Daniel Ludwig Wundt

Daniel Ludwig Wundt (* 13. Oktober 1741 in Kreuznach; † 19. Februar 1805 in Heidelberg) war ein deutscher evangelisch-reformierter Theologe, Kirchenhistoriker und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Nach dem Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Heidelberg ab 1756 bzw. 1761 wurde Daniel Ludwig Wundt 1765 Diakon (2. Pfarrer) in Ladenburg und Pfarrer in Heddesheim. 1770 übernahm er die Pfarrstelle in Oppenheim und 1773 in Kreuznach. Im Jahre 1787 wurde er zweiter und 1795 erster Professor für Theologie an der Universität Heidelberg, wo er 1792 den theologischen Doktorgrad erworben hatte. 1804 wurde Wundt Mitglied des Reformierten Kirchenrates.

Sein Bruder war der Theologe und Historiker Friedrich Peter Wundt.

Veröffentlichungen

  • Sammlung einiger Predigten, gröstentheils bei besondern Gelegenheiten gehalten. Pfähler, Heidelberg 1784.
  • Versuch einer Geschichte des Lebens und der Regierung Karl Ludwigs Kurfürst von der Pfalz. Legrand, Genf/Heidelberg 1786 (Volltext).
  • Daniel Ludwig Wundts Professors der Gottesgelehrsamkeit zu Heidelberg Kurzer Entwurf seiner Vorlesungen über die Geschichte des jüdischen Volks. Wiese, Heidelberg 1788 (Volltext).
  • (Hrsg.): Magazin für die Kirchen- und Gelehrten-Geschichte des Kurfürstenthums Pfalz. Pfähler, Heidelberg 1789–1790 (Volltext).
  • (Mithrsg.): Magazin für die pfälzische Geschichte. Pfähler, Heidelberg 1793 (Volltext).
  • Grundriß der pfälzischen Kirchengeschichte. Pfähler, Heidelberg 1796 (Volltext).

Einzelnachweise

  1. Wund(t), Daniel Ludwig. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 2: 1803–1932. Springer, Berlin u. a. 1986, S. 305f., ISBN 3-540-15856-1.