Davos Klosters Bergbahnen
| Davos Klosters Bergbahnen AG
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|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 4. November 2003 |
| Sitz | Davos, Schweiz |
| Leitung | Carlo Schertenleib (VR-Präsident)[1] |
| Mitarbeiterzahl | 170 Ganzjahresmitarbeitende |
| Umsatz | 109.9 Mio. CHF (2024/25) |
| Branche | Schneesport, Personenbeförderung, Gastronomie, Hotellerie |
| Website | www.davosklostersmountains.ch |
Die Davos Klosters Bergbahnen AG ist ein Tourismusunternehmen, welches fünf Bergbahnen und Skigebiete, über 20 Hotels und diverse Gastronomiebetriebe in den Bündner Gemeinden Davos und Klosters betreibt.
Geschichte
Ursprünglich wurden alle Wintersportgebiete in Davos und Klosters von verschiedenen Eigentümern selbstständig geführt. Durch wirtschaftlichen Druck, unter dem das Skigebiet Schatzalp vorübergehend geschlossen werden musste, wurden die drei Unternehmen Davos-Parsenn-Bahnen AG, Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG, und Luftseilbahn Klosters-Gotschnagrat-Parsenn im Jahr 2003 zur neuen Aktiengesellschaft Davos Klosters Bergbahnen AG fusioniert. Mit der Fusion wurden mit Ausnahme der Schatzalp alle Skigebiete der Region Davos/Klosters in einem Unternehmen zusammengefasst.[2] Der vormalige Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG Carlo Schertenleib wurde dank der Fusion zum Mehrheitsaktionär des neuen Unternehmens und übernahm das Verwaltungsratspräsidium.[3] Erster Geschäftsführer der neuen Aktiengesellschaft war der vormalige Verwaltungsratspräsident der Davos-Parsenn-Bahnen AG und Politiker Hans-Peter Pleisch.[4] Er ist 2006 nach einem Konflikt mit dem Verwaltungsratspräsidenten Carlo Schertenleib von allen Ämtern zurückgetreten.[5]
2014 wurde die Bergbahn Madrisa mit dem dazugehörigen Skigebiet an eine private Investorengruppe verkauft.[6] Seit 2016 hat Vidal Schertenleib - Sohn des Verwaltungsratspräsidenten Carlo Schertenleib - die Leitung des Unternehmens übernommen.[7]
Struktur
Bergbahnen und Skigebiete
Unter dem Namen Davos Klosters Mountains werden die fünf Bergbahnen und Skigebiete betrieben:
- Parsenn
- Jakobshorn
- Gotschna (mit Verbindung zum Parsenn-Gebiet)
- Rinerhorn (Betrieb durch die Tochtergesellschaft Bergbahnen Rinerhorn AG)
- Pischa (Betrieb durch die Tochtergesellschaft Sportbahnen Pischa AG)
Hotellerie und Gastronomie
Unter der Marke Mountain Hotels Davos Klosters betreibt das Unternehmen 23 Hotels. Dazu kommen diverse Restaurants und Barbetriebe. Der Geschäftsbericht 2024/25 weist 16 Restaurants in den Skigebieten, 9 weitere Restaurants im Tal und 8 Barbetriebe aus. Ein Teil der Hotels und Gastronomiebetriebe sind verpachtet.[8] Mit dem Parsenn Resort bewirtschaftet das Unternehmen Ferienwohnungen in unmittelbarer Nähe zum Skigebiet.[9] Unter anderem gehören der Davos Klosters Bergbahnen AG die folgenden Hotels:
- Hotel Waldhuus
- Mountain Plaza (ehemals Sunstar)
- Joseph's House (ehemaliges Sanatorium der Dominikanerinnen)
- Hotel National
- Club Hotel (via Du Midi AG)
- Hotel Montana
- Hotel Davoserhof
Der Bereich Hotellerie und Gastronomie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden mehr als 40 Prozent des Umsatzes mit diesem Bereich erwirtschaftet.[10]
Aktuelle Beteiligungen
Des Weiteren hält sie folgende Beteiligungen:[11][8]
- Sportbahnen Pischa AG: 53,79 %
- Bergbahnen Rinerhorn AG: 57,18 %
- Hauptertäli AG: 50,00 %
- Mountain Facilities AG: 100 % (Parsen Resort, Hotel Real, Sporthof)
- Du Midi AG: 100 % (via Mountains Facilities AG)
Ehemalige Beteiligungen
- Die Beteiligung von 39,08 % an den Klosters-Madrisa Bergbahnen AG wurde 2014 an eine Investorengruppe verkauft, wobei das Skigebiet mit den anderen Gebieten der Davos Klosters Bergbahnen in einem Tarifverbund verblieb.[6]
- Die Beteiligung von 100 % an der Flüela Hotel AG wurde zu Mountain Facilities AG umbenannt.
Skipässe
Das Davoser Skigebiet Schatzalp wird von der Berghotel Schatzalp AG betrieben, weshalb die Skipässe der Davos Klosters Mountains dort nicht gültig sind.
Übersicht
Obwohl die verschiedenen Skigebiete zusammengehören, müssen die Skipässe separat erworben werden und variieren auch preislich, weil nicht alle Skigebiete dieselbe Anzahl Anlagen haben. Es gibt verschiedene Typen:[12]
- Vormittagskarte bis 13.00 mit Rückvergütung
- Halbtageskarte (ab 12.15 Uhr gültig)
- 1-Tageskarten
- 2-Tageskarten
- Tageskarten für 2–21 Tage (gültig für alle fünf Berge)
Liftpass
Die Drehkreuze der Zutrittssysteme sind mit einem berührungslosen RFID-System von Skidata ausgerüstet. Für den Liftpass muss eine zusätzliche Gebühr von 5 Franken (kein Depot) entrichtet werden.[13][14]
Projekte
Gemeinsam mit der Weisse Arena AG wollte das Unternehmen zu Beginn der 2000er-Jahre eine Skihalle in London bauen. 2003 wurde das Projekt beerdigt.[15]
Mittelfristig wird die Verbindung der Skigebiete Jakobshorn und Rinerhorn angestrebt. In der Diskussion sind eine Pendelbahn, die das Sertigtal überspannt, oder eine Verbindungsvariante durch das Sertigtal mit zusätzlichen Abfahrtsmöglichkeiten, wobei Talstationen im Bereich Mühle oder Gämpi möglich sind.[16]
Leitung
(Quelle:[17])
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat besteht aktuell aus folgenden sechs Mitgliedern:
- Carlo Schertenleib (Präsident)
- Yves Bugmann
- Dr. Karl-Walter Braun
- Andreas Kohm
- Klaus May
- Vidal Schertenleib
Geschäftsleitung
- Carlo Schertenleib (VR-Präsident und Delegierter)
- Vidal Schertenleib (CEO)
- Yves Bugmann (CFO)
- Klaus May (COO)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Monetas.ch
- ↑ Béla Zier: Aus drei Bergbahnen soll ein Unternehmen werden. In: Die Südostschweiz. Ausgabe vom 9. April 2003. Chur 9. April 2003, S. 2.
- ↑ Béla Zier: "Ich besitze keinen Drang zur Macht". In: Die Südostschweiz. Chur 1. November 2003, S. 2.
- ↑ Porträt: Hans-Peter Pleisch. Abgerufen am 16. Januar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Béla Zier: Konflikt hat sich verschärft. Hrsg.: Die Südostschweiz. Chur 6. Januar 2006, S. 3.
- ↑ a b Investorengruppe übernimmt Klosters-Madrisa Bergbahnen AG Aufgerufen am 27. März 2015
- ↑ Berge und Betten, Gondeln und Gastronomie. 20. Mai 2025, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ a b Davos Klosters Bergbahnen AG: Geschäftsbericht 2024/25. Davos.
- ↑ Parsenn Resort Davos | parsenn-resort.ch. Abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ Bjoern Zern: Davos Klosters Bergbahnen: Hotels und Gastronomie steuern mehr als 40% zu den Erträgen bei. In: schweizeraktien.net. 13. Oktober 2025, abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ Geschäftsbericht 2011/12 Davos Klosters Bergbahnen AG ( vom 19. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 4,7 MB), abgerufen am 31. März 2013
- ↑ Tarife Schipässe ( des vom 30. Januar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Davos.ch Schipässe ( des vom 30. Januar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Davos.ch allgemeine Infos ( des vom 31. Januar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Béla Zier: Bergbahnen Davos/Klosters kehren London den Rücken. Hrsg.: Die Südostschweiz. 9. Oktober 2003, S. 3.
- ↑ Kantonaler Richtplan Davos ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) Aufgerufen am 27. März 2015
- ↑ Unternehmen Davos Klosters Bergbahnen | davosklostersmountains.ch. Abgerufen am 27. November 2025.