Delfinul (U-Boot, 1986)

Delfinul
Die Delfinul im Jahr 2008
Schiffsdaten
Flagge Indonesien Rumänien
Schiffstyp U-Boot
Klasse Projekt 877
Bauwerft Krasnoye Sormovo Shipyard, Nischni Nowgorod
Baukosten 61,5 Mio. Dollar
Bestellung 1984
Kiellegung 6. April 1984
Stapellauf 20. September 1985
Indienststellung 29. November 1986
Verbleib Reserve
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 74,38[1] m (Lüa)
Breite 9,9 m
Tiefgang (max.) 6,5 m
Verdrängung aufgetaucht: 2.325 t
getaucht: 3.075 t
 
Besatzung 45
Maschinenanlage
Maschine dieselelektrisch
Maschinen­leistung 5.370 PS (3.950 kW)
Höchst­geschwindigkeit 12,0 kn (22 km/h)
Propeller 1
Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius 6000 Seemeilen sm
Einsatzdauer 45 Tage
Tauchtiefe, max. 300 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
25,0 kn (46 km/h)
Bewaffnung
  • 6 × Torpedorohr ∅ 533 mm (18 Torpedos oder 24 Minen)

Die Delfinul (Schiffskennung 581) ist ein 1986 gebautes U-Boot der rumänischen Marine. Das Boot der Kilo-Klasse ist das einzige U-Boot des Landes und befindet sich seit 1996 in der Reserve.

Geschichte

Anfang der 1980er Jahre forcierte Rumänien ein umfangreiches Bauprogramm für seine Marine, zu dem neben einem Lenkwaffenkreuzer, Fregatten, Schnellbooten und Unterstützungsschiffen auch zwei U-Boote eingeplant wurden. Der Auftrag für den Bau des ersten U-Bootes der sowjetischen Klasse vom Projekt 877 (NATO-Bezeichnung Kilo-Klasse) wurde 1984 an die russische Werft Krasnoje Sormowo in Nischni Nowgorod vergeben. Das Boot wurde unter der Baunummer 401 am 6. April 1984 auf Kiel gelegt und lief am 20. September 1985 vom Stapel. Die geheime Auslieferung erfolgte im 29. November 1986. Heimathafen des Bootes wurde Constanța. Das zweite U-Boot wurde aus finanziellen Erwägungen nicht beauftragt.[2][3][4]

Das Boot sollte in erster Linie zur Ausbildung der rumänischen U-Boot-Abwehrflotte dienen. In den zehn Jahren des aktiven Dienstes in der rumänischen Marine hatte das U-Boot insgesamt 67 Einsätze mit über 2000 Tauchstunden absolviert, in denen 23 Torpedos abgefeuert und 2 Seeminen verlegt wurden.[3] Westliche Beobachter hielten das Boot zu groß für das Schwarze Meer.[5]

Nach Auflösung des Warschauer Paktes erhielt das Boot 1992 einen neuen Namen und wurde in Anlehnung an das erste rumänische U-Boot aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg auf den Namen Delfinul getauft. 1996 waren schließlich die Batterien des Bootes abgenutzt. Eine Erneuerung konnte sich die Marine nicht leisten. Seitdem liegt die Delfinul in Reserve. 2001 wurde sie der Marineakademie Mircea cel Bătrân übergeben und wird seitdem als stationäres Schulschiff genutzt.[6][7]

Literatur

  • Robert Gardiner, Stephen Chumbley: Conway’s All the world’s fighting ships 1947–1995, Conway Maritime Press, London 1995, ISBN 0-85177-605-1.
  • Weyers Flottentaschenbuch 1994/96, Bernhard & Graefe Verlag, Bonn 1994, ISBN 3-7637-4507-6.
  • Statul Major al Forțelor Navale [Generalstab der Seestreitkräfte]: Almanahul Forțelor Navale 2007 [dt. etwa: Almanach der Seestreitkräfte 2007], Editura CTEA, Bukarest 2006, ISBN 978-973-7601-96-4 (Online-Version als PDF).
Commons: Delfinul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. techn. Daten lt. Weyers Flottentaschenbuch 1994/96, S. 206f.
  2. Gardiner, Chumbley: Conway’s All the world’s fighting ships 1947–1995, S. 324f.
  3. a b Statul Major al Forțelor Navale: Almanahul Forțelor Navale 2007, S. 85
  4. Delfinul submarine (1986) bei navypedia.com
  5. Gardiner, Chumbley: Conway’s All the world’s fighting ships 1947–1995, S. 325
  6. Statul Major al Forțelor Navale: Almanahul Forțelor Navale 2007, S. 86
  7. 521 – Delfinul (Pandele), bei marinarii.ro

Koordinaten: 44° 9′ 22,8″ N, 28° 39′ 55,7″ O