Daporijo
| Daporijo | ||
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| Staat: | Indien | |
| Bundesstaat: | Arunachal Pradesh | |
| Distrikt: | Upper Subansiri | |
| Lage: | 27° 59′ N, 94° 13′ O | |
| Höhe: | 600 m | |
| Einwohner: | 13.405 (2011) | |
Daporijo ist eine in den südlichen Ausläufern des Himalaya gelegene Stadt mit ca. 15.000 Einwohnern im Distrikt Upper Subansiri im Bundesstaat Arunachal Pradesh im Nordosten Indiens.
Lage und Klima
Daporijo liegt am Fluss Subansiri, einem Nebenfluss des Brahmaputra, in den waldreichen südlichen Ausläufern des Himalaya in einer Höhe von ca. 600 m. Itanagar, die Hauptstadt des Bundesstaats, ist ca. 265 km in südwestlicher Richtung entfernt. Das Klima ist oft schwülwarm; Regen (ca. 2000–3000 mm/Jahr) fällt ganz überwiegend in der sommerlichen Monsunzeit.
Bevölkerung
| Jahr | 1991 | 2001 | 2011 |
| Einwohner | k. A. | 15.756 | 13.405[1] |
Ca. 28,5 % der Einwohner Daporijos sind Hindus, knapp 2 % sind Moslems, etwa 12,5 % sind Christen und nur ca. 0,1 % sind Buddhisten; der große Rest folgt animistischen Traditionen oder betreibt Ahnenkult. Der männliche Bevölkerungsanteil ist knapp 10 % höher als der weibliche. Die Stadt hat einen Alphabetisierungsgrad von etwa 80 %, welcher deutlich höher als der regionale Durchschnitt von ca. 65 % ist.[2]
Wirtschaft
Die überwiegend betriebene Landwirtschaft dient immer noch überwiegend der Selbstversorgung.
Geschichte
Es gibt keine ältere schriftliche Überlieferung zur Geschichte des Ortes, doch stand die Region lange Zeit unter der Herrschaft Tibets. Die McMahon-Linie schlug das Gebiet im Jahr 1914 Britisch-Indien zu und es wurde von Assam aus verwaltet. Da die Chinesen die Shimla-Konvention nicht unterschrieben hatten, betrachten sie das Gebiet als Teil Tibets („Südtibet“) und somit Chinas. Die sich widersprechenden Gebietsansprüche führten im Jahr 1962 zum Indisch-Chinesischen Grenzkrieg und der kurzzeitigen Besetzung durch die Volksrepublik China.
Sehenswürdigkeiten
- Das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaute Bomdila Monastery ist ein buddhistisches Kloster.
- In der Stadt selbst gibt es ein ethnologisches Museum, in welchem traditionelle Handwerkstechniken gezeigt werden.[3]