Daniel Trepsdorf

Daniel K. W. Trepsdorf (* 25. Dezember 1976 in Finsterwalde) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Er ist seit September 2025 Abgeordneter im Landtag Mecklenburg-Vorpommern.

Leben

Trepsdorf wuchs in einem christlichen Elternhaus auf und wurde als Jugendlicher in der Friedens- und Umweltbewegung der evangelischen Kirche der DDR sozialisiert. Er legte 1996 das Abitur am Gerberstadt-Gymnasium in Doberlug-Kirchhain ab. Daraufhin absolvierte er den Zivildienst an einer Pflegeeinrichtung in Finsterwalde. Anschließend studierte er von 1997 bis 2002 Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kommunikationswissenschaften, Neuere und Neuste Geschichte sowie Philosophie an der Technischen Universität Dresden. Während seines Studiums in Dresden wirkte er von 1998 bis 2000 als studentischer Senator und Vorsitzender des Fachschaftsrates Geschichte in der akademischen Selbstverwaltung mit. Zudem absolvierte er ein Auslandssemester an der Universität von Namibia in Windhoek. Er schloss das Studium mit dem Magister artium ab. 2006 wurde er in Dresden mit der Schrift Afrikanisches Alter Ego und europäischer Egoismus promoviert. Während seiner Promotion absolvierte er Auslandsaufenthalte in London, Windhoek und Johannesburg. Er war Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und des Deutschen Historischen Instituts London. Er war von 2009 bis 2010 Bildungs- und Kulturkoordinator der Landeshauptstadt Dresden. 2011 war er als freiberuflicher Dozent, Pressesprecher der Stadt Frankfurt (Oder) und Publizist tätig. Von 2013 bis 2016 folgte das berufsbegleitende Studium „Soziale Organisationsentwicklung, Supervision und Coaching“ an der Europa-Universität Flensburg. Von 2012 bis zu seinem Einzug in den Landtag 2025 leitete er das Regionalzentrum Westmecklenburg für demokratische Kultur der RAA in Schwerin. Zudem war er von 2016 bis 2021 ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Schwerin.

Trepsdorf ist evangelisch, verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in Schwerin. 2019 veröffentlichte er das Kinderbuch Aufstand der Umlaute. 2023 wurde Trepsdorf das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.[1]

Politik

Trepsdorf ist seit 2015 Mitglied der Linkspartei. Er war von 2017 bis 2019 Mitglied des Landesvorstands und von 2017 bis 2021 Mitglied des Landesausschusses von Die Linke Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2019 ist er Mitglied der Stadtvertretung von Schwerin. Zudem ist er seit 2022 Kreisvorsitzender der Linkspartei in Schwerin. Er kandidierte 2023 bei der Oberbürgermeisterwahl in Schwerin, bei der er neun Prozent der Stimmen erhielt.[2]

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2021 kandidierte Trepsdorf im Landtagswahlkreis Schwerin I und auf Platz 14 der Landesliste der Linken, verfehlte jedoch zunächst den Einzug in das Landesparlament. Am 10. September 2025 rückte er für Daniel Seiffert in den Landtag nach.[3][4]

Einzelnachweise

  1. Bekanntgabe der Ordensträgerinnen und Ordensträger. In: bundespraesident.de. 1. November 2023, abgerufen am 27. August 2025.
  2. Christian Koepke: Linken-Politiker Daniel Trepsdorf lässt Wechsel zum BSW offen. In: nordkurier.de. 18. November 2024, abgerufen am 27. August 2025.
  3. Mecklenburg-Vorpommern: Linke-Abgeordneter Seiffert führt künftig Umweltstiftung MV. In: n-tv.de. 27. August 2025, abgerufen am 27. August 2025.
  4. Dr. Daniel Trepsdorf in den Landtag nachgerückt. In: landtag-mv.de. 10. September 2025, abgerufen am 17. September 2025.