Demografie Schwedens
Der Artikel Demografie Schwedens beschäftigt sich mit der Bevölkerungsentwicklung und anderen demografischen Indikatoren von Schweden. Schweden hat rund 10,6 Millionen Einwohner (Stand Ende 2024)[1] und ist damit der bevölkerungsreichste der nordischen Staaten. Aufgrund seiner großen Landesfläche (450.000 km²) ist die Bevölkerungsdichte jedoch sehr gering und liegt bei nur etwa 25 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung ist stark urbanisiert: Etwa 89 % der Einwohner leben in städtischen Siedlungen[2], vor allem im Süden des Landes und in den Metropolregionen Stockholm, Göteborg und Malmö. Schweden weist eine hohe Lebenserwartung (ca. 83 Jahre im Durchschnitt) auf und rangiert damit weltweit in der Spitzengruppe. Gleichzeitig zeichnet sich die Altersstruktur durch eine zunehmende Alterung aus: Der Anteil älterer Menschen (65 Jahre und älter) liegt bei rund einem Fünftel und wächst beständig.[3] Die Geburtenrate ist seit Jahren rückläufig und unterschreitet das Bestanderhaltungsniveau deutlich (ca. 1,4 Kinder pro Frau 2024). Das natürliche Bevölkerungswachstum ist dementsprechend gering und die Zuwanderung ist heute der wichtigste Treiber des Bevölkerungsanstiegs. Dadurch hat sich die einst ethnisch homogene Bevölkerung Schwedens in den letzten Jahrzehnten spürbar diversifiziert. Der Migrantenanteil in Schweden von 20,3 % (2023) liegt international inzwischen im oberen Bereich.[4]
Demografische Geschichte
Frühgeschichte und Mittelalter
Konkrete Bevölkerungszahlen für die Frühgeschichte Schwedens sind mangels Aufzeichnungen nur näherungsweise zu ermitteln. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass das Gebiet des heutigen Schweden nach der letzten Eiszeit vor 10.000 bis 8000 Jahren allmählich besiedelt wurde.[5] Bis zum Hochmittelalter entwickelte sich eine relativ dünn besiedelte Agrargesellschaft. Schätzungen zufolge lebten um das Jahr 1000 n. Chr. im Königreich Schweden etwa 400.000 Menschen.[6] Größere Städte entstanden erst spät; der überwiegende Teil der Bevölkerung lebte auf dem Land in kleinen Siedlungen. Um 1300, vor dem Ausbruch der Pest, wurde die Bevölkerung auf ca. eine halbe Million Menschen geschätzt. Einen tiefen Einschnitt brachte der Schwarze Tod (Digerdöden), der 1350 auch Schweden erreichte. In Schweden starb im Gefolge der Pest Mitte des 14. Jahrhunderts vermutlich ein Drittel bis die Hälfte der Einwohner (ca. 200.000 Menschen), wonach es Jahrhunderte dauerte, bis das Vorpest-Niveau wieder erreicht wurde.[7] Die spätmittelalterliche Bevölkerungserholung wurde durch weitere Rückschläge gebremst, etwa lokale Hungersnöte und Seuchen sowie kriegerische Konflikte. So stagnierte die Bevölkerungszahl während des 15. Jahrhunderts auf relativ niedrigem Niveau.
Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit war Schweden Teil der Kalmarer Union (1397–1523) und erlebte interne Unruhen wie das Stockholmer Blutbad 1520. Demografisch führten die politischen Wirren zwar zu regionalen Bevölkerungsverlusten (etwa durch Kriegsopfer), doch insgesamt blieb die Einwohnerzahl im 15. und 16. Jahrhundert relativ stabil. Gegen 1500 wird die Einwohnerzahl des heutigen Schweden (ohne Finnland) auf einige hunderttausend Menschen geschätzt. Mit der Lösung aus der Kalmarer Union und der Etablierung des souveränen schwedischen Reiches unter Gustav Vasa (1523) begann eine Phase allmählichen demografischen Wachstums. Zu dieser Zeit setzte auch eine systematischere Erfassung der Bevölkerung ein, zunächst durch Kirchenbücher. Ab 1686 führten die Pfarrgemeinden detaillierte Aufzeichnungen (Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen), was die Grundlage der schwedischen Bevölkerungstatistik bildete.[8] Die langfristige Bevölkerungsentwicklung Schwedens gehört damit zu den am besten dokumentierten weltweit.
Frühe Neuzeit
Im 17. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl Schwedens trotz mehrerer verheerender Kriege tendenziell an. Schweden wurde zu einer europäischen Großmacht (Sturmaktzeit) und beherrschte zeitweise weite Gebiete im Ostseeraum, einschließlich Finnland, Estland und Livland. Diese Expansion ging einher mit militärischen Verlusten: Insbesondere der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) und andere Konflikte forderten von dem relativ kleinen Land enorme personelle Ressourcen. Viele junge Männer dienten in der Armee und kehrten nicht zurück, was regional spürbare demografische Lücken hinterließ. Dennoch wuchs die Gesamtbevölkerung über das Jahrhundert langsam, auch begünstigt durch Phasen relativen Friedens und Fortschritte in der Landwirtschaft. Während des Großen Nordischen Krieges (1700–1721) erlebte das Land zwischen 1710 und 1713 einen schweren Ausbruch der Beulenpest, an der allein in Stockholm ein Drittel der Bevölkerung starb.[9] Zusammen mit den hohen Verlusten des Großen Nordischen Krieges (Schweden verlor gegen Russland und seine Verbündeten) führte dies zu einem Bevölkerungsrückgang im frühen 18. Jahrhundert. Nach 1721, dem Friedensschluss, umfasste das verkleinerte Schweden im Wesentlichen die heutigen Grenzen (Finnland ging 1809 verloren).
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stabilisierte sich die demografische Lage wieder. Diese Epoche war relativ friedlich (Schweden vermied größere Konflikte) und wurde im Innern von agrarischer Reformpolitik geprägt. Verbesserte Ernährungslage und Seuchenbekämpfung förderten das demografische Wachstum. 1749 führte Schweden als erstes Land weltweit eine zentrale Bevölkerungsstatistik (Tabellverket) ein, die auf den Kirchenbüchern beruhte. Dadurch liegen für die folgende Zeit genaue Zahlen vor. Um 1750 zählte Schweden (ohne Finnland) etwa 1,8 Millionen Einwohner.[1] Bis 1800 wuchs die Bevölkerung des Gesamtreichs auf circa 3 Millionen an (Finnland hatte zu diesem Zeitpunkt eine Bevölkerung von ca. 800.000).[10] Dabei kam es auch zu Rückschlägen: In den frühen 1770er Jahren etwa führten Missernten zu Hungersnöten, und 1773 lässt sich ein deutlicher Bevölkerungsrückgang erkennen, insgesamt war der Trend jedoch positiv und das 18. Jahrhundert eine Phase merklichen Wachstums.[1] Nachdem Schweden 1809 im Krieg gegen Russland Finnland verloren hatte, verblieb dem Königreich eine Bevölkerung von knapp 2,5 Millionen (Stand 1815).[11][1]
19. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert durchlief Schweden den Übergang von der vorindustriellen zur industriellen Bevölkerungsentwicklung. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu Beginn (nach den Napoleonischen Kriegen) stieg die Einwohnerzahl rasch an. Um 1815 lebten im heutigen Schweden rund 2,5 Millionen Menschen; bis 1850 erhöhte sich die Bevölkerung auf etwa 3,5 Millionen und erreichte trotz erheblicher Emigration 1900 bereits die Marke von fünf Millionen. Verbesserungen in Landwirtschaft und Ernährung (z. B. durch Einführung der Kartoffel und den Strukturwandel der Landwirtschaft) sowie Fortschritte im Gesundheitswesen (wie die Pockenimpfung ab 1801) reduzierten die Sterblichkeit deutlich. Gleichzeitig blieb die Fertilität bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hoch. Schweden war damals noch ein agrarisch geprägtes Land: 1850 lebten rund 90 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft und auf dem Land und 1900 waren es weiterhin 75 Prozent. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte dann allmählich ein demografischer Übergang ein: Mit steigender Bildung, Urbanisierung und beginnender Industrialisierung sank die Geburtenrate. Schon um 1880 zeichnete sich ein Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau ab, der sich bis 1900 fortsetzte.[11]
Parallel hierzu führte die Landflucht und die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Kleinbauern zu einer Massenemigration. Zwischen Mitte des 19. Jahrhunderts und den 1920er Jahren wanderten etwa 1,5 Millionen Schweden ins Ausland aus, hauptsächlich in die Vereinigten Staaten.[5] Dieser „Auswanderungsstrom“ kulminierte in den 1880er Jahren, als jährlich Zehntausende Schweden ihre Heimat verließen. Zwar bremste die Abwanderung das Bevölkerungswachstum (im Jahr 1887 z. B. schrumpfte die Bevölkerung Schwedens leicht), dennoch wurde dieser Effekt durch die hohe natürliche Vermehrung mehr als ausgeglichen. Ein Teil der Landbevölkerung zog es auch in die wachsenden Städte (Stockholm, Göteborg, Malmö).
20. Jahrhundert
Der demografische Verlauf im 20. Jahrhundert war geprägt von weiteren Phasen des Übergangs und deutlichen Schwankungen der Geburtenrate. Schweden nahm an keinem der beiden Weltkriege aktiv teil, blieb jedoch von indirekten Folgen nicht ganz verschont (etwa Grippepandemie 1918). Insgesamt setzte sich das Bevölkerungswachstum fort: Die Einwohnerzahl stieg von 5,1 Millionen (1900) auf ca. 6 Millionen um 1930. In den ersten Jahrzehnten kam das Wachstum hauptsächlich durch sinkende Sterblichkeit zustande – die Lebenserwartung stieg kontinuierlich an – während die Geburtenrate stark zurückging. In den 1930er Jahren erreichte die Fertilität in Schweden einen historischen Tiefstand: 1935 lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei nur etwa 1,7 Kindern pro Frau, womit Schweden als eines der ersten Gesellschaften unter das Erhaltungsniveau fiel. Dieses Absinken der Geburtenraten löste damals große Debatten und eine „Krise in der Bevölkerungsfrage“ nach dem gleichnamigen Werk von Alva und Gunnar Myrdal von 1934 aus. Politische Gegenmaßnahmen, etwa familienpolitische Reformen und der Ausbau der Sozialleistungen, folgten im Rahmen einer Politik, die generell die Geschlechtergleichstellung förderte.[12] Schweden verabschiedete in dieser Zeit auch eines der ersten staatlichen Eugenikprogramme zur Reduzierung „minderwertiger Bevölkerungselemente“.[13]
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es, ähnlich wie in vielen westlichen Ländern, zu einem Babyboom. In Schweden stieg die Geburtenrate ab Ende der 1940er Jahre deutlich an und erreichte in den 1960er Jahren kurzzeitig Werte um 2,5 Kinder pro Frau. Dieser Nachkriegs-Babyboom zeigte sich insbesondere in hohen Geburtenjahrgängen der 1940er (den sogenannten fyrtiotalisterna) und nochmals Mitte der 1960er Jahre. Entsprechend beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum: Zwischen 1945 und 1970 wuchs die Einwohnerzahl von knapp 7 Millionen auf über 8 Millionen. Schweden entwickelte sich in dieser Zeit auch zum modernen Wohlfahrtsstaat mit umfangreichem Gesundheitssystem, was die Sterblichkeit weiter senkte (die Lebenserwartung erreichte Ende der 1960er Jahre über 74 Jahre bei Männern und 75 Jahre bei Frauen, weltweit führende Werte). Ab den 1970er Jahren erlebte die Geburtenrate in Schweden den charakteristischen Pillenknick und sank bis in die 1980er Jahre unter das Bestandsniveau.
Eine Besonderheit der demografischen Entwicklung Schwedens sind die ausgeprägten Fertilitätsschwankungen im späten 20. Jahrhundert. Nach einem Tiefststand von ca. 1,6 Kindern pro Frau Anfang der 1980er kam es bis 1990 zu einem starken Anstieg der Geburtenrate – 1990 erreichte Schweden mit rund 2,1 wieder annähernd das Ersatzniveau. In den 1990er Jahren sank die Fertilität jedoch erneut abrupt auf etwa 1,5 im Jahr 1999. Zum Jahrhundertende lag sie somit deutlich unter dem Wert von 2,1, der für eine konstante Bevölkerungsgröße erforderlich wäre. Trotz dieser Schwankungen stieg die Bevölkerungszahl weiter an, allerdings zunehmend dank Wanderungsgewinnen und der Transformation in ein Einwanderungsland: So wuchs die Gesamtbevölkerung weiter auf ca. 8,9 Millionen Menschen im Jahr 2000.
Jüngere Entwicklung
In den 2000er Jahren erholte sie sich nochmals: Um 2010 erreichte die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau rund 2,0 und gehörte damit zu den höchsten in ganz Europa. Seither ist jedoch ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. In den 2010er Jahren sank die Fertilität zunächst moderat (2015: 1,9 Kinder/Frau) um dann ab 2016 deutlich zu fallen. Daten für 2023/24 deuten mit ca. 1,4 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen hin. Diese Entwicklung – ähnlich in vielen industrialisierten Ländern – hat dazu geführt, dass der natürliche Bevölkerungszuwachs (Geburtenüberschuss) in Schweden sehr gering ist und zeitweise nahezu zum Stillstand kommt. 2022 wurden z. B. 104.734 Geburten registriert, standen aber bereits 94.737 Sterbefälle gegenüber.[1] Der Geburtenrückgang der letzten Jahre wird in Schweden intensiv diskutiert, als Ursachen gelten u. a. veränderte Familienmodelle, wirtschaftliche Unsicherheiten und ein höheres Durchschnittsalter der Mütter.[14]
Trotz niedriger Geburtenzahlen verzeichnet Schweden weiterhin ein Bevölkerungswachstum, hauptsächlich dank Zuwanderung. Mitte der 2010er Jahre erreichte die Nettozuwanderung Rekordwerte: 2016 wanderten z. B. über 160.000 Personen zu.[15] Im Vorjahr hatte Schweden einen historischen Höchststand an Asylanträgen.[16] Die Bevölkerung wuchs infolge dieser Dynamik beschleunigt und überschritt um das Jahr 2017 die Marke von 10 Millionen Einwohnern und lag 2022 bei 10,5 Millionen. Dem Statistischen Zentralamt zufolge entfielen 2020 fast 99 % des Bevölkerungsanstiegs auf Personen mit Migrationshintergrund, während die Bevölkerung schwedischer Herkunft kaum zunahm.[17] Dieser Trend hat die Altersstruktur etwas „verjüngt“, kann aber die generelle Alterung nicht aufhalten: Der Anteil der über 65-Jährigen stieg von 17,8 % (1990) auf 20,8 % (2024).[3] Die Lebenserwartung erhöhte sich weiter und erreichte nach einem Rückgang um ein Jahr während der COVID-19-Pandemie 2023 einen neuen Rekordwert von 83,3 Jahren.[18]
Bevölkerungsverteilung
Schweden zeichnet sich durch eine sehr ungleiche Bevölkerungsverteilung aus. Große Teile des Landes, vor allem die gebirgigen und waldreichen Regionen im Norden (Norrland), sind dünn besiedelt, während der Süden und die Küstengebiete deutlich dichter bevölkert sind. Der Nordteil Landes macht knapp zwei Drittel der Fläche aus, jedoch nur etwas über ein Zehntel der Bevölkerung lebt hier. Demgegenüber lebt der Großteil der Schweden in den historischen Landesteilen Götaland (Südschweden) und Svealand (Zentral-Schweden inklusive Stockholm), die klimatisch milder sind und die Hauptwirtschaftszentren beherbergen. Die Provinz Skåne (Schonen) im äußersten Süden und das Mälartal um Stockholm gehören zu den am dichtesten besiedelten Landstrichen. Das Lappland im hohen Norden, Heimat der indigenen Sami, gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Europas. Hier finden sich auf weiten Strecken nur kleine Dörfer mit wenigen hundert Einwohnern; die einzigen Städte Nordschwedens mit über 50.000 Einwohnern sind Luleå und Umeå an der Ostseeküste.[19]
Trotz der niedrigen Bevölkerungsdichte ist die Bevölkerung Schwedens stark auf wenige Orte konzentriert und nach internationaler Definition liegt die Urbanisierung bei nahezu 90 Prozent. So konzentriert sich die Bevölkerung vor allem auf den sogenannten „Städerbält“, einen breiten Siedlungsgürtel vom Öresund (Malmö/Lund-Region) über die Westküste (Göteborg) und den Mälarsee-Raum (Stockholm–Uppsala) bis nach Mittelschweden. Die größten Städte Schwedens sind zugleich die wirtschaftlichen, kulturellen und administrativen Zentren des Landes. Stockholm, die Hauptstadt, ist mit knapp 1 Million Einwohnern in der Kernstadt die mit Abstand größte Stadt. Im Großraum Stockholm (Ballungsgebiet inklusive Umlandgemeinden) leben rund 2,4 Millionen Menschen. Die zweitgrößte Stadt ist Göteborg an der Westküste mit etwa 0,6 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet und einem Einzugsgebiet von knapp einer Million Menschen. Malmö im äußersten Süden (Schonen) ist die drittgrößte Stadt mit rund 365.000 Einwohnern. Zusammen mit Lund und anderen Orten der Provinz Skåne bildet Malmö einen Ballungsraum von etwa 700.000 Menschen und ist außerdem eng mit Kopenhagen verbunden (Öresundregion).[19]
Außerhalb der großen drei Städte in Schweden gab es 2024 mit Uppsala, Linköping, Västerås, Örebro und Helsingborg nur fünf weitere Gemeinden mit mehr als 150.000 Einwohnern. Viele Schweden leben heute in suburbanen Gebieten im Umland der Großstädte. Dies hat dazu geführt, dass einige Vorortkommunen (z. B. Huddinge, Nacka bei Stockholm) inzwischen weit über 100.000 Einwohner zählen.[19] Dem gegenüber stehen periphere ländliche Gemeinden im Norden, die teils von Entvölkerung betroffen sind. Viele junge Menschen ziehen aus dünn besiedelten Regionen Süd- und Nordschwedens in die städtischen Zentren, was regionale Disparitäten verstärkt. Viele Gemeinden in Nordschweden kooperieren eng, um Gesundheitsversorgung und Schulen trotz geringer Einwohnerzahlen sichern zu können.
Bevölkerungsgruppen
Im Jahr 2024 sind etwa 64,6 % der schwedischen Bevölkerung ethnische Schweden, während die restlichen 35,4 % Ausländer sind oder mindestens ein ausländisches Elternteil haben. Die überwiegende Mehrheit dieser Einwanderer und deren Nachkommen stammt aus Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Asien.[20] Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund ist im steigen begriffen. Schweden hat umfangreiche Antidiskriminierungsgesetze erlassen und fördert Integration sowie Minderheitenschutz. 2024 hatten gut 65 % der im Ausland geborenen Einwohner inzwischen die schwedische Staatsbürgerschaft angenommen.
Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Schweden im Vergleich zu anderen Ländern als „kulturell homogene“ Nation, was sich jedoch mit verstärkter Zuwanderung ab den 1970er Jahren gewandelt hat. Dennoch gab es immer auch nationale Minderheiten mit eigener Kultur und Sprache. Schweden offiziell fünf historische Minderheitengruppen an (und deren Sprachen): die Samen (Sami, Sprache: Samisch), die Finnen (Sprache: Finnisch), die Tornedfinnen (Sprache: Meänkieli, eine finnische Varietät in der Tornedalen-Region), die Roma (Romani) und die Juden (Sprache: Jiddisch). Von allen genannten Gruppen sind die Finnen die mit Abstand größte mit mehreren hunderttausenden Angehörigen. Alle fünf genannten Gruppen genießen besonderen gesetzlichen Schutz; ihre Sprachen dürfen in Verwaltungsangelegenheiten und Schulen regional verwendet werden, und die Regierung fördert die kulturelle Autonomie dieser Minderheiten.[21] Beispielsweise gibt es einen samischen Parlamentsrat (Sameting) und öffentliche Medien senden Programme in den Minderheitensprachen. International gilt Schweden als Vorreiter und Vorbild beim Minderheitenschutz.
Während Finnen auch lange die größte Einwandergruppe waren, hat sich dies inzwischen gewandelt. Durch die Fluchtmigration der 2000er und 2010er Jahre wurden sie von Zuwanderern aus dem Nahen Osten überholt. 2017 waren erstmals Personen aus Syrien die größte im Ausland geborene Gruppe in Schweden. Laut Schätzungen von 2022 entfallen etwa 1,9 % der Gesamtbevölkerung auf in Syrien geborene Menschen, gefolgt von ca. 1,4 % in Irak geborenen und ca. 1,3 % in Finnland geborenen.[22] Ebenfalls zahlreich vertreten sind Herkunftsländer wie das ehemalige Jugoslawien (Serbien, Bosnien, Kosovo), Iran, Polen, Türkei, Somalia und Afghanistan. Bis zu eine Million Einwohner Schwedens stammt aus außereuropäischen Gebieten (häufig aus dem Nahen Osten).
| Herkunft | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| Schweden (zwei schwedische Eltern) |
6.841.416 | 64,6 % |
| Schweden (mit einem ausländischen Elternteil) |
835.417 | 7,9 % |
| Schweden | 7.676.833 | 72,5 % |
| In Schweden geboren (zwei ausländische Eltern) |
710.639 | 6,7 % |
| im Ausland geboren | 2.200.238 | 20,8 % |
| Einwohner mit Migrationshintergrund | 2.910.877 | 27,5 % |
| Gesamtbevölkerung | 10.587.710 | 100 % |
Im Jahr 2022 wurden 73.294 (70,0 %) Babys von in Schweden geborenen Müttern geboren, während 31.440 (30,0 %) von im Ausland geborenen Müttern geboren wurden. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate für in Schweden geborene Frauen betrug 1,47, für im Ausland geborene 1,69.[23]
Sprachen
Die ethnische Vielfalt spiegelt sich auch in der Sprachenlandschaft: Neben Schwedisch und den erwähnten Minderheitensprachen sind durch die Migration viele neue Sprachen in Schweden heimisch geworden. In Stadtteilen großer Metropolen werden dutzende Muttersprachen gesprochen – etwa Arabisch, Serbokroatisch, Persisch, Somali, Türkisch, Kurdisch, Thailändisch, Chinesisch und weitere. Die größten Immigrantensprachen sind heute Arabisch und Finnisch (jeweils mehrere hunderttausend Sprecher). Die Schweden zeichnen sich überdies durch gute Fremdsprachenkenntnisse aus, so wird Englisch von knapp 90 Prozent der Bevölkerung verstanden.[24]
Einwanderung
Nachdem Schweden jahrhunderteland ein Auswanderungsland war, begann sich dies bereits im frühen 20. Jahrhundert zu wandeln. Schweden wurde zunehmend attraktiv für Einwanderer, zunächst aus den nordischen Nachbarstaaten. Während des Zweiten Weltkriegs nahm Schweden rund 70.000 finnische Kriegsflüchtlinge (viele Kinder) und Zehntausende norwegische sowie dänische Flüchtlinge auf. Nach Kriegsende erlebte die schwedische Industrie einen Boom und benötigte Arbeitskräfte. In den 1950er und 1960er Jahren kamen hunderttausende Gastarbeiter ins Land, angelockt von hohen Löhnen und aktiv angeworben von schwedischen Firmen. Die größte Gruppe stellten dabei Finnen. Daneben kamen Arbeitsmigranten aus Südeuropa (Italien, Griechenland, Jugoslawien) und Westeuropa (Deutschland, Niederlande) sowie aus der Türkei. Bis Ende der 1960er Jahre war die Zuwanderung vorwiegend ökonomisch motiviert und relativ liberal gehandhabt. Mit einer Wirtschaftskrise 1973/74 wurden diese frühen Anwerbeprogramme für Gastarbeiter allerdings gestoppt.
Ein weiteres Kennzeichnen der schwedischen Migrationspoliitk war eine auf humanitärer Tradition basierende Asylpoliitk. Schon ab den späten 1960ern hatten sich vermehrt politische Flüchtlinge ins Land gerettet – etwa Chilenen nach dem Pinochet-Putsch 1973, Tschechoslowaken nach 1968 oder US-Amerikaner (Kriegsdienstverweigerer) während des Vietnamkriegs. In den 1980er Jahren kamen viele Asylsuchende aus dem Nahen Osten, insbesondere aus dem Iran (nach der Revolution 1979) und dem Libanon. In den 1990ern prägten die Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien die Flüchtlingszuwanderung: Schweden nahm rund 100.000 Menschen aus Bosnien, Kroatien, Kosovo und Serbien auf.[25] Gleichzeitig zogen auch viele Somalier und Iraker in den 90ern nach Schweden, die vor Bürgerkrieg bzw. Diktatur flohen. Die Migrationspolitik war relativ großzügig; es gab ein ausgebautes Asylsystem und Möglichkeiten des Familiennachzugs. Während einige wieder in ihre Heimat zurückkehrten, ließen sich viele Flüchtlinge dauerhaft in Schweden nieder.
Seit den 2000er Jahren bleiben die Nettozuwanderungszahlen auf hohem Niveau. Nach dem EU-Beitritt 2004 kamen zahlreiche Arbeitskräfte aus Polen und dem Baltikum ins Land, ab 2007 auch aus Rumänien und Bulgarien. Die größte einzelne Gruppe unter den Zugewanderten stellten jedoch in den 2010er Jahren die Syrer dar: durch den Bürgerkrieg in Syrien stieg die Zahl der in Schweden lebenden syrischstämmigen Menschen bis 2020 auf über 190.000.[22] Im Verhältnis zur Bevölkerung gehörte Schweden während der Flüchtlingskrise in Europa 2015/2016 zu den europäischen Ländern mit den meisten aufgenommenen Asylsuchenden. Allen 2015, dem Höhepunkt der Krise, wurden in Schweden rund 163.000 Asylanträge gestellt, was knapp 1,2 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach. Danach wurden allerdings politische Maßnahmen ergriffen, um den Zustrom zu begrenzen.[26] In den folgenden Jahren wurde die Asylpoliitk weiter verschärft und die Anzahl der jährlichen Anträge sank bis 2023 auf ca. 10.000 ab und liegt damit im Verhältnis zur Bevölkerung unter dem EU-Durchschnitt.[27] In den 2020er Jahren lag die jährliche Nettozuwanderung bei bis zu 50.000 pro Jahr.[1] 2022 waren Indien, Polen und Deutschland die drei häufigsten Herkunftsländer von neuen Zuwanderern.[4]
| Land | 2000 | 2010 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Syrien | 14,162 | 20.758 | 193.594 | 196.077 | 197.799 | 197.201 | 196.152 |
| Irak | 49.372 | 121.761 | 146.440 | 146.769 | 146.831 | 145.586 | 143.160 |
| Finnland | 195.447 | 169.522 | 140.337 | 136.607 | 133.083 | 129.406 | 125.904 |
| Polen | 40.123 | 70.253 | 93.762 | 95.076 | 98.387 | 100.706 | 100.062 |
| Iran | 51.101 | 62.120 | 81.301 | 83.122 | 85.488 | 86.838 | 87.115 |
| Somalia | 13.082 | 37.846 | 70.184 | 70.087 | 69.477 | 68.290 | 66.846 |
| Afghanistan | 4.287 | 14.420 | 60.858 | 62.803 | 65.662 | 67.738 | 68.164 |
| ehemaliges Jugoslawien (ohne BIH) | 71.972 | 70.819 | 63.419 | 62.444 | 61.554 | 60.636 | 59.692 |
| Bosnien und Herzegowina | 51.526 | 56.183 | 60.161 | 60.194 | 60.265 | 60.003 | 59.333 |
| Indien | 11.110 | 17.863 | 42.790 | 47.369 | 53.973 | 58.094 | 59.290 |
| Deutschland | 38.155 | 48.158 | 51.434 | 52.960 | 55.642 | 56.969 | 57.871 |
| Türkei | 31.894 | 42.527 | 52.628 | 54.004 | 55.954 | 56.871 | 57.389 |
| Eritrea | 30.54 | 10.301 | 47.156 | 48.278 | 49.213 | 49.639 | 49.704 |
| Thailand | 10.353 | 31.378 | 44.339 | 45.109 | 45.631 | 45.940 | 45.882 |
| Ukraine | 1.459 | 4.741 | 11.899 | 12.891 | 12.891 | 14.297 | 41.767 |
| Norwegen | 42.464 | 43.480 | 41.062 | 40.625 | 40.277 | 39.951 | 39.370 |
| Volksrepublik China | 8.150 | 23.998 | 36.023 | 37.172 | 38.461 | 38.253 | 38.976 |
| Dänemark | 38.190 | 45.548 | 38.929 | 38.474 | 38.070 | 37.655 | 37.203 |
| Rumänien | 11.776 | 19.741 | 32.741 | 33.695 | 35.565 | 36.738 | 36.870 |
| Vereinigtes Königreich | 14.602 | 20.839 | 31.035 | 31.993 | 32.575 | 32.916 | 33.143 |
| Libanon | 20.038 | 24.116 | 28.885 | 29.313 | 29.770 | 29.876 | 29.774 |
| Pakistan | 3.100 | 10.265 | 21.172 | 24.183 | 27.292 | 28.614 | 29.760 |
| Chile | 26.842 | 28.387 | 27.918 | 27.894 | 27.869 | 27.756 | 27.427 |
| Russland | 6.523 | 15.511 | 22.774 | 23.455 | 24.775 | 25.568 | 26.529 |
| Vereinigte Staaten | 14.413 | 17.179 | 23.290 | 24.173 | 24.970 | 25.739 | 25.437 |
Integration von Einwanderern
Die Integration dieser Gruppen ist ein zentrales Thema in Gesellschaft und Politik. Schweden verfolgt offiziell einen egalitären, auf Teilhabe gerichteten Ansatz: Es gibt umfangreiche Sprachkursprogramme (SFI – Svenska för invandrare), Zugang zu Arbeitsmarkt und Bildung sowie Anti-Diskriminierungsmaßnahmen. Dennoch bestehen Herausforderungen, z. B. bei der Arbeitslosenquote, die bei im Ausland Geborenen höher liegt als bei Einheimischen (2012 lag die Quote bei Drittstaatsangehörigen im Land bei über 30 Prozent).[29] Auch die Zustände in sogenannten gefährdeten Gebieten, von denen einige von den Medien als No-go-Areas bezeichnet wurden, heizten die öffentliche Debatte im Land an.[30] Diese Gebiete sind teilweise durch Parallelgesellschaften, Kriminalität sowie Islamismus geprägt.[31]
In der Einwanderungs- und Integrationspolitik hat die Politik nach 2016 neben der Verschärfung des Asylrechts eine weitere Reihe von Änderungen eingeführt. So wurde das Qualifikationsniveau für Einwanderer heraufgesetzt, die Regeln für Familiennachzug verschärft und der Zugang zum schwedischen Sozialstaat erschwert.[29] 2024 wurde zudem unter dem Einfluss der rechtspopulistischen Schwedendemokraten ein Gesetz verabschiedet, welches schlecht integrierten Einwanderern ein Prämie in Höhe von 30.000 Euro im Gegenzug für die Ausreise bietet.[32]
Religion
Die religiöse Landschaft Schwedens wird durch eine historisch tief verwurzelte lutherische Tradition einerseits und eine weitreichende Säkularisierung andererseits geprägt. Über viele Jahrhunderte war Schweden ein nahezu rein christlich (protestantisch) geprägtes Land. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert war die Lutherische Kirche (später Schwedische Kirche, Svenska kyrkan) Staatskirche und praktisch die gesamte einheimische Bevölkerung war formell Mitglied. Erst im Jahr 2000 wurde die Trennung von Kirche und Staat vollzogen. Bis dahin wurden alle Kinder lutherischer Eltern automatisch Kirchenmitglieder. Trotz dieser formalen Verbundenheit mit dem Christentum gilt Schweden heute als eines der säkularsten Länder der Welt. Religiöse Überzeugungen spielen für viele Menschen nur noch eine geringe Rolle im Alltag. Nur eine Minderheit besucht regelmäßig Gottesdienste (Umfragen zufolge weniger als 10 % mindestens einmal im Monat).[33]
Christentum
Trotz der Säkularisierung der Gesellschaft sind noch knapp die Hälfte der Einwohner Mitglieder der ehemaligen Staatskirche: Ende 2024 gehörten ca. 5,43 Millionen Personen der Schwedischen Kirche an, was etwa 51,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Dieser Anteil nimmt allerdings jährlich ab (zum Vergleich: 2000 waren es noch ca. 83 %).[34] Viele treten aus der Kirche aus oder lassen Neugeborene nicht mehr taufen. Neben der lutherischen Volkskirche existieren in Schweden auch andere christliche Konfessionen. Die sogenannten Freikirchen (evangelikale, pfingstlerische, baptistische Gemeinden) haben zusammen einige hunderttausend Anhänger, was etwa 3–4 % der Bevölkerung entspricht. Die römisch-katholische Kirche erlebte durch Zuwanderer (v. a. aus Polen, Kroatien, Lateinamerika) Zuwachs und zählt heute schätzungsweise 120.000–150.000 Mitglieder. Ebenfalls durch Einwanderung bedingt sind mehrere orthodoxe Kirchen entstanden: Besonders die Syrisch-Orthodoxe Kirche (durch die assyrisch/syrischen Christen) und die Serbisch-Orthodoxe Kirche haben in Schweden jeweils zehntausende Anhänger. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), Zeugen Jehovas und andere kleinere Gemeinschaften sind ebenfalls vertreten, aber nur in kleinen Zahlen.
Islam
Die größte nichtchristliche Religionsgemeinschaft in Schweden ist der Islam. Durch Einwanderung seit den 1970er Jahren (aus dem Nahen Osten, dem ehemaligen Jugoslawien, Nordafrika und Südasien) wuchs die muslimische Gemeinschaft deutlich an. Exakte Zahlen liegen nicht vor, da die Registrierung nach Religion gesetzlich untersagt ist. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 8 bis 10 % der Bevölkerung muslimischer Herkunft sind. Das Pew Research Center bezifferte den Anteil 2016 auf rund 8,1 %, die zweitgrößte Religion des Landes.[35] Dies entspricht etwa 800.000 Menschen, wobei hierbei alle mit muslimischem Kulturhintergrund gezählt sind. Moscheebauten bestehen in Schweden bislang hauptsächlich in großen Städten. Die muslimische Bevölkerung Schwedens ist heterogen und umfasst Bosniaken, Iraner, Araber, Somalier, Kurden, Türken und viele weitere Gruppen. Aufgrund dieser Heterogenität und Vielfalt wird der Islam in Schweden unterschiedliche gelebt und der Grad der Religiosität ist individuell verschieden.
Sonstige Religionen
Die jüdische Gemeinschaft in Schweden hat historische Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert (als Juden sich in Stockholm ansiedeln durften). Heute gibt es schätzungsweise 15.000–20.000 Juden im Land.[36] Daneben bestehen kleinere religiöse Gemeinschaften: Zum Beispiel leben einige Zehntausende Buddhisten (hauptsächlich vietnamesischer und thailändischer Herkunft) und Hindus (ursprünglich aus Indien, Sri Lanka) in Schweden. Auch die Bahá’í-Religion und verschiedene neue religiöse Bewegungen haben Anhänger, aber insgesamt verbleibt ihr Anteil unter 1 %. So gibt es einige Anhänger von altskandinavischer Religionen (Neuheiden) und einen gewissen Einfluss von Wicca oder New-Age-Esoterik in bestimmten Subkulturen.
Gesundheit
Schweden verfügt über ein hochentwickeltes Gesundheits- und Sozialsystem, was sich in sehr guten Gesundheitsindikatoren der Bevölkerung widerspiegelt. Die Lebenserwartung bei Geburt gehört zu den höchsten weltweit: Im Jahr 2021 lag sie für Frauen bei rund 84,8 Jahren und für Männer bei 81,2 Jahren.[37] Bis 2024 stieg sie weiter auf etwa 85,4 Jahre (Frauen) bzw. 82,3 Jahre (Männer).[3] Damit lebt ein durchschnittlicher Schwede fast doppelt so lange wie um 1900 (damals rund 50 Jahre). Dieser enorme Anstieg ist Ergebnis des demografisch-epidemiologischen Übergangs: Infektionskrankheiten wurden weitgehend zurückgedrängt, und chronische Zivilisationsleiden traten in den Vordergrund. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind inzwischen, wie in den meisten Industrieländern, die häufigsten Todesursachen. Verbesserungen in Medizin und Prävention führen aber auch hier zu stetig sinkenden Sterberaten. Ein weiterer Indikator für die gute Gesundheitslage ist die sehr niedrige Säuglings- und Kindersterblichkeit. Die Kindersterblichkeit (Sterbefälle in den ersten Lebensjahren) konstant unter 3 pro 1.000 Lebendgeborenen, einer der besten Werte weltweit.[38]
Das allgemeine Gesundheitssystem ist steuerfinanziert und bietet allen Einwohnern weitgehend kostenlosen Zugang zur medizinischen Versorgung. Es herrscht ein hoher Versorgungsstandard: Die Arztdichte liegt bei etwa 4,4 Ärzten pro 1.000 Einwohner (Stand 2023), und es gibt ca. 2,2 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner. Der größte Teil der Krankenhäuser ist in öffentlicher Hand (Landsting/Landkreise), und die Gesundheitsausgaben betragen rund 9 % des Bruttoinlandsprodukts. Präventionsmaßnahmen und öffentliche Gesundheitsdienste (Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen) sind etabliert. So beträgt die Durchimpfungsrate bei Kindern gegen Standardkrankheiten über 90 %.[38] Auch wurden Sport und gesunde Ernährung traditionell gefördert; Schweden weist z. B. mit etwa 16 % einen der niedrigeren Raten an Fettleibigkeit (BMI > 30) in Europa auf. Probleme im Gesundheitswesen treten vor allem durch die Bevölkerungsalterung und den steigenden Bedarf an Pflege und den damit verbundenen Kosten auf. Eine weitere Herausforderung in Schweden ist die psychische Gesundheit, so sind 41 Prozent der jungen Schweden von Depressionen betroffen oder in der Risikogruppe, der europaweit höchste Wert.[39] Auch die Suizidrate ist relativ hoch, mit über 1000 Fällen pro Jahr.[40]
Bildung
Das schwedische Bildungssystem genießt international einen guten Ruf und trägt zu den hohen Bildungsstandards der Bevölkerung bei. Bildung hat in Schweden traditionell einen hohen Stellenwert. Mit der Industrialisierung ging dann eine weitere Bildungsreform einher: 1842 führte Schweden als eines der ersten Länder Europas eine landesweite allgemeine Schulpflicht ein.[41] Dieses Schulgesetz von 1842 (Folkskola) begründete ein System von Volksschulen in jeder Gemeinde, in denen Kinder grundlegende Kenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen erhielten. Infolgedessen war um 1900 die Lesefähigkeit praktisch universell verbreitet; man schätzt die Analphabetenquote zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf unter 1 %. Heute liegt die formale Alphabetisierungsrate bei nahezu 100 % der erwachsenen Bevölkerung.[42]
Das gegenwärtige Bildungssystem ist dreistufig: Auf die vorschulische Erziehung (freiwilliger Kindergarten, förskola) folgt die neunjährige Grundschule (grundskola, für alle Kinder im Alter von 6 bzw. 7 bis 15 Jahren). Der Besuch der Grundschule ist Pflicht und unentgeltlich. Damit schließt die obligatorische Schulzeit ab – allerdings durchlaufen fast alle Jugendlichen anschließend eine weiterführende Gymnasial- bzw. Sekundarstufe II (gymnasieskola) von 3 Jahren (im Alter 16–18). Diese ist zwar formal freiwillig, doch die großer Mehrheit der Schulkinder wechseln nach der 9. Klasse ins Gymnasium. Beim Anteil der Gesamtbevölkerung (Alter 25–64) mit Hochschulabschluss liegt Schweden mit einem Wert von 48 % international weit vorne.[43] Frauen sind dabei etwas häufiger hochqualifiziert als Männer, was dem internationalen Trend entspricht. Die häufigsten Studienabschlüsse sind Bachelor- und Mastergrade in Fächern wie Wirtschaft, Technik, Medizin und Sozialwissenschaften.[44]
Allerdings stand das schwedische Schulwesen in den letzten Jahren auch in der Kritik. Ab den 1990er Jahren wurde das System stark dezentralisiert und liberalisiert (Einführung von Privatschulen/Freischulen mit staatlicher Finanzierung, Wettbewerb zwischen Schulen). In den PISA-Schulleistungsstudien um 2012 schnitten schwedische 15-Jährige deutlich schlechter ab als ein Jahrzehnt zuvor, besonders in Mathematik und Naturwissenschaften. Dies löste innenpolitisch eine Debatte über Bildungsstandards und Reformbedarf aus. Inzwischen zeigen die PISA-Resultate wieder leichte Verbesserungen (2018 lag Schweden in Lesen, Mathe und Naturwissenschaften wieder im OECD-Durchschnitt bzw. knapp darüber).[44] 2022 war Schweden erneut leicht über dem Durchschnitt, jedoch war ein Leistungsabfall gegenüber 2018 zu verzeichnen.[45]
Statistik
Jährliche Entwicklung der Geburten und Todesfälle und weiterer Vitalstatistiken laut Schätzungen des schwedischen Statistikistituts.
| Einwohnerzahl | Geburten | Todesfälle | Natürliche Änderung |
Geburtenrate (je 1000 Einw.) |
Sterberate (je 1000 Einw.) |
Nat. Änderung (je 1000 Einw.) |
Nettemigration (je 1000 Einw.) |
Fertilitätsrate | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1800 | 2.347.303 | 67.555 | 73.928 | −6.373 | 28,8 | 31,5 | −2,7 | 4,07 | |
| 1801 | 2.354.952 | 70.629 | 61.317 | 9.312 | 30,0 | 26,0 | 4,0 | −0,7 | 4,26 |
| 1802 | 2.372.216 | 74.963 | 56.035 | 18.928 | 31,6 | 23,6 | 8,0 | −0,7 | 4,50 |
| 1803 | 2.388.619 | 74.644 | 56.577 | 18.067 | 31,3 | 23,7 | 7,6 | −0,7 | 4,45 |
| 1804 | 2.403.814 | 76.443 | 59.584 | 16.859 | 31,8 | 24,8 | 7,0 | −0,6 | 4,52 |
| 1805 | 2.422.039 | 76.552 | 56.663 | 19.889 | 31,6 | 23,4 | 8,2 | 0,7 | 4,50 |
| 1806 | 2.428.734 | 74.581 | 66.728 | 7.853 | 30,7 | 27,5 | 3,2 | −5,3 | 4,36 |
| 1807 | 2.439.599 | 75.842 | 63.818 | 12.024 | 31,1 | 26,2 | 4,9 | 0,5 | 4,42 |
| 1808 | 2.427.592 | 73.963 | 84.811 | −10.848 | 30,5 | 34,9 | −4,5 | −9,5 | 4.31 |
| 1809 | 2.394.101 | 64.300 | 96.532 | −32.232 | 26,9 | 40,3 | −13,5 | −19,3 | 3,78 |
| 1810 | 2.396.351 | 78.916 | 75.607 | 3.309 | 32,9 | 31,5 | 1,4 | 1,6 | 4,67 |
| 1811 | 2.411.382 | 84.862 | 69.246 | 15.616 | 35,2 | 28,7 | 6,5 | 0,9 | 5,01 |
| 1812 | 2.418.780 | 81.079 | 73.095 | 7.984 | 33,5 | 30,2 | 3,3 | −3,0 | 4,76 |
| 1813 | 2.423.949 | 72.021 | 66.266 | 5.755 | 29,7 | 27,3 | 2,4 | −0,8 | 4,22 |
| 1814 | 2.438.241 | 75.837 | 60.959 | 14.878 | 31,1 | 25,0 | 6,1 | 4,4 | 4,42 |
| 1815 | 2.465.066 | 85.239 | 57.829 | 27.410 | 34,6 | 23,5 | 11,1 | 8,2 | 4.93 |
| 1816 | 2,497,484 | 87,644 | 56,225 | 31,419 | 35.1 | 22.5 | 12.6 | 8.7 | 5.01 |
| 1816 | 2.497.484 | 87.644 | 56.225 | 31.419 | 35,1 | 22,5 | 12,6 | 8,7 | 5,01 |
| 1817 | 2.521.442 | 83.821 | 60.863 | 22.958 | 33,2 | 24,1 | 9,1 | 1,8 | 4,74 |
| 1818 | 2.546.411 | 85.714 | 61.745 | 23.969 | 33,7 | 24,2 | 9,4 | 4,7 | 4,80 |
| 1819 | 2.561.780 | 84.250 | 69.881 | 14.369 | 32,9 | 27,3 | 5,6 | −3,2 | 4,68 |
| 1820 | 2.584.690 | 84.841 | 62.930 | 21.911 | 32,8 | 24,3 | 8,5 | 6,4 | 4,68 |
| 1821 | 2.610.870 | 92.072 | 66.416 | 25.656 | 35,3 | 25,4 | 9,8 | 6,1 | 5,03 |
| 1822 | 2.646.314 | 94.309 | 59.390 | 34.919 | 35,6 | 22,4 | 13,2 | 7,4 | 5,09 |
| 1823 | 2.689.031 | 98.259 | 56.067 | 42.192 | 36,5 | 20,9 | 15,7 | 10,0 | 5,22 |
| 1824 | 2.726.877 | 93.577 | 56.256 | 37.321 | 34,3 | 20,6 | 13,7 | 3,6 | 4,90 |
| 1825 | 2.771.252 | 100.315 | 56.465 | 43.850 | 36,2 | 20,4 | 15,8 | 9,2 | 5,18 |
| 1826 | 2.804.926 | 97.125 | 63.027 | 34.098 | 34,6 | 22,5 | 12,2 | 2,6 | 4,94 |
| 1827 | 2.827.719 | 88.138 | 64.920 | 23.218 | 31,2 | 23,0 | 8,2 | −1,6 | 4,44 |
| 1828 | 2.846.788 | 95.354 | 75.860 | 19.494 | 33,5 | 26,6 | 6,9 | −0,2 | 4,74 |
| 1829 | 2.863.132 | 99.488 | 82.719 | 16.769 | 34,7 | 28,9 | 5,9 | −0,6 | 4,94 |
| 1830 | 2.888.082 | 94.626 | 69.251 | 25.375 | 32,8 | 24,0 | 8,8 | 4,6 | 4,67 |
| 1831 | 2.901.039 | 88.253 | 75.274 | 12.979 | 30,4 | 26,0 | 4,5 | −4,0 | 4,32 |
| 1832 | 2.922.801 | 89.862 | 68.078 | 21.784 | 30,7 | 23,3 | 7,4 | 3,6 | 4,38 |
| 1833 | 2.959.141 | 100.309 | 63.947 | 36.362 | 33,9 | 21,6 | 12,3 | 9,5 | 4,84 |
| 1834 | 2.983.055 | 100.231 | 76.294 | 23.937 | 33,6 | 25,6 | 8,0 | 0,3 | 4,78 |
| 1835 | 3.025.439 | 98.144 | 55.738 | 42.406 | 32,4 | 18,4 | 14,0 | 0,0 | 4,63 |
| 1836 | 3.059.356 | 96.857 | 60.763 | 36.094 | 31,7 | 19,9 | 11,8 | −0,7 | 4,52 |
| 1837 | 3.076.184 | 94.616 | 75.611 | 19.005 | 30,8 | 24,6 | 6,2 | −0,7 | 4,17 |
| 1838 | 3.090.262 | 90.565 | 74.309 | 16.256 | 29,3 | 24,0 | 5,3 | −0,3 | 4,37 |
| 1839 | 3.106.459 | 91.363 | 72.988 | 18.375 | 29,4 | 23,5 | 5,9 | 0,4 | 4,18 |
| 1840 | 3.138.887 | 98.160 | 63.555 | 34.605 | 31,3 | 20,2 | 11,0 | 2,1 | 4,46 |
| 1841 | 3.173.160 | 95.734 | 61.279 | 34.455 | 30,2 | 19,3 | 10,9 | −0,2 | 4,30 |
| 1842 | 3.206.776 | 100.976 | 67.177 | 33.799 | 31,5 | 21,0 | 10,5 | −0,2 | 4,49 |
| 1843 | 3.236.632 | 99.154 | 69.115 | 30.039 | 30,6 | 21,4 | 9,3 | −1,5 | 4,36 |
| 1844 | 3.275.133 | 104.693 | 66.009 | 38.684 | 32,0 | 20,2 | 11,8 | 4,6 | 4,56 |
| 1845 | 3.316.536 | 103.660 | 62.074 | 41.586 | 31,3 | 18,7 | 12,5 | 2,2 | 4,46 |
| 1846 | 3.342.927 | 99.703 | 72.683 | 27.020 | 29,8 | 21,7 | 8,1 | −4,4 | 4,25 |
| 1847 | 3.362.072 | 99.179 | 79.405 | 19.774 | 29,5 | 23,6 | 5,9 | −2,8 | 4,20 |
| 1848 | 3.397.454 | 102.524 | 66.513 | 36.011 | 30,2 | 19,6 | 10,6 | 7,4 | 4,30 |
| 1849 | 3.441.286 | 112.304 | 67.842 | 44.462 | 32,6 | 19,7 | 12,9 | 3,9 | 4,66 |
| 1850 | 3.482.541 | 110.399 | 68.514 | 41.885 | 31,7 | 19,7 | 12,0 | −0,2 | 4,45 |
| 1851 | 3.516.647 | 111.065 | 72.506 | 38.559 | 31,6 | 20,6 | 11,0 | −1,4 | 4,36 |
| 1852 | 3.540.409 | 108.305 | 80.090 | 28.215 | 30,6 | 22,6 | 8,0 | −5,3 | 4,20 |
| 1853 | 3.563.316 | 111.407 | 84.047 | 27.360 | 31,3 | 23,6 | 7,7 | −0,5 | 4,26 |
| 1854 | 3.608.124 | 120.107 | 70.846 | 49.261 | 33,3 | 19,6 | 13,7 | 8,0 | 4,53 |
| 1855 | 3.641.011 | 115.072 | 77.734 | 37.338 | 31,6 | 21,3 | 10,3 | −1,9 | 4,30 |
| 1856 | 3.672.988 | 115.082 | 79.618 | 35.464 | 31,3 | 21,7 | 9,6 | −0,5 | 4,23 |
| 1857 | 3.687.601 | 119.349 | 101.491 | 17.858 | 32,4 | 27,5 | 4,8 | −6,2 | 4,36 |
| 1858 | 3.734.240 | 129.039 | 80.498 | 48.541 | 34,6 | 21,6 | 13,0 | 11,7 | 4,66 |
| 1859 | 3.787.735 | 131.605 | 75.720 | 55.885 | 34,8 | 20,0 | 14,8 | 4,5 | 4,71 |
| 1860 | 3.859.728 | 133.162 | 67.502 | 65.660 | 34,5 | 17,5 | 17,0 | 9,2 | 4,71 |
| 1861 | 3.917.339 | 126.634 | 71.829 | 54.805 | 32,3 | 18,3 | 14,0 | −3,4 | 4,44 |
| 1862 | 3.965.899 | 131.584 | 84.350 | 47.234 | 33,2 | 21,3 | 11,9 | −2,0 | 4,59 |
| 1863 | 4.022.564 | 134.279 | 77.227 | 57.052 | 33,4 | 19,2 | 14,2 | 6,7 | 4,65 |
| 1864 | 4.070.061 | 136.004 | 81.937 | 54.067 | 33,4 | 20,1 | 13,3 | −0,8 | 4,65 |
| 1865 | 4.114.141 | 134.281 | 79.216 | 55.065 | 32,6 | 19,3 | 13,4 | −1,9 | 4,58 |
| 1866 | 4.160.677 | 136.989 | 82.666 | 54.323 | 32,9 | 19,9 | 13,0 | 2,0 | 4,68 |
| 1867 | 4.195.681 | 128.832 | 82.072 | 46.760 | 30,7 | 19,6 | 11,1 | −3,8 | 4,40 |
| 1868 | 4.173.080 | 114.955 | 87.807 | 27.148 | 27,5 | 21,0 | 6,5 | −21,2 | 3,93 |
| 1869 | 4.158.757 | 117.677 | 92.775 | 24.902 | 28,3 | 22,3 | 6,0 | −4,1 | 4,03 |
| 1870 | 4.168.525 | 119.838 | 82.449 | 37.389 | 28,7 | 19,8 | 9,0 | −6,6 | 4,11 |
| 1871 | 4.204.177 | 127.333 | 72.046 | 55.287 | 30,3 | 17,1 | 13,1 | −4,7 | 4,47 |
| 1872 | 4.250.412 | 126.983 | 68.802 | 58.181 | 29,9 | 16,2 | 13,7 | −2,8 | 4,34 |
| 1873 | 4.297.972 | 131.643 | 73.525 | 58.118 | 30,6 | 17,1 | 13,5 | −0,2 | 4,49 |
| 1874 | 4.341.559 | 133.249 | 87.760 | 45.489 | 30,7 | 20,2 | 10,5 | −5,3 | 4,54 |
| 1875 | 4.383.291 | 135.958 | 88.439 | 47.519 | 31,0 | 20,2 | 10,8 | 0,7 | 4,60 |
| 1876 | 4.429.713 | 135.890 | 86.334 | 49.556 | 30,7 | 19,5 | 11,2 | 2,2 | 4,57 |
| 1877 | 4.484.542 | 138.476 | 83.175 | 55.301 | 30,9 | 18,5 | 12,3 | 3,4 | 4,62 |
| 1878 | 4.531.863 | 134.464 | 81.418 | 53.046 | 29,7 | 18,0 | 11,7 | −1,2 | 4,44 |
| 1879 | 4.578.901 | 139.043 | 77.152 | 61.891 | 30,4 | 16,8 | 13,5 | 2,4 | 4,56 |
| 1880 | 4.565.668 | 134.262 | 82.753 | 51.509 | 29,4 | 18,1 | 11,3 | −14,2 | 4,36 |
| 1881 | 4.572.245 | 132.804 | 80.800 | 52.004 | 29,0 | 17,7 | 11,4 | −9,9 | 4,29 |
| 1882 | 4.579.115 | 134.300 | 79.406 | 54.894 | 29,3 | 17,3 | 12,0 | −10,5 | 4,32 |
| 1883 | 4.603.595 | 132.875 | 79.487 | 53.388 | 28,9 | 17,3 | 11,6 | 0,2 | 4,24 |
| 1884 | 4.644.448 | 138.745 | 81.077 | 57.668 | 29,9 | 17,5 | 12,4 | 5,9 | 4,40 |
| 1885 | 4.682.769 | 137.308 | 82.781 | 54.527 | 29,3 | 17,7 | 11,6 | 5,2 | 4,34 |
| 1886 | 4.717.189 | 139.882 | 78.045 | 61.837 | 29,6 | 16,5 | 13,1 | 5,6 | 4,39 |
| 1887 | 4.734.901 | 140.169 | 76.227 | 63.942 | 29,6 | 16,1 | 13,5 | −0,8 | 4,36 |
| 1888 | 4.748.257 | 136.451 | 75.831 | 60.620 | 28,7 | 16,0 | 12,8 | −3,1 | 4,24 |
| 1889 | 4.774.409 | 132.069 | 76.124 | 55.945 | 27,7 | 15,9 | 11,7 | 4,3 | 4,10 |
| 1890 | 4.784.981 | 133.597 | 81.824 | 51.773 | 27,9 | 17,1 | 10,8 | −3,9 | 4,15 |
| 1891 | 4.802.751 | 135.516 | 80.603 | 54.913 | 28,2 | 16,8 | 11,4 | 2,6 | 4,14 |
| 1892 | 4.806.865 | 129.622 | 85.894 | 43.728 | 27,0 | 17,9 | 9,1 | −4,4 | 3,93 |
| 1893 | 4.824.150 | 131.729 | 81.027 | 50.702 | 27,3 | 16,8 | 10,5 | 4,0 | 3,97 |
| 1894 | 4.873.183 | 131.409 | 79.444 | 51.965 | 27,0 | 16,3 | 10,7 | 8,9 | 3,94 |
| 1895 | 4.919.260 | 134.599 | 74.368 | 60.231 | 27,4 | 15,1 | 12,2 | 8,0 | 4,01 |
| 1896 | 4.962.568 | 134.308 | 77.259 | 57.049 | 27,1 | 15,6 | 11,5 | 5,1 | 3,98 |
| 1897 | 5.009.632 | 132.999 | 76.558 | 56.441 | 26,6 | 15,3 | 11,3 | 5,7 | 3,92 |
| 1898 | 5.062.918 | 136.523 | 75.949 | 60.574 | 27,0 | 15,0 | 12,0 | 6,8 | 3,99 |
| 1899 | 5.097.402 | 133.882 | 89.678 | 44.204 | 26,3 | 17,6 | 8,7 | −5,5 | 3,09 |
| 1900 | 5.136.441 | 138.139 | 86.146 | 51.993 | 27,0 | 16,8 | 10,2 | −2,5 | 4,02 |
| 1901 | 5.175.228 | 139.370 | 82.772 | 56.598 | 27,0 | 16,1 | 10,9 | −3,3 | 4,04 |
| 1902 | 5.198.752 | 137.364 | 79.722 | 57.642 | 26,5 | 15,4 | 11,1 | −6,6 | 3,95 |
| 1903 | 5.221.291 | 133.896 | 78.610 | 55.286 | 25,7 | 15,1 | 10,6 | −6,3 | 3,82 |
| 1904 | 5.260.811 | 134.952 | 80.152 | 54.800 | 25,7 | 15,3 | 10,4 | −2,8 | 3,83 |
| 1905 | 5.294.885 | 135.409 | 82.443 | 52.966 | 25,7 | 15,6 | 10,1 | −3,6 | 3,83 |
| 1906 | 5.337.055 | 136.620 | 76.366 | 60.254 | 25,7 | 14,4 | 11,3 | −3,3 | 3,81 |
| 1907 | 5.377.713 | 136.793 | 78.149 | 58.644 | 25,5 | 14,6 | 10,9 | −3,3 | 3,77 |
| 1908 | 5.429.600 | 138.874 | 80.568 | 58.306 | 25,7 | 14,9 | 10,8 | −1,2 | 3,79 |
| 1909 | 5.476.441 | 139.505 | 74.538 | 64.967 | 25,6 | 13,7 | 11,9 | −3,3 | 3,71 |
| 1910 | 5.522.403 | 135.625 | 77.212 | 58.413 | 24,7 | 14,0 | 10,7 | −2,3 | 3,60 |
| 1911 | 5.561.799 | 132.977 | 76.462 | 56.515 | 24,0 | 13,8 | 10,2 | −3,1 | 3,49 |
| 1912 | 5.604.192 | 132.868 | 79.241 | 53.627 | 23,8 | 14,2 | 9,6 | −2,0 | 3,44 |
| 1913 | 5.638.583 | 130.200 | 76.724 | 53.476 | 23,2 | 13,6 | 9,6 | −3,5 | 3,32 |
| 1914 | 5.679.607 | 129.458 | 78.311 | 51.147 | 22,9 | 13,8 | 9,1 | −1,8 | 3,29 |
| 1915 | 5.712.740 | 122.997 | 83.587 | 39.410 | 21,6 | 14,7 | 6,9 | −1,1 | 3,06 |
| 1916 | 5.757.566 | 121.679 | 77.771 | 43.908 | 21,2 | 13,6 | 7,6 | 0,2 | 2,99 |
| 1917 | 5.800.847 | 120.855 | 77.385 | 43.470 | 20,9 | 13,4 | 7,5 | 0,0 | 2,93 |
| 1918 | 5.813.850 | 117.955 | 104.594 | 13.361 | 20,3 | 18,0 | 2,3 | −0,1 | 2,83 |
| 1919 | 5.847.037 | 115.193 | 84.289 | 30.904 | 19,8 | 14,5 | 5,3 | 0,4 | 2,72 |
| 1920 | 5.904.489 | 138.753 | 78.128 | 60.625 | 23,6 | 13,3 | 10,3 | −0,5 | 3,22 |
| 1921 | 5.954.316 | 127.723 | 73.536 | 54.187 | 21,5 | 12,4 | 9,1 | −0,7 | 2,93 |
| 1922 | 5.987.520 | 116.946 | 76.343 | 40.603 | 19,6 | 12,8 | 6,8 | −1,2 | 2,66 |
| 1923 | 6.005.759 | 113.435 | 68.424 | 45.011 | 18,9 | 11,4 | 7,5 | −4,5 | 2,55 |
| 1924 | 6.036.118 | 109.055 | 72.001 | 37.054 | 18,1 | 12,0 | 6,1 | −1,0 | 2,43 |
| 1925 | 6.053.562 | 106.292 | 70.918 | 35.374 | 17,6 | 11,7 | 5,9 | −3,0 | 2,34 |
| 1926 | 6.074.368 | 102.007 | 71.344 | 30.663 | 16,8 | 11,8 | 5,0 | −1,6 | 2,22 |
| 1927 | 6.087.923 | 97.994 | 77.219 | 20.775 | 16,1 | 12,7 | 3,4 | −1,2 | 2,11 |
| 1928 | 6.105.190 | 97.868 | 73.267 | 24.601 | 16,1 | 12,0 | 4,1 | −1,3 | 2,08 |
| 1929 | 6.120.080 | 92.861 | 74.538 | 18.323 | 15,2 | 12,2 | 3,0 | −0,6 | 1,95 |
| 1930 | 6.142.191 | 94.220 | 71.790 | 22.430 | 15,4 | 11,7 | 3,7 | −0,1 | 1,96 |
| 1931 | 6.162.446 | 91.074 | 77.121 | 13.953 | 14,8 | 12,5 | 2,3 | 1,0 | 1,88 |
| 1932 | 6.190.364 | 89.779 | 71.459 | 18.320 | 14,5 | 11,6 | 2,9 | 1,6 | 1,83 |
| 1933 | 6.211.566 | 85.020 | 69.607 | 15.413 | 13,7 | 11,2 | 2,5 | 0,9 | 1,72 |
| 1934 | 6.233.090 | 85.092 | 69.921 | 15.171 | 13,7 | 11,2 | 2,5 | 1,0 | 1,67 |
| 1935 | 6.250.506 | 85.906 | 72.813 | 13.093 | 13,8 | 11,7 | 2,1 | 0,7 | 1,70 |
| 1936 | 6.266.888 | 88.938 | 74.836 | 14.102 | 14,2 | 12,0 | 2,2 | 0,4 | 1,75 |
| 1937 | 6.284.722 | 90.373 | 75.392 | 14.981 | 14,4 | 12,0 | 2,4 | 0,4 | 1,77 |
| 1938 | 6.310.214 | 93.946 | 72.693 | 21.253 | 14,9 | 11,5 | 3,4 | 0,7 | 1,84 |
| 1939 | 6.341.303 | 97.380 | 72.876 | 24.504 | 15,4 | 11,5 | 3,9 | 1,0 | 1,90 |
| 1940 | 6.371.432 | 95.778 | 72.748 | 23.030 | 15,1 | 11,4 | 3,7 | 1,1 | 1,86 |
| 1941 | 6.406.474 | 99.727 | 71.910 | 27.817 | 15,6 | 11,3 | 4,3 | 1,2 | 1,92 |
| 1942 | 6.458.200 | 113.961 | 63.741 | 50.220 | 17,7 | 9,9 | 7,8 | 0,3 | 2,19 |
| 1943 | 6.522.827 | 125.392 | 66.105 | 59.287 | 19,3 | 10,2 | 9,1 | 0,9 | 2,41 |
| 1944 | 6.597.348 | 134.991 | 72.284 | 62.707 | 20,6 | 11,0 | 10,6 | 0,8 | 2,61 |
| 1945 | 6.673.749 | 135.373 | 71.901 | 63.472 | 20,4 | 10,8 | 10,4 | 1,2 | 2,63 |
| 1946 | 6.763.685 | 132.597 | 70.635 | 61.962 | 19,7 | 10,5 | 9,2 | 4,3 | 2,57 |
| 1947 | 6.842.046 | 128.779 | 73.579 | 55.200 | 18,9 | 10,8 | 8,1 | 3,5 | 2,50 |
| 1948 | 6.924.888 | 126.683 | 67.693 | 58.990 | 18,4 | 9,8 | 8,6 | 3,5 | 2,47 |
| 1949 | 6.986.181 | 121.272 | 69.537 | 51.735 | 17,4 | 10,0 | 7,4 | 1,5 | 2,39 |
| 1950 | 7.041.829 | 115.414 | 70.296 | 45.118 | 16,5 | 10,0 | 6,5 | 1,5 | 2,28 |
| 1951 | 7.098.740 | 110.168 | 69.799 | 40.369 | 15,6 | 9,9 | 5,7 | 2,4 | 2,20 |
| 1952 | 7.150.606 | 110.192 | 68.270 | 41.922 | 15,5 | 9,6 | 5,9 | 1,4 | 2,22 |
| 1953 | 7.192.316 | 110.144 | 69.553 | 40.591 | 15,4 | 9,7 | 5,7 | 0,1 | 2,25 |
| 1954 | 7.234.667 | 105.096 | 69.030 | 36.066 | 14,6 | 9,6 | 5,0 | 0,9 | 2,18 |
| 1955 | 7.290.112 | 107.305 | 68.634 | 38.671 | 14,8 | 9,5 | 5,3 | 2,4 | 2,25 |
| 1956 | 7.338.991 | 107.960 | 70.205 | 37.755 | 14,8 | 9,6 | 5,2 | 1,5 | 2,29 |
| 1957 | 7.388.611 | 107.168 | 73.132 | 34.036 | 14,6 | 9,9 | 4,7 | 2,1 | 2,29 |
| 1958 | 7.429.675 | 105.502 | 71.065 | 34.437 | 14,2 | 9,6 | 4,6 | 1,0 | 2,26 |
| 1959 | 7.462.823 | 104.743 | 70.889 | 33.854 | 14,1 | 9,5 | 4,5 | 0,0 | 2,29 |
| 1960 | 7.497.967 | 102.219 | 75.093 | 27.126 | 13,7 | 10,0 | 3,7 | 1,0 | 2,17 |
| 1961 | 7.542.028 | 104.501 | 73.555 | 30.946 | 13,9 | 9,8 | 4,1 | 1,8 | 2,21 |
| 1962 | 7.581.148 | 107.284 | 76.791 | 30.493 | 14,2 | 10,2 | 5,6 | −0,4 | 2,25 |
| 1963 | 7.627.507 | 112.903 | 76.460 | 36.443 | 14,8 | 10,1 | 4,7 | 1,4 | 2,33 |
| 1964 | 7.695.200 | 122.664 | 76.661 | 46.003 | 16,0 | 10,0 | 6,0 | 2,9 | 2,47 |
| 1965 | 7.772.506 | 122.806 | 78.194 | 44.612 | 15,9 | 10,1 | 5,8 | 4,2 | 2,39 |
| 1966 | 7.843.088 | 123.354 | 78.440 | 44.914 | 15,8 | 10,0 | 5,8 | 3,3 | 2,37 |
| 1967 | 7.892.774 | 121.360 | 79.783 | 41.577 | 15,4 | 10,1 | 5,3 | 1,0 | 2,28 |
| 1968 | 7.931.193 | 113.087 | 82.476 | 30.611 | 14,3 | 10,4 | 3,9 | 1,0 | 2,07 |
| 1969 | 8.004.270 | 107.622 | 83.352 | 24.270 | 13,5 | 10,5 | 3,0 | 6,2 | 1,94 |
| 1970 | 8.081.142 | 110.150 | 80.026 | 30.124 | 13,7 | 9,9 | 3,8 | 5,8 | 1,94 |
| 1971 | 8.115.165 | 114.484 | 82.717 | 31.767 | 14,1 | 10,2 | 3,9 | 0,3 | 1,98 |
| 1972 | 8.129.129 | 112.273 | 84.051 | 28.222 | 13,8 | 10,3 | 3,5 | −1,8 | 1,93 |
| 1973 | 8.144.428 | 109.663 | 85.640 | 24.023 | 13,5 | 10,5 | 3,0 | −1,1 | 1,88 |
| 1974 | 8.176.691 | 109.874 | 86.316 | 23.558 | 13,5 | 10,6 | 2,9 | 1,1 | 1,91 |
| 1975 | 8.208.442 | 103.632 | 88.208 | 15.424 | 12,6 | 10,8 | 1,8 | 2,1 | 1,78 |
| 1976 | 8.236.179 | 98.345 | 90.677 | 7.668 | 12,0 | 11,0 | 1,0 | 2,4 | 1,70 |
| 1977 | 8.267.116 | 96.057 | 88.202 | 7.855 | 11,6 | 10,7 | 0,9 | 2,9 | 1,64 |
| 1978 | 8.284.437 | 93.248 | 89.681 | 3.567 | 11,3 | 10,8 | 0,5 | 1,6 | 1,61 |
| 1979 | 8.303.010 | 96.255 | 91.074 | 5.181 | 11,6 | 11,0 | 0,6 | 1,6 | 1,66 |
| 1980 | 8.317.937 | 97.064 | 91.800 | 5.264 | 11,7 | 11,0 | 0,7 | 1,1 | 1,69 |
| 1981 | 8.323.033 | 94.065 | 92.034 | 2.031 | 11,3 | 11,1 | 0,2 | 0,4 | 1,63 |
| 1982 | 8.327.484 | 92.748 | 90.671 | 2.077 | 11,1 | 10,9 | 0,2 | 0,3 | 1,60 |
| 1983 | 8.330.573 | 91.780 | 90.791 | 989 | 11,0 | 10,9 | 0,1 | 0,3 | 1,61 |
| 1984 | 8.342.621 | 93.889 | 90.483 | 3.406 | 11,3 | 10,9 | 0,4 | 1,0 | 1,66 |
| 1985 | 8.358.139 | 98.463 | 94.032 | 4.431 | 11,8 | 11,3 | 0,5 | 1,4 | 1,74 |
| 1986 | 8.381.515 | 101.950 | 93.295 | 8.655 | 12,2 | 11,1 | 1,1 | 1,7 | 1,79 |
| 1987 | 8.414.083 | 104.699 | 93.307 | 11.392 | 12,5 | 11,1 | 1,4 | 2,5 | 1,84 |
| 1988 | 8.458.888 | 112.080 | 96.743 | 15.337 | 13,3 | 11,5 | 1,8 | 3,5 | 1,96 |
| 1989 | 8.527.036 | 116.023 | 92.110 | 23.913 | 13,7 | 10,8 | 2,9 | 5,2 | 2,02 |
| 1990 | 8.590.630 | 123.938 | 95.161 | 28.777 | 14,5 | 11,1 | 3,4 | 4,1 | 2,14 |
| 1991 | 8.644.119 | 123.737 | 95.202 | 28.535 | 14,4 | 11,0 | 3,4 | 2,8 | 2,12 |
| 1992 | 8.692.013 | 122.848 | 94.710 | 28.138 | 14,2 | 10,9 | 3,3 | 2,2 | 2,09 |
| 1993 | 8.745.109 | 117.998 | 97.008 | 20.990 | 13,5 | 11,1 | 2,4 | 3,7 | 2,00 |
| 1994 | 8.816.381 | 112.257 | 91.844 | 20.413 | 12,8 | 10,5 | 2,3 | 5,8 | 1,90 |
| 1995 | 8.837.496 | 103.326 | 96.910 | 6.416 | 11,7 | 11,0 | 0,7 | 1,7 | 1,74 |
| 1996 | 8.844.499 | 95.297 | 94.133 | 1.164 | 10,8 | 10,6 | 0,2 | 0,6 | 1,61 |
| 1997 | 8.847.625 | 89.171 | 92.674 | −3.503 | 10,1 | 10,5 | −0,4 | 0,8 | 1,52 |
| 1998 | 8.854.322 | 88.384 | 92.891 | −4.507 | 10,0 | 10,5 | −0,5 | 1,3 | 1,51 |
| 1999 | 8.861.426 | 88.173 | 94.726 | −6.553 | 10,0 | 10,7 | −0,7 | 1,5 | 1,50 |
| 2000 | 8.882.792 | 90.441 | 93.285 | −2.844 | 10,2 | 10,5 | −0,3 | 2,7 | 1,54 |
| 2001 | 8.909.128 | 91.466 | 93.752 | −2.286 | 10,3 | 10,5 | −0,2 | 3,2 | 1,57 |
| 2002 | 8.940.788 | 95.815 | 95.009 | 806 | 10,7 | 10,6 | 0,1 | 3,5 | 1,65 |
| 2003 | 8.975.670 | 99.157 | 92.961 | 6.196 | 11,1 | 10,4 | 0,7 | 3,2 | 1,71 |
| 2004 | 9.011.392 | 100.928 | 90.532 | 10.396 | 11,2 | 10,1 | 1,1 | 2,9 | 1,75 |
| 2005 | 9.047.752 | 101.346 | 91.710 | 9.636 | 11,2 | 10,2 | 1,0 | 3,0 | 1,77 |
| 2006 | 9.113.257 | 105.913 | 91.177 | 14.736 | 11,7 | 10,0 | 1,7 | 5,5 | 1,85 |
| 2007 | 9.182.927 | 107.421 | 91.729 | 15.692 | 11,7 | 10,0 | 1,7 | 5,9 | 1,88 |
| 2008 | 9.256.347 | 109.301 | 91.449 | 17.852 | 11,9 | 9,9 | 2,0 | 6,0 | 1,91 |
| 2009 | 9.340.682 | 111.801 | 90.080 | 21.721 | 12,0 | 9,7 | 2,3 | 6,8 | 1,93 |
| 2010 | 9.415.570 | 115.641 | 90.487 | 25.154 | 12,3 | 9,6 | 2,7 | 5,3 | 1,98 |
| 2011 | 9.482.885 | 111.770 | 89.938 | 21.832 | 11,8 | 9,5 | 2,3 | 4,8 | 1,90 |
| 2012 | 9.555.893 | 113.177 | 91.938 | 21.239 | 11,9 | 9,7 | 2,2 | 5,5 | 1,90 |
| 2013 | 9.644.000 | 113.593 | 90.402 | 23.191 | 11,8 | 9,4 | 2,4 | 6,8 | 1,89 |
| 2014 | 9.747.000 | 114.907 | 88.976 | 25.931 | 11,9 | 9,2 | 2,7 | 8,0 | 1,88 |
| 2015 | 9.851.000 | 114.870 | 90.907 | 23.963 | 11,7 | 9,3 | 2,4 | 8,3 | 1,85 |
| 2016 | 9.995.000 | 117.425 | 90.982 | 26.443 | 11,8 | 9,2 | 2,6 | 12,0 | 1,85 |
| 2017 | 10.120.000 | 115.416 | 91.972 | 23.444 | 11,4 | 9,1 | 2,3 | 10,2 | 1,78 |
| 2018 | 10.230.000 | 115.832 | 92.185 | 23.647 | 11,3 | 9,0 | 2,3 | 8,6 | 1,75 |
| 2019 | 10.327.000 | 114.523 | 88.766 | 25.757 | 11,1 | 8,6 | 2,5 | 7,0 | 1,70 |
| 2020 | 10.379.000 | 113.077 | 98.124 | 14.953 | 10,9 | 9,5 | 1,4 | 3,6 | 1,66 |
| 2021 | 10.452.326 | 114.263 | 91.958 | 22.305 | 10,9 | 8,8 | 2,1 | 4,9 | 1,67 |
| 2022 | 10.521.556 | 104.734 | 94.737 | 9.997 | 10,0 | 9,0 | 1,0 | 5,6 | 1,52 |
| 2023 | 10.551.707 | 100.051 | 94.385 | 5.666 | 9,5 | 9,0 | 0,5 | 2,3 | 1,45 |
| 2024 | 10.587.710 | 98.451 | 91.268 | 7.183 | 9,3 | 8,6 | 0,7 | 2,7 | 1,43 |
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Population and Population Changes 1749–2024. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Share of urban population Sweden. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b c Sweden's population in summary 1960-2024. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Sweden: International Migration Outlook 2024. 14. November 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Si: History of Sweden – more than Vikings | Official site of Sweden. In: sweden.se. 18. Juli 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025 (britisches Englisch).
- ↑ Рост населения в Европе : опыт исчисления | WorldCat.org. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (tschechisch).
- ↑ Swedish History - Hans Högman. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ History of Statistics Sweden. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Stockholm. In: Intoxicating Spaces. 22. Juli 2019, abgerufen am 2. Oktober 2025 (britisches Englisch).
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- ↑ a b History of Sweden - The 18th century | Britannica. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Ashley Lauren Samsa: Sweden Championed Gender Equality to Raise Birth Rates - and it Worked. 30. April 2014, abgerufen am 2. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
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- ↑ Why Are Birth Rates in Sweden Falling? | Population Europe. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Invandringar och utvandringar efter medborgarskap och kön. År 2000 - 2024. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (schwedisch).
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- ↑ Allt fler beviljade medborgarskap. Archiviert vom am 18. März 2021; abgerufen am 2. Oktober 2025 (schwedisch).
- ↑ Life expectancy at birth, total (years) - Sweden. In: World Bank Open Data. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
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- ↑ a b Sweden. In: Migration Policy. 21. Januar 2014, abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Sidan kunde inte hittas Statistiska centralbyrån
- ↑ How Many People in Sweden Speak English? [2025 Data]. 10. Januar 2024, abgerufen am 2. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ What lessons can Sweden learn from its Yugoslavian refugees? 18. September 2017, abgerufen am 3. Oktober 2025 (englisch).
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- ↑ Keine Spur von Bullerbü: Wo Kinder in Schweden morden. 17. März 2025, abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Utsatta områden – sociala risker, kollektiv förmåga och oönskade händelser. Archiviert vom am 19. August 2016; abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Julia Wäschenbach, ARD Stockholm: Schweden bietet Migranten hohe Rückkehrprämien. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Sweden | OM.org. Abgerufen am 3. Oktober 2025.
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- ↑ Si: Religion in Sweden. In: sweden.se. 2. Juni 2025, abgerufen am 3. Oktober 2025 (britisches Englisch).
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- ↑ a b Education at a Glance 2025: Sweden. 9. September 2025, abgerufen am 3. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ PISA 2022 Results (Volume I and II) - Country Notes: Sweden. 4. Dezember 2023, abgerufen am 3. Oktober 2025 (englisch).