Delulu
Delulu ist ein aus der Internetkultur stammender englischer Internet-Slang.
Bedeutung
Der Begriff delulu spielt auf das englische Wort delusional (deutsch: wahnhaft) an und wird vor allem in den sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram, X und Discord genutzt. Der Begriff beschreibt ironisch und humorvoll den Art Menschen, der unrealistische Hoffnungen und Ansichten hat, zum Beispiel im Bezug auf seine eigenen Beziehungen, Erfolg oder das eigene Selbstbild.[1][2]
Der Begriff wurde hauptsächlich durch Memes und Social-Media-Trends innerhalb der Generation Z und Generation Alpha beliebt. Die Formulierung „delulu with no solulu“ (wahnhaft ohne Lösung) wurde 2024 beliebt und wurde auch von Politikern genutzt, unter anderem vom australischen Premierminister Anthony Albanese in einer Parlamentsdebatte.[3][4]
Im August 2025 nahm das Cambridge Dictionary den Begriff offiziell auf und führt ihn als Beispiel für den Einfluss der Internet- und Social-Media-Kultur auf die moderne englische Sprache.[5][6]
Neben der allgemeinen Netzverwendung wurde delulu auch in journalistischen, literarischen und popkulturellen Texten genutzt. Der Begriff wird häufig ironisch genutzt, um sich selbst oder andere für übertriebene Wunschvorstellungen zu kommentieren.[5]
Das Buch Delulu von Julia Friese zeigt die wahnhaften Wunschwelten der Protagonistin Res, deren Selbstbild stark von Popkultur, Medienbildern und Konsumfantasien geprägt ist und den Begriff Delulu widerspiegelt und nutzt.[7][8][9][10][11]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Jugendsprache: Cambridge Dictionary nimmt Wörter wie »tradwife« und »delulu« auf. In: Der Spiegel. 18. August 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
- ↑ "delulu" steht jetzt im Wörterbuch. 18. August 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ deutschlandfunk.de: Britisches Wörterbuch - Cambridge Dictionary nimmt Social-Media-Begriffe wie "tradwife" und "delulu" auf. 19. August 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Caitlin Cassidy, Catie McLeod, Caitlin Cassidy explains to Catie McLeod: Albanese thinks the Coalition is ‘delulu with no solulu’ – but what does it mean? In: The Guardian. 27. März 2025, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
- ↑ a b "Tradwife" und "Delulu": TikTok-Sprache im Wörterbuch – DW – 18.08.2025. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ FUNKE Mediengruppe: „Delulu“ und „Tradwife“ stehen jetzt im Cambridge Dictionary. 18. August 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Benedikt Herber: "delulu" von Julia Friese: Gefangen im Rausch. In: Die Zeit. 2. Juni 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
- ↑ Julia Friese über ihr neues Buch „delulu“: „Wie unfassbar naiv ich war“. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
- ↑ Arno Frank: (S+) Roman »delulu« von Julia Friese: Traum am Saum der Hölle. In: Der Spiegel. 9. April 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).
- ↑ Was sie will: Julia Frieses Popkultur-Roman „delulu“. 30. Juli 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Julia Hubernagel: Popkultur der 2000er Jahre: Das bin doch alles ich. In: Die Tageszeitung: taz. 26. März 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 11. Dezember 2025]).