Demografie Russlands
Die Demografie Russlands beschäftigt sich mit der Bevölkerungsentwicklung und anderen demografischen Indikatoren von Russland. In seinen international allgemein anerkannten politischen Grenzen (ohne Krim und annektierte Gebiete der Süd- und Ostukraine) hatte die Russische Föderation 2024 eine Einwohnerzahl von 143,5 Millionen Menschen.[1] Werden alle politisch kontrollierten Gebiete mitgezählt, dürfte die Bevölkerung bei ca. 150 Millionen Menschen liegen. Weltweit liegt Russland damit auf Platz 9 der bevölkerungsreichsten Länder und ist das einwohnerreichste europäische Land. Da das Land aber gleichzeitig über die weltweit größte Staatsfläche verfügt, ist die Bevölkerungsdichte sehr niedrig (ca. 4 Einwohner pro Quadratkilometer, einer der niedrigsten Werte weltweit). Außerdem ist die Bevölkerung sehr ungleich verteilt. Der Bevölkerungsschwerpunkt befindet sich im Westen des Landes, wo ca. drei Viertel aller Russen leben. Ein weiteres Merkmal der Bevölkerungsverteilung ist die starke Konzentration der Bevölkerung auf nur einige wenige Städte (insgesamt liegt die Urbanisierung bei über 70 Prozent). Russland hatte bei der Volkszählung 2021 insgesamt 16 Millionenstädte, davon befanden sich 11 im europäischen Russland und 5 in Asien. Die zwei mit Abstand wichtigsten Städte Russlands sind Moskau und Sankt Petersburg.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte das Russische Zarenreich eine rasant wachsende Bevölkerung und war das europäische Land mit der höchsten Fertilitätsrate (7 Kinder). Danach erlebte das Land mehrere schwere Katastrophen (Hungersnöte, russischer Bürgerkrieg, zwei Weltkriege), welche die Bevölkerungsstruktur nachhaltig beeinflussten und dafür sorgten, dass Russland aufgrund von Übersterblichkeit und Geburtenausfall in Höhe von Dutzenden Millionen sein ursprüngliches demografisches Potential nie ausschöpfen konnte. Dennoch wuchs die Einwohnerzahl Russlands von ca. 100 Millionen 1930 auf knapp 150 Millionen zum Ende der Sowjetzeit. Der Zerfall der Sowjetunion führte zu einer schweren demografischen Krise, als die Sterblichkeit anstieg und die Geburtenrate sank. Trotz einer leichten Erhohlung nach 2000 und einer positiven Nettomigration war die Einwohnerzahl in den meisten Jahren rückläufig. 2024 wurden in Russland lediglich 1,2 Millionen Kinder geboren, eine Zahl, die sich den Tiefpunkten der 1990er Jahre annäherte. Im Vergleich mit den meisten europäischen Ländern hat Russland zudem eine sehr niedrige Lebenserwartung (ca. 72 Jahre im Durchschnitt 2023), sowie einen der weltweit größten Mann-Frau-Unterschiede bei der Lebenserwartung (mehr als 10 Jahre).
Russland bildet einen multiethnischen Staat, in dem über 100 Volksgruppen leben und nahezu ebensoviele unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. Die deutliche Bevölkerungsmehrheit bilden allerdings ethnische Russen mit bis zu 80 Prozent der Gesamtbevölkerung, während Tataren mit ca. 3 Prozent die größte Minderheit bilden. Das Russische ist die alleinige Amtssprache des Landes, wobei Minderheitensprachen in einigen Regionen des Landes einen offiziellen Status besitzen. Religiös besteht ebenfalls eine erhebliche Vielfalt. Neben den Anhängern des Christentums (60 bis 70 Prozent, zumeist russisch-orthodoxe) bilden Muslime (ca. 10 Prozent) eine bedeutende Minderheit und die Mehrheit in einigen Regionen. Daneben gibt es kleinere Gruppen von Buddhisten und Juden, während knapp ein Viertel der Bevölkerung konfessionslos ist. Russland kann als ein Einwanderungsland bezeichnet werden, da es über eine der weltgrößten Einwandererbevölkerungen verfügt. Einwanderer bilden knapp über 7 Prozent der Bevölkerung und stammen meistens aus anderen postsowjetischen Staaten. Daneben kam es in jüngerer Zeit auch immer wieder zu Auswanderungswellen, häufig von hochqualifizierten Fachkräften.
Der Föderale Dienst für staatliche Statistik ist in Russland mit der Erhebung von demografischen Daten beauftragt. Im Sommer 2025 begann das Amt allerdings die Publikation zahlreicher aktueller demografischer Statistiken einzustellen, was in Zusammenhang mit den demografischen Auswirkungen der russisch-ukrainischen Krieges stehen könnte.[2]
Demografische Geschichte Russlands
Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert
Die Kiewer Rus bildete vom 9. bis 13. Jahrhundert den frühesten ostslawischen Staatsverband und markiert den Ausgangspunkt der russischen Demografie. Ihre Bevölkerung wuchs im Hochmittelalter allmählich und erreichte in der Spätzeit der Kiewer Rus schätzungsweise rund 7,5 Millionen Menschen, davon knapp eine Million in Städten, während der Großteil in ländlichen Gebieten siedelte.[3] Charakteristisch für diese Epoche waren hohe Geburten- und Sterberaten: Seuchen, harte klimatische Bedingungen und geringe landwirtschaftliche Produktivität begrenzten das Bevölkerungswachstum. Wiederholte Invasionen, etwa durch Steppennomaden und insbesondere die verheerende mongolische Invasion der Rus ab 1237 führten zu massiven Verlusten und Zerstörungen, was die Bevölkerung im 13. Jahrhundert schrumpfen ließ. Viele Überlebende wichen in weniger exponierte nördliche Waldregionen aus, wo das aufstrebende Großfürstentum Moskau entstand. Dieser demografische Umbruch legte den Grundstein für die weitere russische Bevölkerungsentwicklung im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit.
Nach dem Ende der Mongolenherrschaft (1480) erlebte Russland eine demografische Expansion. Das Großfürstentum Moskau und später das Zarentum Russland weiteten ihren Einfluss über die uralten Kernlande hinaus aus. Ein anhaltend hoher Geburtenüberschuss in der überwiegend bäuerlichen Gesellschaft ließ die Bevölkerungszahl rasch ansteigen. Um 1500 lebten im russischen Kernland erst rund 6 Millionen Menschen, was bis Mitte des Jahrhunderts allerdings auf 9 bis 10 Millionen anwuchs. Auf die relativ ruhige Zeit von 1584 bis 1600 folgte die Zeit der Wirren, in der mehrere aufeinanderfolgende Ernteausfälle zu einer Hungersnot und zum Zusammenbruch des russischen Staates, zu ausländischen Interventionen und weitreichenden Zerstörungen führten. Die Bevölkerungszahl erreichte erst fünfzig Jahre später wieder das Niveau von 1600. Laut der Volkszählung von 1678 gab es in Russland 950.000 Haushalte. Die Schätzungen für die Gesamtbevölkerung liegen zwischen 10,5 und 11,5 Millionen, je nach den Annahmen über die durchschnittliche Anzahl von Personen pro Haushalt und den Prozentsatz der Bevölkerung, der sich der Volkszählung entzogen hat.[4] Die größten Städte im 16. Jahrhundert waren Moskau (41.500 Haushalte), Pskow (6.000) und Nowgorod (5.500).[5]
Russland zählte damit bereits zu den bevölkerungsreichsten Staaten Europas und überholte nach einer Phase anhaltenden Wachstums bis 1792 schließlich auch Frankreich und stieg mit etwa 30 Millionen Einwohnern zur führenden Nation Europas auf.[6] Die russische Siedlungsfront verschob sich durch Kolonisation immer weiter nach Osten: Im 17. und 18. Jahrhundert wanderten Russen über die Wolga und den Ural hinweg nach Sibirien und bis an den Pazifik aus, was neue Territorien mit Bevölkerungszuwachs erschloss. Gleichwohl blieben große Teile Sibiriens dünn besiedelt. Die expansive Zarenzeit ging auch mit der Urbanisierung erster Handels- und Verwaltungsstädte einher; dennoch lebte um 1800 der Großteil der Bevölkerung noch auf dem Land. Die erste gesamtrussische Volkszählung ergab zur Jahrhundertwende 1897 für das gesamte Russische Reich bereits etwa 125 Millionen Einwohner. Davon lebten etwa die Hälfte bis zwei Drittel innerhalb der heutigen Grenzen Russlands.[7]
Gegen Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Russland mit knapp 7 Kindern pro Frau die höchste Fertilitätsrate in Europa und ein extrem rasches Bevölkerungswachstum. Sowohl Fertilität als auch Kindersterblichkeit waren deutlich höher als in Westeuropa, wo der demografische Übergang bereits begonnen hatte. Russland lag hinter der Hajnal-Linie und Heiratsalter waren niedrig und die Kinderzahlen entsprechend hoch. Das hohe Bevölkerungswachstum löste damals große Besorgnis in westlichen Ländern (wie Frankreich oder dem damaligen Nachbarn Deutschland) vor einer demografischen Übermacht Russlands aus. Der stetige demografische Aufschwung ließ zeitgenössische Beobachter optimistische Prognosen wagen: So prophezeite etwa der Chemiker Dmitri Mendelejew im Jahr 1906, dass Russland bis zum Jahr 2000 rund 600 Millionen Einwohner zählen werde. Diese Projektion ging von ungebrochenem Wachstum aus – ein Szenario, das durch die drastischen Einschnitte des 20. Jahrhunderts jedoch nie Realität werden sollte.[8]
Weltkriege und Sowjetzeit
Der Erste Weltkrieg brachte den bis dahin ungebremsten Bevölkerungsanstieg jäh zum Erliegen. Russland mobilisierte Millionen junger Männer, von denen etwa 1,7 Millionen als Soldaten fielen.[9] Hinzu kamen zivile Entbehrungen durch Hunger und Krankheiten. Die politischen Umwälzungen der Russischen Revolution 1917 und der anschließende Bürgerkrieg (1917–1922) verwüsteten das Land weiter. Schätzungen gehen davon aus, dass infolge von Kämpfen, Terror und der großen Hungerkrise von 1921 insgesamt 9 bis 10 Millionen Menschen in diesen Jahren ums Leben kamen.[10] Zusätzlich verlor das Land durch die Unabhängigkeit Polens, Finnlands und anderer Gebiete einen großen Teil seiner Vorkriegsbevölkerung; 1918 schied etwa ein Territorium mit rund 62 Millionen Einwohnern aus dem Staatsverband aus.[11] Auch Emigration verringerte die Einwohnerzahl, da hunderttausende „Weiße“ und Intellektuelle das Land verließen. Die Gesamtbevölkerung auf heutigem Territorium fiel deutlich unter das Vorkriegsniveau. Erst Mitte der 1920er-Jahre stabilisierte sich die Lage. 1926 erreichte die Einwohnerzahl des neu gebildeten Sowjetstaates wieder ungefähr das Niveau von 1914, was die enormen Verluste demonstriert.
In den 1920er- und 1930er-Jahren prägten radikale soziale Experimente der Sowjetführung die demografische Entwicklung. Die forcierte Industrialisierung und Urbanisierung trieb Millionen Menschen vom Land in die Stadt. Zwischen der Volkszählung 1926 und 1939 verlor der ländliche Raum der UdSSR durch Abwanderung etwa 19 Millionen Einwohner, nahezu den gesamten natürlichen Überschuss dieser Jahre.[12] Die städtische Bevölkerung wuchs entsprechend rasant; neue Industriezentren zogen Arbeitskräfte an, während Dörfer entvölkert wurden. Parallel dazu litt die Bevölkerung unter staatlicher Repression und Politikfehlern. Die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft ab 1929 und die von ihr mitverursachte Hungersnot von 1932/33 kosteten landesweit mehreren Millionen Menschen das Leben. Besonders betroffen waren die Kornkammern im Süden (Ukraine, Wolga-Region, Nordkaukasus) der UdSSR, wo ganze Dörfer verhungerten. Zusätzlich dezimierten Stalins „Große Säuberung“ 1937/38 und das Gulag-System die Bevölkerung um weitere Hunderttausende bis Millionen, vorwiegend junge Erwachsene. Insgesamt wuchsen die Einwohnerzahlen in den 1930er-Jahren zwar noch, aber deutlich langsamer als potentiell möglich. So ergab die letzte Volkszählung vor dem Zweiten Weltkrieg (1939) für die Russische SFSR etwa 108 Millionen Einwohner, deutlich weniger als dem natürlichen Trend ohne Demozide, Kriege und Krisen entsprochen hätte.
Der Zweite Weltkrieg traf die Sowjetunion – und damit auch die russische Bevölkerung – mit beispielloser Härte. Während des deutschen Überfalls 1941–1945 kamen schätzungsweise 27 Millionen Sowjetbürger ums Leben.[13] Für die Russische Sowjetrepublik, die dem heutigen Russland entspricht, wurden die Verluste auf 14 Millionen geschätzt (ca. 13 Prozent der Vorkriegsbevölkerung).[14] Die demografische Struktur wurde nachhaltig verzerrt: Es fehlten vor allem Männer im wehrfähigen Alter, was zu einem Frauenüberschuss und einer jahrzehntelangen Schieflage im Heirats- und Geburtenverhalten führte. Der dramatische Einschnitt dieser beiden Jahrzehnte zeigt sich auch daran, dass Historiker für das 20. Jahrhundert einen enormen „Bevölkerungsverlust“ der Russen feststellen: Schätzungen zufolge wurden infolge von Kriegen, Hunger und Terror etwa 85 Millionen Russen gar nicht erst geboren – die Bevölkerung liegt rund 30 % niedriger, als es ohne diese Katastrophen zu erwarten gewesen wäre.[15]
Trotzdem setzte nach Kriegsende unmittelbar eine demografische Erholung ein. Ab 1946 sorgten Heimkehrer und ein kompensatorischer Babyboom für steigende Geburtenzahlen, obwohl 1946/47 eine letzte Hungersnot (durch Missernten und Kriegsfolgen) nochmals Hunderttausende das Leben kostete. In den ersten Nachkriegsjahrzehnten wuchs die Bevölkerung Russlands daher wieder dynamisch: In den vier Jahrzehnten nach 1945 erhöhte sie sich netto um 45,6 Millionen Menschen, ein Zuwachs von durchschnittlich gut 1 Million jährlich, fast ausschließlich getragen durch natürliche Geburtenüberschüsse.[16] Die Lebenserwartung stieg in den 1950ern merklich an, und mit der Fortsetzung der Urbanisierung (bis 1961 überschritt der UdSSR-Anteil der Stadtbewohner erstmals die 50-%-Marke) kam zu erheblicher Bevölkerungswanderungen aus den Sowjetrepubliken nach Russland und umgekehrt.[12]
Um 1960 hatte Russland den hohen Vorkriegs-Bevölkerungsverlust zahlenmäßig weitgehend ausgeglichen. Allerdings zeichnete sich bald ein Wandel ab: Ab Mitte der 1960er Jahre flachte das Bevölkerungswachstum deutlich ab. Die Fertilitätsrate sank infolge verstärkter Bildung und Urbanität allmählich in Richtung des Ersatzniveaus, während insbesondere die männliche Sterblichkeit aufgrund von Alkoholmissbrauch und chronischen Krankheiten wieder anstieg. Ab den 1970er und 1980er Jahren stagnierte die Lebenserwartung größtenteils, ein Vorbote der kommenden demografischen Krise.
Entwicklung seit 1990
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 geriet Russlands Demografie in eine tiefe Krise. Die Bevölkerung der Russischen Föderation betrug zum Jahresanfang 1991 etwa 148,3 Millionen. Die Transformationskrise der 90er-Jahre, geprägt von wirtschaftlichem Kollaps, sozialer Unsicherheit und dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems, führte zu einem sprunghaften Anstieg der Mortalität, insbesondere unter Männern im arbeitsfähigen Alter. Die Lebenserwartung russischer Männer fiel zeitweise auf unter 60 Jahre. Gleichzeitig stürzte die Geburtenrate auf einen historischen Tiefstand: Von rund 2,0 Kindern pro Frau im Jahr 1989 sank sie bis 1999 auf nur noch 1,16. Viele Familien verschoben oder verzichteten in der unsicheren Lage auf Kinder. In der Summe starben Jahr für Jahr weitaus mehr Menschen als geboren wurden, eine Phase der Übersterblichkeit, die oft als „Russisches Kreuz“ bezeichnet wurde (weil sich die Kurven von Geburten- und Sterberate kreuzen). Zwar erfuhr Russland in den 1990ern eine gewisse Zuwanderung aus den ehemaligen Sowjetrepubliken (die Nettomigration lag bei 7 Millionen Menschen).[17] Doch dies konnte den natürlichen Bevölkerungsschwund nicht ausgleichen: Unterm Strich schrumpfte die Einwohnerzahl zwischen 1991 und 2008 um über 5 Millionen.[18]
Erst um die Mitte der 2000er-Jahre zeichnete sich eine Trendwende ab. Dank einer leichten wirtschaftlichen Erholung und gezielter staatlicher Familienpolitik (z. B. Einführung des „Mütterkapitals“ 2007) stieg die Fertilitätsrate langsam wieder an. Zugleich sanken durch verbesserte medizinische Versorgung und Anti-Alkoholkampagnen die Sterberaten; der Pro-Kopf-Alkoholkonsum wurde etwa von 2003 bis 2016 um 43 % gesenkt. Diese Entwicklungen führten zu einer spürbaren Erholung: Ab 2009 verzeichnete Russland wieder Bevölkerungswachstum. In den Jahren 2013–2015 übertraf die Zahl der Geburten zeitweise sogar die der Todesfälle. Die Einwohnerzahl stieg bis 2017 auf rund 146,9 Millionen (darin enthalten sind allerdings bereits etwa 2,3 Millionen Bewohner der 2014 annektierten Krim). Neben höheren Geburtenzahlen trug auch die gestiegene Lebenserwartung zur Erhohlung bei.[18][17] Trotz dieser positiven Tendenzen blieb Russlands demografische Lage fragil: Seit 2016 setzte erneut eine leichte Depopulation ein, da die Elterngeneration nun aus den geburtenschwachen Kohorten der 1990er bestand und auch die Fertilität pro Frau wieder rückläufig wurde.
Die COVID-19-Pandemie traf Russland ab 2020 schwer und führte zu einer massiven Übersterblichkeit. Allein in den Jahren 2020 und 2021 summierte sich der natürliche Bevölkerungsverlust auf über 1,8 Millionen Menschen, der größte demografische Verlust des Landes in Friedenszeiten. 2021 wurden rund 1 Million Todesfälle direkt mit COVID-19 in Verbindung gebracht. Die Lebenserwartung sank abermals deutlich: Für Männer fiel sie fast auf das Niveau der 1990er-Krise zurück[17], auch wenn sie sich ab 2022 wieder erholte.
Der anhaltende russisch-ukrainische Konflikt seit 2014 (insbesondere der Großangriff auf die Ukraine ab Februar 2022) hat ebenfalls spürbare demografische Folgen. Nach westlichen Schätzungen wurden bis Anfang 2023 rund 100.000 bis 120.000 russische Soldaten in den Kämpfen getötet und weitere 170.000–180.000 verletzt.[18] Zum anderen löste der Krieg eine erhebliche Migrationsbewegung aus. 2014–2021 siedelten bereits bis zu einer Million Bewohner der Ostukraine dauerhaft nach Russland über. Mitte 2023 hielten sich Schätzungen zufolge etwa 2–3 Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge in Russland auf. Russland annektierte außerdem Gebiete in der Süd- und Ostukraine und begann deren Einwohner formell als Teil seines Staatsgebiets zu zählen. Im Zuge der Eskalation 2022 verließen zudem Hunderttausende Russen, häufig gut ausgebildete männliche Fachkräfte, ihr Heimatland, um Mobilisierung und politischer Repression zu entgehen.[18]
Die Geburtenrate zeigte sich in den Jahren nach der Pandemie weiterhin rückläufig. So fiel die Zahl der Geburten Anfang 2023 erneut auf ein Rekordtief seit Jahrzehnten. Im Gesamtjahr 2023 wurden nur etwa 1,26 Millionen Kinder geboren – so wenige wie zuletzt Ende der 1990er Jahre.[19] Die Regierung regierte mit aggressiven Maßnahmen zur Steigerung der Geburtenrate und erhob das Kinderkriegen zur patriotischen Pflicht. Im November 2024 verabschiedete Russland sogar ein Gesetz, welches die Anpreisung eines kinderlosen Lebensstils als „Kinderlos-Propaganda“ unter Strafe stellte.[20] Anfang 2025 ließen die gewünschten Effekte der Maßnahmen jedoch noch auf sich warten und nachdem die Geburtenzahl im Februar 2025 auf die niedrigste Zahl seit 200 Jahren gefallen war[21], begann das russische Statistikamt Rosstat seine monatlichen Statistiken zu Geburten und Todesfällen einzustellen.[2]
Statistik
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerentwicklung Russland laut Volkszählungsergebnissen:
| Jahr | Russland | Russisches Reich/ Sowjetunion |
|---|---|---|
| 1897[22][23] | 67.473.000 | 125.640.021 |
| 1926[22][24] | 93.459.000 | 147.013.600 |
| 1939[22][24] | 108.377.000 | 182.409.000 |
| 1959[22][24] | 117.534.000 | 208.826.650 |
| 1970[22][24] | 130.079.200 | 241.720.000 |
| 1979[22] | 137.552.000 | 262.436.227 |
| 1989[22][24] | 147.386.000 | 286.717.000 |
| 2002[25] | 145.166.731 | |
| 2010[25] | 142.856.536 | |
| 2021[25] | 144.699.673 |
Geburten und Todesfälle
Jährliche Entwicklung der Geburten und Todesfälle und weiterer Vitalstatistiken:[26][27]
| Einwohnerzahl | Geburten | Todesfälle | Natürliche Änderung |
Geburtenrate (je 1 000 Einw.) |
Sterberate (je 1 000 Einw.) |
Nat. Änderung (je 1 000 Einw.) |
Fertilitätsrate | Lebenswerwartung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männer | Frauen | Gesamt | |||||||||
| 1927 | 94.596.000 | 4.688.000 | 2.705.000 | 1.983.000 | 49,6 | 28,6 | 21,0 | 6,73 | 33,7 | 37,9 | |
| 1928 | 96.654.000 | 4.723.000 | 2.589.000 | 2.134.000 | 48,9 | 26,8 | 22,1 | 6,56 | 35,9 | 40,4 | |
| 1929 | 98.644.000 | 4.633.000 | 2.819.000 | 1.814.000 | 47,0 | 28,6 | 18,4 | 6,23 | 33,7 | 38,2 | |
| 1930 | 100.419.000 | 4.413.000 | 2.738.000 | 1.675.000 | 43,9 | 27,3 | 16,7 | 5,83 | 34,6 | 38,7 | |
| 1931 | 101.948.000 | 4.412.000 | 3.090.000 | 1.322.000 | 43,3 | 30,3 | 13,0 | 5,63 | 30,7 | 35,5 | |
| 1932 | 103.136.000 | 4.058.000 | 3.077.000 | 981.000 | 39,3 | 29,8 | 9,5 | 5,09 | 30,5 | 35,7 | |
| 1933 | 102.706.000 | 3.313.000 | 5.239.000 | −1.926.000 | 32,3 | 51,0 | −18,8 | 4,15 | 15,2 | 19,5 | |
| 1934 | 102.922.000 | 2.923.000 | 2.659.000 | 264.000 | 28,7 | 26,1 | 2,6 | 3,57 | 30,5 | 35,7 | |
| 1935 | 102.684.000 | 3.577.000 | 2.421.000 | 1.156.000 | 34,8 | 23,6 | 11,3 | 4,31 | 33,1 | 38,4 | |
| 1936 | 103.904.000 | 3.899.000 | 2.719.000 | 1.180.000 | 37,5 | 26,2 | 11,4 | 4,54 | 30,4 | 35,7 | |
| 1937 | 105.358.000 | 4.377.000 | 2.760.000 | 1.617.000 | 41,5 | 26,2 | 15,3 | 5,08 | 30,5 | 40,0 | |
| 1938 | 107.044.000 | 4.379.000 | 2.739.000 | 1.640.000 | 40,9 | 25,6 | 15,3 | 4,99 | 31,7 | 42,5 | |
| 1939 | 108.785.000 | 4.329.000 | 2.600.000 | 1.729.000 | 39,8 | 23,9 | 15,9 | 4,91 | 34,9 | 42,6 | |
| 1940 | 110.333.000 | 3.814.000 | 2.561.000 | 1.253.000 | 34,6 | 23,2 | 11,4 | 4,26 | 35,7 | 41,9 | |
| 1941–1945 | Zweiter Weltkrieg | ||||||||||
| 1946 | 98.028.000 | 2.546.000 | 1.210.000 | 1.336.000 | 26,0 | 12,3 | 13,6 | 2,81 | 46,6 | 55,3 | |
| 1947 | 98.834.000 | 2.715.000 | 1.680.000 | 1.035.000 | 27,5 | 17,0 | 10,5 | 2,94 | 39,9 | 49,8 | |
| 1948 | 99.706.000 | 2.516.000 | 1.310.000 | 1.206.000 | 25,2 | 13,1 | 12,1 | 2,60 | 47,0 | 56,0 | |
| 1949 | 101.160.000 | 3.089.000 | 1.187.000 | 1.902.000 | 30,5 | 11,7 | 18,8 | 3,21 | 51,0 | 59,8 | |
| 1950 | 102.833.000 | 2.859.000 | 1.180.000 | 1.679.000 | 27,8 | 11,5 | 16,3 | 2,89 | 52,3 | 61,0 | |
| 1951 | 104.439.000 | 2.938.000 | 1.210.000 | 1.728.000 | 28,1 | 11,6 | 16,5 | 2,92 | 52,3 | 60,6 | |
| 1952 | 106.164.000 | 2.928.000 | 1.138.000 | 1.790.000 | 27,6 | 10,7 | 16,9 | 2,87 | 54,6 | 62,9 | |
| 1953 | 107.828.000 | 2.822.000 | 1.118.000 | 1.704.000 | 26,2 | 10,4 | 15,8 | 2,73 | 55,5 | 63,9 | |
| 1954 | 109.643.000 | 3.048.000 | 1.133.000 | 1.915.000 | 27,8 | 10,3 | 17,5 | 2,97 | 55,9 | 64,1 | |
| 1955 | 111.572.000 | 2.942.000 | 1.037.000 | 1.905.000 | 26,4 | 9,3 | 17,1 | 2,82 | 58,3 | 66,6 | |
| 1956 | 113.327.000 | 2.827.000 | 956.000 | 1.871.000 | 24,9 | 8,4 | 16,5 | 2,73 | 60,1 | 68,8 | |
| 1957 | 115.035.000 | 2.880.000 | 1.017.000 | 1.863.000 | 25,0 | 8,8 | 16,2 | 2,75 | 59,7 | 68,4 | |
| 1958 | 116.749.000 | 2.861.000 | 931.000 | 1.930.000 | 24,5 | 8,0 | 16,5 | 2,69 | 61,8 | 70,4 | |
| 1959 | 118.307.000 | 2.796.228 | 920.225 | 1.876.003 | 23,6 | 7,8 | 15,9 | 2,58 | 62,8 | 71,1 | 67,7 |
| 1960 | 119.906.000 | 2.782.353 | 886.090 | 1.896.263 | 23,2 | 7,4 | 15,8 | 2,56 | 63,7 | 72,3 | 68,7 |
| 1961 | 121.586.000 | 2.662.135 | 901.637 | 1.760.498 | 21,9 | 7,4 | 14,5 | 2,47 | 63,9 | 72,6 | 68,9 |
| 1962 | 123.128.000 | 2.482.539 | 949.648 | 1.532.891 | 20,2 | 7,7 | 11,4 | 2,36 | 63,7 | 72,3 | 68,6 |
| 1963 | 124.514.000 | 2.331.505 | 932.055 | 1.399.450 | 18,7 | 7,5 | 11,2 | 2,31 | 64,1 | 72,8 | 69,1 |
| 1964 | 125.744.000 | 2.121.994 | 901.751 | 1.220.243 | 16,9 | 7,2 | 9,7 | 2,19 | 64,9 | 73,6 | 69,9 |
| 1965 | 126.749.000 | 1.990.520 | 958.789 | 1.031.731 | 15,7 | 7,6 | 8,1 | 2,14 | 64,4 | 73,3 | 69,4 |
| 1966 | 127.608.000 | 1.957.763 | 974.299 | 983.464 | 15,3 | 7,6 | 7,7 | 2,13 | 64,3 | 73,6 | 69,5 |
| 1967 | 128.361.000 | 1.851.041 | 1.017.034 | 834.007 | 14,4 | 7,9 | 6,5 | 2,03 | 64,0 | 73,4 | 69,3 |
| 1968 | 129.037.000 | 1.816.509 | 1.040.096 | 776.413 | 14,1 | 8,1 | 6,0 | 1,98 | 63,7 | 73,6 | 69,3 |
| 1969 | 129.660.ß00 | 1.847.592 | 1.106.640 | 740.952 | 14,2 | 8,5 | 5,7 | 1,99 | 63,1 | 73,3 | 68,7 |
| 1970 | 130.252.000 | 1.903.713 | 1.131.183 | 772.530 | 14,6 | 8,7 | 5,9 | 2,00 | 63,1 | 73,4 | 68,9 |
| 1971 | 130.934.000 | 1.974.637 | 1.143.359 | 831.278 | 15,1 | 8,7 | 6,3 | 2,02 | 63,2 | 73,8 | 69,1 |
| 1972 | 131.687.000 | 2.014.638 | 1.181.802 | 832.836 | 15,3 | 9,0 | 6,3 | 2,03 | 63,2 | 73,6 | 69,0 |
| 1973 | 132.434.000 | 1.994.621 | 1.214.204 | 780.417 | 15,1 | 9,2 | 5,.9 | 1,96 | 63,3 | 73,6 | 69,0 |
| 1974 | 133.217.000 | 2.079.812 | 1.222.495 | 857.317 | 15,6 | 9,2 | 6,4 | 2,00 | 63,1 | 73,8 | 69,0 |
| 1975 | 134.092.000 | 2.106.147 | 1.309.710 | 796.437 | 15,7 | 9,8 | 5,9 | 1,97 | 62,5 | 73,2 | 68,4 |
| 1976 | 135.026.000 | 2.146.711 | 1.352.950 | 793.761 | 15,9 | 10,0 | 5,9 | 1,96 | 62,2 | 73,0 | 68,1 |
| 1977 | 135.979.000 | 2.156.724 | 1.387.986 | 768.738 | 15,9 | 10,2 | 5,7 | 1,92 | 61,8 | 73,2 | 68,0 |
| 1978 | 136.922.000 | 2.179.030 | 1.417.377 | 761.653 | 15,9 | 10,4 | 5,6 | 1,90 | 61,8 | 73,2 | 68,0 |
| 1979 | 137.758.000 | 2.178.542 | 1.490.057 | 688.485 | 15,8 | 10,8 | 5,0 | 1,87 | 61,5 | 73,0 | 67,7 |
| 1980 | 138.483.000 | 2.202.779 | 1.525.755 | 677.024 | 15,9 | 11,0 | 4,9 | 1,87 | 61,4 | 73,0 | 67,7 |
| 1981 | 139.221.000 | 2.236.608 | 1.524.286 | 712.322 | 16,1 | 10,9 | 5,1 | 1,88 | 61,6 | 73,2 | 67,9 |
| 1982 | 140.067.420 | 2.328.044 | 1.504.200 | 823.844 | 16,6 | 10,7 | 5,9 | 1,96 | 62,2 | 73,6 | 68,4 |
| 1983 | 141.056.000 | 2.478.322 | 1.563.995 | 914.327 | 17,6 | 11,1 | 6,5 | 2,11 | 62,2 | 73,4 | 68,2 |
| 1984 | 142.061.000 | 2.409.614 | 1.650.866 | 758.748 | 17,0 | 11,6 | 5,3 | 2,06 | 61,7 | 73,0 | 67,7 |
| 1985 | 143.033.000 | 2.375.147 | 1.625.266 | 749.881 | 16,6 | 11,4 | 5,2 | 2,05 | 62,7 | 73,2 | 68,3 |
| 1986 | 144.156.000 | 2.485.915 | 1.497.975 | 987.940 | 17,2 | 10,4 | 6,9 | 2,18 | 64,8 | 74,2 | 70,0 |
| 1987 | 145.386.000 | 2.499.974 | 1.531.585 | 968.389 | 17,2 | 10,5 | 6,7 | 2,22 | 64,8 | 74,3 | 70,0 |
| 1988 | 146.505.000 | 2.348.494 | 1.569.112 | 779.382 | 16,0 | 10,7 | 5,3 | 2,13 | 64,6 | 74,3 | 69,8 |
| 1989 | 147.342.000 | 2.160.559 | 1.583.743 | 576.816 | 14,7 | 10,7 | 3,9 | 2,01 | 64,2 | 74,5 | 69,7 |
| 1990 | 147.969.000 | 1.988.858 | 1.655.993 | 332.865 | 13,4 | 11,2 | 2,2 | 1,892 | 63,8 | 74,3 | 69,4 |
| 1991 | 148.394.000 | 1.794.626 | 1.690.657 | 103.969 | 12,1 | 11,4 | 0,7 | 1,732 | 63,4 | 74,2 | 69,1 |
| 1992 | 148.538.000 | 1.587.644 | 1.807.441 | −219.797 | 10,7 | 12,2 | −1,5 | 1,547 | 62,0 | 73,7 | 67,7 |
| 1993 | 148.561.694 | 1.378.983 | 2.129.339 | −750.356 | 9,3 | 14,3 | −5,1 | 1,369 | 58,8 | 71,9 | 65,2 |
| 1994 | 148.355.867 | 1.408.159 | 2.301.366 | −893.207 | 9,5 | 15,5 | −6,0 | 1,394 | 57,4 | 71,1 | 63,9 |
| 1995 | 148.459.937 | 1.363.806 | 2.203.811 | −840.005 | 9,2 | 14,9 | −5,7 | 1,337 | 58,1 | 71,6 | 64,6 |
| 1996 | 148.291.638 | 1.304.638 | 2.082.249 | −777.611 | 8,8 | 14,1 | −5,2 | 1,270 | 59,6 | 72,4 | 65,9 |
| 1997 | 148.028.613 | 1.259.943 | 2.015.779 | −755.836 | 8,5 | 13,6 | −5,1 | 1,218 | 60,8 | 72,9 | 66,8 |
| 1998 | 147.802.133 | 1.283.292 | 1.988.744 | −705.452 | 8,7 | 13,5 | −4,8 | 1,232 | 61,2 | 73,1 | 67,1 |
| 1999 | 147.539.426 | 1.214.689 | 2.144.316 | −929.627 | 8,3 | 14,6 | −6,3 | 1,157 | 59,9 | 72,4 | 66,0 |
| 2000 | 146.890.128 | 1.266.800 | 2.225.332 | −958.532 | 8,6 | 15,2 | −6,5 | 1,195 | 59,0 | 72,3 | 65,4 |
| 2001 | 146.303.611 | 1.311.604 | 2.254.856 | −943.252 | 9,0 | 15,4 | −6,5 | 1,223 | 58,9 | 72,2 | 65,3 |
| 2002 | 145.649.334 | 1.396.967 | 2.332.272 | −935.305 | 9,6 | 16,1 | −6,4 | 1,286 | 58,7 | 71,9 | 65,0 |
| 2003 | 144.963.650 | 1.477.301 | 2.365.826 | −888.525 | 10,2 | 16,4 | −6,1 | 1.319 | 58,5 | 71,9 | 64,8 |
| 2004 | 144.333.586 | 1.502.477 | 2.295.402 | −792.925 | 10,4 | 15,9 | −5,5 | 1,344 | 58,9 | 72,4 | 65,3 |
| 2005 | 143.801.046 | 1.457.376 | 2.303.935 | −846.559 | 10,2 | 16,1 | −5,9 | 1,294 | 58,9 | 72,5 | 65,4 |
| 2006 | 143.236.582 | 1.479.637 | 2.166.703 | −687.066 | 10,3 | 15,1 | −4,8 | 1,305 | 60,4 | 73,3 | 66,7 |
| 2007 | 142.862.692 | 1.610.122 | 2.080.445 | −470.323 | 11,3 | 14,6 | −3,3 | 1,416 | 61,5 | 74,0 | 67,6 |
| 2008 | 142.747.535 | 1.713.947 | 2.075.954 | −362.007 | 12,0 | 14,5 | −2,6 | 1,502 | 61,9 | 74,3 | 68,0 |
| 2009 | 142.737.196 | 1.761.687 | 2.010.543 | −248.856 | 12,3 | 14,1 | −1,7 | 1,542 | 62,9 | 74,8 | 68,8 |
| 2010 | 142.833.502 | 1.788.948 | 2.028.516 | −239.568 | 12,5 | 14,2 | −1,7 | 1,567 | 63,1 | 74,9 | 68,9 |
| 2011 | 142.865.433 | 1.796.629 | 1.925.720 | −129.091 | 12,6 | 13,5 | −0,9 | 1,582 | 64,0 | 75,6 | 69,8 |
| 2012 | 143.170.950 | 1.902.084 | 1.906.335 | −4.251 | 13,3 | 13,3 | 0,0 | 1,691 | 64,6 | 75,9 | 70,2 |
| 2013 | 143.585.935 | 1.895.822 | 1.871.809 | 24.013 | 13,3 | 13,0 | 0,2 | 1,707 | 65,1 | 76,3 | 70,8 |
| 2014 | 144.025.334 | 1.942.683 | 1.912.347 | 30.336 | 13,3 | 13,0 | 0,3 | 1,750 | 65,3 | 76,5 | 70,9 |
| 2015[28] | 146.743.989 | 1.940.579 | 1.908.541 | 32.038 | 13,3 | 13,1 | 0,2 | 1,777 | 65,9 | 76,7 | 71,4 |
| 2016 | 147.182.316 | 1.888.729 | 1.891.015 | −2.286 | 12,9 | 12,9 | 0,0 | 1,762 | 66,5 | 77,1 | 71,9 |
| 2017 | 147.580.009 | 1.690.307 | 1.826.125 | −135.818 | 11,5 | 12,4 | −0,9 | 1,621 | 67,5 | 77,6 | 72,7 |
| 2018 | 147.797.071 | 1.604.344 | 1.828.910 | −224.566 | 10,9 | 12,5 | −1,6 | 1,579 | 67,8 | 77,8 | 72,9 |
| 2019 | 147.840.696 | 1.481.074 | 1.798.307 | −317.233 | 10,1 | 12,3 | −2,2 | 1,504 | 68,2 | 78,2 | 73,3 |
| 2020 | 147.959.284 | 1.436.514 | 2.138.586 | −702.072 | 9,8 | 14,6 | −4,8 | 1,505 | 66,5 | 76,4 | 71,5 |
| 2021 | 147.455.745 | 1.398.253 | 2.441.594 | −1.043.341 | 9,6 | 16,8 | −7,2 | 1.505 | 65,5 | 74,5 | 70,1 |
| 2022 | 146.980.061 | 1.304.087 | 1.898.644 | −594.557 | 8,9 | 13,0 | −4,1 | 1,416 | 67,6 | 77,8 | 72,8 |
| 2023 | 146.447.424 | 1.264.354 | 1.764.618 | −500.264 | 8,6 | 12,1 | −3,5 | 1,410 | 68,0 | 78,7 | 73,4 |
| 2024 | 146.150.789 | 1.222.408 | 1.818.635 | −596.227 | 8,4 | 12,5 | −4,1 | 1,400 | 72,8 | ||
| 2025 | 146.028.325 | ||||||||||
Bevölkerungsverteilung
Russland zählt mit einer Bevölkerungsdichte von lediglich knapp 8 Einwohnern zu den am dünnsten besiedelten Staaten der Welt. Die Bevölkerung ist regional sehr ungleich verteilt und knapp zwei Drittel der Einwohner leben im europäischen Russland, wo sich die meisten Millionenstädte des Landes befinden. Die Bevölkerungsdichte erreicht hier knapp 30 Personen pro Quadratkilometer, was den russischen Durchschnitt bei weitem übersteigt, jedoch immer noch eine weit geringere Besiedelungsdichte ist als in den allermeisten Teilen Westeuropas. Die Weiten Sibiriens und des Fernen Osten sind dagegen weitgehend menschenleer. Die moderne Siedlungsstruktur Russlands ist noch zu einem großen Teil ein Erbe der Sowjetära, als eine forcierte Urbanisierung betrieben wurde. Im frühen 21. Jahrhundert leben knapp drei Viertel der Bevölkerung in Städten. In der sowjetischen Planwirtschaft wurden zahlreiche neue Städte in abgelegenen Gebieten und entlang der Transsibirischen Eisenbahn auf- oder ausgebaut, denen häufig eine bestimmte ökonomische Produktionsfunktion innerhalb der Staatswirtschaft zugeordnet wurde, welche nach 1990 obsolet wurde. Die Bevölkerungsverteilung im Land entspricht deshalb bis heute häufig nicht dem tatsächlichen ökonomischen oder landwirtschaftlichen Potenzial einer Region. Ein weiteres Problem sind die weiten Entfernungen und hohen Transportkosten in unwirtlichen Gegenden.[29] Seit dem Ende des Kommunismus verloren bereits dünn besiedelte und abgehängte Regionen an Einwohnern, während die größten Städte als Wirtschaftszentren weiter anwuchsen (Moskau z. B. um mehr als ein Drittel zwischen 1989 und 2021).[25]
Die mit Abstand größte Stadt in Russland ist Moskau mit 13,1 Millionen Einwohnern im Jahre 2024, knapp einem Zehntel der Gesamtbevölkerung auf einem Tausendstel der Gesamtfläche. Darauf folgen Sankt Petersburg (5,6 Mio.), Nowosibirsk (1,6 Mio.) und Jekaterinburg (1,6 Mio.). Weitere Millionenstädte waren Kasan, Krasnojarsk, Nischni Nowgorod, Tscheljabinsk, Ufa, Samara, Rostow am Don, Krasnodar, Omsk, Woronesch, Perm und Wolgograd. Während viele Metropolen an Einwohnern verlieren, konnten neben den beiden Primatstädten Moskau und Sankt Petersburg auch einige regionale Zentren im wärmeren Süden Russlands wie Krasnodar oder Sotschi Zuwanderer anziehen. Trotz der Weite Russlands ist die Bevölkerungsdichte in vielen russischen Städten sehr hoch, aufgrund einer Siedlungsstruktur auf Grundlage von Apartmentblocks (Plattenbauten) und einer immer größeren Konzentration der Bevölkerung an wenigen Orten. So liegt die Bevölkerungsdichte Moskaus bei knapp 10.000 Einwohnern pro km² (doppelt so hoch wie Berlin)[29]
Ethnische Gruppen
Die Russische Föderation bildet einen multiethnischen und multikulturellen Staat. Es gibt über 193 ethnische Gruppen im ganzen Land. Im Jahr 2010 stammten vier Fünftel der russischen Bevölkerung aus dem Westen des Uralgebirges – davon waren die meisten Slawen, mit einer beträchtlichen Minderheit von finnisch-ugrischen (z. B. Mari) und germanischen (z. B. Russlanddeutsche) Völkern. Turkvölker wie die Baschkiren oder Tataren bilden eine große Minderheit und sind über das gesamte riesige Land verteilt. Daneben gibt es Siedlungsgebiete kaukasischer (Tschetschenen, Osseten), mongolischer (Kalmücken, Burjaten) und sibirischer (Jakuten, Tuwiner) Völker. Vorwiegend in den Städten leben die Korjo-Saram (ethnische Koreaner), Juden und mehrere Millionen Gastarbeiter, die vorwiegend aus den postsowjetischen Staaten stammen. Während ethnische Russen in den meisten Regionen des Landes die Bevölkerungsmehrheit bilden, gibt es mehrere „ethnische Republiken“, in denen bestimme Völker eine Mehrheit oder einen bedeutenden Anteil der Bevölkerung bilden und formelle Selbstverwaltungsrechte haben (z. B. die Republik Tatarstan oder die Republik Tuwa). Tatsächlich besteht eine de-facto Autonomie im Russland der Putin-Ära jedoch nur in Tschetschenien, wo es in den 1990er Jahren einen langjährigen Unabhängigkeitskrieg gab. In den 2010er und 2020er Jahren ist die Zentralregierung aus Furcht vor Separatismus zunehmend gegen jegliche autonomistische Bestrebungen der Minderheiten vorgegangen.[30]
Aufgrund der ethnischen Vielfalt des Landes gibt es auch eine große Anzahl an verschiedenen Sprachen. So werden in Russland über 100 Minderheitensprachen gesprochen, von denen 35 einen eigenen Status als Amtssprachen in verschiedenen Regionen haben, während gleichzeitig Russisch die alleinige Amtssprache auf nationaler Ebene, wie auch die Muttersprache von ca. 80 Prozent der Bevölkerung ist.[31][32] Die Durchsetzung der russischen Sprache wurde bereits im Kaiserreich und der Sowjetära als ein Instrument der Russifizierung genutzt. Seit ca. 2010 hat die russische Regierung sich wieder verstärkt bemüht, den Status des Russischen zu stärken, um so Minderheiten zu assimilieren. Während die Verfassung des Landes den Republiken erlaubt eine zweite Amtssprache neben dem Russischen zu haben, wurde die Bedeutung der Minderheitensprache durch verschiedene Gesetze im öffentlichen Raum (z. B. im Bildungswesen) geschwächt, wogegen es teilweise zu Protesten kam. Ein Gesetz von 2020 erklärte Russisch zur Sprache der „staatsbildenden Nation“.[30]
In der Volkszählung von 2021 identifizierten sich knapp 71,8 % der Bevölkerung als ethnische Russen, während sich etwa 19 % der Gesamtbevölkerung verschiedenen ethnischen Minderheiten zuordneten. Die Zahl der ethnischen Russen sank um fast 5,43 Millionen, von etwa 111 Millionen Menschen im Jahr 2010 auf etwa 105,5 Millionen im Jahr 2021 und ihr Anteil sank von ca. 80 auf ca. 72 Prozent. Der Anteil der Einwohner Russlands, der bei der Volkszählung keine ethnische Identität angegeben hat, stieg von 3,94 % im Jahr 2010 auf 11,27 % im Jahr 2021.[33] Unter den Personen, die ihre Ethnie angaben, blieb der Anteil der ethnischen Russen dagegen weitgeben stabil bei ca. 80 Prozent, ein Wert, der auch schon in der Sowjetzeit erreicht wurde. Bei Altersstruktur und Kinderzahl unterscheiden sich die Ethnien teilweise, so haben insbesondere muslimische Ethnien wie Tartaren oder Tschetschenen eine höhere Gesamtfertilität.
Bei der Volkszählung 2021 wurden die folgenden 10 Ethnien am häufigsten angeben:[34]
- Russen: 71,76 % (80,85 % derer, die eine ethnische Gruppe angaben)
- Tataren: 3,20 % (3,61 %)
- Tschetschenen: 1,14 % (1,28 %)
- Baschkiren: 1,07 % (1,20 %)
- Tschuwaschen: 0,75 % (0,82 %)
- Awaren: 0,69 % (0,78 %)
- Armenier: 0,64 % (0,72 %)
- Ukrainer: 0,60 % (0,68 %)
- Darginer: 0,43 % (0,48 %)
- Kasachen: 0,40 % (0,45 %)
Migration
Immigration
| Land | Nettomigration |
|---|---|
| Kasachstan | 2.047.400 |
| Usbekistan | 1.155.900 |
| Ukraine | 944.900 |
| Tadschikistan | 580.200 |
| Kirgisistan | 562.000 |
| Armenien | 529.200 |
| Aserbaidschan | 498.800 |
| Georgien | 457.100 |
| Moldau | 277.600 |
| Turkmenistan | 176.300 |
| Lettland | 120.700 |
| Estland | 72.400 |
| Litauen | 51.500 |
| Belarus | 8.900 |
| Vereinigte Staaten | −126.600 |
| Israel | −182.600 |
| Deutschland | −736.000 |
Laut Zahlen der UN lebten 2020 in Russland insgesamt 11,6 Millionen Migranten (7,4 Prozent der Gesamtbevölkerung). Weltweit zählt Russland damit zu den führenden Destinationen für Migranten und ist das Land mit den drittmeisten Ausländern weltweit.[36] Es ist allerdings zu bedenken, dass es sich bei einem Großteil der Migranten im Land um ethnisch russische Rücksiedler aus anderen postsowjetischen Staaten handelt, aus denen die allermeisten Ausländer stammten, da Migration in Russland weiterhin stark vom Erbe der Sowjetunion geprägt wird. Nachdem zuerst zwischen 1950 und den 1970ern die Nettomigration der Russischen SFS negativ war, gab es zwischen 1975 und 1991 2,5 Millionen mehr Zuwanderer als Abwanderer aus anderen Sowjetrepubliken. Dagegen gab es nur eine sehr geringe Präsenz von Ausländern, deren Herkunft außerhalb der anderen Unionsrepubliken in Sowjetrussland lag, die meisten davon stammten aus befreundeten Staaten wie Bulgarien, Nordkorea oder Vietnam.[35]
Mit dem Zerfall der Sowjetunion kam es zu erheblichen Bevölkerungsverschiebungen und 11 Millionen Menschen (meist aus den nun unabhängigen Sowjetrepubliken) zogen bis 2015 nach Russland, wobei es sich in vielen Fällen um Menschen russischer Ethnie oder russischer Sprache handelte, was deren Integration erleichterte. An Menschen russischer Ethnie im postsowjetischen Ausland vergab die russische Regierung die Staatsbürgerschaft, was die Migration begünstigte. Der natürliche Bevölkerungsschwund konnte so abgemilderte werden, da Russland in jedem Jahr zwischen 1991 und 2015 eine positve Nettomigration verzeichnete. Mit der Erholung der russischen Wirtschaft kam es auch zum verstärkten Zuzug (teilweise illegal) von Menschen aus Zentralasien (Usbekistan, Kirgisistan, Tadschikistan) und dem Kaukasus (Armenien, Georgien). Ein Gesetz aus dem Jahr 2002 standardisierte die Registrierung und Erteilung von Arbeitsgenehmigungen, was zu einem Anstieg der Zahl der Arbeitsmigranten von 175.000 im Jahr 2001 auf 570.000 im Jahr 2006 führte. Diese Einwanderer verfügen oft über eine temporäre Aufenthaltsgenemigung und sind in Sektoren mit Arbeitskräftemangel (wie z. B. dem Bausektor) unverzichtbar für die heimische Wirtschaft. Die meisten Arbeitnehmer, denen zwischen 2011 und 2015 Arbeitsgenehmigungen ausgestellt wurden, waren Staatsangehörige Usbekistans (45 Prozent), Tadschikistans (fast 20 Prozent) oder der Ukraine (9 Prozent), insgesamt 90 Prozent stammten aus der ehemaligen UdSSR.[35]
Der Zuzug von nichtrussischen Migranten hat allerdings bereits seit den 1990er Jahren zu einem erheblichen Widerstand nationalistischer Kräfte geführt, und nicht selten sind Migranten in Russland Opfer von Diskriminierung oder sogar gewaltsamen Übergriffen geworden.[37] Im Rahmen der russischen Wirtschaftskrise 2015 begann Russland zudem die Kriterien für Aufenthaltsgenehmigungen zu verschärfen, um die Migration zu reduzieren.[35] Mit dem Ukraine-Krieg 2022 sah Russland sich allerdings erneut mit einem erheblichen Arbeitskräftemangel konfrontiert und begann Quellen außerhalb der GUS-Staaten für qualifizierte Migranten zu erschließen, so wurden 2025 knapp 70.000 Arbeitsgenehmigungen an Arbeiter aus Indien vergeben.[38] Nordkorea soll zudem seine eigenen Staatsbürger als Arbeitssklaven nach Russland verkaufen, wo diese u. a. im Bausektor arbeiten müssen, bei Arbeitszeiten von bis zu 18 Stunden pro Tag und zwei freien Tagen im Jahr.[39]
Emigration
Historisch kam es immer wieder zu erheblichen Migrationswellen aus Russland, weshalb die russische Diaspora auf bis zu 25 Millionen Menschen geschätzt wird.[40] Schon im 19. Jahrhundert wanderten viele russische Juden aus dem Ansiedlungsrayon nach Amerika aus, um Pogromen und Diskriminierung zu entgehen. Auch die Russlandmennoniten verließen das Zarenreich aus ähnlichen Gründen. Während der Wirren des frühen 20. Jahrhunderts vertrieb der russische Bürgerkrieg und die bolschewistische Machtübernahme viele Intellektuelle, orthodoxe Geistliche, Wissenschaftler und Anhänger des Zaren ins Ausland (insgesamt 0,9 bis 2 Millionen Menschen).[41] Während der Sowjetzeit war Sowjetbürgern die Emigration nur in Ausnahmefällen gestattet, gleichzeitig kam es zur temporären oder dauerhaften Migration von Millionen Russen in andere Sowjetrepubliken, häufig als technische Spezialisten für Entwicklungsprojekte, was die Grundlage für zahlenmäßig bedeutende russische Minderheiten in den meisten postsowjetischen Ländern legte. Erst unter der Ägide von Michail Gorbatschow wurde Ende der 1980er das sowjetische Emigrationsrecht liberalisiert, der Juden die Alija nach Israel erlaubte und den Russlanddeutschen die Emigration in die Bundesrepublik Deutschland. Die meisten Juden und Deutschen entschieden sich in der Folgezeit für die Emigration. Von 1987 bis 1991 wanderten 134.000 Menschen aus Russland nach Israel, 102.000 nach Deutschland, 15.000 in die Vereinigten Staaten und etwa 20.000 in andere Länder aus.[35]
In den 1990er Jahren erlebte Russland durch die Auswanderung vieler technischer Spezialisten und Wissenschaftler einen erheblichen Brain Drain. Allein 80.000 Wissenschaftler wanderten in der ersten Hälfte der 90er Jahre aus, meistens nach Europa oder die Vereinigten Staaten.[41] Aufgrund niedriger Gehälter in der russischen Wissenschaft und weiterer Faktoren blieb die Abwanderung von hochqualifizierten Fachkräften auch in der Folgezeit weiterhin ein erhebliches Problem für die russische Wirtschaft und 2016 wurde im Rahmen einer Wirtschaftskrise von einer neuerlichen Emigrationswelle russischer Fachkräfte gesprochen. 2022 setzte schließlich eine erneute Emigrationswelle ein, als sich potenzielle Rekruten der russischen Mobilmachung entziehen wollten. Schätzungen zufolge verließen 650.000 Menschen das Land, die meisten davon migrierten nach Armenien (110.000) sowie Kasachstan und Israel (je 80.000).[42] Bei den Emigranten handelte es sich häufig um Unternehmer oder hochqualifizierte Fachkräfte wie IT-Spezialisten und Wissenschaftler.[43][44] Ein Teil der Emigranten kehrte jedoch innerhalb der folgenden zwei Jahre wieder zurück.[45]
Religion
Religion in Russland (2024)[46][47]
Russland ist laut Verfassung ein säkularer Staat, und seine größte Religion ist das Christentum. Es hat die weltweit größte orthodoxe Bevölkerung, die zur überwiegenden Mehrheit der Russisch-Orthodoxen Kirche angehört. Andere in Russland vertretene christliche Glaubensrichtungen sind der Katholizismus (unter 1 %), Baptisten, Pfingstler, Lutheraner und andere protestantische Kirchen (zusammen etwa 0,5 % der Bevölkerung) sowie Altgläubige.[48] Neben dem Christentum sind auch der Islam, das Judentum und der Buddhismus als „traditionelle Religionen“ des Landes gesetzlich anerkannt. Der Islam ist die mit weitem Abstand zweitgrößte Religion in Russland und die traditionelle Religion der meisten Völker des Nordkaukasus sowie einiger Turkvölker, die entlang der Wolga-Ural-Region verstreut leben.[49] Buddhisten stellen einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung in drei sibirischen Republiken: Burjatien, Tuwa und Transbaikalien sowie in Kalmückien, der einzigen Region in Europa, in der der Buddhismus die am häufigsten praktizierte Religion ist.[50] Juden haben eine lange Geschichte in Russland, machten jedoch 2021 nur noch 0,1 Prozent der Bevölkerung aus, meistens in Städten. In dem eigens eingerichteten Jüdischen Autonomen Oblast leben heute kaum noch Juden.
Während in der Sowjetunion unter dem Staatsatheismus die Religion unterdrückt wurde, kam es nach 1990 zu einer Bedeutungszunahme der Religiosität. Die russisch-orthodoxe Kirche, die traditionell eng mit dem russischen Staat und der russischen Identität verbunden ist, wurde vom Staat in der postsowjetischen Ära (besonders unter Putin nach 2000) gefördert. Der Staat hat gezielt versucht, die Bedeutung der Religion zu stärken und allein zwischen 2016 und 2022 wurden in Russland 5000 neue Kirchen eingeweiht. Im Gegenzug hat sich die orthodoxe Kirchenführung unter Patriarch Kyrill I. stets politisch loyal gezeigt und auch dem Ukraine-Feldzug der Staatsführung ihren Segen erteilt.[51] Eine ähnliche Klientelbeziehung besteht zwischen dem Staat und den islamischen Gemeinden. In Tschetschenien kam es zu einer weitgehenden Islamisierung und einer de-facto-Einführung der Scharia im Widerspruch zum russischen Recht.[52] In anderen Regionen (z. B. Tatarstan) herrscht dagegen eine moderatere Ausprägung des Islams vor.[53]
Da es in Russland keine festen Kirchenmitgliedschaften gibt, kann die Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften nur durch repräsentative Umfragen geschätzt werden, die häufig voneinander abweichen können. Im Jahr 2025 ermittelte das Russische Zentrum für Meinungsforschung (VCIOM), dass sich 67 % der Russen als orthodoxe Christen identifizierten, 7 % waren Muslime (anderen Schätzungen zufolge 10 Prozent oder mehr), 1 % waren Buddhisten, 1 % protestantische Christen, 3 % konfessionslose Gläubige, 4 % waren sich über ihren Glauben unsicher oder konfessionslos, 11 % waren Atheisten, 4 % gehörten anderen Religionen an und 2 % gaben keine Antwort. Es besuchen jedoch lediglich 13 % der Russen regelmäßig ein Gotteshaus (65 % dagegen manchmal und 25 % nie). Drei Viertel der Bevölkerung beten manchmal oder regelmäßig, während es ein Viertel nie tut.[54]
Bildung
Russland hat eine Alphabetisierungsrate von knapp 100 % unter Erwachsenen, welche bereits in der Sowjetunion erreicht wurde.[55] Gemäß seiner Verfassung gewährt es seinen Bürgern kostenlose Bildung. Das russische Bildungsministerium ist für die Grund- und Sekundarschulbildung sowie für die berufliche Bildung zuständig, während das russische Ministerium für Hochschulbildung und Wissenschaft für die Hochschulbildung zuständig ist. Die regionalen Behörden regeln die Bildung innerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs im Rahmen der geltenden Bundesgesetze. Insgesamt ist das Bildungswesen des Landes stark zentralisiert.[56] In jüngerer Zeit wurde die „patriotische Erziehung“ gestärkt und außerdem die militärische Ausbildung auf den Lehrplan gesetzt, eine Annäherung an die Verhältnisse der Sowjetzeit.[57][58]
Russland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Bildungsniveau weltweit und hat mit 62 % den dritthöchsten Anteil an Hochschulabsolventen gemessen am Bevölkerungsanteil.[59] In Russland besteht eine Schulpflicht von 11 Jahren, ausschließlich für Kinder im Alter von 7 bis 17–18 Jahren.[60] Die ältesten und größten Universitäten Russlands sind die Staatliche Universität Moskau und die Staatliche Universität Sankt Petersburg.[61] Es gibt zehn hoch angesehene staatliche Universitäten im ganzen Land. Russland war 2024 mit rund 390.000 Studierenden eines der beliebtesten Ziele für internationale Studierende weltweit, eine Fortführung der Tradition der Sowjetzeit. Bis 2030 möchte das Land eine halbe Million internationale Studierende beherbergen.[62] Die drei häufigsten Herkunftsländer von Auslandsstudenten waren Kasachstan, Usbekistan und die Volksrepublik China.[63]
Gesundheit
Die Lebenserwartung in Russland war 2023 mit insgesamt 73,4 Jahren (Frauen: 78,7 Jahre, Männer: 68,0) deutlich niedriger als in Ländern mit vergleichbarem Einkommen. Dies lässt sich mit einer Reihe von Faktoren erklären. Einer der Hauptgründe für die verminderte Lebenserwartung (besonders unter Männern) ist Alkoholismus, der in Russland ein jahrhundertealtes Problem, insbesondere unter der Landbevölkerung, darstellt. Laut Statistiken der WHO von ca. 2016 lag der Konsum von reinem Alkohol pro Kopf bei 15 Litern (26 Litern bei Männern), weltweit nur noch von vier Ländern übertroffen. Einer Studie von 2014 zufolge starb jeder vierte russische Mann vor seinem 55. Lebensjahr an erhöhtem Alkoholkonsum.[64] Während der Alkoholismus in den Krisenjahren der 1990er Jahre seinen Höhepunkt erreichte, sankt er in den 2000er und 2010er Jahren ab, gehört allerdings weiterhin zu den höchsten weltweit. Für die hohe Mortalitätsrate in Russland sind allerdings noch mehrere weitere Faktoren ursächlich. Dazu zählen die hohe Rate an Rauchern (2016 lag der Raucheranteil bei 40 %)[65], häufiger Drogenmissbrauch, eine im europäischen Vergleich führende HIV-Prävalenz[66], Suizidrate[67] und Mordrate[68] (wobei die meisten Morde unter Alkoholeinfluss geschehen), schlechte Ernährung und Fettleibigkeit[69] sowie Verkehrsunfälle. Es besteht in Russland zudem eine ausgeprägte Impfskepsis (teilweise auch unter Ärzten), was während der COVID-19-Pandemie zu vielen vemeidbaren Todesfällen führte.[70] Viele Russen zahlten sogar Geld für ein gefälschte Impfung gegen COVID-19.[71]
Das russische Gesundheitswesen leidet unter erheblichen Mängeln. Das sowjetische System wurde in den 1990er Jahren teilprivatisiert und hat sich danach in ein „Zwei-Klassen-System“ gewandelt. Die Dienstleistungen im staatlichen Gesundheitssektor sind oft mangelhaft, die medizinische Ausrüstung veraltet und die Wartezeiten lang. Bevorzugt sind Personen mit höheren Einkommen, die sich den Zugang zum privaten Gesundheitswesen leisten können. In ärmeren und ländlichen Regionen, wo Wege sehr weit sind, ist häufig kaum medizinische Infrastruktur vorhanden. Manchmal ist hier der nächste Hausarzt hunderte Kilometer weit weg, was zu entsprechenden Problemen führt. Die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Gesundheitswesen ist in Russland gering und in einem vergleichenden Ranking von 2014 belegte dessen Qualität den letzten Platz unter 55 Industrieländern.[65]
Einzelnachweise
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- ↑ More than 60% of Russia's adults are overweight - head of Russian Federal Research Center of Nutrition, Biotechnology and Food Safety
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- ↑ Misstrauen und Impfskepsis - Russen greifen für eine vorgetäuschte Impfung tief in die Tasche. Abgerufen am 23. September 2025.