Daniel Marguerat

Daniel Marguerat (geboren am 30. Oktober 1943 in Lausanne) ist ein evangelisch-reformierter Schweizer Neutestamentler. Er ist bekannt durch seine Arbeiten zu den Anfängen des Christentums; sein Spezialgebiet ist die historische Jesusforschung.

Biografie

Nach Studium an den Universitäten Lausanne und Göttingen erhielt Marguerat 1968 die Licence en théologie der Universität Lausanne. Im Jahr 1975 folgte das Certificat de recherche en sciences bibliques. 1972–1976 arbeitete Marguerat als Pfarrer in der Gemeinde Ouchy (Église Évangélique Réformée du canton de Vaud). Er promovierte 1981 in Lausanne. Seine Dissertation über das Urteil im Matthäusevangelium (Le jugement dans l’évangile de Matthieu) wurde mit dem Prix de la Société Académique Vaudoise ausgezeichnet. Von 1980 bis 1984 war Marguerat Pfarrer in der Gemeinde Syens und (seit 1982) Dozent an der Universität Lausanne. Den Lehrstuhl für Neues Testament dieser Universität hatte Marguerat von 1984 bis zu seiner Emeritierung 2008 inne. Marguerat nahm zahlreiche Gastprofessuren wahr, unter anderem am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom (1993), an der Universität Genf (1991–1999 und 2004–2008), an der Universität Montreal (2000), an der Universität Neuchâtel (1987–1995 und 2000–2001) und an der jesuitischen Privatuniversität Centre Sèvres in Paris (2002, 2004, 2006, 2008 und 2010).[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Der Mann aus Nazareth: Was wir heute von Jesus wissen können. TVZ, Zürich 2004.
  • Lukas, der erste christliche Historiker: Eine Studie zur Apostelgeschichte. TVZ, Zürich 2011.
  • Die Apostelgeschichte (= Kritisch-exegetischer Kommentar über das Neue Testament. Band 3). 18. Auflage, 1. Auflage dieser Auslegung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2022.

Anmerkungen

  1. CV − Daniel Marguerat. Université de Lausanne.