Demografie Irans
Die Demografie Irans beschäftigt sich mit der Bevölkerungsentwicklung und anderen demografischen Indikatoren der Islamischen Republik Iran. Das Land zählt weltweit zu den 20 größten Staaten nach Einwohnerzahl. Laut offiziellen iranischen Statistiken zählte der Iran 2024 knapp 86 Millionen Einwohner.[1] Die UN schätzt die Bevölkerung für denselben Zeitpunkt dagegen auf ca. 92 Millionen.[2] Unklarheiten über die genaue Einwohnerzahl des Irans ergeben sich vor allem durch die Präsenz mehrer Millionen unregistrierter Flüchtlinge aus dem benachbarten Afghanistan. Im 20. Jahrhundert hat der Iran ein rasantes Bevölkerungswachstum erlebt. So lebten im heutigen Staatsgebiet um 1900 nur ca. zehn Millionen Einwohner. Angetrieben wurde dieses Wachstum durch sehr hohe Geburtenraten, die bis in die 1980er Jahre bei über sechs Kinder pro Frau lagen. Durch steigende Bildung und den durch die Urbanisierung ausgelösten Veränderungen der Lebensverhältnisse sank die Geburtenrate deutlich und liegt inzwischen deutlich unter dem Ersatzniveau, weshalb mit einer voranschreitenden Alterung der Bevölkerung und einem Abflachen des Wachstums zu rechnen ist. Die Lebenserwartung ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich gestiegen und lag 2023 bei ca. 78 Jahren. Auch das Bildungsniveau der Bevölkerung hat sich deutlich verbessert und heute hat der Iran eine der am besten ausgebildeten Bevölkerungen in der Region.
Geschichte
Frühgeschichte
Das Gebiet des heutigen Iran zählt zu den ältesten Gebieten mit städtischer Kultur, war in der Antike und im Mittelalter jedoch weniger dicht bevölkert als die fruchtbaren Regionen Mesopotamiens oder Indiens. Einige persische Großreiche gehörten zu den größten der Weltgeschichte, wenn der Anteil an der Weltbevölkerung betrachtet wird. Während das Achämenidenreich (550–330 v. Chr.) als Großreich zwar bis zu 50 Millionen Menschen umfasste[3], lebte jedoch der Großteil dieser Bevölkerung außerhalb des iranischen Kernlands. Einen weiteren Höhepunkt erlebte die Bevölkerungsentwicklung unter dem Sassanidenreich (3. bis 7. Jahrhundert), bevor die Arabische Eroberung Persiens die Islamisierung einleitete. Immer wieder kam es zu demografischen Einbrüchen durch Kriege, Invasionen und Seuchen. So führten die Mongoleninvasion im 13. Jahrhundert und der Schwarze Tod Mitte des 14. Jahrhunderts auch im Iran zu erheblichen Bevölkerungsverlusten. Allein unter den Mongolen könnten über 80 Prozent der Bevölkerung den Tod gefunden haben.[4] In der Safawiden-Zeit (16.–18. Jh.) stabilisierte sich die Bevölkerung wieder etwas. 1600 wurde die Einwohnerzahl innerhalb der heutigen iranischen Staatsgrenzen auf fünf Millionen und 1800 auf sechs Millionen geschätzt, bevor im 19. Jahrhundert ein deutliches Wachstum einsetzte, sodass ca. 1900 über zehn Millionen Einwohner im Iran lebten.[5] Zwischen 1917 und 1919 kam es durch den Ersten Weltkrieg zu einer katastrophalen Hungernot in Kombination mit der Spanischen Grippe, wodurch Millionen Menschen starben. Schätzungen gehen von mindestens zwei Millionen Toten im persischen Kadscharenreich aus.[6]
Pahlavi-Ära
Verbesserungen in Landwirtschaft, Hygiene und innerer Stabilität führten in der frühen Pahlavi-Zeit (ab 1925) zu einem allmählichen demografischen Anstieg. Offizielle Volkszählungen begannen 1956, als rund 19 Millionen Einwohner registriert wurden. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschleunigte sich das Wachstum deutlich: Zwischen 1950 und 1980 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl von etwa 17 Mio. auf über 39 Mio. Insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren sank die Sterblichkeit durch medizinischen Fortschritt und Impfbemühungen, während die Geburtenrate (6 bis 7 Kinder pro Frau) hoch blieb. Von 1966 (ca. 26 Mio. Einwohner) bis 1976 (ca. 34 Mio.) stieg die Bevölkerung jährlich um über 3 %. Bedeutende demografische Einschnitte dieser Epoche betrafen regionale Abwanderungen (Landflucht in die Städte) und erste Arbeitsmigration ins Ausland (etwa in die Golfstaaten), die aber das Gesamtwachstum kaum bremsten. Teheran stieg zu einer der größten Städte der Welt auf und 1979 lebte erstmals die Mehrheit der Iraner in städtischen Siedlungen.[7]
Islamische Revolution und demografischer Wandel
Die Islamische Revolution 1979 löste zunächst einen starken Anstieg der Hochzeiten und eine konservative kulturelle Wende aus, weshalb die Geburtenraten in den ersten Jahren danach sehr hoch blieben.[7] Die neue Führung propagierte große Familien; während des Ersten Golfkriegs (1980–1988) wurden hohe Geburtenzahlen auch als nationalistisches Ziel gesehen.[8] 1986 lag die Fertilität weiterhin bei rund 6,5 Kindern pro Frau und 1990 hatte das Land ca. 58 Millionen Einwohner. Mitte der 1980er waren knapp die Hälfte der Iraner unter 15 Jahre alt. Gegen Ende der Kriegshandlungen und angesichts wirtschaftlicher Probleme erkannte die Regierung jedoch die Gefahren dieser Bevölkerungsexplosion für Infrastruktur und Wohlstand.[8] Ab 1989 leitete der Iran eine der weltweit effektivsten Familienplanungs-Kampagnen ein. Verhütungsmittel wurden breit verfügbar gemacht, Aufklärung betrieben und staatliche Stellen propagierten kleinere Familien. In der Folge fiel die Geburtenrate innerhalb eines Jahrzehnts drastisch. Bereits um 1996 war die durchschnittliche Kinderzahl je Frau auf unter 3 gesunken und erreichte um 2000 das Bestanderhaltungsniveau von 2,1 Kindern pro Frau.
Die drastische Abnahme der Geburtenrate führte zu einer Alterung der im „Babyboom“ der 1980er geborenen Kohorten, zugleich wuchs die Bevölkerung aufgrund des jungen Altersaufbaus aber noch bis in die 2000er Jahre weiter an (wenn auch langsamer). Zwischen 1990 und 2010 stieg die Einwohnerzahl von ca. 58 Mio. auf 75 Mio. Politisch reagierte die Führung darauf mit einem erneuten Kurswechsel: Ab etwa 2013 forderte Ajatollah Chamenei in Steigerung der Bevölkerung auf 150 bis 200 Millionen und bezeichnete die vorherige Familienplanung als zu erfolgreich.[8] Nachdem die Geburtenraten jedoch weiter zurückgingen, verabschiedete das Parlament ein „Jugend- und Bevölkerungs-Gesetz“, das Anreize für Eheschließung und Kinderreichtum schaffen sollte. Bis 2025 wurde jedoch ein weiterer Rückgang verzeichnet. In einigen nördlichen Provinzen (z. B. Gilan, Mazandaran) übersteigt die Zahl der Sterbefälle inzwischen bereits die der Geburten.[9] Ursächlich für den anhaltenden Geburtenrückgang sind vielfältige sozioökonomische Faktoren: hohe Jugendarbeitslosigkeit, Wohnungsknappheit in den Städten, veränderte Lebensentwürfe der jungen Generation (steigendes Heiratsalter, bessere Bildung von Frauen) sowie die anhaltende Wirtschaftskrise durch internationale Sanktionen.
Bevölkerungsverteilung
Die Bevölkerung Irans ist räumlich sehr ungleich verteilt. Rund 70 % der Einwohner leben im vergleichsweise grünen Nord- und Westteil des Landes – von der Region Teheran über die historische Kernzone Persiens (Isfahan/Fars) bis in den fruchtbaren Nordwesten (Aserbaidschan) und entlang der kaspischen Küste. Demgegenüber sind die weiten Wüsten und Hochgebirge Zentral- und Südostirans äußerst dünn besiedelt; in den ausgedehnten Wüstengebieten der Dascht-e Kawir und Dascht-e Lut beträgt die Bevölkerungsdichte mancherorts weniger als 2 Einw./km². Die Provinz Sistan und Belutschestan im Südosten weist mit gut 3 Mio. Einwohnern auf über 180.000 km² eine der geringsten Besiedlungsdichten (ca. 18 Einw./km²) auf.[10] Dagegen konzentriert sich die Bevölkerung in Oasenlandschaften und vor allem in Städten. Insgesamt nimmt die Urbanisierung seit Jahrzehnten stetig zu: Lebten 1960 erst rund 34 % der Iraner in Städten, so überschritt der Urbanisierungsgrad in den 1980er Jahren erstmals 50 % und erreichte 2024 etwa 78 %.[11] Die mit Abstand größte Agglomeration ist Teheran, die Hauptstadt im zentralen Norden des Landes. Die Metropolregion (Provinz Teheran) zählt über 14 Millionen Einwohner. Weitere Millionenstädte bilden Maschhad, Isfahan, Karadsch, Schiras, Täbris, Ghom und Ahvaz.[10]
Das urbane Wachstum Irans erfolgte teils ungeplant und schnell, was zu großen sozioökonomischen Unterschieden innerhalb der Städte führte. In Metropolen wie Teheran oder Maschhad gibt es moderne Geschäftszentren, aber auch informelle Siedlungen an den Rändern. Die Urbanisierung hat auch die traditionelle Lebensweise verändert: Wichtige demografische Indikatoren (Geburtenrate, Bildungsniveau, Haushaltsgröße) unterscheiden sich heute deutlich zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung. In Städten ist die Geburtenrate besonders niedrig – in der Provinz Teheran lag sie 2020 bei nur ca. 1,3[12], während ländliche Gebiete wie Belutschestan noch höhere Kinderzahlen verzeichnen. Trotz dieser Unterschiede hat die Verstädterung dazu beigetragen, die Kluft zwischen Stadt und Land zu verkleinern: Viele früher ländliche Gebiete wurden zu Städten erhoben, und die Infrastruktur (Straßen, Strom, Bildung, Gesundheit) verbesserte sich landesweit. Die Alphabetisierungsrate zum Beispiel liegt in Städten heute nahe 100 % und in Dörfern bei rund 80 % (gegenüber 66 % bzw. 30 % in 1976).[13]
| Rang | Transkription | Persisch | VZ 1986 | VZ 1991 | VZ 1996 | VZ 2006 | VZ 2016 | Provinz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Teheran | تهران | 6.042.584 | 6.475.527 | 6.758.845 | 7.797.520 | 8.693.706 | Teheran |
| 2. | Maschhad | مشهد | 1.463.508 | 1.559.155 | 1.887.405 | 2.427.316 | 3.001.184 | Razavi-Chorasan |
| 3. | Isfahan | اصفهان | 986.753 | 1.127.030 | 1.266.072 | 1.602.110 | 1.961.260 | Isfahan |
| 4. | Karadsch | کرج | 275.100 | 442.387 | 940.968 | 1.386.030 | 1.592.492 | Alborz |
| 5. | Schiras | شیراز | 848.289 | 965.117 | 1.053.025 | 1.227.331 | 1.565.572 | Fars |
| 6. | Täbris | تبریز | 971.482 | 1.088.985 | 1.191.043 | 1.398.060 | 1.558.693 | Ost-Aserbaidschan |
| 7. | Ghom | قم | 543.139 | 681.253 | 777.677 | 959.116 | 1.201.158 | Ghom |
| 8. | Ahvaz | اهواز | 579.826 | 724.653 | 804.980 | 985.614 | 1.184.788 | Chuzestan |
| 9. | Kermanschah | کرمانشاه | 560.514 | 624.084 | 692.986 | 794.863 | 946.651 | Kermanschah |
| 10. | Urmia | اورمیه | 300.746 | 357.399 | 435.200 | 583.255 | 736.224 | West-Aserbaidschan |
Ethnische Gruppen
Iran ist ein multiethnisches Land mit einer Vielzahl von Volksgruppen, die sich vor allem durch Sprache, regionale Verbreitung und teils religiöse Unterschiede unterscheiden. Genaue Bevölkerungsanteile sind umstritten, da der staatliche Zensus seit Jahrzehnten keine Daten zur ethnischen Zugehörigkeit mehr erhebt. Schätzungen zufolge stellen jedoch die Perser die Bevölkerungsmehrheit: je nach Quelle etwa 51–61 %. Persischsprachige Iraner (dazu zählen neben den eigentlichen Persern oft auch Gruppen wie Talischi, Gilaki und Mazanderani im Norden) sind in fast allen Landesteilen zu finden und dominieren kulturell sowie politisch das Land. Aserbaidschaner (ein Turkvolk) bilden die größte Minderheit mit ungefähr 16–24 % Anteil. Sie leben vor allem im Nordwesten (Provinzen Ost- und West-Aserbaidschan, Ardabil sowie als städtische Gemeinden z. B. in Teheran) und sprechen Azeri-Türkisch. Die Kurden siedeln hauptsächlich im Westen Irans (Provinzen Kurdistan, Kermanschah, West-Aserbaidschan u. a. und einige auch im Nordosten in der Region Chorasan) und stellen ca. 7–10 % der Gesamtbevölkerung.[14] Ihre Sprache gehört wie Persisch zur iranischen Sprachfamilie, jedoch sind viele Kurden sunnitische Muslime, was sie religiös von der schiitischen Mehrheit unterscheidet. Im zentralen Westiran (Zagros-Gebirge) leben die Luren und verwandte Volksgruppen (Bachtiaren, Lak usw.), etwa 6 % der Bevölkerung, die einen südwest-iranischen Dialekt sprechen und überwiegend Schiiten sind.
Kleinere, aber regional konzentrierte ethnische Gruppen sind die Araber im Südwesten (insbesondere in der Provinz Chuzestan am Persischen Golf) mit etwa 2–3 % Anteil, die Belutschen (2–6 %) im Südosten an der Grenze zu Pakistan sowie die Turkmenen (ca. 2 %) im Nordosten an der Grenze zu Turkmenistan.[14] Diese Gruppen sprechen jeweils eigene Sprachen (Arabisch bzw. Belutschisch und Turkmenisch) und sind mehrheitlich sunnitischen Glaubens (besonders die meisten Belutschen und Turkmenen). Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer ethnischer Gemeinschaften: darunter Armenier und Assyrer (christliche Minderheiten, vor allem in Städten wie Teheran, Isfahan und Urmia), Georgier und Tscherkessen (Nachfahren eingewanderter Gemeinschaften aus dem Kaukasus in früheren Jahrhunderten) sowie ehemals nomadische Stämme wie Kaschkai und Chorasani-Türken. Diese Gruppen machen zusammen einige Prozente der Bevölkerung aus.
Persisch ist als Amtssprache in Verwaltung, Bildung und Medien dominierend und fungiert als gemeinsame Verkehrssprache aller Volksgruppen. Die Verfassung Irans erlaubt zwar den Gebrauch der lokalen und ethnischen Sprachen in den Medien und als Ergänzung im Schulunterricht (Artikel 15), in der Praxis jedoch werden Minderheitensprachen im Bildungswesen wenig berücksichtigt. So gibt es zum Beispiel keinen kurdischsprachigen Schulunterricht, und kulturelle Bestrebungen zur Förderung regionaler Sprachen werden mit Misstrauen beobachtet oder teils unterdrückt. Viele ethnische Gemeinschaften erfahren zudem sozioökonomische Benachteiligungen und eine gewisse politische Marginalisierung, besonders in den Randprovinzen. In jüngerer Zeit ist vermehrt zu beobachten, dass Proteste und Unruhen in Iran oft in diesen ethnischen Randgebieten (Kurden im Westen, Belutschen im Südosten, Araber in Chuzestan) ihren Ausgang nehmen.[14] Trotz dieser Spannungen haben sich die meisten Minderheiten über die Jahrhunderte hinweg in den iranischen Nationalstaat integriert und fühlen sich diesem zugehörig. Viele Feiern und kulturelle Traditionen – etwa das Nowruz-Neujahrsfest – teilen Perser wie Nicht-Perser gleichermaßen.
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Persischsprachige Menschen (ohne Luren)
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Kurden
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Mazandaraner
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Gilaker
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Luren und Bachtiaren
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Arabischsprachige Menschen
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Belutschischsprachige Bevölkerung in Iran
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Talischen
Migration
Einwanderung
Historisch war Iran aufgrund seiner Größe und relativen Prosperität im Vergleich zu Nachbarländern auch Aufnahmeland für Migranten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm das Land vor allem Flüchtlinge aus den Nachbarländern Afghanistan und Irak auf. Bereits nach der sowjetischen Invasion Afghanistans 1979 und während der Herrschaft der Taliban (mit einer neuen Flüchtlingswelle nach 2021) flohen Millionen Afghanen in den Iran. Bis heute stellt Iran eine der größten afghanischen Exilgemeinden weltweit. Mitte 2024 beherbergte der Iran nach UN-Angaben etwa 3,8 Millionen als Flüchtlinge oder asylähnlich Geduldete registrierte Menschen – 99 % von ihnen aus Afghanistan. Zusätzlich hielten sich nach Schätzungen weitere rund 1,1 Millionen Afghanen ohne regulären Status im Land auf. Viele dieser Flüchtlinge leben schon in zweiter Generation in Iran. Sie konzentrieren sich auf städtische Ballungsräume und finden häufig Beschäftigung als Arbeiter im Baugewerbe, in Fabriken oder der Landwirtschaft. Die iranischen Behörden verfolgten lange eine vergleichsweise tolerante Politik gegenüber afghanischen Geflüchteten – so erhielten z. B. viele Kinder afghanischer Familien Zugang zu iranischen Schulen. Seit den 2010er Jahren und insbesondere nach der Machtübernahme der Taliban 2021 steigt jedoch der politische und soziale Druck: Die Regierung in Teheran beklagt die wirtschaftliche Belastung durch die Geflüchteten, und es kam wiederholt zu Massenabschiebungen illegal eingereister Afghanen. Im Oktober 2023 gab das iranische Innenministerium bekannt, bis zu 2 Millionen nicht registrierte afghanische Migranten ausweisen zu wollen.[15] Menschenrechtsorganisationen beobachten zunehmend Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gegenüber Afghanen in Teilen der Bevölkerung.[16]
Laut dem iranischen Innenministerium lebten im Dezember 2024 insgesamt sechs Millionen Ausländer im Iran, wovon 10 Prozent keine Afghanen waren. Die häufigsten Ausländergruppen neben Afghanen kamen aus dem Irak, Pakistan und Bahrain.[17] Während des Iran-Irak-Krieges kamen viele schiitische Araber aus dem Irak ins Exil nach Iran. Die meisten sind nach Kriegsende und dem Sturz Saddam Husseins zurückgekehrt; heute sind nur noch etwa 12.000 irakische Staatsbürger offiziell als Flüchtlinge in Iran registriert. Insgesamt ist der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung in Iran vergleichsweise gering (rund 3–4 %). Gleichwohl hat Iran nach Angaben des UNHCR 2024 die größte Flüchtlingsbevölkerung der Welt (vor der Türkei) und stemmt dies weitgehend aus eigenen Mitteln.[18]
Auswanderung
Seit der Revolution 1979 und dem folgenden Iran-Irak-Krieg haben Millionen Iraner ihr Heimatland verlassen. Gründe sind politische Verfolgung, Kriegsauswirkungen, aber auch wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und der Wunsch nach höherer Lebensqualität. Die iranische Diaspora wird auf insgesamt 4 bis 6 Millionen Menschen weltweit geschätzt.[19] Größere Exilgemeinden existieren in Nordamerika (bes. im Großraum Los Angeles, oft „Tehrangeles“ genannt, mit ca. 300.000 iranischstämmigen Bewohnern), in Westeuropa (v. a. Deutschland, Vereinigtes Königreich, Schweden, Frankreich) sowie in den Golfstaaten und der Türkei. Offizielle Stellen in Iran sprachen 2021 Jahren von etwa 4 Millionen im Ausland lebenden Iranern (davon eine Million in Europa)[20], während andere Schätzungen auch die Nachgeborenen mitzählen und auf bis zu 6 Millionen Personen iranischer Herkunft kommen. Ein erheblicher Teil der Emigranten gehört der gut ausgebildeten städtischen Mittelschicht an – die sogenannte „Brain Drain“-Abwanderung. So gelten die in die USA eingewanderten Iraner als eine der am besten gebildeten Gruppen im Land, häufig mit MINT-Ausbildung.[8] In jüngerer Zeit tragen hohe Jugendarbeitslosigkeit und politische Restriktionen dazu bei, dass viele junge Akademiker Iran den Rücken kehren, insbesondere Wissenschaftler, Ärzte und IT-Fachleute, ein drängendes Problem für die demografische und wirtschaftliche Entwicklung Irans.
Binnenwanderung
Von großer demografischer Bedeutung ist auch die Wanderungsbewegung innerhalb Irans. Seit den 1960er Jahren haben Millionen Menschen ihre Heimatregion verlassen, um in wirtschaftlich prosperierenden Landesteilen Arbeit zu suchen. Die bedeutendste Binnenmigration ist die Land-Stadt-Wanderung: Viele ländliche Provinzen verzeichneten in den vergangenen Jahrzehnten einen Nettoabwanderungsverlust zugunsten der Boomregion Teheran, die dank der Zuwanderung vom Land zu einer Megastadt aufgestiegen ist. Auch verschiedene regionale Zentren wie Maschhad im Nordosten oder Schiras in Fars wuchsen stark. Einige traditionelle Nomadenstämme (etwa die Kaschkai und Bachtiaren) haben in dieser Zeit fast vollständig ihre nomadische Lebensweise aufgegeben und sind in feste Siedlungen oder Städte umgezogen. Binnenmigration führt auch zu einer stärkeren ethnischen Durchmischung der Städte: So sind etwa in Teheran heute alle Volksgruppen Irans anzutreffen. Allerdings entsteht durch die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten mancherorts Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft und Überalterung der Dorfgemeinschaften.
Religion
Die iranische Bevölkerung ist in der überwältigenden Mehrheit muslimischen Glaubens. 99,6 % der Einwohner Irans sind offiziell Muslime, davon etwa 90–95 % Schiiten (Zwölferschia, Staatsreligion) und 5–10 % Sunniten (Stand 2016).[21] Der schiitische Islam prägt seit dem 16. Jahrhundert (Safawidendynastie) die Identität des Landes; seit 1979 ist er auch politisch durch die islamische Staatsordnung mit dem Obersten Rechtsgelehrten (Welāyat-e Faqih) an der Spitze verankert, womit die Islamische Republik Iran zu den Theokratien zählt. Die schiitischen Muslime Irans setzen sich ethnisch vor allem aus Persern, Azeris, Luren und den meisten Arabern in Chuzestan zusammen. Die sunnitische Minderheit lebt schwerpunktmäßig in den Randregionen – insbesondere die Sunniten kurdischer, belutschischer und turkmenischer Volkszugehörigkeit im Westen, Südosten bzw. Nordosten des Landes. In der Verfassung Irans ist die „geeinte islamische Gemeinschaft“ (Umma) zentraler Bezugspunkt; die Ausübung der sunnitischen Konfession ist grundsätzlich erlaubt, doch fühlen sich viele sunnitische Gemeinschaften politisch unterrepräsentiert. In Teheran, einer Stadt mit hunderttausenden sunnitischen Einwohnern, wurde kein Bau einer offiziellen Sunniten-Moschee gestattet (Gebete finden in privaten Räumen statt).[22]
Neben dem Islam existieren in Iran mehrere anerkannte religiöse Minderheiten. Artikel 13 der iranischen Verfassung nennt Christen, Juden und Zoroastrier als geschützte Religionsgruppen mit dem Recht auf freie Ausübung ihrer Religion innerhalb der gesetzlichen Grenzen.[23] Diese Gemeinschaften haben historisch eine lange Präsenz im iranischen Raum. Die Zoroastrier (Anhänger der altiranischen Religion des Zarathustra) zählen heute rund 20.000–60.000 Mitglieder; ihre Hauptsiedlungsgebiete sind Yazd und Kerman. Die Juden Irans waren vor 1979 die größte jüdische Gemeinde im Nahen Osten (ca. 60.000 Personen); infolge Auswanderung leben heute noch etwa 10.000 bis 20.000 Juden im Land, überwiegend in Teheran. Die Christen setzen sich vor allem aus ethnischen Armeniern und Assyrern zusammen. Nach der letzten Volkszählung (2016) wurden etwa 117.700 Christen gezählt, während inoffizielle Schätzungen von bis zu einer Million Christen im Land ausgehen.[24] Allen drei genannten Minderheiten stehen im iranischen Parlament feste Sitze zu (jeweils zwei für die Armenier in Nord- und Südiran, einer für die Assyrer/Chaldäer, einer für die Gesamtheit der Juden und einer für die Zoroastrier).[25] Diese Abgeordneten vertreten die Interessen ihrer Gemeinden und genießen eine gewisse Toleranz, solange sie politische „rote Linien“ nicht überschreiten. So werden z. B. in Teheran mehrere armenische Kirchen betrieben.
Die Bahai hingegen – mit schätzungsweise rund 300.000 Gläubigen die größte nicht-muslimische Religionsgemeinschaft in Iran – sind staatlicher Verfolgung ausgesetzt. Der Bahai-Glaube entstand im 19. Jahrhundert in Persien, wird aber von der Schia als Häresie angesehen. Die Islamische Republik erkennt die Bahai nicht als Religionsgemeinschaft an; ihnen wird der Zugang zu Hochschulen verwehrt, ihr Besitz ist nicht geschützt und sie sind häufig Repressionen bis hin zur Inhaftierung ausgesetzt. Viele führende Bahai mussten ins Exil gehen. Die Bahai gelten den schiitischen Geistlichen offiziell als vom Islam abgefallene Sekte.[23] Auch atheistische oder agnostische Haltungen sind in Iran nicht legal anerkannt. Offener Atheismus kann als „Abfall vom Glauben“ mit dem Tod bestraft werden.[26] Dennoch gibt es – der globalen Säkularisierung folgend – in städtischen, gebildeten Schichten eine wachsende Zahl von nicht praktizierenden Muslimen und religiös Indifferenten. Dies äußert sich etwa in abnehmender Teilnahme junger Leute am Gebet und Fasten oder im Verzicht auf traditionelle religiöse Kleidungsvorschriften (z. B. locker getragenes Kopftuch). Laut einer Onlineumfrage von 2020 glaubten 20 Prozent der Iraner nicht an die Existenz Gottes.[23]
| Muslime | Christen | Zoroastrier | Juden | Andere | Unbekannt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| # | % | # | % | # | % | # | % | # | % | # | % | |
| Volkszählung 1956 | 18.654.127 | 98,4 % | 114.528 | 0,6 % | 15.723 | 0,1 % | 65.232 | 0,3 % | 59.256 | 0,3 % | 45.838 | 0,2 % |
| Volkszählung 1966 | 24.771.922 | 98,8 % | 149.427 | 0,6 % | 19.816 | 0,1 % | 60.683 | 0,3 % | 77.075 | 0,3 % | ||
| Volkszählung 1976 | 33.396.908 | 99,1 % | 168.593 | 0,5 % | 21.400 | 0,1 % | 62.258 | 0,3 % | 59.583 | 0,2 % | ||
| Volkszählung 2006 | 70.097.741 | 99,4 % | 109.415 | 0,2 % | 19.823 | 0,0 % | 9.252 | 0,0 % | 54.234 | 0,1 % | 205.317 | 0,3 % |
| Volkszählung 2011 | 74.682.938 | 99,4 % | 117.704 | 0,2 % | 25.271 | 0,0 % | 8.756 | 0,0 % | 49.101 | 0,1 % | 265.899 | 0,4 % |
| Volkszählung 2016 | 79.598.054 | 99,6 % | 130.158 | 0,2 % | 23.109 | 0,0 % | 9.826 | 0,0 % | 40.551 | 0,1 % | 124.572 | 0,2 % |
Gesundheit
Das Gesundheitswesen und die Gesundheitsindikatoren Irans haben sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erheblich verbessert. Ein Neugeborenes hatte 1950 im Durchschnitt eine Lebenserwartung von kaum 50 Jahren; um 1980 lag sie bei etwa 60 Jahren. 2023 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt bereits rund 78 Jahre (Frauen etwa 79, Männer etwa 75 Jahre).[30] Iran liegt damit im globalen Mittelfeld und übertrifft die meisten Nachbarländer. Die Steigerung ist vor allem auf die erfolgreiche Eindämmung von Infektionskrankheiten und eine breit ausgebaute Grundversorgung zurückzuführen. Die Verfassung von 1979 sagt allen Bürgern das Recht auf Gesundheitsversorgung zu.[31] Bereits in den 1980er Jahren etablierte Iran ein Netzwerk von ländlichen und städtischen Gesundheitszentren, das präventive Betreuung (Impfungen, Schwangerenvorsorge, Familienplanung) und Basisbehandlungen sicherstellt. So sank die Säuglingssterblichkeit von geschätzten über 100 Todesfällen pro 1000 Lebendgeburten in den 1970er Jahren auf nur noch etwa 10 pro 1000 (2025).[32] Die Müttersterblichkeit ging ebenfalls stark zurück und liegt unter 20 pro 100.000 Geburten – ein für die Region sehr niedriger Wert.[33] Impfprogramme haben Polio, Malaria und andere früher verbreitete Krankheiten nahezu eliminiert. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen wurde bis in abgelegene Dörfer ausgedehnt.
Inzwischen sind – wie in Industrienationen – nichtübertragbare Krankheiten (Non-Communicable Diseases, NCD) für den Großteil aller Todesfälle verantwortlich. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (v. a. koronare Herzleiden und Schlaganfälle) stellen die häufigste Todesursache dar. Auch Krebserkrankungen und Diabetes sind stark verbreitet. Neben ungesunder Ernährung (steigender Fett- und Zuckerkonsum) begünstigt vor allem Bewegungsmangel und zunehmendes Übergewicht in der städtischen Bevölkerung diese Zivilisationskrankheiten. Die Luftverschmutzung in Großstädten wie Teheran und Ahvaz (Smog, Feinstaub) trägt zu chronischen Atemwegserkrankungen bei. Unfälle und Verletzungen bilden die zweitwichtigste Kategorie der Todesursachen in Iran.[34] Insbesondere Verkehrsunfälle fordern sehr viele Opfer: Mit jährlich rund 20 Todesfällen pro 100.000 Einwohner (2021) hat Iran eine der höchsten verkehrsbedingten Sterberaten weltweit.[35] Ursachen sind u. a. unzureichende Verkehrsinfrastruktur, riskantes Fahrverhalten und schlechte Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften. Ebenfalls relevant sind Arbeitsunfälle (etwa in der Bauwirtschaft oder im Bergbau) und regionale Probleme wie Suchtkrankheiten durch Drogenkonsum – die Nähe zu Afghanistan führt zu einer hohen Verfügbarkeit von Opium und Heroin in Iran, und laut Schätzungen gibt es mindestens eine Million Drogenkonsumenten im Land.[36]
Der Iran verfügt über ein relativ gut ausgebautes Gesundheitssystem mit einem Mix aus öffentlichen und privaten Einrichtungen. Das Gesundheitsministerium betreibt ein flächendeckendes Netz an staatlichen Krankenhäusern, Gesundheitszentren und „Gesundheitshäusern“. In entlegenen ländlichen Bezirken versorgen sogenannte Behvarz (ausgebildete Gesundheitspfleger) die Bevölkerung mit grundlegenden medizinischen Leistungen.[37] Daneben existieren zahlreiche privat geführte Kliniken, Arztpraxen und Apotheken, vor allem in den Städten. Insgesamt kommen auf 1.000 Einwohner etwa 1,8 Ärzte (zum Vergleich: Deutschland ~4,5/1.000).[38] 2010 hatten knapp 90 % der Iraner eine Krankenversicherung – entweder über das staatliche Netzwerk oder spezielle Kassen für Angestellte, Selbstständige und Bedürftige.[39] Trotzdem müssen viele Patienten einen Teil der Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen.
Bildung
Das Bildungswesen in Iran hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erzielt und zur sozioökonomischen Entwicklung beigetragen. Vor der Islamischen Revolution 1979 waren weite Bevölkerungsschichten Analphabeten – 1976 konnten nur ca. 49 % der Bevölkerung lesen und schreiben.[13] Seitdem gelang eine nahezu flächendeckende Alphabetisierung der jungen Generation. 2023 lag die Gesamtalphabetisierung der über 15-Jährigen bei knapp 90 %.[40] In der Altersgruppe 10–49 Jahre betrug die Alphabetisierungsquote 2016/17 sogar 96,6 % Vor allem die ländliche weibliche Bevölkerung hat enorm aufgeholt: Die Kluft zwischen männlicher und weiblicher Lesefähigkeit sank von 26 Prozentpunkten (1976) auf unter 3 %. Ähnlich verringerte sich der Unterschied zwischen Stadt und Land – 1976 waren in Städten 65,5 % der Menschen alphabetisiert und in Dörfern nur 30,5 %, während 2016 städtisch nahezu 99,8 % und ländlich 78,5 % erreicht wurden. In der urbanen Provinz Teheran war nahezu die gesamte Bevölkerung alphabetisiert, während die arme Provinz Sistan und Belutschistan noch eine Analphabetenquote von 20 % hatte.[13] Bildung besitz einen hohen Stellenwert in der iranischen Gesellschaft. Eltern investieren viel in Nachhilfe und Vorbereitungskurse (z. B. für die landesweite Universitätsaufnahmeprüfung Konkur).[41]
In Iran besteht allgemeine Schulpflicht vom 6. bis zum 11. Lebensjahr (Primarstufe). Die meisten Kinder besuchen jedoch darüber hinaus die weiterführenden Schulen bis zum Abschluss (in der Regel mit ca. 17–18 Jahren). Die Einschulungsrate in der Grundschule liegt bei nahezu 99 %, und auch die Sekundarstufe I wird von über 90 % eines Jahrgangs absolviert. Das Schulsystem ist zentralisiert: Lehrpläne, Bücher und Prüfungen werden vom Bildungsministerium vorgegeben und landesweit vereinheitlicht. Unterrichtet wird koedukativ, allerdings sind seit der Islamischen Revolution die Schulen nach Geschlechtern getrennt. Seit den 1990er Jahren erlebt Iran einen drastischen Anstieg der Studierendenzahlen („Akademisierung“). Die akademische Brutto-Einschreibrate stieg von nur 19 % im Jahr 1999 auf 71,9 % im Jahr 2015, ein Wert, der höher ist als in manchen westeuropäischen Ländern. Gab es 1977 nur 16 Universitäten im Iran, so existieren mittlerweile über 50 staatliche Universitäten und Hunderte private Institute. Insbesondere die 1982 gegründete Islamische Azad-Universität, die mit über 1,7 Mio. Studierenden heute zu den größten Universitäten der Welt gehört. 2014 waren landesweit etwa 4,7 Millionen Studierende in tertiären Bildungsgängen eingeschrieben.[8]
Ein bemerkenswertes Merkmal ist der hohe Frauenanteil in der Hochschulbildung. Frauen stellten 2017 über 60 % der Studierenden im Erststudium.[42] Auch in typischen MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind Studentinnen in Iran zahlreich vertreten. Diese Entwicklung wurde von konservativen Kreisen mit Skepsis betrachtet: 2012 führten einige staatliche Universitäten Zulassungsbeschränkungen für Frauen in bestimmten Studiengängen ein (z. B. Ingenieurwesen, Chemie, Informatik), da diese nicht der „der weiblichen Natur“ entsprechen würden.[43] Absolventinnen haben auch sehr hohe Arbeitslosenraten nach dem Studium (40 Prozent, zehn Prozent mehr als bei männlichen Absolventen). Allgemein ist Jugendarbeitslosigkeit ein großes Problem, da die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht mit der Expansion des Bildungssektors mitgewachsen sind.[8]
Statistik
Jährliche Entwicklung der Geburten und Todesfälle und weiterer Vitalstatistiken laut Schätzungen der UN.[44]
| Einwohnerzahl | Geburten | Todesfälle | Natürliche Änderung |
Geburtenrate (je 1000 Einw.) |
Sterberate (je 1000 Einw.) |
Nat. Änderung (je 1000 Einw.) |
Fertilitätsrate | Lebenserwartung | Nettemigration (je 1000 Einw.) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männer | Frauen | Gesamt | ||||||||||
| 1950 | 16 511 000 | 838 000 | 472 000 | 366 000 | 50,8 | 28,6 | 22,2 | 6,97 | 38,9 | 37,4 | 38,2 | 2,4 |
| 1951 | 16 921 000 | 861 000 | 482 000 | 378 000 | 50,9 | 28,5 | 22,4 | 6,98 | 39,4 | 37,9 | 38,7 | 2,2 |
| 1952 | 17 344 000 | 886 000 | 488 000 | 398 000 | 51,1 | 28,1 | 22,9 | 7,01 | 39,9 | 38,4 | 39,2 | 1,9 |
| 1953 | 17 778 000 | 910 000 | 495 000 | 415 000 | 51,2 | 27,8 | 23,4 | 7,03 | 40,2 | 38,7 | 39,5 | 1,2 |
| 1954 | 18 226 000 | 933 000 | 498 000 | 435 000 | 51,2 | 27,3 | 23,8 | 7,05 | 40,7 | 39,2 | 40,0 | 1,3 |
| 1955 | 18 701 000 | 966 000 | 499 000 | 466 000 | 51,6 | 26,7 | 24,9 | 7,15 | 41,3 | 39,9 | 40,6 | 1,3 |
| 1956 | 19 204 000 | 998 000 | 505 000 | 493 000 | 52,0 | 26,3 | 25,7 | 7,25 | 41,8 | 40,3 | 41,1 | 1,2 |
| 1957 | 19 727 000 | 1 030 000 | 512 000 | 517 000 | 52,2 | 26,0 | 26,2 | 7,35 | 42,0 | 40,5 | 41,3 | 0,5 |
| 1958 | 20 267 000 | 1 059 000 | 509 000 | 550 000 | 52,3 | 25,1 | 27,1 | 7,46 | 42,9 | 41,5 | 42,2 | 0,1 |
| 1959 | 20 847 000 | 1 088 000 | 511 000 | 577 000 | 52,2 | 24,5 | 27,7 | 7,57 | 43,4 | 42,1 | 42,8 | 1,6 |
| 1960 | 21 470 000 | 1 095 000 | 511 000 | 584 000 | 51,0 | 23,8 | 27,2 | 7,52 | 43,9 | 42,6 | 43,3 | 2,5 |
| 1961 | 22 126 000 | 1 102 000 | 508 000 | 595 000 | 49,8 | 22,9 | 26,9 | 7,46 | 44,5 | 43,2 | 43,9 | 3,5 |
| 1962 | 22 808 000 | 1 112 000 | 517 000 | 596 000 | 48,8 | 22,7 | 26,1 | 7,40 | 44,4 | 43,1 | 43,8 | 4,2 |
| 1963 | 23 519 000 | 1 121 000 | 501 000 | 620 000 | 47,7 | 21,3 | 26,4 | 7,32 | 45,6 | 44,5 | 45,1 | 4,7 |
| 1964 | 24 263 000 | 1 133 000 | 497 000 | 636 000 | 46,7 | 20,5 | 26,2 | 7,24 | 46,2 | 45,2 | 45,7 | 5,0 |
| 1965 | 25 037 000 | 1 158 000 | 495 000 | 663 000 | 46,3 | 19,8 | 26,5 | 7,22 | 46,8 | 45,9 | 46,4 | 5,1 |
| 1966 | 25 829 000 | 1 189 000 | 494 000 | 695 000 | 46,0 | 19,1 | 26,9 | 7,21 | 47,4 | 46,7 | 47,1 | 3,8 |
| 1967 | 26 628 000 | 1 219 000 | 492 000 | 727 000 | 45,8 | 18,5 | 27,3 | 7,19 | 48,1 | 47,5 | 47,8 | 2,9 |
| 1968 | 27 437 000 | 1 243 000 | 499 000 | 744 000 | 45,3 | 18,2 | 27,1 | 7,12 | 48,2 | 47,6 | 47,9 | 2,5 |
| 1969 | 28 273 000 | 1 264 000 | 483 000 | 781 000 | 44,7 | 17,1 | 27,6 | 7,01 | 49,5 | 49,2 | 49,4 | 2,8 |
| 1970 | 29 145 000 | 1 270 000 | 476 000 | 795 000 | 43,6 | 16,3 | 27,3 | 6,80 | 50,3 | 50,2 | 50,2 | 3,1 |
| 1971 | 30 029 000 | 1 272 000 | 466 000 | 806 000 | 42,4 | 15,5 | 26,8 | 6,55 | 51,1 | 51,2 | 51,1 | 2,6 |
| 1972 | 30 921 000 | 1 264 000 | 460 000 | 804 000 | 40,9 | 14,9 | 26,0 | 6,26 | 51,6 | 51,9 | 51,7 | 3,1 |
| 1973 | 31 840 000 | 1 277 000 | 445 000 | 832 000 | 40,1 | 14,0 | 26,1 | 6,06 | 52,6 | 53,3 | 52,9 | 3,3 |
| 1974 | 32 796 000 | 1 311 000 | 437 000 | 873 000 | 40,0 | 13,3 | 26,6 | 5,97 | 53,4 | 54,3 | 53,9 | 3,1 |
| 1975 | 33 803 000 | 1 361 000 | 432 000 | 929 000 | 40,3 | 12,8 | 27,5 | 5,95 | 54,3 | 55,4 | 54,8 | 3,2 |
| 1976 | 34 837 000 | 1 442 000 | 428 000 | 1 013 000 | 41,4 | 12,3 | 29,1 | 6,07 | 55,1 | 56,5 | 55,8 | 0,5 |
| 1977 | 35 933 000 | 1 518 000 | 426 000 | 1 092 000 | 42,2 | 11,9 | 30,4 | 6,18 | 55,9 | 57,5 | 56,7 | 1,9 |
| 1978 | 37 127 000 | 1 611 000 | 454 000 | 1 157 000 | 43,4 | 12,2 | 31,2 | 6,34 | 55,2 | 57,0 | 56,0 | 1,9 |
| 1979 | 38 425 000 | 1 718 000 | 423 000 | 1 294 000 | 44,7 | 11,0 | 33,7 | 6,55 | 57,3 | 59,7 | 58,5 | 2,0 |
| 1980 | 39 842 000 | 1 799 000 | 437 000 | 1 361 000 | 45,1 | 11,0 | 34,2 | 6,63 | 56,3 | 60,7 | 58,4 | 2,6 |
| 1981 | 41 989 000 | 1 858 000 | 481 000 | 1 377 000 | 44,2 | 11,5 | 32,8 | 6,62 | 52,8 | 61,3 | 56,6 | 34,6 |
| 1982 | 44 272 000 | 2 002 000 | 487 000 | 1 514 000 | 45,2 | 11,0 | 34,2 | 6,59 | 53,8 | 62,5 | 57,6 | 5,0 |
| 1983 | 46 030 000 | 2 057 000 | 483 000 | 1 574 000 | 44,7 | 10,5 | 34,2 | 6,53 | 54,7 | 63,4 | 58,5 | 4,4 |
| 1984 | 47 794 000 | 2 099 000 | 446 000 | 1 653 000 | 43,9 | 9,3 | 34,6 | 6,43 | 58,0 | 64,4 | 60,9 | 2,0 |
| 1985 | 49 582 000 | 2 102 000 | 440 000 | 1 662 000 | 42,4 | 8,9 | 33,5 | 6,24 | 58,5 | 65,1 | 61,5 | 3,3 |
| 1986 | 51 446 000 | 2 094 000 | 435 000 | 1 659 000 | 40,7 | 8,5 | 32,3 | 6,01 | 59,1 | 65,8 | 62,1 | 4,7 |
| 1987 | 53 323 000 | 2 070 000 | 430 000 | 1 640 000 | 38,8 | 8,1 | 30,7 | 5,72 | 59,5 | 66,4 | 62,7 | 4,0 |
| 1988 | 55 073 000 | 2 039 000 | 424 000 | 1 615 000 | 37,0 | 7,7 | 29,3 | 5,43 | 60,1 | 67,1 | 63,3 | 0,6 |
| 1989 | 56 705 000 | 1 995 000 | 385 000 | 1 610 000 | 35,2 | 6,8 | 28,4 | 5,17 | 63,2 | 67,7 | 65,3 | 0,2 |
| 1990 | 58 380 000 | 1 954 000 | 423 000 | 1 530 000 | 33,5 | 7,3 | 26,2 | 4,93 | 62,1 | 66,3 | 64,1 | 3,4 |
| 1991 | 59 987 000 | 1 871 000 | 375 000 | 1 496 000 | 31,2 | 6,3 | 24,9 | 4,57 | 64,0 | 68,8 | 66,2 | −0,2 |
| 1992 | 61 185 000 | 1 734 000 | 368 000 | 1 366 000 | 28,3 | 6,0 | 22,3 | 4,10 | 64,4 | 69,2 | 66,7 | −7,4 |
| 1993 | 61 404 000 | 1 579 000 | 360 000 | 1 220 000 | 25,7 | 5,9 | 19,9 | 3,67 | 64,7 | 69,6 | 67,0 | −27,6 |
| 1994 | 61 521 000 | 1 351 000 | 343 000 | 1 008 000 | 22,0 | 5,6 | 16,4 | 3,24 | 65,2 | 70,1 | 67,5 | −4,8 |
| 1995 | 62 206 000 | 1 216 000 | 336 000 | 880 000 | 19,5 | 5,4 | 14,1 | 2,85 | 65,6 | 70,5 | 67,9 | −3,5 |
| 1996 | 62 881 000 | 1 116 000 | 331 000 | 785 000 | 17,7 | 5,3 | 12,5 | 2,54 | 66,0 | 70,9 | 68,3 | −1,5 |
| 1997 | 63 640 000 | 1 058 000 | 331 000 | 727 000 | 16,6 | 5,2 | 11,4 | 2,32 | 66,3 | 71,2 | 68,6 | 1,5 |
| 1998 | 64 520 000 | 1 046 000 | 328 000 | 718 000 | 16,2 | 5,1 | 11,1 | 2,19 | 66,9 | 71,8 | 69,2 | 3,4 |
| 1999 | 65 445 000 | 1 052 000 | 328 000 | 723 000 | 16,1 | 5,0 | 11,1 | 2,09 | 67,3 | 72,3 | 69,7 | 2,9 |
| 2000 | 66 419 000 | 1 060 000 | 329 000 | 731 000 | 16,0 | 5,0 | 11,0 | 2,00 | 67,8 | 72,7 | 70,2 | 4,5 |
| 2001 | 67 452 000 | 1 075 000 | 331 000 | 744 000 | 15,9 | 4,9 | 11,0 | 1,92 | 68,3 | 73,1 | 70,6 | 4,3 |
| 2002 | 68 011 000 | 1 085 000 | 332 000 | 752 000 | 15,9 | 4,9 | 11,1 | 1,84 | 68,8 | 73,6 | 71,1 | −9,8 |
| 2003 | 68 769 000 | 1 092 000 | 359 000 | 733 000 | 15,9 | 5,2 | 10,7 | 1,80 | 68,4 | 72,7 | 70,5 | 10,2 |
| 2004 | 70 256 000 | 1 136 000 | 335 000 | 801 000 | 16,2 | 4,8 | 11,4 | 1,78 | 69,8 | 74,4 | 72,0 | 10,5 |
| 2005 | 71 828 000 | 1 177 000 | 340 000 | 837 000 | 16,4 | 4,7 | 11,7 | 1,76 | 70,3 | 74,8 | 72,4 | 10,7 |
| 2006 | 73 393 000 | 1 227 000 | 343 000 | 885 000 | 16,7 | 4,7 | 12,1 | 1,76 | 70,8 | 75,2 | 72,9 | 8,7 |
| 2007 | 74 603 000 | 1 266 000 | 347 000 | 919 000 | 17,0 | 4,6 | 12,3 | 1,75 | 71,3 | 75,5 | 73,3 | −0,3 |
| 2008 | 75 514 000 | 1 291 000 | 350 000 | 941 000 | 17,1 | 4,6 | 12,5 | 1,74 | 71,7 | 75,8 | 73,7 | −0,2 |
| 2009 | 76 458 000 | 1 312 000 | 353 000 | 958 000 | 17,2 | 4,6 | 12,5 | 1,74 | 72,1 | 76,1 | 74,0 | 0,0 |
| 2010 | 77 421 000 | 1 338 000 | 357 000 | 980 000 | 17,3 | 4,6 | 12,7 | 1,75 | 72,5 | 76,4 | 74,4 | −0,2 |
| 2011 | 78 384 000 | 1 385 000 | 361 000 | 1 024 000 | 17,7 | 4,6 | 13,1 | 1,79 | 72,8 | 76,7 | 74,7 | −0,8 |
| 2012 | 79 371 000 | 1 440 000 | 366 000 | 1 074 000 | 18,1 | 4,6 | 13,5 | 1,85 | 73,2 | 77,0 | 75,0 | −0,7 |
| 2013 | 80 415 000 | 1 490 000 | 371 000 | 1 120 000 | 18,5 | 4,6 | 13,9 | 1,91 | 73,5 | 77,3 | 75,3 | −0,6 |
| 2014 | 81 502 000 | 1 535 000 | 376 000 | 1 159 000 | 18,8 | 4,6 | 14,2 | 1,98 | 73,8 | 77,6 | 75,6 | −0,7 |
| 2015 | 82 619 000 | 1 560 000 | 381 000 | 1 178 000 | 18,9 | 4,6 | 14,3 | 2,02 | 74,1 | 77,8 | 75,9 | −0,6 |
| 2016 | 83 812 000 | 1 575 000 | 388 000 | 1 187 000 | 18,8 | 4,6 | 14,2 | 2,05 | 74,3 | 78,1 | 76,2 | 0,8 |
| 2017 | 85 027 000 | 1 534 000 | 394 000 | 1 141 000 | 18,0 | 4,6 | 13,4 | 2,02 | 74,5 | 78,3 | 76,4 | 0,4 |
| 2018 | 86 118 000 | 1 435 000 | 400 000 | 1 035 000 | 16,7 | 4,6 | 12,0 | 1,92 | 74,7 | 78,6 | 76,6 | −0,3 |
| 2019 | 87 052 000 | 1 299 000 | 406 000 | 893 000 | 14,9 | 4,7 | 10,3 | 1,77 | 75,0 | 78,8 | 76,9 | −0,4 |
| 2020 | 87 723 000 | 1 229 000 | 565 000 | 664 000 | 14,0 | 6,4 | 7,6 | 1,70 | 72,2 | 76,2 | 74,1 | −2,1 |
| 2021 | 88 455 000 | 1 211 000 | 565 000 | 646 000 | 13,7 | 6,4 | 7,3 | 1,71 | 72,0 | 75,7 | 73,8 | 3,8 |
| 2022 | 89 524 000 | 1 192 000 | 438 000 | 754 000 | 13,3 | 4,9 | 8,4 | 1,70 | 74,9 | 78,8 | 76,8 | 4,5 |
| 2023 | 90 609 000 | 1 173 000 | 423 000 | 750 000 | 13,0 | 4,7 | 8,3 | 1,70 | 75,8 | 79,6 | 77,7 | 2,9 |
Einzelnachweise
- ↑ Estimated Population in Iran by Province in 2024. 5. Dezember 2024, abgerufen am 6. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division (2024). World Population Prospects 2024, Online Edition. (XLSX; 93,17 MB) In: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. Vereinte Nationen, Juli 2024, abgerufen am 15. Juli 2024 (englisch).
- ↑ Largest empire by percentage of world population. Archiviert vom am 17. August 2025; abgerufen am 4. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ John Masson Smith: Mongol Manpower and Persian Population. In: Journal of the Economic and Social History of the Orient. Band 18, Nr. 3, 1975, ISSN 0022-4995, S. 271–299, doi:10.2307/3632138, JSTOR:3632138.
- ↑ Population, 800 to 2023 Our World in Data
- ↑ The Great Persian Famine (1917-1919): Causes, Consequences, and Legal Reflections on Historical Responsibility
- ↑ a b DEMOGRAPHY. In: Encyclopaedia Iranica. Abgerufen am 4. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ a b c d e f Ashley Craddock: Educating Iran: Demographics, Massification, and Missed Opportunities. In: WENR. 7. Februar 2017, abgerufen am 4. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
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- ↑ Literacy Rate, Adult Total for the Islamic Republic of Iran. 8. Oktober 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Iran’s ‘fair’ university entrance exam is exacerbating inequality. 23. September 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ oe1.orf.at: 60 Prozent Universitätsabsolventen sind im Iran weiblich. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
- ↑ Mohammad Reza Kazemi: Universitäten im Iran verbannen Frauen aus bestimmten Studiengängen. In: Der Spiegel. 27. August 2012, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Dezember 2025]).
- ↑ United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division (2024). World Population Prospects 2024, Online Edition. (XLSX; 93,17 MB) In: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division. Vereinte Nationen, Juli 2024, abgerufen am 15. Juli 2024 (englisch).