David Helpern

David Helpern ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent, der unter anderem bei der Oscarverleihung 1977 für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert war.

Leben

David Helpern war 1974 Regisseur und Autor des Dokumentarfilms „I’m a Stranger Here Myself“,[1] ein Porträt des Filmemachers Nicholas Ray[2] während dessen Tätigkeit als Professor für Filmwissenschaften an einem College im Norden des Bundesstaates New York.

Unter seiner Regie entstand 1976 der Dokumentarfilm „Hollywood vor Gericht“ (Originaltitel: Hollywood on Trial), der eine dunkle Periode in der Geschichte Hollywoods aufgrund der Roten Angst der 1940er und 1950er Jahre, als Schauspieler, Autoren und Regisseure wie insbesondere die sogenannten Hollywood Ten vom Komitee für unamerikanische Umtriebe unter dem Vorsitz von US-Senator Joseph McCarthy[3] verfolgt und untersucht wurden, nachdem sie im Verdacht standen, antiamerikanische Handlungen zu begehen, indem sie in ihren Filmen und Fernsehsendungen den Kommunismus predigten. Für diesen Film über die McCarthy-Ära war Helpern gemeinsam mit dem Produzenten James C. Gutman[4] bei der Oscarverleihung 1977 für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.[5] Zudem gewann er 1976 neben dem italienischen Kurzfilm „E noi altri apprendisti“ von Giovanni Doffini[6] den Preis beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg.

1979 war Helpern zudem Regisseur von „Fast wie im siebten Himmel“ (Originaltitel: Something Short of Paradise),[7] eine romantische Komödie über die turbulente On-Off-Beziehung eines jungen New Yorker Paares, in der Susan Sarandon, David Steinberg[8] und Jean-Pierre Aumont die Hauptrollen spielten.

Nach diesen drei Regiearbeiten war er überwiegend als Produzent in verschiedenen Positionen tätig und produzierte unter anderem den ActionthrillerDead Heat“ (1988) mit Treat Williams, Joe Piscopo und Lindsay Frost,[9] „The Hidden II: The Spawning“ (1993)[10] mit Raphael Sbarge, Kate Hodge und Jovin Montanaro,[11] sowie die sechsteilige Miniserie „Monsieur Spade“ (2024)[12] mit Clive Owen, Cara Bossom[13] und Denis Ménochet.

Filmografie

  • 1974: I’m a Stranger Here Myself
  • 1976: Hollywood vor Gericht
  • 1977: Zwischen den Zeilen
  • 1979: Fast wie im siebten Himmel
  • 1984: Kids Incorporated
  • 1986: Willy/Milly
  • 1988: Dead Heat
  • 1993: The Hidden II: The Spawning
  • 1997: Beaver ist los!
  • 2006: Mord ohne Auftrag – Jeder muss bezahlen
  • 2010: The Wild Girl
  • 2011: Last Call at the Oasis
  • 2024: Monsieur Spade (Fernseh-Miniserie)

Einzelnachweise

  1. I’m a Stranger Here Myself (1974) bei IMDb
  2. Nicholas Ray. Prabook, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
  3. Joseph McCarthy. Prabook, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
  4. James C. Gutman bei IMDb
  5. The 49th Academy Awards: 1977. Academy Awards, abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  6. Giovanni Doffini bei IMDb
  7. Something Short of Paradise bei IMDb
  8. David Steinberg (I) bei IMDb
  9. Lindsay Frost bei IMDb
  10. The Hidden II bei IMDb
  11. Jovin Montanaro (I) bei IMDb
  12. Monsieur Spade bei IMDb
  13. Cara Bossom bei IMDb