Daunus (Sohn des Lykaon)
Daunus ist in der römischen Mythologie Namensgeber der Landschaft Daunia, wie Apulien laut der römischen Überlieferung in vorhistorischer Zeit hieß.
Daunus war laut der Epitome des Paulus Diaconus aus dem Werk De Verborum Significatu des Sextus Pompeius Festus illyrischer Herkunft.[1] Laut Nikander war er der Sohn des Lykaon und kam mit seinen Brüdern Iapyx und Peuketios nach Italien.[2] Sie vertrieben die Ausonier und gründeten Messapien, Daunien und Peuketien. Als Diomedes nach Italien kommt, wird er freundlich von Daunus aufgenommen, und nachdem Diomedes dem Daunus in der Auseinandersetzung mit den Messapiern zur Seite stand, wird er mit Land beschenkt und mit der Tochter des Daunus vermählt. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Diomedes und Amphinomos hervor. Nach späterer Tradition kam es zum Streit zwischen Daunus und Diomedes, der von Daunus ermordet wurde.
Quellen
- Antoninus Liberalis 31. 37.
- Ovid, Fasti 4,76; Metamorphosen 14,457 f.; 14,510 f.
- Horaz, Carmen 3,30,11 f.; 4,14,25 f.
- Plinius, Naturalis historia 3,103 f.
- Servius, Kommentar zu Vergils Aeneis 8,9.
- Paulus Diaconus, Epitoma Festi 69.
- Johannes Tzetzes, Kommentar zu Lykophrons Alexandra 603–609 (Google Books).
Literatur
- René Bloch: Daunos 1. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 336 (Digitalisat).
- Otto Rossbach: Daunos 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV,2, Stuttgart 1901, Sp. 2234.
- Georg Wissowa: Daunus 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 964 (Digitalisat).
Anmerkungen
- ↑ Paulus Diaconus, Epitoma Festi 69.
- ↑ Nikander bei Antoninus Liberalis 31.