Danio quagga
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Danio kyathit (oben) und Danio quagga (unten) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Danio quagga | ||||||||||||
| Kullander, Liao & Fang, 2009 |
Danio quagga, auch Orangeflossenbärbling genannt, ist ein Karpfenfisch der Gattung Danio, der im Flusssystem des Chindwin im westlichen Myanmar vorkommt.[1]
Danio quagga zeichnet sich durch ein Streifenmuster aus und erinnert stark an den aus Indien stammenden Zebrabärbling (Danio rerio).[2]
Im gleichen Verbreitungsgebiet wie Danio quagga lebt auch die sehr nahe verwandte Art Danio kyathit,[3] die sich durch ein geflecktes Muster auszeichnet.
Das Artepitheton des Danio quagga verweist auf die ausgestorbene Zebra-Art Quagga aufgrund seines Streifenmusters. Analog bedeutet der Name der Schwesterart Danio kyathit „Leopard“ – übersetzt aus dem Burmesischen.[4]
Merkmale
Danio quagga ist ein kleiner, schlanker Süßwasserfisch der Familie der Bärblinge, dessen Körper seitlich leicht abgeflacht und länglich gestreckt ist.
Die Standardlänge liegt nach Literatur bei etwa 22–35 mm. Der Kopf ist kurz und rundlich, das Maul terminal und leicht aufwärts gerichtet. Die vier Barteln sind kurz, wobei die maxillaren Barteln die Länge der rostralen übersteigen. Die Seitenlinie ist unvollständig, und die Zahl der Schuppen entlang der Seitenreihe beträgt 28–30.
Das markanteste Merkmal von Danio quagga ist das horizontale Streifenmuster. Entlang der Körperseite verlaufen vier ausgeprägte dunkle, blaue Streifen, teilweise ergänzt durch einen abdominalen Streifen. Diese Streifen sind kontrastreich und setzen sich teils in die Schwanzflosse fort, während die übrigen Flossen überwiegend transparent bleiben. Die Flossensäume können rötlich erscheinen.
Im Vergleich zu verwandten Arten zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Danio quagga hat durchgehend horizontale Streifen („Zebrastreifen“), während Danio kyathit ein geflecktes Muster („Leopardenflecken“) aufweist.
Gegenüber Danio rerio besitzt Danio quagga vier statt drei Streifen oberhalb der Brustflosse und einen rötlichen Flossensaum (vgl. Orangeflossenbärbling), jedoch keine dunklen Querstreifen auf der Schwanzflosse.[5]
Verbreitung
Danio quagga ist endemisch im westlichen Myanmar und bisher nur aus dem Chindwin‑Flusssystem bekannt. Die Art wurde aus dem Einzugsgebiet des Yu‑Flusses, einem Nebenfluss des Chindwin nahe Kalaymyo, beschrieben, wo die typischen gestreiften Exemplare gesammelt wurden.
Es sind keine gesicherten Nachweise außerhalb dieses Bereichs dokumentiert.[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Distribution. In: fishbase.se. Abgerufen am 4. Januar 2026 (englisch).
- ↑ A complex genetic architecture in zebrafish relatives Danio quagga and D. kyathit underlies development of stripes and spots. Januar 2021, S. 3, letzter Absatz.
- ↑ a b Ichthyological Exploration of Freshwaters – An international journal for field-orientated ichthyology. September 2009, S. 196.
- ↑ A complex genetic architecture in zebrafish relatives Danio quagga and D. kyathit underlies development of stripes and spots. Januar 2021, S. 4.
- ↑ Braedan M. McCluskey, Susumu Uji, Joseph L. Mancusi, John H. Postlethwait, David M. Parichy: A complex genetic architecture in zebrafish relatives Danio quagga and D. kyathit underlies development of stripes and spots. 21. Januar 2021, doi:10.1101/2021.01.21.427615.