0,3 2,7 1,54
2001 8.909.128 91.466 93.752 −2.286 10,3 10,5 −0,2 3,2 1,57
2002 8.940.788 95.815 95.009 806 10,7 10,6 0,1 3,5 1,65
2003 8.975.670 99.157 92.961 6.196 11,1 10,4 0,7 3,2 1,71
2004 9.011.392 100.928 90.532 10.396 11,2 10,1 1,1 2,9 1,75
2005 9.047.752 101.346 91.710 9.636 11,2 10,2 1,0 3,0 1,77
2006 9.113.257 105.913 91.177 14.736 11,7 10,0 1,7 5,5 1,85
2007 9.182.927 107.421 91.729 15.692 11,7 10,0 1,7 5,9 1,88
2008 9.256.347 109.301 91.449 17.852 11,9 9,9 2,0 6,0 1,91
2009 9.340.682 111.801 90.080 21.721 12,0 9,7 2,3 6,8 1,93
2010 9.415.570 115.641 90.487 25.154 12,3 9,6 2,7 5,3 1,98
2011 9.482.885 111.770 89.938 21.832 11,8 9,5 2,3 4,8 1,90
2012 9.555.893 113.177 91.938 21.239 11,9 9,7 2,2 5,5 1,90
2013 9.644.000 113.593 90.402 23.191 11,8 9,4 2,4 6,8 1,89
2014 9.747.000 114.907 88.976 25.931 11,9 9,2 2,7 8,0 1,88
2015 9.851.000 114.870 90.907 23.963 11,7 9,3 2,4 8,3 1,85
2016 9.995.000 117.425 90.982 26.443 11,8 9,2 2,6 12,0 1,85
2017 10.120.000 115.416 91.972 23.444 11,4 9,1 2,3 10,2 1,78
2018 10.230.000 115.832 92.185 23.647 11,3 9,0 2,3 8,6 1,75
2019 10.327.000 114.523 88.766 25.757 11,1 8,6 2,5 7,0 1,70
2020 10.379.000 113.077 98.124 14.953 10,9 9,5 1,4 3,6 1,66
2021 10.452.326 114.263 91.958 22.305 10,9 8,8 2,1 4,9 1,67
2022 10.521.556 104.734 94.737 9.997 10,0 9,0 1,0 5,6 1,52
2023 10.551.707 100.051 94.385 5.666 9,5 9,0 0,5 2,3 1,45
2024 10.587.710 98.451 91.268 7.183 9,3 8,6 0,7 2,7 1,43

Einzelnachweise

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